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Herbert Sollich: Sport-Sponsoring der VELTINS Brauerei

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Vor rund einem Monat verlängerten die VELTINS Brauerei und der FC Schalke 04 den Namensrechtsvertrag für die VELTINS-Arena vorzeitig um weitere vier Jahre bis 2019. Neben dem Club aus Gelsenkirchen betreibt die sauerländer Brauerei auch ein Sponsoring beim VfL Wolfsburg. Aber nichr nur im Profifußball, sondern auch im nationalen Wintersport sowie im regionalen Breitensport engagiert sich die Brauerei.

Über das Sponsoring im Sport, insbesondere die Vertragsverlängerung mit der VELTINS-Arena, sprach about-drinks mit Herbert Sollich, Marketingdirektor und Mitglied der Geschäftsleitung der Brauerei C. & A. VELTINS.

Herbert Sollich (Jahrgang 1962) studierte Betriebswirtschaftlehre an der Universität Trier und absolvierte sein Studium 1990 als Diplom-Kaufmann. Von 1991 bis 1993 machte er seine Trainee-Ausbildung bei der Holsten Brauerei Hamburg im Bereich Marketing. Anschließend war er drei Jahre Leiter Sponsoring, Messen, Veranstaltungen der Brauerei C. & A. VELTINS. Seit Mai 1996 ist er bei VELTINS Marketing-Direktor und in der Funktion Prokurist Mitglied der Geschäftsleitung.

Herr Sollich, Anfang Mai haben die Brauerei und der Fußball-Bundesligist FC Schalke 04 den Namensrechtsvertrag für die VELTINS-Arena verlängert. Was genau sieht der Vertrag vor?
Herbert Sollich: Der gerade vorzeitig verlängerte Namensrechtsvertrag beinhaltet neben der Namensgebung unter anderem auch dominante Marketingrechte der Premium-Pilsmarke in der VELTINS-Arena.

Natürlich wird in der Arena auch VELTINS ausgeschenkt – hat sich an den Ausschankrechten ebenfalls etwas verändert?
Herbert Sollich: Die Fans der Königsblauen können unverändert ihr frisches VELTINS in der Arena genießen. Das exklusive Bierlieferungsrecht wurde bereits bis 2023 verlängert.

Was macht den besonderen Charakter der VELTINS-Arena aus?
Herbert Sollich: In den nunmehr 13 Jahren hat die VELTINS-Arena bewiesen, dass sie Gastronomiekompetenz auf hohem Niveau gewährleistet – es ist buchstäblich ein Event-Tempel. Die Brauerei C. & A. VELTINS hat ja bereits in der Bauphase die gastronomische Getränkeinfrastruktur mitgeplant. Sie ist bis heute einmalig geblieben. Wir können  mit der dezentralen Tankversorgung gewährleisten, dass der Besucher frisches VELTINS mit bester Zapfqualität serviert bekommt.

Was sind denn die außergewöhnlichen Eigenschaften?
Herbert Sollich: Tatsächlich ist der Ausschank in dieser Form einmalig in Europa. Über 5.500 Meter Bierleitungen mit eingebauter Kühlung führen aus vier Kühlzentren der Arena-Katakomben zu 110 Zapfhähnen – in 31 Kiosken, Business-Clubs und Restaurants ist erstklassiger Pilsgenuss angesagt!

Wann und wie begann denn die Zusammenarbeit mit dem FC Schalke 04? Warum gerade dieser Verein?
Herbert Sollich: Die Brauerei C. & A. VELTINS hatte 1997 das Hauptsponsoring von Mannschaft und Verein übernommen und war bis 2001 auf den Trikots des Champions-League-Teilnehmers präsent: Eine Verbindung, die mit dem Hauptsponsoring der neu gebauten Arena AufSchalke im Jahr 2001 fortgesetzt wurde und mit der Übernahme der Namensrechte im Jahr 2005 ihren Höhepunkt fand. Der FC Schalke 04 gehört zu den beliebtesten Clubs der Fußball-Bundesliga. Mit seiner tiefen Verwurzelung im Herzen Westfalens und seiner großen Anhängerschaft in ganz Deutschland ist der Verein für uns der ideale Partner.

Was planen Sie denn in Sachen Marketing in Zukunft mit dem Verein?
Herbert Sollich: In den kommenden vier Jahren wollen beide Partner den Fokus noch stärker auf Aktionen im Social Media-Bereich sowie auf Fan-Aktivitäten legen. Aber selbstverständlich setzen wir die facettenreichen Maßnahmen mit dem Club unverändert fort.

Wird man bei einer solchen Zusammenarbeit eigentlich irgendwann selbst zum Schalke-Fan? ;-)
Herbert Sollich: Selbstverständlich wird man bei solch einer engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit einem Verein, wie wir Sie mit dem FC Schalke 04 führen, auch ein Fan.

Warum haben Sie sich damals für ein Sponsoring im Fußball-Bereich entschieden?
Herbert Sollich: Das Sponsoring entwickelte sich in den 90er-Jahren zu einem wertvollen strategischen Kommunikationsinstrument innerhalb der Markenführung. Die Marke VELTINS setzt deshalb auf einen Mix im Sportsponsoring, in dem Fußball – und insbesondere der FC Schalke 04 – als reichweitenstarke Sportart die tragende Rolle übernimmt.

Ist VELTINS noch mit weiteren Sponsorings/Kooperationen im Sport vertreten? Wenn ja, welche sind das?
Herbert Sollich: Seit Beginn der Fußballsaison 2013/2014 engagiert sich die Brauerei C. & A. VELTINS beim VfL Wolfsburg. Die Premium-Partnerschaft umfasst neben dem Stadion-Ausschank unter anderem ein umfassendes Marketingpaket sowie Sonderaktionen für die Fans des VfL Wolfsburg.“

Das Engagement im Sport gilt ja aber sicher nicht nur für die „Großen“. Gerade im Sauerland gibt es ja auch viele regionale Vereine – bspw. im Leichtathletik- oder Wintersport-Bereich. Gibt es dort ähnliche Kooperationen?
Herbert Sollich: Bereits seit vielen Jahren engagiert sich die Brauerei C. & A. VELTINS darüber hinaus im internationalen Bobsport und fördert aktiv die Winterberger Bob- und Rodelbahn. Neben den gezielten Sponsoringaktivitäten im nationalen Spitzensport fördert die Brauerei mit ausgewählten Sponsorships den Breitensport, beispielsweise als Trikotsponsor ausgewählter Amateur-Fußballvereine in der Region. Das ist Basisarbeit, die zum VELTINS-Markenimage hervorragend passt.

Welches Ihrer Produkte eignet sich denn am Besten zum Genuss nach sportlicher Tätigkeit?
Herbert Sollich: Mit der VELTINS Fassbrause in den Sorten Zitrone, Apfel-Kräuter und Holunder hat die Brauerei C. & A. VELTINS die passende Erfrischung im Portfolio. Alle drei Geschmacksrichtungen sind alkoholfrei, kalorienreduziert und die Sorten Zitrone und Apfel-Kräuter zudem isotonisch – also perfekt für den Genuss nach dem Sport.“

Zum Schluss noch einmal zu Ihnen: Wie werden Sie die WM-Spiele der deutschen Nationalelf schauen?
Herbert Sollich: Ich würde mich freuen, wenn ich mit frischem VELTINS auf zahlreiche schöne Tore der deutschen Nationalmannschaft anstoßen könnte.

Brauerei C. & A. VELTINS GmbH & Co. KG | veltins.de | vplus.de | veltins-fassbrause.de

Wir bedanken uns für das offene und sehr interessante Interview und wünschen Herbert Sollich sowie der Veltins Brauerei weiterhin viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt!


Catharina Cramer: Als Frau in einer “Männer-Domäne”

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Wenn man über Bier und Brauereien in Deutschland spricht, dann fällt unweigerlich auch immer der Name einer Frau: Catharina Cramer. Die smarte 36-Jährige ist seit dem Tod ihres Vaters Albert im November 2012 alleinige Chefin der WARSTEINER Brauerei und führt diese mittlerweile in der neunten Familien-Generation. Bereits 2006 stieg sie in das Unternehmen ein und ist seitdem selbst der beste Beweis dafür, dass man auch als Frau in dieser “Männer-Domäne” mit Bravour bestehen kann.

about-drinks sprach mit Catharina Cramer, der geschäftsführenden Gesellschafterin der WARSTEINER Brauerei Haus Cramer KG, über ihren Job in der Bier-Branche, die neue Markenkampagne der Brauerei sowie die weiteren Pläne für dieses Jahr.

Frau Cramer, Sie sind die geschäftsführende Gesellschafterin der WARSTEINER Brauerei. Wie muss man sich einen Arbeitstag bei Ihnen vorstellen?
Catharina Cramer: Ich führe das Unternehmen in 9. Generation und sehe meine wichtigste Aufgabe darin, es einmal gesund an die 10. Generation übergeben zu können. Ich bin täglich in der Firma und mein Arbeitspensum ist eine echte Herausforderung. Dank der Unterstützung meiner Assistenten kann ich aber Beruf und Familie prima miteinander verbinden, zumal ich zum Glück schon immer sehr strukturiert gearbeitet habe. Wenn Feierabend ist, dann ist das die Zeit für meine Familie und Freunde. Abends zu Hause sitze ich auch nicht mehr über meinen E-Mails.

War es von klein auf Ihr Ziel bzw. Wunsch, einmal das Familienunternehmen zu leiten, oder ist der Wunsch erst im Laufe der Zeit gekommen?
Catharina Cramer: Ich erinnere mich gerne an meine Kindheit und glaube auch, dass mich die Begeisterung für unsere Mitarbeiter schon sehr früh an das Unternehmen gebunden hat. Allerdings war ich auch immer der Überzeugung, dass eine meiner älteren Schwestern das Unternehmen irgendwann leiten würde. Doch dann stellte sich heraus, dass beide Schwestern andere Pläne für ihre beruflichen Laufbahnen verfolgen würden. Da fragten mich meine Eltern dann, ob ich mir vorstellen könnte, in das Unternehmen einzusteigen. Ich war sehr überrascht und zunächst etwas unsicher, ob ich einer solchen großen Aufgabe gewachsen sei. Nachdem ich aber feststellte, dass auch meine Schwestern mich bei dieser Aufgabe voll unterstützen würden, war mir klar: Ich stelle mich der Herausforderung.

Wie sah Ihr Weg vom Studium in London bis hin zum Einstieg in das Unternehmen aus?
Catharina Cramer: Nach der Schule studierte ich in London International Business. Und auch in Madrid und Paris durfte ich einige Zeit verbringen und mir dort viele Unternehmen anschauen. Nach ersten Berufserfahrungen bei einem internationalen Markenartikelunternehmen stieg ich dann ganz in unser Familienunternehmen ein, und ich muss immer wieder feststellen, dass dies genau die richtige Entscheidung für mich war. Durch meine Arbeit lerne ich viele interessante Menschen kennen, kann Dinge bewegen und bleibe trotz allem meiner Familie ganz nah, in der ich mich wunderbar aufgehoben fühle.

War es zu Beginn schwer, als Frau in der Bierbranche Anerkennung zu finden?
Catharina Cramer: Mein Vater hat mich in die Arbeit sehr behutsam eingeführt. Die Befürchtung, als junge Frau in einer männerdominierten Welt zu bestehen, hatte ich nicht, denn die Mitarbeiter konnten sich noch an mich als kleines Mädchen erinnern und mochten mich. Sicher war es für viele Mitarbeiter auch beruhigend zu wissen, dass das Unternehmen in unserer Familie bleiben würde, schließlich haben wir Mitarbeiter, die mittlerweile in der 5. Generation bei WARSTEINER angestellt sind.

Glauben Sie, dass die WARSTEINER Brauerei mittlerweile bereits Ihre „Handschrift“ trägt?
Catharina Cramer: Grundlegend hat sich nach dem Tod meines Vaters nicht viel verändert, denn mein Vater war sehr emotional und ein Macher so wie ich auch. Ich bin froh, dass ich ihm so ähnlich bin, dieselbe Passion habe und hartnäckig sein kann, wenn es darum geht, Ideen zu realisieren und Innovationen voranzutreiben. Sein Erfolgsgeheimnis war es, amerikanisches Konzern-Marketing mit dem Charme eines deutschen Familienbetriebs zu verbinden. Und dieses Marketing-Gen habe ich von ihm geerbt.

Halten Sie diese Branche dennoch für eine “Männer-Domäne”?
Catharina Cramer: In der männerdominierten Bierbranche als Frau zu bestehen, empfinde ich nicht als schwer. Historisch gesehen sind Bierbrauen und Brotbacken ja sowieso Frauensache gewesen, bis die Männer merkten, dass man damit Geld verdienen kann. Auch meine Großmutter hatte einige Zeit das Geschäft übernommen, als mein Großvater gesundheitlich eingeschränkt war. Wir sind sehr stolz darauf, dass die Brauerei seit 1753 ausschließlich von Mitgliedern unserer Familie geführt wird.

Wie stehen Sie zu der Frauenquote? Wie wird das bei WARSTEINER gehandhabt?
Catharina Cramer: Ich glaube, dass ein Geschlechter-Mix, der sich aus Neigung, Talent und Leistung der einzelnen Persönlichkeiten aus Alt und Jung zusammenstellen lässt, eine sehr praktikable und effiziente Lösung für die Besetzung von Führungspositionen ist. Die Qualifikation ist entscheidend. Quoten als Selbstverpflichtung und deren Erfüllung halte ich für weniger sinnvoll, gerade auch für uns als Mittelständler. Außerdem ist es ohnehin nicht einfach, Mitarbeiter nach Warstein zu bekommen.

Zur Brauerei selbst: In diesem Jahr haben Sie das Logo und den Slogan der Brauerei geändert, zuletzt ist die neue Markenkampagne gestartet. Ist 2014 das Jahr der Veränderungen?
Catharina Cramer: Hinter der Entwicklung und Produktion unserer neuen Kampagne stecken 19 Monate intensive Arbeit und hohe Kosten. Da kann man sich vorstellen, dass solche Veränderungen nicht Jahr für Jahr stattfinden, zumal eine gewisse Kontinuität in der Markenkommunikation ohnehin von Bedeutung ist. Unsere Maxime „Tradition durch Innovation” hat uns seit vielen Jahrzehnten in der deutschen Brauindustrie große Erfolge beschert, und das nicht nur in der Technik, sondern auch bei unserem Produktportfolio und in der Kommunikation. In diesem Jahr haben wir mit WARSTEINER Herb Alkoholfrei und dem Saisonprodukt WARSTEINER Ginger bereits zwei neue Produkte auf den Markt gebracht, und im letzten Jahr konnten wir durch die Einführung von WARSTEINER Herb neue Verbraucher für unsere Produkte gewinnen. Veränderungen finden also jedes Jahr bei uns statt.

Gibt es denn noch weitere große Pläne, die für dieses Jahr anstehen? Wenn ja, wie sehen diese aus?
Catharina Cramer: Wir sind stolz darauf, in diesem Jahr unseren ersten Nachhaltigkeitsbericht der WARSTEINER Brauerei veröffentlichen zu können. Ein Projekt, das die ökonomischen, ökologischen und sozialen Leistungen unseres Unternehmens für den Zeitraum 2008 bis 2012 transparent abbildet. Über weitere geplante Innovationen möchten wir erst dann informieren, wenn sie zum Tragen kommen. Vor dem Hintergrund des Wettbewerbs ist das doch nachvollziehbar.

Zum Schluss noch einmal zurück zu Ihnen: Trinken Sie eigentlich zuhause auch Bier oder bevorzugen Sie andere Getränke bzw. Drinks? ;-)
Catharina Cramer: Natürlich trinke ich auch zu Hause oder am Abend zusammen mit Freunden gern Bier, am liebsten unseren Klassiker WARSTEINER Premium Verum.

WARSTEINER | warsteiner.de | warsteiner-gruppe.de | facebook.com/Warsteiner

Wir bedanken uns für das offene und sehr interessante Interview und wünschen Catharina Cramer sowie der WARSTEINER Brauerei weiterhin viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt!

von Freude: „Adeliges“ Craft Beer aus Hamburg

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von Freude ist ein neues Craft Beer aus Hamburg. Frei nach dem Motto „Wir lieben Design, Kochen, Wein … und jetzt auch Bier“ haben Martin Schupeta und Natalie Warneke das erste Ale Primeur zuhause am heimischen Herd gebraut. Mittlerweile wird das Bier in wechselnden kleinen Brauereien produziert und soll – wie der Name schon sagt – Freude beim Trinken vermitteln. Augenzwinkernd haben die beiden das Produkt dann mit dem „von“ im Namen gleich auch noch geadelt.

Martin Schupeta und Natalie Warneke, die beiden von Freude-Gründer, standen about-drinks für alle Fragen rund um das Craft Beer ausführlich Rede und Antwort.

Was ist von Freude?
Martin Schupeta: Gutes Bier. Vor allem aber ist von Freude die Idee, die Leidenschaft für gutes Essen auf Bier zu übertragen.

Natalie Warneke: Wir haben viel Spaß am Kochen und Essen. Wir haben großen Spaß bei der Entwicklung der Rezepte für unsere Biere und möchten Biere machen, die dem Genießer Freude spenden. So ist auch der Name „von Freude“ entstanden. Augenzwinkernd haben wir das ganze dann noch geadelt.

Martin Schupeta: Ein bisschen schwingt da auch die Begeisterung für schöne und leckere Produkte ganz generell mit. Ob das, was wir machen, immer ein Bier ist, darauf legen wir keinen gesteigerten Wert. Wichtig ist die Liebe zum Produkt, den Zutaten und zum Geschmack.

Wo, wie und mit welchen Zutaten wird das Bier hergestellt?
Martin Schupeta: Unser Ale Primeur – das ist unser Erstlingswerk – wird aus verschiedenen Gerstenmalzen und sehr aromatischen Hopfen gebraut. Eine Mischung aus unterschiedlichen Malzen gibt dem Bier eine besondere Geschmacksfülle. Das ist so, als würde man bei einer Gesangsaufnahme mehrere Aufnahmen übereinander legen. Das Bier gewinnt dadurch unheimlich an Komplexität.

Natalie Warneke: Bei den Hopfen haben wir uns bei zwei sehr aromatischen Sorten bedient. Wir geben diese während der Reifung zum Bier. Durch diese sogenannte Kalthopfung spielt der Hopfen seine Fruchtigkeit aus. Diese schönen ätherischen Nuancen würden beim Hopfenkochen unwiederbringlich zerstört.

Martin Schupeta: Und natürlich spielt auch unsere Hefe eine gewichtige Rolle. Da haben wir eine besonders aromenreiche obergärige Sorte gewählt. Beim Bier ist es nicht anders als in anderen Disziplinen: Auf die Komposition kommt es an.

Hat der Name eine besondere Bedeutung?
Natalie Warneke: Ja, die Freude des Konsumenten beim Trinken und unsere Freude beim Brauen spiegeln sich in diesem Namen wider.

Martin Schupeta: Dass wir den Namen geadelt haben, ist eigentlich ein sehr republikanischer Akt gewesen. Wir haben uns zunutze gemacht, dass – im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern – in Deutschland der Adel abgeschafft ist. So haben wir das „von“ gekapert und das Haus derer von Freude begründet.

Auf Ihrer Website steht, dass das erste Bier „am heimischen Herd“ gebraut wurde. Erzählen Sie davon!
Martin Schupeta: Unser erstes Bier haben wir tatsächlich in einem großen Kochtopf am heimischen Herd gemacht. Die Zutaten und das Rezept dazu fanden sich im Internet. Es war die Neugier, die uns dazu veranlasste. Kochen konnten wir schon und Bier machen ist eigentlich auch kochen.

Natalie Warneke: Ein überraschendes Erlebnis war das. Der Duft ist beeindruckend und das Läutern (also die Trennung des Suds vom ausgewaschenen Malz) war eine echte Herausforderung mit küchenüblichen Utensilien.

Martin Schupeta: Wie sagt man in Norddeutschland? Eine große Pütscherei war das.

Natalie Warneke: Und extrem klebrig.

Wie ging es dann weiter bis zur ersten verkauften Flasche?
Martin Schupeta: Als wir ein wenig rumprobierten und neue Inspirationen aus verschiedenen Quellen bekamen, da wurde unser Bier immer ein wenig leckerer. Wir haben mit Freunden probiert und es Gastronomen zum Testen angeboten. Die Resonanz war gut und wir waren glücklich.

Natalie Warneke: Also haben wir dann begonnen, uns auf die Suche nach einer geeigneten Brauanlage zu machen. Gefunden haben wir die bei einer kleinen Brauerei in Süddeutschland. Dort haben wir uns erstes „großes“ Bier gebraut. Das war nicht ganz einfach, aber am Ende hatten wir unsere ersten Biere und konnten anfangen zu liefern.

Martin Schupeta: Wobei „groß“ sehr relativ ist. Wir bewegen uns mit unserer Sudgröße im Bereich von zweistelligen Hektoliterzahlen. Große Brauereien machen ein Vielfaches je Durchlauf.

Über welche Distributionswege wird das Bier vermarktet?
Natalie Warneke: Wir verkaufen unser Ale Primeur direkt. Im Juni kam unser Boulevard auf den Markt. Ein helles Bier mit granatenmäßigem Hopfenaroma. Aber quasi ohne Bitterkeit. Auch das vertreiben wir wieder direkt.

Martin Schupeta: Wir beliefern Händler, Gastronomen und verkaufen auch gerne selbst bei Veranstaltungen. Auf Märkten bietet sich die Möglichkeit, direkt mit Menschen zu sprechen und ihre Eindrücke zu erfahren. Wir lassen oft probieren und hören gerne, wie die Rückmeldung ist.

Natalie Warneke: Der Direktvertrieb ist mühsam, keine Frage. Gerade bei kleinen Mengen ist die Frage: lohnt sich die Anfahrt? Aber so wissen wir, dass unser Produkt nur in schönen Locations zu haben ist. Wir mögen Orte, an denen die Liebe zum Produkt gelebt wird.

Welche Kommunikationsmaßnahmen nutzen Sie bei der Vermarktung des Produkts? Was machen Sie im Bereich Social Media?
Martin Schupeta: Transparenz ist wichtig, finden wir. Dazu bieten Kanäle im Internet die Gelegenheit. Aber auch das direkte Gespräch mit Menschen, z.B. auf Veranstaltungen, ist Social Media. Auf unserer Web-Präsenz und bei Facebook veröffentlichen wir alles Wesentliche. Wir freuen uns immer, wenn wir Interaktionen von anderen erhalten: Kommentare, Fragen usw.

Was ist Ihrer Meinung nach der Vorteil, den Mikrobrauereien gegenüber den „Großen“ haben?
Natalie Warneke: Zuallererst: Ein wachsender Markt. Während internationale Braukonzerne seit Jahren mit fallenden Pro-Kopf-Verbräuchen kämpfen, wächst der Markt für gute Biere.

Martin Schupeta: Das ist wie vor Jahren der Wein in Deutschland. Es ging weg von großen Hektarerträgen, hin zu konsequenter Ertragsreduktion und Qualitätssteigerung. Gedanklich kommen wir vom Wein. Es ist toll, wie man aus einem gut gekelterten Wein Mineralität, Terroir und solche Dinge herausschmecken kann. In meinen Augen entspricht das Malz ein wenig der Rebsorte. Das Malz gibt dem Bier seinen grundlegenden Geschmack, seine Farbe, die Fülle. Der Hopfen ist quasi das Terroir. Er definiert die feinen Aromen, gibt Mineralität oder Frucht. Die Hefe spielt auch eine wichtige Rolle und steuert viel zum Geschmackserlebnis bei. Auf die richtige Komposition kommt es an, und das haben wir uns auf’s Familienwappen geschrieben. Aus dem Umfeld des Weins stammt auch der Name für unser „Ale Primeur“. Zum einen ist es unser Erstlingswerk. Deshalb Primeur. Aber auch die gedankliche Nähe zum Wein war uns dabei wichtig.

Natalie Warneke: Zum anderen sind die Biere großer Anbieter alle recht einheitlich. Wenn man mehrere Marken gegeneinander vergleicht, dann ist es schwer, Unterschiede zu schmecken. Innerhalb der jeweiligen Großbrauereien ist es so, dass gerne durch Zugabe von Färbebier aus einem hellen Pils das „Dunkle Kellerbier“ o.ä. kreiert wird.

Martin Schupeta: Jeder Konsument industriell gefertigter Lebensmittel weiß, dass bei der Produktion auf Hilfsstoffe zurückgegriffen wird. Das ist bei abgepackter Fleischwurst nicht anders als bei Bier. Jedes Lebensmittel aus industrieller Fertigung muss Anforderungen hinsichtlich der Verarbeitbarkeit auf Maschinen etc. genügen. Auf unserer website schreiben wir „Stoppt die Massenbierhaltung!“. Da geht es gar nicht um Bio oder sowas. Einfach handwerklich gute Produkt mit nachvollziehbarer Herkunft – das mögen nicht nur wir. Das möchten inzwischen auch wieder viele Menschen. Lesen, lernen, verstehen und auch Dinge wieder selbermachen. Gerade im urbanen Umfeld wächst die Nachfrage danach.

Natalie Warneke: Hinzu kommt, dass die wenigsten der Industriebiere geschmackliche Highlights sind. Es ist eben wie beim Wein: Es gibt große Weinkonzerne aus Kalifornien, Australien und auch aus Deutschland. Deren Weine sind weltweit verfügbar und können aufgrund der großen Mengen nur mittels Standardisierung industriell gewonnen werden. Das gleiche gilt für Bier. Den Riesling einer bestimmten Lage eines einzelnen Winzers gibt es eben nur in limitierter Auflage. Was weg ist, ist weg.

Martin Schupeta: So ist es auch bei uns. Unsere Rohstoffe sind in der Verfügbarkeit limitiert. Jede Hopfensorte z.B. hat einen Namen und ein Geschmacksprofil. Die meisten guten kleinen Brauereien geben die Zutaten an. Ist der Hopfen aus, dann gibt es keinen solchen Hopfen mehr bis zur nächsten Ernte. In Großbrauereien führt der Weg über CO2-Extrakte, vorisomerisierte Alphasäuren etc. Das Ergebnis hat dann eine hohe Geschmackskontinuität. Aber es braucht dann eben auch den Umweg über eine Image-Vermarktung. Nicht der Geschmack zählt, sondern das Lebensgefühl, das die Werbewelt des jeweiligen Lebensmittel-Konzerns verkauft.

Gibt es Ihrer Meinung nach auch Vorteile der großen Brauereien gegenüber Mikrobrauern?
Martin Schupeta: Bis vor einigen Jahren war es üblich, dass Großbrauereien durch Bindungsverträge Gastwirte auf sich verpflichteten. Damit haben sich viele dieser Häuser ein paar Jahre Zeit gekauft und so etwas Luft verschafft. Doch wir sehen inzwischen einen Trend weg von dieser Praxis, zumindest in den besseren Locations großer Städte. Da machen schlaue Leute gutes Essen für sehr gut informierte Gäste. In so einem Umfeld will sich niemand auf Jahre festlegen, wenn der Markt gerade im Umbruch begriffen ist. Das gilt insbesondere, weil Gäste das inzwischen erwarten und aktiv danach fragen. Salzwiesenlamm vom befreundeten Bauern und dazu ein Glas Bier vom internationalen Braukonzern? Welcher Gastwirt will sich so die Blöße geben?

Natalie Warneke: Es ist paradox. In keinem Restaurant gibt es eine Winzerbindung und jeder Gast erwartet selbstverständlich eine Weinkarte, auf der mehr als ein Wein aus einer einzigen Region zu finden ist. Sonst würden Gäste doch rückwärts wieder rausgehen aus so einem Laden. Bei Bier müssen wir noch dahin kommen, eine gut sortierte Bierkarte zu etablieren. Dann kann man zu jedem Gang Biere unterschiedlicher Brauarten von verschiedenen Brauereien wählen.

Martin Schupeta: Es gibt noch unzählige weitere Markteintrittsbarrieren, über die es zu sprechen lohnt. Das wäre aber Thema für ein eigenständiges Gespräch, denke ich.

Wie geht es nun weiter mit von Freude? Haben Sie bereits Pläne für die Zukunft?
Natalie Warneke: Klar, es geht ja gerade erst los. Wir möchten in Zukunft eine eigene Brauanlage betreiben und dadurch an Flexibilität gewinnen. Das kommt unserer Philosophie am nächsten. Abwechslung ist wichtig in der noch jungen Szene für gutes Bier: ausprobieren, ungewöhnliche Rezepte kreieren und mit unerwartetem Geschmack überraschen. Also, die Antwort ist ja, es gibt Pläne für die Zukunft. In letzter Zeit kommen aber viele Möglichkeiten auch sehr spontan auf uns zu und so bleiben wir im Kopf flexibel, um auf solche Chancen entsprechend reagieren zu können.

von Freude | vonfreude.de | facebook.com/vonfreude

Wir bedanken uns für das offene und sehr interessante Interview und wünschen von Freude weiterhin viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt!

Braufässchen – Sei Dein eigener Braumeister

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Zuhause sein eigenes Bier brauen? Was sich bisher immer etwas kompliziert anhörte, ist jetzt ganz einfach – und zwar mit Braufässchen. Man kann sich online Biertyp, Hopfen und bis zu drei Aromen selbst zusammenstellen. Alle Zutaten werden in den passenden Mengen nach Hause geliefert, anschließend braut man das Bier innerhalb von zehn Minuten und kann dieses dann nach einer Gärzeit von nur einer Woche frisch genießen. Das Beste an der ganzen Sache: Man kann dank der 30.000 Kombinations-Möglichkeiten seiner Bierbrau-Fantasie freien Lauf lassen.

about-drinks unterhielt sich mit Wolfgang Westermeier, einem der drei Gründer von Braufässchen und aktuell für die Produktion und die Produktentwicklung verantwortlich.

„Braufässchen. Make your Beer“ – man kann sich bei Ihnen also sein eigenes Bier „machen“?
Wolfgang Westermeier: Genau. Braufässchen ist die einfachste und schnellste Möglichkeit, Bier zu Hause selber zu brauen. Außerdem kann man sein Bier online individuell nach seinem Geschmack zusammenstellen.

Wie genau funktioniert das? Was kann man alles selbst konfigurieren?
Wolfgang Westermeier: Mit Braufässchen erstellt man sein individuelles Bier in drei intuitiven Schritten online auf www.braufaesschen.com. Dazu wählt man zuerst seine Lieblingsbiersorte aus. Aktuell gibt es Pils, Weißbier, Dunkles, Festbier und IPA. Dann bestimmt man, wie viel Hopfen man in seinem Bier haben möchte und damit wie bitter das fertige Bier schmecken soll. Anschließend kann man sein Bier mit bis zu drei natürlichen Aromen verfeinern. Hier bieten wir eine Vielzahl an Fruchtextrakten und Gewürzen sowie verschiedene Holzchips an. So kann man zum Beispiel ein mildes Weißbier mit Mango, ein herbes Pils mit Lemon Grass und gerösteten Eichenholzchips oder ein Dunkles gereift mit dem Holz aus alten Bourbonfässern spielend leicht selber brauen.

Und dann kann man sein Bier zuhause selber brauen? Was bekommt man dazu alles geliefert?
Wolfgang Westermeier: Man bekommt alle Zutaten passend abgewogen zu seiner Bestellung sowie ein leeres fünf Liter Partyfass, eine Anleitung und ein Überdruckventil nach Hause geliefert. Das leere Fässchen dient als Gärbehälter und wird bereits steril geliefert. Dadurch kann man direkt mit dem Brauen loslegen und muss vorher nichts reinigen. Als erstes gibt man den Malzextrakt in das Fässchen, gibt heißes und kaltes Wasser hinzu und schüttelt kräftig bis sich der Malzextrakt vollständig gelöst hat. Anschließend einfach Hopfen und Hefe sowie die gewählten Aromen hinzugeben. Hat man alles im Fässchen, wird dieses mit einem speziellen Druckventil verschlossen. Dieses hält während der Gärung genug CO2 zurück, so dass sich auf natürliche Weise Kohlensäure im Bier bildet. Nach fünf Tagen Gärung bei Raumtemperatur und zwei Tagen Reifung im Kühlschrank ist das selbstgebraute Bier fertig und kann direkt aus dem Braufässchen gezapft werden.

Normalerweise dauert der Brauprozess doch länger. Warum geht es bei Braufässchen so schnell?
Wolfgang Westermeier: Wir haben den Brauprozess für den 5-Liter-Maßstab komplett neu überdacht. Wir wollten eine Lösungen schaffen, mit welcher jeder zu Hause schnell und einfach selbst brauen kann. Entscheidend dafür ist unter anderem, dass unter Druck vergoren wird. Dadurch kann Gärung und Lagerung direkt im Fass erfolgen. Außerdem haben wir viel Entwicklungsarbeit investiert, um Rohstoffe und vor allem Hefestämme zu finden, welche ein hervorragendes Bier innerhalb von einer Woche produzieren. Zusätzlich haben wir alle Fehlerquellen des Heimbrauens bei der Gestaltung des Braufässchen-Brauprozesses minimiert. Darauf geben wir übrigens sogar eine „Erfolgsgarantie“. Sollten sie nicht zufrieden sein, bekommen sie Ihr Geld zurück.

Wie sieht es denn bei Braufässchen eigentlich mit dem deutschen Reinheitsgebot aus – wird das befolgt bzw. kann es bei einem solchen Konzept überhaupt befolgt werden?
Wolfgang Westermeier: Höchste Qualität und ein natürliches und frisches Bier sind für uns Kernbestandteile des individuellen Biererlebnisses. Rechtlich gesehen greift das Reinheitsgebot beim Braufässchen nicht, da Heimbrauer von den Zutatenbeschränkungen des Reinheitsgebotes ausgenommen sind. Das ist sozusagen die Lücke, welche wir nutzen, um die Individualisierung anzubieten. Gleichzeitig wollen wir natürlich unseren Kunden nur die besten und natürlichsten Rohstoffe zum selber Brauen anbieten. Daher haben wir die Braufässchen Gebote entwickelt. Diese sind an den Qualitätsansprüchen des Reinheitsgebotes orientiert, bieten aber mehr Freiraum für die individuelle Gestaltung des Bieres.

Das fertige Braufässchen-Bier ist naturtrüb. Liegt das an der fehlenden Filtration?
Wolfgang Westermeier: Das ist richtig. Das Braufässchen-Bier ist weder gefiltert noch pasteurisiert. Wir möchten, dass man sein individuelles Braufässchen-Bier so frisch und naturbelassen wie möglich genießen kann.

Was hat es mit den fertigen Sets auf sich und was sind die Bestseller?
Wolfgang Westermeier: Das sind unsere Empfehlungen und Bestseller. Bier-Kreationen, welche von den Kunden als besonders harmonisch und gut bewertet wurden: Am besten verkauft sich unser Pils mit gerösteten Eichenholzchips. Durch das Eichenholz bekommt das Bier ein Aroma wie nach einer Holzfasslagerung. Ein heutzutage fast vergessenes Geschmackserlebnis bei Bier. Gerade im Sommer ist auch das Pils mit Passionsfrucht und Grapefruit sehr beliebt. Dabei schätzen die Kunden vor allem, dass sie bei Braufässchen kein Biermischgetränk bekommen, sondern den vollen Biergeschmack mit zusätzlichen Fruchtaromen genießen können.

Was ist Ihr persönlicher Favorit?
Wolfgang Westermeier: Ich persönlich mag am liebsten unser India Pale Ale mit Limette. Das India Pale Ale hat durch das verwendete Röstmalz und den höheren Alkoholgehalt einen sehr intensiven Geschmack. Die fruchtigen Noten des Aromahopfens und das spritzige Limetten Aroma fügen sich perfekt ein und bilden eine spannende Komposition.

Arbeiten Sie mit Partnern zusammen, von denen Sie bspw. die einzelnen Zutaten bekommen?
Wolfgang Westermeier: Wir haben einen Hauptlieferanten, der sich durch höchste Qualität und seine Spezialisierung auf natürliche Rohstoffe und Aromen als besonders geeignet für das Braufässchen herausgestellt hat. Gemeinsam mit diesem Partner erarbeiten wir die Rezepturen für das Braufässchen. Wir bekommen die Rohstoffe dann in Großgebinden geliefert und füllen diese passend für die verschiedenen Kundenwünsche ab.

Wer steckt außer Ihnen noch hinter Braufässchen?
Wolfgang Westermeier: Wir sind aktuell ein bunt gemischtes und hochmotiviertes Team, bestehend aus den drei Gründern, zwei festangestellten Mitarbeitern sowie einigen Praktikanten und Werkstudenten. Die Idee wurde außerdem von Anfang an von zwei Business Angels unterstützt. Vor kurzem konnten wir außerdem einen weiteren strategischen Investor gewinnen. Damit sind wir sehr breit aufgestellt und zukünftigen Herausforderungen gegenüber gut gewappnet.

Wurde die Idee zu Braufässchen denn eigentlich auch im Rahmen eines Uni-Projekts geboren?
Wolfgang Westermeier: Mehr oder weniger. Wir haben uns alle im Rahmen eines Stipendiums am Gründerzentrum der TU-München kennengelernt. Im Rahmen eines Projektes haben wir uns angeschaut, wie man die Biervielfalt in Deutschland erhöhen könnte und haben daraufhin das Braufässchen als innovative Heimbraumethode entwickelt.

Wie viele aus Ihrem Team werden denn nach dem Studium dann zum Braumeister? ;-)
Wolfgang Westermeier: Mit Braufässchen verfolgen wir das Konzept, jeden zum Braumeister zu machen. Offiziell ist zwar keiner von uns Braumeister, weil keiner Brauwessen studiert hat, sondern: Biologie, Maschinenbau und Mathematik. Mittlerweile haben wir aber doch das ein oder andere über Bierbrauen gelernt und beschäftigen uns natürlich mit großer Leidenschaft mit dem Thema. Die interdisziplinäre Teamzusammensetzung und der unvoreingenommene Blick hat uns auch schon oft geholfen, innovative Lösungen zu finden.

Wie geht es denn sonst weiter mit Braufässchen? Gibt es weitere Pläne?
Wolfgang Westermeier: Zum einen arbeiten wir an neuen Biersorten und Aromen, um das individuelle Erlebnis noch besser zu machen. Außerdem sind wir aktuell stark dabei, auch die offline Vertriebswege zu erschließen sowie neue Märkte im Ausland zu erobern.

Braufässchen | braufaesschen.com | facebook.com/Braufaesschen

Wir bedanken uns für das offene und sehr interessante Interview und wünschen Braufässchen weiterhin viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt!

Anheuser-Busch InBev: Aufklärung kommt vor Genuss

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Anheuser-Busch InBev (kurz AB InBev) ist die größte Brauereigruppe der Welt. Sie ist mit mehr als 200 Marken in über 140 Ländern vertreten und beschäftigt rund 150.000 Mitarbeiter auf dem ganzen Globus. Im Jahr 2013 betrug ihre weltweite Bierproduktion 399,0 Millionen Hektoliter und die globalen Marken Budweiser, Stella Artois und Corona sind jedem Biertrinker ein Begriff. Kein Wunder also, dass gerade AB InBev eine ganz besonders hohe Verantwortung trägt, was den verantwortungsbewussten Alkoholkonsum und die Nachhaltigkeit betrifft.

about-drinks sprach mit Steve Mc Allister (Deutschlandchef Anheuser-Busch InBev) und Oliver Bartelt (Unternehmenssprecher Anheuser-Busch InBev) unter anderem über die Themen Verantwortung, aufmerksamkeitsstarke Aufklärungs-Kampagnen sowie Gastronomie-Schulungen zum verantwortungsbewussten Alkoholkonsum.

Herr McAllister, erzählen Sie unseren Lesern zuerst etwas über sich: Wie sah Ihr beruflicher Werdegang aus?
Steve Mc Allister: Ich bin seit 2013 als Deutschlandchef für die deutsche AB InBev-Geschäftseinheit verantwortlich. Neben Deutschland zählt dazu auch das Geschäft in Österreich, Schweiz, Italien und Spanien. In den letzten 20 Jahren habe ich verschiedene Funktionen bei Anheuser-Busch InBev durchlaufen,  unter anderem als General Manager in Irland und als Vertriebsdirektor für das Geschäft in Großbritannien. Seit 2010 bin ich in Deutschland tätig, vor meiner jetzigen Funktion als Vertriebsdirektor für das deutsche Geschäft.

Was bedeutet es denn für Sie, für den weltweit größten Brauereikonzern tätig zu sein?
Steve Mc Allister: Anheuser-Busch InBev bietet eine Reihe von Vorteilen für uns im deutschen Biermarkt. Auf der ganzen Welt gibt es ähnliche Märkte, von denen wir viel lernen können. Umgekehrt ermöglicht unser großes weltweites Vertriebsnetz, unsere deutschen Marken, allen voran natürlich Beck‘s, so erfolgreich in der ganzen Welt zu vermarkten. Für den deutschen Markt können wir internationale Marken wie Leffe nutzen, um hier neue Impulse zu setzen.

Was sind Ihre Hauptaufgaben im Tagesgeschäft als Deutschland-Chef?
Steve Mc Allister: Wir glauben mit der Fokussierung auf das Premium-Segment unsere Aktivitäten in Deutschland auf profitable und nachhaltige Art und Weise entwickeln zu können. Der Biermarkt hierzulande ist gerade in einem bedeutenden Umbruch: Menschen trinken im Durchschnitt weniger Bier als noch vor wenigen Jahren, sind aber offen für Spezialitäten und Premium-Erlebnisse. Wir haben hier mit Hasseröder, Franziskaner und Beck’s starke Marken im Sortiment. Beck’s beispielsweise ist mit Abstand die beliebteste Marke in der Kernzielgruppe, 26% der Befragten benennen Beck’s als ihre Lieblingsbiermarke. Unsere Hauptaufgabe ist es also, unsere Marken so zu positionieren, dass wir profitabel arbeiten können und uns so die Möglichkeiten schaffen, in unsere Marken, in Produkt- und Verpackungsinnovationen sowie Vertriebsaktivitäten zu investieren. Das ist nicht nur mein Job, daran arbeite ich jeden Tag mit den rund 3000 Mitarbeitern in den Ländern, die ich verantworte.

AB InBev legt seit Jahren großen Wert auf den verantwortungsvollen Umgang und Genuss von Alkohol. Seit wann genau beschäftigt sich das Unternehmen mit diesem Thema?
Steve Mc Allister: Wir beschäftigen uns international mit dem Thema schon seit Langem. Für das deutsche Geschäft sind wir 2008 gestartet, rund um dieses Thema Informationsplattformen und Kampagnen aufzubauen. Inzwischen hat das Thema Nachhaltigkeit einen festen Platz selbst in unserer Unternehmensvision „Best Beer Company bringing people together for a Better World“ gefunden. Wir wollen nicht nur „nur“ ein Zeichen setzen, wir wollen als weltgrößte Brauer unserer gesellschaftlichen Verantwortung nachkommen und unsere Branche mobilisieren, hier für die Kategorie Bier mit gutem Beispiel Wirkung zu zeigen.

Im letzten Jahr haben Sie die Hinweis-Piktogramme auf den Rückenetiketten Ihrer Produkte eingeführt. Erzählen Sie unseren Lesern davon!
Oliver Bartelt:
Seit geraumer Zeit tragen alle unsere Produkte auf dem Rückenetikett zwei Hinweispiktogramme, mit denen wir dafür sensibilisieren wollen, dass Alkohol in der Schwangerschaft und am Steuer keinen Platz hat. Sie zeigen ein durchgestrichenes Auto und das Profil einer offensichtlich schwangeren Frau mit einem Glas in der Hand. Beide Bilder sind mit einem dicken Querbalken durchgestrichen. Es wird häufig verharmlost, dass Alkohol in diesen Situationen zur Gefahr werden kann, man kann hier leider nicht von Allgemeinwissen sprechen. Mit den neuen Symbolen wollen wir die Diskussion anregen und für Aufmerksamkeit sorgen. Wir sind die weltweit führende Brauereigruppe und haben das Selbstverständnis, dass wir diejenigen seien sollten, die den ersten Schritt tun. Auf internationaler  Ebene sind wir bereits mit Playern wie Heineken, Carlsberg oder SAB Miller im Gespräch. Auf politscher Ebene haben wir mit der Initiative wieder Raum für Gespräche geöffnet, wie man für einen verantwortungsvollen Konsum werben kann ohne gleich über Verbote zu sprechen.

Ebenfalls im letzten Jahr ist AB InBev mit der digitalen Kampagne „Geklärt, wer fährt!“ gestartet. Wie genau sieht diese aus?
Oliver Bartelt:
„Geklärt, wer fährt!“ gibt es als Initiative schon seit 2008. Ziel ist es, junge Fahranfänger mit Hilfe von gleichaltrigen Botschaftern zur Einhaltung von 0,0 Promille am Steuer zu motivieren. Eigentlich eine gesetzlich vorgeschriebene Selbstverständlichkeit. Aber auch hier zeigen die Zahlen, das die Realität eine andere ist. Wir haben letztes Jahr geschaut, wie wir unsere Initiative „Geklärt, wer fährt!“ auf ein neues Level hieven können. Nachdem das Programm mit 20 Botschaftern ins Leben gerufen wurde, haben wir in den Folgejahren jeweils 100 Botschafter gehabt, die deutschlandweit Gleichaltrige für 0,0 Promille motivierten. Ende 2013 haben wir die Limitierung rausgenommen. So erreichte das Programm eine neue Rekordbewerberzahl: beinahe 3.000 junge Menschen haben sich in den ersten Monaten von 2014 beworben, Botschafter der Initiative zu werden und im Freundeskreis für das Motto „Geklärt, wer fährt!“ zu werben. Zeigt uns, dass hier enormes Potenzial liegt.

Jüngst sind Sie noch einen Schritt weiter gegangen und haben ein Training speziell für Bar- und Servicekräfte in der Gastronomie entwickelt. Worum genau geht es da? Woher kam der Entschluss zu diesem Training?
Steve Mc Allister:
Unser Ziel ist es, Gastronomie-Mitarbeiter beim Verkauf und Ausschank von alkoholischen Getränken zu unterstützen. Wir wissen, dass gerade auf dem Verkaufspersonal eine Menge Verantwortung beim Thema „Verantwortung“ liegt und gerade viele Dinge aus dem Jugendschutzgesetz auch nicht komplett bekannt sind. Beispiel: Ein 17jähriger bestellt zwei Bier. Erst mal kein Problem. Aber was, wenn er offensichtlich das zweite Bier gleich an seinen 15jährigen Freund weiterreicht? Das sind Situationen, für die wir sensibilisieren wollen. Bier ist ein qualitativ hochwertiges Lebensmittel. Das muss (wieder) in die Köpfe der Verbraucher. Dazu gehört aber auch ein geschultes Personal, dass in allen Bereichen fit ist. Hier wollen wir unterstützen. Weltweit wollen wir bis Ende 2014 eine Millionen Servicekräfte und Verkäufer mit unserem Training schulen. Jeder kann sich hier unter www.gastronomiefuerprofis.de schulen und sich anschließend sein Zertifikat ausdrucken.

Gibt es noch weitere aktuelle Kampagnen zum Thema „Verantwortung“? Sind weitere Kampagnen geplant?
Oliver Bartelt:
Auf lange Sicht wollen wir absolute Transparenz und Sensibilisierung schaffen. Der Verbraucher verlangt zu Recht von uns, zu wissen wie und womit wir unser Bier brauen. Für uns ist das gleichzeitig eine große Chance, für die Kategorie Bier wieder Bewusstsein zu schaffen und unsere Produkte zu einer attraktiven Wahl werden lassen. Verantwortung gehört dazu – wir freuen uns über jedes Bier, dass aus unserem Sortiment getrunken wird. Wir wollen aber gleichzeitig sichergestellt wissen, dass das genussvoll und verantwortungsbewusst geschieht. Alles andere ist langfristig gefährlich für unser Geschäft.

Wird dem verantwortungsvollen Genuss von Alkohol Ihrer Meinung nach in der Branche genug Zuwendung geschenkt?
Oliver Bartelt:
Die Nahrungsmittelindustrie ist offensichtlich in Teilen stark verunsichert durch Medien, die effekthascherisch Themen aufgreifen und wöchentlich eine andere Sau durchs Dorf treiben. Sicherlich manchmal zu Recht – in genauso vielen Fällen aber auch leider der Quote wegen. Natürlich wird auch uns hin und wieder vorgeworfen, mit der „Better World“-Kampagne Greenwashing zu betreiben. Solche Leute wird es immer geben. Dagegen können wir nichts machen. Für uns ist es viel relevanter, dass wir die Verbraucher, unsere Partner auf politischer Seite sowie Kunden und Lieferanten überzeugen können und sie sehen, dass wir es ernst meinen. Außerdem merken Konsumenten zunehmend, dass die vermeidlichen Verbraucherschützer auch eigene Interessen verfolgen und viele der Marken-Checks nur erstellt würden, um Aufmerksamkeit für sich selber zu generieren. Wenn wir hier zu einer kritischen aber fairen Betrachtung kommen und sich alle das Thema Transparenz mehr auf die Fahnen schreiben, tut das der Branche sicher gut.

Was könnte man Ihrer Meinung nach noch verbessern?
Steve Mc Allister:
 Es ist gut, das Thema auf mehreren Schultern zu verteilen. So können wir mehr bewegen und mehr Schwung hineinbringen. Neben uns als Hersteller sollten idealerweise auch Politiker, Händler, Gastronomen aber auch das Umfeld wie Freunde, Lehrer oder Eltern dazu beitragen, ein allgemeines Verständnis in der Bevölkerung zu schaffen. Wir wollen doch am Ende alle nicht Teil eines Problems sein sondern Teil der Lösung.

Was ist Ihr persönlicher Rat an – vor allem an Jugendliche – zu diesem Thema?
Oliver Bartelt:
Viele junge Leute sind nicht ausreichend über das Thema Alkohol im Straßenverkehr aufgeklärt. Wir wollen dafür sensibilisieren, dass der Fahrer nicht der Depp des Abends ist, sondern jemand, der sich seiner Verantwortung bewusst ist und seinen Mitfahrern oft überhaupt erst ermöglicht, einen lustigen, unbeschwerten Abend zu genießen. Das verdient unserer Meinung nach vor allem eins: Respekt!

Anheuser-Busch InBev | ab-inbev.de | facebook.com/abinbev

Wir bedanken uns bei Herrn Mc Allister und Herrn Bartelt für das offene und sehr interessante Interview und wünschen Anheuser-Busch InBEV weiterhin viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt!

HAUS KÖLSCHER BRAUTRADITION: Über die Tradition und Zukunft des Kölsch

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Wer an die Rheinmetropole Köln denkt, dem fallen automatisch zwei Dinge ein: Karneval und Kölsch. Die Domstadt ist für ihr buntes Treiben zur närrischen Zeit und das dazugehörige, weltbekannte Kölsch bekannt. Doch bei den vielen Kölschmarken und der weit zurückgehenden Tradition kann der Bierliebhaber leicht den Überblick verlieren.

about-drinks sprach mit Georg Schäfer (Sprecher der Geschäftsführung HAUS KÖLSCHER BRAUTRADITION) über die Tradition und Zukunft des Kölsch und gibt einen Überblick über die Aktivitäten der verschiedenen Kölschmarken.

Erzählen Sie unseren Lesern etwas über die Geschichte Ihres traditionsreichen Brauhauses.
Georg Schäfer: Bei uns in Köln lautet die Lebensphilosophie „Mir drinke Kölsch und schwaade Kölsch“, die allen Kölnern gemeinsam ist. Getreu dieser Maxime bietet das HAUS KÖLSCHER BRAUTRADITION für jeden Geschmack ein breites Sortiment des kölschen “Lebenselixiers” an. Die Historien seiner Kölsch-Marken reichen teilweise bis ins Mittelalter zurück.

Welche Marken sind im HAUS KÖLSCHER BRAUTRADITION vereint?
Georg Schäfer: Mit Sion Kölsch, Gilden Kölsch – dem Kölsch der 86 Veedel –, und mit der kleinen feinen Brauhaus Marke Peters Kölsch sowie mit Dom Kölsch, Küppers Kölsch und Sester Kölsch verfügt das HAUS KÖLSCHER BRAUTRADITION über eine große Vielfalt. Ergänzt wird unser Kölsch-Sortiment um die Fass Brause ANNO 2011.
In fast 700 Jahren Brautradition hat Sion Kölsch seine kölsche Braufrische und ausgezeichnete Qualität konsequent gepflegt, bewahrt und kultiviert. Heute steht der Name Sion sowohl für die Kölsch-Marke als auch für das von der Familie Sion geführte Brauhaus im Herzen der Kölner Altstadt. Ob frisch vom Fass oder aus der direkt bedruckten „kleinen“ Klarglasflasche mit Reliefschriftzug: Sion Kölsch verspricht stets mit leidenschaftlicher Sorgfalt gebrauten Spitzengenuss – auch über die Grenzen der Domstadt hinaus. Sion gelingt der Brückenschlag zwischen jahrhundertealtem Brauhandwerk und dem modernen kölschen Lebens- und Heimatgefühl von heute.

So einzigartig die 86 Kölner Veedel im Charakter auch sind, so ist ihnen auch eines gemein: Hier lebt man. Hier hält man zusammen. Und hier trinkt man Gilden Kölsch. Als Synonym für kölsche Lebensart ist Gilden Kölsch das Kölsch der Veedel und der Kölschen. Die zentrale Botschaft „86 Veedel. Ein Kölsch.“ betont dabei, dass Gilden Kölsch aus dem Herzen und der Seele Kölns kommt.

Das Flaggschiff unserer kleinen Marke Peters Kölsch ist das Peters Brauhaus. Hier, im Herzen der Kölner Altstadt, kommt Peters Kölsch auf blank gescheuerte Tische und Theke. Doch ob frisch gezapft vom Fass in der Stange oder daheim aus der kultigen Bügelflasche, dem Pittermännchen oder dem Zwei-Liter-Siphon – Peters Kölsch ist stets etwas Besonderes. Der exklusive Kölsch-Genuss ist nur bei ausgesuchten Partnern des Handels und der Gastronomie zu haben.

Köln ist der Geburtsort und auch heutiger Standort Ihrer Brauerei – wie sind Sie aufgestellt? Erzählen Sie uns etwas über den Kölsch-Markt in und um Köln.
Georg Schäfer: Der fassbierstarke Kölsch-Markt stellt eines der wettbewerbsintensivsten Segmente dar. Neben regionalen Wettbewerbern drängen zunehmend international und national bekannte Pilsmarken sowie führende Weizenbiere nach Köln. Dabei können nur wir unter dem Dach des HAUS KÖLSCHER BRAUTRADITION den Handels- und Gastronomiepartnern ein komplettes Kölsch-Sortiment in allen gängigen Fass- und Flaschengebinden beziehungsweise Preissegmenten anbieten.

Wie ist der Kölsch-Markt im gesamten deutschen Raum aufgestellt?
Georg Schäfer: Dom, Karneval, Kölsch: Köln am Rhein ist weltbekannt. Die eigene Sprache und die gleichnamige, nur in Köln gebraute Spezialität – das Kölsch – machen unsere Sport-, Event und Kulturstadt einzigartig.

Damit das Kölsch so unverwechselbar bleibt wie es ist, haben sich die Kölsch-Brauer zur „Kölsch-Konvention“ verpflichtet. Die Kölner Spezialität genießt als qualifizierte geographische Herkunftsangabe sogar EU-weiten Schutz. Auch außerhalb seines Heimatmarktes sehen wir beim Kölsch weiter Potenzial. So transportieren wir unsere einzigartige und sympathische Lebenskultur über die Sprache, unser Brauchtum wie den Karneval und natürlich über unsere Kölschmarken über die Domstadt hinaus.

Ist Kölsch-Bier ein Produkt, welches Zukunft hat? Oder ist der Trend eher rückläufig?
Georg Schäfer: Wissen Sie, wohl nirgendwo sonst wird das heimische Bier so in Ehren gehalten wie in Köln: Kölsch ist und bleibt das „Nationalgetränk“ der Domstadt und seiner Umgebung. Mehr als vier von fünf Gläsern Bier, die hier konsumiert werden, sind Kölsch.
Außerhalb des Heimatmarktes fließt zum Beispiel unser Sion Kölsch in der Politkneipe „Ständige Vertretung“ in Bremen, Hannover und Leipzig ebenso in die Stange wie in den „Brauereiausschänken Eigelstein“ in Münster und Essen. Denn: Kölsch trinken ist nicht nur Genuss, sondern fast eine Weltanschauung.

Im hart umkämpften Kernmarkt werden allerdings nur starke Kölsch-Marken weiterhin die Treiber des Segments sein. Langfristig durchsetzen werden sich ganzheitliche Konzepte mit einer ansprechenden Produktausstattung und einer konsequenten Unterstützung in Vertrieb und Marketing.

Wie bleibt ein so traditionsreiches Getränk modern? Welche Maßnahmen ergreifen Sie?
Georg Schäfer: Im Heimatmarkt werden wir Gilden Kölsch und Sion Kölsch mit Promotions, einer breiten Veranstaltungspräsenz sowie über Sponsoring-Aktivitäten im Karneval und im Sport stärken.

Im Segment Kölsch liegt der Fokus zudem auf der Gastronomie: Regionalität und Authentizität sind hier entscheidende Schlüsselfaktoren für den Erfolg. Dabei sehen wir vor allem bei bodenständigen Konzepten gute Entwicklungsmöglichkeiten. Gerade in schnelllebigen Zeiten ist wieder Tradition, jedoch für den Geschmack von heute neu interpretiert, gefragt. Auch jüngere Gäste verlangen zu einer modernen Brauhaus-Küche, die Bewährtes in frischer Form auf Tisch und Theke bringt, nach einer Stange Kölsch. Zudem hat auch die flaschenbierorientierte Gastronomie weiteres Potenzial: Um hier unsere gute Marktposition ausbauen zu können, bieten wir mit der hochwertig geprägten, direkt bedruckten 0,25-Liter-Klarglas-Individualflasche von Sion Kölsch ein attraktives Gebinde an.

Wie setzen Sie sich von anderen Kölsch-Brauereien ab? Was unterscheidet Sie von anderen?
Georg Schäfer: Uns ist es wichtig, unsere Marken differenziert zu führen. Getreu dieser Maxime bietet das HAUS KÖLSCHER BRAUTRADITION ein breit gefächertes Sortiment an. Mit dem Brauhaus Sion, dem Gilden im Zims und dem Peters Brauhaus verfügen wir im HAUS KÖLSCHER BRAUTRADITION über drei wichtige Flaggschiffe in der Kölner Altstadt. Als Absender und „Heimat” der jeweiligen Marke sind diese drei Brauhäuser wichtige Imagefaktoren.

Welche Kommunikationsmaßnahmen nutzen Sie für die Vermarktung? Was machen Sie im Bereich Social Media?
Georg Schäfer: Natürlich ist für uns auch die Kommunikation über Social Media wichtig, da dieser Kanal interessante Möglichkeiten für die Übertragung unserer Markenbotschaften bietet.

In der Domstadt, dem Kernmarkt, ist Gilden Kölsch an den Theken der Brauhäuser und in den Veedelskneipen zu Hause. Die 86 Kölner Veedel und seine Gastronomie-Partner stellt die Marke beispielsweise auf der Markenseite gilden.de vor. Zudem präsentiert sich Gilden Kölsch mit einem eigenen Facebook-Auftritt.

Mit seinen Sponsoring- und Event-Engagements wie der Sion Straßenbahn im Kölner Stadtgebiet, dem Sion Sommerkino oder den Sion Kölsch WG-Partys spricht Sion Kölsch hingegen Trend- und Szenegänger an. Mit der Online-Präsenz auf sion.de und mit Social Media-Aktivitäten setzt Sion Kölsch auf eine dialogorientierte Kommunikation. Sampling-Aktionen, Sammelpromotions, Gewinnspiele und attraktive Werbemittel setzen Akzente bei der Zielgruppe der jungen Erwachsenen.

Welche Aussichten können Sie uns geben; was für Projekte und Events stehen in Ihrem Hause an?
Georg Schäfer: Bei Gilden Kölsch stehen drei Themen im Vordergrund: der Kölner Karneval, das Eishockeyteam Kölner Haie und die Aktion Prince Gilden. Als offizieller Partner des „Festkomitee Kölner Karneval“ begleitet Gilden Kölsch die kommende Session mit vielen Aktivitäten. Neben einer Kronkorkensammel-Promotion werden wir zur Gilden Haie Prunksitzung einladen, diverse Aktionen des Kölner Dreigestirn begleiten und sind Partner im Kölner Rosenmontagszug. Dem DEL-Team Kölner Haie stehen wir seit 15 Jahren zur Seite. Neben unserer Präsenz in der Heimspielstätte – der Kölner Lanxess Arena – über Werbemittel und mit dem Gilden Shot als Zuschaueraktion begleiten wir auch zahlreiche KEC-Veranstaltungen wie das Sommer- und Fanfest. Zudem sind Media- und Social Media-Aktivitäten und VKF-Maßnahmen geplant. Köln gilt zudem als kunterbunt, weltoffen und tolerant: Daher sind wir offizieller Partner des Fantasypride und mit einem eigenem Mottowagen beim Christopher Street Day dabei.

Außerdem haben wir im Juli schon zum dritten Mal den Prince Gilden gekürt. Darüber hinaus engagieren wir uns vielfach in den Kölner Veedeln wie bei der Nachbarschschafthilfe „Kölsch Hätz“.

Bei Sion Kölsch steht das von der Familie Sion geführte Brauhaus Sion im Fokus vieler Aktivitäten: Mit über 250 Veranstaltungen im Jahr und als Heimat zahlreicher Kölner Vereine ist unser Flaggschiff in der Altstadt das Herzstück der Marke. René Sion als personifiziertes kölsches Lebensgefühl wird daher im kommenden Jahr eine prominente Rolle in unserer Kommunikation spielen. Parallel werden wir unsere Handelspromotions mit Gastronomie-Maßnahmen verknüpfen sowie die erfolgreiche Kneipentour mit der Gruppe „Cat Ballou“ fortsetzen.

Das Musik- und Veranstaltungsengagement spielt bei Sion Kölsch weiterhin eine wichtige Rolle. Zusätzlich werden wir unsere Aktionen im studentischen Umfeld ausweiten, so zum Beispiel die Vorstellung der Sion Kölsch Gastronomie durch Studi-Scouts und die Erweiterung unserer Veranstaltungspräsenz, Willkommens- oder Guerilla-Aktionen angehen.

HAUS KÖLSCHER BRAUTRADITION | haus-koelscher-brautradition.de

Wir bedanken uns für das offene und sehr interessante Interview und wünschen dem HAUS KÖLSCHER BRAUTRADITION weiterhin viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt!

König Pilsener: Marketingchef und Braumeister über „Das König der Biere“

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„Heute ein König“ und „Das König der Biere“ lauten zwei der wohl bekanntesten Slogans der deuschen Brauereibranche. Die Marke König Pilsener, die mittlerweile zur Bitburger Braugruppe gehört, wirbt damit für seine Biere. In den 1850er-Jahren im Herzen des Ruhrgebiets – in Duisburg-Beeck – gegründet, gilt KöPi noch heute als das Bier, mit denen die Menschen dort ihre großen und kleinen, individuellen Erfolgserlebnisse krönen und feiern. Genau dies wird auch in der aktuellen Kampage durch die „Belohnungs-Botschaft” aufgegriffen. TV-Spots sowie Plakat- und Printmotive verkünden dabei die bereits genannte sympathische Botschaft: „Heute ein König“.

Im Interview mit about-drinks sprachen Frank Windau (Gruppen-Direktor Marketing und Markenkommunikation der Bitburger Braugruppe) sowie Oliver Landsberger (Braumeister bei der König-Brauerei) über das Bier, die Brauereigeschichte sowie die aktuelle Werbekampagne.

Bitte teilen Sie uns zuerst Ihre Namen und Ihre Positionen im Unternehmen mit!
Frank Windau: Mein Name ist Frank Windau. In meiner Position als Gruppen-Direktor Marketing und Markenkommunikation der Bitburger Braugruppe verantworte ich alle strategischen und operativen Maßnahmen der Bereiche Markenmanagement und Markenkommunikation, Absatzförderungsmanagement in Handel und Gastronomie, Sport- und Kulturmanagement sowie Innovationsmanagement für alle Marken der Bitburger Braugruppe.

Oliver Landsberger: Mein Name ist Oliver Landsberger. Ich bin seit über 25 Jahren als Braumeister bei der König-Brauerei in Duisburg-Beeck tätig.

Erzählen Sie unseren Lesern bitte zuerst, wie Ihr Weg in die Bierbranche aussah! Ist König Pilsener Ihre erste Station in der Branche?
Frank Windau: Ich verantworte seit Januar 2010 das gesamte Marken-Portfolio der Braugruppe. Den Getränkemarkt kenne ich seit 2002. Als Marketing Direktor Deutschland habe ich bei Red Bull die Marketingbereiche Brandmanagement, regionales Field-Marketing, Sport- und Eventmanagement, Sampling- und Studentbrandmanagement sowie Communication bis 2009 verantwortet.

Oliver Landsberger: Als Kind des Ruhrpotts wurde ich in Essen geboren und so führte mein Weg nach dem Abitur in die damals noch existierende Essener Stern-Brauerei, bei der ich meine Lehre zum Brauer und Mälzer absolvierte. Nach der Gesellenzeit begab ich mich zum Studium der Brauwissenschaften an die Technische Universität München und schloss dort als Diplom-Braumeister ab. Mein Professor steckte mir eine Visitenkarte des damaligen technischen Leiters der König-Brauerei zu und empfahl mir, mich dort zu bewerben. Dies war von Erfolg gekrönt und so begann eine bis heute währende Zusammenarbeit.

Was unterscheidet König Pilsener von anderen Bieren?
Oliver Landsberger: Wir nutzen die besten Zutaten: Mineralhaltiges Wasser aus dem Naturpark „Hohe Mark“, einem der größten Naturparks in Nordrhein-Westfalen. Dazu feinster Hopfen, beste Sommergerste und selbstverständlich die spezielle König-Hefe. Das Geheimnis ist aber vielleicht der Fokus auf das Pilsener-Brauverfahren und unsere Leidenschaft, mit der wir diese Zutaten im Brauprozess veredeln. Große Sorgfalt, die „Liebe zum Detail“ und das Herzblut aller Mitarbeiter machen unser Pilsener zum König der Biere.

Erzählen Sie unseren Lesern von der König Pilsener Brauexpertise!
Oliver Landsberger: Wir brauen in hochmodernen Anlagen unter strengen Qualitätskontrollen. Unsere Brautechnologen überwachen jeden Schritt, sie kontrollieren die Qualität der Zutaten, die Zwischenprodukte und die der fertigen, abgefüllten Pilsener Ikone. Daneben arbeiten wir mit hochmodernen Computern, die zum Beispiel auch dafür sorgen, dass wir schonend und sparsam mit Energie und Wasser umgehen. Technischer Fortschritt spielt neben der Pflege der Brautradition unseres König Pilseners eine wichtige Rolle. Beides sorgt dafür, dass wir unseren Kunden die gewohnt erstklassige Qualität und die damit erstklassige Belohnung garantieren können, die sie so schätzen – und das Tag für Tag – ob nach der Arbeit, im Urlaub oder bei einem tollen Konzert.

Was hat es mit dem Spezial-Sud, der exklusiv auf der diesjährigen Bar Convent ausgeschenkt wurde, auf sich?
Oliver Landsberger: Dieser Spezial-Sud wurde exklusiv und ausschließlich für die Besucher der Finest Spirits & Beer Convention in Bochum gebraut. Wir wollten etwas präsentieren, das unserer Premium-Pilsen-Kompetenz betont, für die König Pilsener steht. Etwas, das in besonderer Erinnerung bleibt. Ziel war es, unsere Kreativität und unsere Brauexpertise zum Ausdruck zu bringen und unsere Pilsener-Kenner und -Genießer damit zu belohnen. Der Spezial-Sud war ein sehr charakterstarkes, markantes Pilsen, enthielt mehr Stammwürze als das klassische König Pilsener und zeichnete sich durch einen höheren Alkoholgehalt sowie eine deutlich dunklere Note aus. Da es herber im Abgang war und eine intensive Geschmacksnote hatte, schmeckte das Pils vor allem den echten Kerlen unter den Besuchern (lacht).

Bitte erzählen Sie uns von der Geschichte der König-Brauerei und weshalb Ihr Bier als Ikone im Ruhrgebiet gilt.
Frank Windau: Die Geschichte unserer Premium-Brauerei begann auf einem kleinen Grundstück in Beeck nahe Duisburg. Der gelernte Braumeister Theodor König war 1855 an den Niederrhein gekommen und erkannte die zukünftige Bedeutung der Region. Das Bier wurde anfangs größtenteils in der brauereieigenen Gaststätte abgesetzt, die schnell Mittelpunkt der in der benachbarten Industrie beschäftigten Werksleute wurde. Als aus kleinen Dörfern bedeutende Industrieorte wurden, begann König, sein Absatzgebiet um die Nachbargemeinden zu erweitern. 1891 hinterließ er seinen beiden ältesten Söhnen Leo und Hermann eine Brauerei mit einem Bierausstoß von 14.444 Hektolitern. Leo und Hermann König trieben die Modernisierung der Brauerei voran. In dieser Zeit machte sich auch erstmalig unter Biertrinkern und -kennern ein Geschmacksumschwung hin zu einem leichter eingebrauten, hopfenhaltigerem Bier bemerkbar, einem Bier Pilsener Brauart. Also das, was seit jeher unser König Pilsener verkörpert.

Die Brauerei brachte ein Pilsener auf den Markt, das in den Folgejahren eine immer größer werdende Anhängerschaft fand. In der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts wurde König Pilsener konsequent als nationale Premium Pilsener Biermarke aufgebaut. Trotzdem sind wir bis heute fest mit dem Ruhrgebiet verwachsen und in den Köpfen der Menschen als ihr KöPi bekannt, mit dem sie ihre großen und kleinen, individuellen Erfolgserlebnisse krönen. Denn bis heute ist König Pilsener die Biermarke, die wie keine andere für Pilsener der Spitzenklasse steht.

Im Marketing arbeiten Sie gerne mit dem Begriff „Belohnung“ im Zusammenhang mit König Pilsener – erklären Sie uns bitte, warum.
Frank Windau: Das hat natürlich auch geschichtliche Hintergründe. Bereits in den Gründungsjahren der Brauerei haben sich die in der benachbarten Industrie beschäftigten Werksleute nach Feierabend in der brauereieigenen Gaststätte mit einem leckeren KöPi für ihre getane Arbeit belohnt. Auch heute belohnen viele Menschen ihren Einsatz mit etwas ganz besonderem – der Pilsener Ikone, die mit der gleichen Leidenschaft und Hingabe gebraut wird – und drücken damit Lebensfreude aus.

Was können Sie uns über die aktuelle Werbekampagne erzählen?
Frank Windau: Momentan begegnet Ihnen in unserem Heimatgebiet – also der Region rund um Duisburg, Essen, Bochum, Düsseldorf – aber natürlich auch im gesamten Norden TV-Spots sowie Plakat- und Printmotive mit der sympathischen Belohnungs-Botschaft unserer Kampagne: „Heute ein König.“ Jung und Alt, Männer und Frauen, Du und ich erleben immer wieder besondere Augenblicke, die mit einem KöPi belohnt werden. Und die genießen wir mit einem königlichen Premium-Pilsener am besten.

Sport ist ein großes Thema im Hause König Pilsener. Bitte erklären Sie uns, wieso das so ist und welche Vereine Sie unterstützen.
Frank Windau: Mit unseren Sponsorings unterstreichen wir natürlich auf der einen Seite unsere Verbundenheit zum „Revier“. Sport, vor allem Fußball, spielt im Ruhrgebiet eine wichtige Rolle. Auf der anderen Seite stehen sowohl Spieler als auch Sportler mit voller Leidenschaft hinter dem Sport und der Mannschaft, tragen mit Stolz die Vereinsfarben und gehen regelmäßig ins Stadion. Dieses Engagement verdient die beste Belohnung – unser KöPi.

Momentan unterstützen wir die Eishockeymannschaften „Krefeld Pinguine“, die „Füchse“ und die „Moskitos Essen“. Im Bereich Fußball sind wir Partner der Männer-Mannschaft vom SC Rot-Weiß Oberhausen und natürlich beider Mannschaften des MSV Duisburg – Männer und Frauen. Daneben sponsern wir Polo-Turniere und schickten im August ein König Pilsener Team beim R(H)EINPOWER 24h in Duisburg an den Start.

Neben dem Bereich Sport unterstützen wir aber vor allem Projekte im Bereich Entertainment. Wenn Sie Musicals wie „Mamma Mia!“, „Starlight Express“, „Rocky“, „Sister Act“ oder demnächst „Das Wunder von Bern“ ansehen, genießen Sie in der Pause oder nach der Show ein kühles König Pilsener. Auch im Bereich Entertainment gilt: Sowohl die Menschen hinter und auf der Bühne als auch die Zuschauer möchten einen gelungenen Abend mit einem Premium Pils krönen. Deswegen verdienen sie alle unser König Pilsener. Dazu passt auch unser Engagement in der König-Pilsener-Arena in Oberhausen, in den Cinestar-Kinos und den GOP Varietés.

Können Sie bereits verraten, was König Pilsener für das nächste Jahr geplant hat?
Frank Windau: Das kann ich an dieser Stelle leider noch nicht sagen. Ich würde mich aber sehr freuen, wenn wir uns zu einem späteren Zeitpunkt dazu noch einmal unterhalten. Dann verrate ich gerne mehr. Vielleicht nur so viel: Wir arbeiten gerade an einer ganz neuen Werbekampagne für König Pilsener. Lassen Sie sich überraschen!

König Pilsener | koenig.de | facebook.com/KoenigPilsener | koenig.de/instagram
Bitburger Braugruppe | bitburger-braugruppe.de

Wir bedanken uns für das offene und sehr interessante Interview und wünschen König Pilsener sowie der Bitburger Braugruppe weiterhin viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt!

Verband der Diplom Biersommeliers: Präsident Christoph Kämpf über den Verband, dessen Aufgaben und Ziele

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Mitte Oktober fand die Jahreshauptversammlung des Verbands der Diplom Biersommeliers statt. Knapp 230 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien, Frankreich und Tschechien nahmen daran teil. Doch worum ging es bei der Versammlung eigentlich? Den Namen der Verbandes kennt man zwar, aber die Frage, was dieser denn genau macht, können die meisten wohl dann doch nicht beantworten. Um etwas mehr Licht ins Dunkel zu bringen, hat sich about-drinks mit einem echten Fachmann – wenn nicht sogar dem Fachmann schlechthin – zu diesem Thema unterhalten.

Christoph Kämpf ist Präsident des Verbands der Diplom Biersommeliers und Geschäftsführer der Karmeliten Brauerei Karl Sturm GmbH & Co. KG. Im Interview mit about-drinks spricht er unter anderem über den Verband, dessen Aufagben und Ziele, aktuelle Biertrends, aber auch über die Ausbildung zum Diplom Biersommelier.

Herr Kämpf, erzählen Sie uns zuerst bitte etwas zu Ihrem persönlichen Werdegang!
Christoph Kämpf: Ich bin im oberfränkischen Kronach geboren und aufgewachsen. Da meine Eltern eine Brauerei hatten, habe ich das Brauereiwesen von der Pike auf kennen- und die Branche sowie die Produkte lieben gelernt. Nach meinem BWL-Studium in Bayreuth war ich lange Jahre Vertriebsleiter und Prokurist bei der Hütt Brauerei Bettenhäuser GmbH & Co. KG, bevor ich zurück nach Bayern gekehrt bin, wo ich nun als Geschäftsführer der Karmeliten Brauerei Karl Sturm GmbH & Co. KG vorstehe.

Wie kamen Sie zu dem Beruf des Biersommeliers?  
Christoph Kämpf: Durch meine Liebe zum Bier und meinen Wunsch, die Bierkultur zu fördern und zu erhalten.

Was können Sie uns über die Ausbildung zum Diplom Biersommelier erzählen?
Christoph Kämpf: Die Ausbildung erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit – Doemens hat bei jedem Kurs eine Warteliste. Die Ausbildung ist zweigeteilt. Im ersten Teil geht es um den Brauprozess, die Rohstoffe und die Sensorik. Im zweiten Teil geht um die Tätigkeitsfelder, in denen der Biersommelier später aktiv ist, z.B. in der Gastronomie. Mehr als 2.000 Biersommeliers weltweit wurden bisher bei Doemens in Gräfelfing sowie in Kiesbye’s BIERkulturHAUS in der Nähe von Salzburg oder in weiteren lizenzierten Ausbildungsorten geschult.

Bitte erläutern Sie die Funktionen und Aufgaben, die der Verband der Diplom Biersommeliers hat, und Ihre Tätigkeiten innerhalb des Verbands.
Christoph Kämpf: Als Präsident des Biersommelier-Verbandes stehe ich dem Vorstand vor, gebe damit gemeinsam mit dem Team die Marschrichtung vor, wohin wir gehen und welche Zielsetzung wir verfolgen. Ich leite und moderiere zudem die unterschiedlichen Zusammenkünfte wie die Vorstandssitzungen über das Jahr, aber auch die Jahreshauptversammlung.

Die Aufgaben und Ziele des Verbands sind diese:

  • Bereitstellen von Services für die Mitglieder
  • Zentrales Organ aller Biersommeliers
  • Partner für die Vermarktung der Mitglieder
  • Koordinator für interne und externe Kommunikation
  • Zentrale Informationsbereitstellung
  • Vermittlung und Austausch von Bierwissen
  • Pflege einer traditionsreichen und doch innovativen Bierkultur
  • Fördern der Biervielfalt

Vor Kurzem fand die Jahreshauptversammlung des Verbands statt – was können Sie unseren Lesern darüber erzählen? Wie sah das bisherige Jahr 2014 aus, welche Pläne gibt es für 2015?
Christoph Kämpf: Wir blicken in diesem Jahr auf eine sehr erfolgreiche Jahreshauptversammlung des Verbands bei Gastgeber Schneider Weisse zurück und konnten im Vergleich zum Vorjahr wieder mehr Mitglieder begrüßen. In unseren Augen ein deutliches Zeichen dafür, dass der eingeschlagene Weg der richtige ist und wir auf die hundertprozentige Unterstützung der Basis zählen können. Wir sind sehr froh, dass die Mitgliederversammlung die Verstärkung des Vorstandteams um die Stelle der Pressesprecherin Sandra Ganzenmüller ohne Gegenstimme beschlossen hat und dass wir den offenen Posten des Kassenwarts mit Medea Tappeiner aus Südtirol einstimmig nachbesetzten konnten. Wir stehen als kontinuierlich wachsender Verband vor spannenden Herausforderungen und können die anstehenden Aufgaben nun auf mehr Köpfe verteilen. Im Fokus des kommenden Jahres wird neben dem Ausbau des Serviceangebots für unsere Mitglieder und der weiteren Professionalisierung, in erster Linie die Schaffung neuer Strukturen für einen intensiveren Dialog der Mitglieder, auch zwischen den Jahreshauptversammlungen, stehen.

Welche Events sind für Ihren Verband besonders wichtig?
Christoph Kämpf: Allem voran natürlich die Jahreshauptversammlung, bei der wir uns zum kollegialen Erfahrungsaustausch zusammenfinden. Seit ein paar Jahren veranstalten wir auf Wunsch aus der Mitgliedschaft am Tag vor der Jahreshauptversammlung einen Weiterbildungstag, zu dem wir Referenten und Diskutanten zu verschiedensten Themenfeldern einladen. Auf Wunsch der Mitglieder veranstalten wir ab 2015 ein Frühjahrstreffen und werden durch den Aufbau von Sektionen den unterjährigen Dialog und Erfahrungsaustausch steigern. Bei der JHV 2014 sind Sektionen eingeführt und durch Obmänner und -frauen, die den Sektionen vorstehen und regelmäßige, regionale Treffen veranstalten werden, besetzt worden.

Wie steht es um die Internationalität Ihres Verbands?
Christoph Kämpf: Inzwischen haben wir über 15 Nationalitäten im Verband eingebunden. Jedoch liegt der Schwerpunkt auf Mitgliedern in Deutschland, Österreich und der Schweiz, deshalb sehen wir unsere Kernaufgaben momentan im deutschsprachigen Raum.

Welche aktuellen Biertrends sind Ihrer Meinung nach momentan am populärsten?
Christoph Kämpf: Aufgrund der aus USA kommenden Craft Biere, sind die in den USA gängigen Bierstile wie IPA auch hier populär geworden.

Was denken Sie, welche Biertrends im kommenden Jahr in den Mittelpunkt rücken werden?
Christoph Kämpf: Kreativ gebraute Biere.

Haben Sie als Diplom Biersommerlier denn ein bestimmtes Lieblingsbier?
Christoph Kämpf: Je nach gegebener Situation, habe ich unterschiedliche Lieblingsbiere. Als Aperitif bevorzuge ich ein herbes Pils, je nach der angebotenen Speise ein Weißbier oder ein Bayerisches Export und zum Nachtisch sehr gern einen Doppelbock. Wenn ich mit Freunden im Gespräch bin, präsentiere ich gerne unser Impendium, das wir im Stil eines Trappistenbieres gebraut haben.

Verband der Diplom Biersommeliers | biersommelier.de

Wir bedanken uns für das offene und sehr interessante Interview und wünschen dem Verband der Diplom Biersommeliers sowie Christoph Kämpf weiterhin viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt!


Heineken: Deutschland-Chef Peter Kopietz über das Unternehmen, die Marken und Sponsorings

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Wer hätte im Jahr 1864 gedacht, dass die damals gegründete Heineken Brouwerij mit Sitz in Amsterdam einmal zu den erfolreichsten Brauereien der Welt gehören würde? Heute, 150 Jahre später, ist Heineken NV nämlich die drittgrößte Brauereigruppe der Welt – und bereits seit 1993 mit der Heineken Deutschland GmbH auch hierzulande aktiv. Mittlerweile zählt das Unternehmen, das seinen Sitz in Berlin hat, rund 100 Mitarbeiter. Neben den beiden Kernmarken Heineken® und Desperados, die nicht nur ausgesprochenen Biertrinkern ein Begriff sein dürften, besteht das Portfolio aus vielen weiteren attraktiven und internationalen Premium-Bieren und Cidern.

about-drinks sprach mit Peter Kopietz, General Manager der Heineken Deutschland GmbH, unter anderem über das Unternehmen, die beiden Kernmarken Heineken® und Desperados sowie das Sponsoring der UEFA Champions League.

Herr Kopietz, erzählen Sie unseren Lesern bitte zuerst etwas über sich: Wie sah Ihr beruflicher Werdegang aus?
Peter Kopietz: Vor meiner Zeit bei Heineken war ich mehr als zehn Jahre in der Schokoladenbranche, bei Lindt & Sprüngli tätig. Zunächst im Marketing in Österreich und zwischen 2004 und 2011 in der Deutschland-Zentrale in Aachen. Dort habe ich anfangs als Product Group Manager gearbeitet und bin später in den Vertrieb gewechselt. Über verschiedene Stationen im Key Account Management konnte ich schließlich seit 2009 als Key Account Direktor eine sehr erfolgreiche Zeit bei Lindt mitgestalten.

Im August 2011 kam dann der Wechsel zu Heineken, von Premium-Schokolade zu Premium-Bier. Zwei Jahre lang war ich als Global Account Director für die strategischen Partnerschaften zwischen Heineken und seinen internationalen Handelskunden, mit Fokus auf das europäische Geschäft, verantwortlich. Im November 2013 habe ich schließlich die Funktion des General Managers bei Heineken Deutschland übernommen, zurück im operativen Geschäft und auch wieder zurück in meiner quasi Wahlheimat Deutschland.

Seit fast einem Jahr sind Sie also nun Deutschland-Chef von Heineken. Was bedeutet es für Sie, bei diesem Unternehmen tätig zu sein?
Peter Kopietz: Mir bedeutet es generell sehr viel, für Heineken zu arbeiten. So wie ich das Unternehmen in den vergangenen drei Jahren kennengelernt habe, trifft es genau meine Vorstellung von einem global agierenden Unternehmen, das starkes soziales Bewusstsein sowohl gegenüber der Gesellschaft als auch seinen Mitarbeitern verkörpert. Zudem vertreiben wir Premiumprodukte, mit denen ich mich zu 100% identifiziere.

Heineken Deutschland zählt zu den kleineren Organisationen im Konzern und gerade das macht es für mich spannend. Durch den sehr schlanken Aufbau habe ich die Möglichkeit, sehr nahe am Tagesgeschäft zu sein, speziell im Marketing und Vertrieb, wo meine Wurzeln sind. Gleichzeitig sind wir immer noch ein relativ junges Unternehmen, in dem es, nicht zuletzt auch getrieben durch unser anhaltend starkes Wachstum, gilt, das Unternehmen permanent weiterzuentwickeln, Bestehendes zu optimieren und Neues aufzubauen. Die gesamte Mannschaft von Heineken Deutschland leistet dabei hervorragende Arbeit, mit großer Leidenschaft. All das an vorderster Front zu initiieren und zu begleiten, ist ungemein spannend.

Was sind Ihre Hauptaufgaben im Tagesgeschäft als Geschäftsführer?
Peter Kopietz: Durch unsere relativ flache Struktur ist mein Arbeitstag operativer als man meinen mag. Natürlich beschäftigt sich unser gesamtes Management-Team auch laufend damit, die Strategie des Unternehmens den Anforderungen des Marktes und Wünschen der Konsumenten anzupassen. Daneben gilt es jedoch auch, praktisch täglich in Abstimmungsrunden mit allen Funktionsbereichen das Tagesgeschäft zu beeinflussen. Sei es in der Planung/Warenverfügbarkeit, Abstimmung von Aktivitäten, Optimierungen unserer IT-Systeme oder in Personalfragen rund um die Entwicklung unserer Mitarbeiter. So oft es meine Zeit erlaubt, versuche ich, im Markt zu sein. Auch wenn ich den deutschen Handel seit vielen Jahren kenne, so gibt es gerade in der Getränkeindustrie für mich immer noch Neues zu lernen. Und schließlich sieht man am POS am besten, ob unsere Arbeit Früchte trägt.

Erzählen Sie uns etwas über die Geschichte des Hauses Heineken, Herr Kopietz.
Peter Kopietz: Die Geschichte von Heineken® geht bis in das Jahr 1864 zurück. In diesem Jahr wurde die Heineken Brouwerij mit Sitz in Amsterdam durch Gerard Adriaan Heineken gegründet. Heute, drei Generationen später, ist die Heineken NV die 3. größte Brauereigruppe der Welt. Heineken® ist in über 170 Ländern aktiv und vertreibt unter anderem die Marken Heineken®, Desperados, Strongbow, SOL, Amstel, Tiger, Zywiec, Gösser und viele mehr.

In Deutschland ist Heineken® seit 1993 aktiv. Den sehr anspruchsvollen deutschen Biermarkt hat sich Heineken® mit einer besonderen Strategie erschlossen: Der Marken- und Distributionsaufbau von Heineken® erfolgte ausschließlich über die Trend- und Szene-Gastronomie. Ziel war es in der Nische der jungen, weltoffenen Konsumenten die Premium-Marke behutsam aufzubauen und langsam wachsen zu lassen. Mit dem Zusammenschluss der beiden Firmen Scottish Newcastle GmbH und Heineken Deutschland GmbH im Jahr 2008 entstand ein breites Portfolio von verschiedenen Bier- und Cider-Marken wie Murphy’s, Newcastle Brown Ale, Strongbow und Bulmers.

2009 wurden die deutschen Vertriebsrechte für die konzerneigene Marke Desperados an Heineken Deutschland übertragen. Ebenfalls 2009 war für die Marke Heineken® die Zeit reif, um den Schritt in den LEH zu tätigen. Der Heineken® 6-Pack wurde eingeführt. Seitdem wächst die Marke in Distribution und Absatz jedes Jahr deutlich. Heute bietet die Heineken Deutschland GmbH ein attraktives internationales Produktportfolio aus Premium-Bieren und Cidern mit den Hauptmarken Heineken® und Desperados an und steht für das Markt- und Wachstumsorientierte Segment  internationaler Marken in Handel und Gastronomie.

Wie ist Ihr Unternehmen in Deutschland aufgestellt? Wie viele Mitarbeiter beschäftigt Heineken hierzulande?
Peter Kopietz: Heineken Deutschland beschäftigt heute insgesamt 96 Mitarbeiter, davon 46 im Back-Office und 50 im Vertrieb.

Was hebt Ihre Produkte von Anderen ab?
Peter Kopietz: Alle Marken unseres Portfolios sind im internationalen Premium-Segment angesiedelt. Jede Marke hat eine starke Persönlichkeit und eine langjährige Tradition. Nehmen wir z.B. Bulmers: Bulmers ist eine der ältesten und bekanntesten Cider-Marken Englands, die auf eine 120-jährige Erfolgsgeschichte zurückblicken kann.

Ihre beiden Fokusmarken Heineken und Desperados sind in aller Munde. Erläutern Sie, was die beiden Marken so erfolgreich macht!
Peter Kopietz: Von einem lokalen Bier des 19. Jahrhunderts, gebraut in Amsterdam, hat sich Heineken über die Jahrzehnte zu einer globalen Ikone entwickelt, die heute in mehr als 170 Ländern verkauft wird und sich als die internationalste Biermarke weltweit bezeichnen kann. Aufmerksamkeitsstarke Sponsorings wie das der UEFA Champions League und Filmen wie James Bond halten die Marke insbesondere für die junge Zielgruppe spannend und attraktiv.

Mit Desperados Tequila Flavoured Beer treffen wir den Nerv der jungen Zielgruppe. Seit es 1995 in Frankreich vorgestellt wurde, hat es mit seiner wilden, unangepassten Art die Konsumenten für sich begeistert und sich zu einem internationalen Erfolgsprodukt entwickelt. Das hochwertige Design der geprägten Klarglas-Flasche unterstreicht den Premium-Anspruch der Marke und passt perfekt ins Umfeld der nächtlichen Trend- und Szene-Gastronomie.

Mit beiden Marken sind wir insbesondere im digitalen Bereich sehr aktiv. Das macht Heineken® weltweit mit 18,9 Mio. Fans zur Biermarke Nr. 1 auf Facebook. In Deutschland hat Desperados derzeit über 380.000 Fans und Heineken über 370.000 Fans (Stand 3.11.2014). Damit haben Desperados und Heineken in Deutschland jeweils so viele Fans wie keine andere Biermarke, worauf wir sehr stolz sind.

Welche aktuellen Trends sehen Sie persönlich im Bier-Markt?
Peter Kopietz: Der deutsche Biermarkt ist seit acht Jahren kontinuierlich rückläufig. Der Markt hat zwar immer noch ein Volumen von über 90 Mio. HL, aber das bedeutet gleichzeitig auch, dass selbst ein Rückgang von 1-2% pro Jahr eine nicht zu vernachlässigende Größe darstellt.

Ich glaube, dass Bier zu beliebig geworden ist. Die Marken sind zum Teil recht austauschbar und so bleibt der Preis allzu häufig das einzige Kaufkriterium. Das ist eine Entwicklung, an der niemand Interesse haben kann. Industrie und Handel aus Spannensicht nicht und der Konsument nicht, weil ihm kein Erlebnis geboten wird. Ich glaube aber fest daran, dass der Markt mit neuen Impulsen, innovativen Angeboten und Vermarktungsideen, die ein wenig „Out of the box“ sind, sowohl mengen- als auch wertmäßig einen Aufschwung erleben kann. Für wichtig halte ich dabei authentische und konstante Markenführung sowie das Schaffen von Erlebniswelten und stärkerer Markenbindung.

Die UEFA Champions League haben Sie eben bereits angesprochen: Es ist ein besonderes Thema für Heineken. Wie kam es zu dieser Kooperation?
Peter Kopietz: Das Sponsorship der UEFA Champions League besteht schon seit 1992. Früher wurde es durch die Marke Amstel genutzt. Seit 2005 ist Heineken® stolzer Partner der UEFA Champions League. Die Verbindung zwischen unserer internationalen Premium-Marke und der Königsklasse des Fußballes passt perfekt. Daher wurde dieses für uns so wertvolle Sponsorship im letzten Jahr um weitere drei  Jahre bis zur Saison 2017/2018 verlängert. Heineken® aktiviert das Sponsorship in über 220 Ländern. Dabei wird der Hauptaugenmerk darauf gelegt, den Fans in Europa und weltweit hochqualitative UEFA Champions League-Erlebnisse zu verschaffen. Die optimale Verbindung ist ein spannendes Match in der Sportsbar, oder zu Hause mit Freunden und dazu ein eiskaltes Heineken.

Zur letztjährigen Saison gab es eine Sonderedition von Heineken®. Planen Sie, auch für diese UEFA Champions League eine Sonderedition herauszubringen? Gibt es allgemein Pläne für andere Sondereditionen?
Peter Kopietz: Die laufende Saison ist für uns besonders spannend, da am 6. Juni 2015 das Finale im Berliner Olympiastadion stattfindet. Hierzu haben wir umfassende Aktivitäten geplant. Neben einer speziellen Sonderedition für die Heineken-Gebinde, sind umfassende Aktivitäten in Gastronomie und Handel geplant. Als Partner wird Heineken natürlich auch am Wochenende des Finales in Berlin entsprechende Präsenz zeigen und die Hauptstadt Heineken-grün machen.

Erzählen Sie unsere Lesern etwas über die Markenaktivitäten. Welche Aktivitäten und Aktionen stehen dieses Jahr noch an, was planen Sie für 2015?
Peter Kopietz: Eine besondere Neuigkeit gibt es für unsere Marke Desperados. Hier präsentieren wir in diesen Tagen eine neue Produktvariation: Desperados Red. Das besondere Merkmal ist die Kombination aus Bier, Tequila- und Cachaça-Aromen und Guarana-Extrakt, das extra Energie liefert. Unterstützt wird die Produkteinführung mit einer breiten Media-Kampagne, mit Schwerpunkt auf digitale Medien und Außenwerbung. Weiter im Fokus der Marke wird auch das Thema Musik stehen.

Heineken® ist das internationale Premium-Bier, das in allen Metropolen der Welt genossen werden kann. Hier setzt die die aktuelle Kampagne „Cities of the World“ an. Sechs dieser Weltmetropolen werden mit der limitierten Heineken® City Editions Flasche geehrt. Sie zeigt auf dem Etikett jeweils eine von sechs internationalen Städten: New York, Berlin, Shanghai, Amsterdam, London und Rio de Janeiro.

Gleichzeitig möchte Heineken® die Konsumenten auch inspirieren, diese und andere Städte neu zu entdecken und aus ihrer täglichen Routine auszubrechen. Dabei hilft die Heineken® Heat Map – ein „digitaler Kompass“ für Smartphones und Tablets – der besonders lohnenswerte Hotspots, wie Clubs und Ausstellungen auf Abruf bereithält. Die Heat Map analysiert Social-Media-Aktivitäten auf verschiedenen Plattformen wie Twitter, Instagram und Foursquare und bildet so besonders Hot-Spots ab, die zuvor via Check-Ins und Fotos markiert wurden. Darüber hinaus verraten bekannte deutsche Blogger auf der Heineken® Heat Map ihre persönlichen Geheimtipps.

Die Sponsoring-Strategie der Marke Heineken® konzentriert sich auf drei starke Interessensgebiete unserer Konsumenten: Sport, Musik und Film. Zu unserer Freude werden wir uns dem Bereich Film im letzten Quartal 2015 wieder im besonderen Maße widmen: Zum 6. Mal in Folge gehen Heineken® und James Bond eine Kooperation ein. Rund um den neuen Film, der am 23.10.2015 in die Kinos kommen wird, werden auch in Deutschland Aktivitäten stattfinden und mit Blick auf den Erfolg der Skyfall-Kampagne kann auch beim nächsten Bond wieder Außergewöhnliches erwartet werden.

Heineken Deutschland GmbH | heinekendeutschland.de
Heineken® | heineken.com | facebook.com/heineken
Desperados | desperadosbeer.com | facebook.com/Desperados

Wir bedanken uns für das offene und sehr interessante Interview und wünschen der Heineken Deutschland GmbH sowie Peter Kopietz weiterhin viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt!

Köstritzer-Chef Andreas Reimer: „Besondere Bierspezialitäten mit individuellen Geschmackserlebnissen“

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Die Marke Köstritzer entwickelt sich mit ihrer kontinuierlichen Absatzsteigerung noch immer positiv entgegen dem rückläufigen nationalen Biermarkt. Das Köstritzer Schwarzbier ist hierzulande sogar Marktführer in seinem Segment. Die Spezialitäten-Biere, erlesene Zutaten und traditionsreiche Braukunst sind also gefragter denn je. Neben dem Schwarzbier gibt es viele weitere Bierspezialitäten, die ihre ganz eigenen Geschmackserlebnisse bieten. Und Geschmack wird auch bei der neusten Kooperation mit Spitzenkoch Chakall groß geschrieben: Der Argentinier verbindet seine weltoffene, kreative Küche mit den Bierspezialitäten von Köstritzer und entwickelt zusammen mit Food-Bloggern ein exklusives Köstritzer 6-Gänge-Menü.

Im Interview spricht Andreas Reimer, Geschäftsführer der Köstritzer Schwarzbierbrauerei sowie der Wernesgrüner Brauerei und zudem verantwortlich für das Handelsgeschäft und die internationalen Aktivitäten der Bitburger Braugruppe, über die Marke, Produkte und die Kooperation mit Chakall.

Herr Reimer, erzählen Sie uns von Ihrem Weg zu Köstritzer und von Ihrer Tätigkeit im Unternehmen!
Andreas Reimer: Seit 2005 bin ich Geschäftsführer der Köstritzer Schwarzbierbrauerei. Zuvor war ich bei Bitburger fünf Jahre als Vertriebsdirektor International Division tätig und kam bereits in dieser Zeit mit Köstritzer in Kontakt.

Was ist für Sie das Besondere an der Marke Köstritzer?
Andreas Reimer: Die Marke Köstritzer steht für Spezialitäten-Biere, erlesene Zutaten und traditionsreiche Braukunst. Wir verstehen uns als Spezialitätenbrauerei und bieten mit Köstritzer besondere Bierspezialitäten mit individuellen Geschmackserlebnissen.

Wie umfangreich ist das Produktportfolio?
Andreas Reimer: Wir führen unter der Dachmarke Köstritzer eine hochwertige Auswahl an individuellen Spezialitäten: Das Köstritzer Schwarzbier – der Marktführer im Schwarzbier-Segment, Köstritzer Kellerbier, Köstritzer Edel Pils, Köstritzer Edel Pils Radler, Köstritzer Spezial Pils und die Köstritzer Meisterwerke Pale Ale und Witbier.

Der deutsche Biermarkt entwickelt sich rückläufig. Ist auch bei Köstritzer ein Rückgang zu erkennen?
Andreas Reimer: Nein, ganz im Gegenteil. Entgegen dem rückläufigen Branchentrend wachsen wir mit Köstritzer im deutschen Markt. Wir erfüllen den Verbraucherwunsch nach besonderen, individuellen Geschmackserlebnissen mit einer Auswahl an weiteren, neuen Bierspezialitäten. So führten wir Ende des Jahres 2013 das Köstritzer Kellerbier ein. Im Mai 2014 erfolgte der Launch der Köstritzer Meisterwerke mit den Sorten Pale Ale und Witbier. Alle drei Neuprodukte wurden im Juni mit dem Superior Taste Award vom International Taste & Qualität Institut in Brüssel ausgezeichnet.

Wie ist die Marke in Deutschland aufgestellt? In einigen Bundesländern ist Köstritzer Markführer, richtig?
Andreas Reimer: Deutschlandweit ist die Marke sehr gut aufgestellt. Köstritzer Schwarzbier ist seit über zwanzig Jahren Deutschlands beliebtestes Schwarzbier. Mit einem Marktanteil von rund 30 Prozent im Segment der untergärigen, dunklen Biere und seiner klaren Markführerschaft in 13 von 16 Bundesländern, hat Köstritzer die breiteste Marktführerschaft aller Biermarken (Quelle: AC Nielsen, LEH und GAM 1.HJ 2014).

Wie sieht es international aus? In wie viele Länder der Welt werden die Bierspezialitäten exportiert?
Andreas Reimer: Wir exportieren Köstritzer Schwarzbier mittlerweile in 55 Länder. Die absatzstärksten, ausländischen Märkte sind für uns China, die USA und Italien. Auch die Kaimaninseln, die Elfenbeinküsten und der Oman sind wichtige Abnehmer des Köstritzer Schwarzbieres. Zusammengefasst lässt sich sagen: Die Marke entwickelt sich im internationalen Markt hervorragend.

Neben dem klassischen Biergeschäft sind Sie in diesem Jahr zum ersten Mal auch eine Kooperation im Bereich Kulinarik eingegangen.  Wie genau sieht diese aus? Was sind die Ziele der Kooperation?
Andreas Reimer: Hier muss ich Sie leider kurz korrigieren: Es ist nicht unsere erste Kooperation oder erste Aktion im Bereich Kulinarik. Mit dem Köstritzer Spiegelzelt in Weimar präsentieren wir seit elf Jahren großartige kulturelle und kulinarische Genussmomente. Vor einigen Jahren gab es zudem eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Tim Mälzer. Richtig ist, dass wir in diesem Jahr erstmalig mit dem Spitzenkoch Chakall kooperieren. Chakall steht für eine internationale, weltoffene, kreative Küche und passt damit zu unserer Marke, die auch international ausgerichtet ist. Wir möchten die Köstritzer Bierspezialitäten gern kulinarisch erlebbar machen. Und genau das ist Chakall gelungen: Er ließ sich von den Spezialitäten inspirieren, kreierte mit ihnen unterschiedlichste Menü-Variationen und entwickelte daraus gemeinsam mit Food-Bloggern ein exklusives Köstritzer 6-Gänge-Menü. Ich kann Ihnen sagen, seine Menü-Variationen passen exzellent zu unseren Bierspezialitäten und sind ein absolutes Genusserlebnis!

Wann und in welcher Form fand das Kick-off zu der Zusammenarbeit statt?
Andreas Reimer: Das Köstritzer 6-Gänge-Menü präsentierte Chakall am 08. November vor insgesamt 30 geladenen Gästen mitten in der Metropole Berlin. Es war ein Event der Spitzenklasse – das zugleich der offizielle Auftakt unserer neuen Zusammenarbeit mit Chakall im Bereich Kulinarik war.

Welche weiteren Dinge sind in diesem Bereich, aber auch in anderen Bereichen für das kommende Jahr geplant?
Andreas Reimer: Im nächsten Jahr stehen weitere spannende und neue Themen an. Leider kann ich zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Details verraten. Ich erzähle Ihnen gern im neuen Jahr mehr und freue mich über ein weiteres Gespräch mit Ihnen.

Ihr persönlicher Tipp: Mit welcher Köstritzer-Bierspezialität sollte man zum Weihnachtsfest anstoßen? ;-)
Andreas Reimer: Mit unserem Neuprodukt Köstritzer Kellerbier. Denn das Kellerbier beweist echten Charakter: Es ist unfiltriert und erhält mit hochwertigem Röstmalz, das aus Gerste gewonnen wird, ein besonderes Aroma. Sowohl geschmacklich als auch optisch mit seiner Bernsteinfarbe ist Kellerbier somit ein besonderer Genuss und damit perfekt für das Weihnachtsfest geeignet. Aber grundsätzlich gilt für alle unsere Biere, ob Schwarzbier, Kellerbier, unser Edel-Pils oder Pale-Ale: Mit Köstritzer wird jeder Schluck ein Fest!

Köstritzer | koestritzer.de | facebook.com/koestritzer
Bitburger Braugruppe | bitburger-braugruppe.de

Wir bedanken für das offene und sehr interessante Interview und wünschen Köstritzer sowie Andreas Reimer weiterhin viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt!

Geschäftsführer und Braumeister Dr. Marc Rauschmann: „BraufactuM – das ist Craft Bier“

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„BraufactuM – das ist Craft Bier“. Und mehr noch: BraufactuM ist kreativer Umgang mit Zutaten, handwerklichen Herstellungsverfahren und neuen oder wiederentdeckten Brauverfahren. Seit 2010 arbeitet das Team rund um Dr. Marc Rauschmann, einem der Geschäftsführer und Braumeister, täglich an der Kreation und Vermarktung von neuen Bieren. Das Portfolio umfasst mittlerweile fast 40 unterschiedliche Craft Biere, darunter 14 Eigenkreationen. Da zum perfekten Craft-Bier auch die passenden Gläser benötigt werden, hat man diese zuletzt selbst entwickelt. BraufactuM sorgt dafür, dass man ein Gesamtpaket für besten Craft-Bier-Genuss bekommt.

about-drinks sprach mit Dr. Marc Rauschmann, Geschäftsführer und Braumeister bei „Die Internationale Brau-Manufacturen GmbH“ mit der Marke BraufactuM, über seinen Werdegang, die Entstehungsgeschichte von BraufactuM sowie den aktuellen Craft-Bier-Trend in Deutschland.

Erzählen Sie unseren Lesern bitte zuerst, worum es sich bei BraufactuM genau handelt.
Marc Rauschmann: BraufactuM – das ist Craft Bier, das ist der kreative Umgang mit besten natürliche Zutaten, handwerklichen Herstellungsverfahren und neuen oder wiederentdeckten Brauverfahren. In einem kleinen Team von zehn Leuten arbeiten wir tagtäglich an der Kreation neuer Craft Biere. Wir wollen zeigen, was Bier alles kann, welche Bandbreite an Vielfalt in Sachen Geruch, Geschmack und Farbigkeit möglich sind. Es gibt so viele Wege, ein einzigartiges Bier zu brauen. Die unterschiedlichsten Hopfen- und Malzsorten können miteinander kombiniert werden, einige Bierstile finden erst durch die Reifung in einem Holzfass ihre Vollendung. Da ist so vieles möglich. Dabei geht es bei BraufactuM nicht nur um die Biere an sich, sondern vor allem auch um die Menschen dahinter, die dem Bier eine Geschichte geben.

Das BraufactuM Team verbindet die Leidenschaft für die Vielfalt des Kulturgutes Bier. Wir alle haben den Mut, auch mal über den Tellerrand hinaus zu schauen. Neben der Entwicklung neuer Biersorten und dem Brauen dieser gehört auch die Vermarktung zu den Aufgaben unseres Teams. Wir sind permanent auf den unterschiedlichsten Veranstaltungen unterwegs und begleiten Bier-Degustationen. Das Besondere an BraufactuM sind neben zahlreichen Eigenkreationen die Biere unserer Partnerbrauereien weltweit. Schon seit 2010 präsentieren wir diese neue Biervielfalt in Deutschland.

Wie sah ihr persönlicher Werdegang aus? Was hat Sie daran gereizt, Craft Bier zu brauen?
Marc Rauschmann: Ich bin schon in jungen Jahren über eine Hobbythek-Sendung (Nr. 80: Bier selber gemacht) zum Hausbrauer geworden. Das Bierbrauen machte mir sehr viel Freude, so dass ich durch verschiedene Praktika weitere Erfahrungen in dem Bereich sammelte. Schließlich entschied ich mich dann, in Berlin Brauereitechnologie zu studieren. Während des Studiums hatte ich immer viel Freude daran, Neues in punkto Bierherstellung, Rohstoffe und Zutatenverwertung zu lernen. Außerdem begann ich den ersten internationalen Austausch über den Lehrstuhl zu pflegen und dann schließlich auch selber zu lehren.

Nach meiner Promotion zu einem besonderen Filtrationsverfahren bin ich dann zur Radeberger Gruppe gegangen. Dort war ich zunächst für die Qualitätssicherung, später dann noch für Technologie und Rohstoffqualität verantwortlich. Gerade die Rohstoffe, also Malz und Hopfen, und deren Vielfalt haben mich immer begeistert. Alleine diese Rohstoffe bieten einem Braumeister einen so immens großen Spielraum für Kreativität in Bezug auf den Brauprozess. Beispielsweise gibt es weltweit über 100 unterschiedliche Hopfensorten. Jede einzelne Sorte eröffnet eine ganz eigene Welt an Bitter- und Aromastoffen. Durch die Kombination unterschiedlicher Hopfensorten entstehen neue Craft Biere. Jedes dieser Craft Biere kann so seinen ganz individuellen Charakter und seine überraschende Aromenvielfalt erhalten. Das ist es, was mich immer fasziniert hat. Bis heute bin ich regelmäßig auf den Feldern unterwegs, der Austausch mit den Hopfenpflanzern ist für mich sehr wichtig. Außerdem kommen mir im Hopfengarten auch immer wieder neue Ideen für Bierkreationen.

Erzählen Sie uns etwas zur Entstehungsgeschichte von BraufactuM.
Marc Rauschmann: Die Begeisterung für die Rohstoffe, die zur Bierherstellung benötigt werden, und deren Vielfalt hat mich früh in meiner Laufbahn begleitet. Während meiner Tätigkeit bei der Radeberger Gruppe gehörten die Produktentwicklung und die Qualitätssicherung der Rohstoffe zu meinen hauptverantwortlichen Aufgaben.  Dabei begleitete mich immer der Gedanke, das Brauhandwerk quasi neu zu interpretieren, indem man als Braumeister die Vielfalt an natürlichen, aromatischen Rohstoffen nutzt, um einem Bier einen ganz neuen Ausdruck zu verleihen.

In dieser Zeit lernte ich Thorsten Schreiber kennen, heute ebenfalls Geschäftsführer bei BraufactuM. Wir stellten fest, dass uns Leidenschaft für neue Brauverfahren, neue Zutaten und eine neue Biervielfalt eint. Mit Unterstützung der Radeberger Gruppe konnten wir ein Geschäftsmodell entwickeln und uns auf eine Bier-Weltreise begeben. Wir lernten Craft Bier Brauer in den USA, in Großbritannien, Japan, Belgien und Italien kennen. Hier haben die Braumeister schon ganz andere, neue Wege eingeschlagen. In einigen dieser Länder hatte sich die Craft Bier Bewegung bereits etabliert. Mit vielen inspirierenden Eindrücken sind wir nach Deutschland zurückgekommen und haben im Mai 2010 „Die Internationale Brau-Manufakturen GmbH“ gegründet. Damit war der Grundstein für die Marke BraufactuM und die neue Biervielfalt in Deutschland gelegt.

Was macht Ihr Craft Bier besonders? Wie heben Sie sich vom Markt ab?
Marc Rauschmann: Unser Ziel ist es, einmalige geschmackvolle Craft Biere zu brauen. Unter der Prämisse sind unsere 14 Eigenkreationen entstanden, die aktuell Teil des BraufactuM Sortiments sind. Diese werden durch die besten internationalen Craft Biere ergänzt. Egal ob Eigenkreation oder Craft Bier einer internationalen Partnerbrauerei – jedes einzelne Bier ist ein Unikat, hat seine eigene Geschichte, seine individuelle Aromenvielfalt und natürlich seinen unverwechselbaren Geschmack.  Damit Aroma und Geschmack auch während des Transports zum Kunden erhalten bleiben, hat BraufactuM eine in Deutschland einzigartige ununterbrochene Kühlkette aufgebaut.

Apropos Markt: Wie schätzen Sie den Craft Bier-Markt in Deutschland allgemein ein? Hat der Trend aus Amerika Potenzial hierzulande?
Marc Rauschmann: Deutschland lässt sich nicht mit Amerika vergleichen. Wir haben bereits ca. 1400 Brauereien, währenddessen die USA zum Start der Craft Bier Bewegung dort nur knapp 40 Brauereien hatte. Praktisch alle heutigen deutschen Bierstile sind in den USA Craft Bier Stile. Das bedeutet für uns ein großes Potential, aus dem wir hier in Deutschland schöpfen können. Hierzulande wird sich Vieles auch dem Bestehenden heraus entwickeln. Und das ist auch gut so und sehr spannend für uns. Wir müssen unsere lange Brauhistorie mit unseren tollen Bierstilen, die großen Kenntnissen in der Brautechnologie und all unsere Erfahrung nehmen und mit der Offenheit der Craft Bier Brauer für Neues verbinden. Auf der Basis müssen wir unseren eigenen Weg im internationalen Craft Bier Markt finden. Wenn wir das machen, hat dieser Trend bei uns großes Potential, aber nicht als eine Kopie aus Amerika sondern als unsere eigene Weiterentwicklung.

Erzählen Sie uns etwas über Ihre „ganzheitliche Brauphilosophie“.
Marc Rauschmann: Es fängt bei den Rohstoffen an. Für unsere Biere kommen ausschließlich reine, natürliche Zutaten von allerhöchster Qualität zum Einsatz. Von der Auswahl der Rohstoffe, über Maischen, Läutern, Würzekochen, Hefegabe und Gären bis hin zum Lagern und Abfüllen umfasst ein Brauprozess zwölf Schritte. Für uns sind das ein Dutzend Stellschrauben, die wir nutzen, um mit viel Kreativität und Mut zum Experimentieren neue Wege beim Brauen eines Craft Bieres zu gehen.

Für jedes einzelne Craft Bier bekommen die Kunden bei uns eine detaillierte Beschreibung des Bierstiles. Neben Angaben wie Alkoholgehalt, Bitternote, Schaumbildung und so weiter, gibt es zu jedem Bier  Empfehlungen in Sachen Trinktemperatur und ergänzende Speisen. Letzten Endes muss dann natürlich auch die Verpackung stimmen. Es gibt bei uns unterschiedliche Flaschengrößen. So wird aus der richtigen Kombination von Craft Bier und Flasche eine Einheit, die ein hochwertiges und vielseitiges Biererlebnis ermöglicht. Außerdem sind die Etiketten der BraufactuM Kreationen  mit charakterisierenden Elementen des jeweiligen Bierstiles gestaltet. Historische Details sowie Angaben zu den Aromen des Bieres unterstützen Bierliebhaber bei der Auswahl. So schließt sich unsere ganzheitliche Brauphilosophie mit der Flaschenwahl, dem individuell gestalteten Etikett und dem einmaligen Genussmoment.

Welche Produkte umfasst Ihr Portfolio?
Marc Rauschmann: BraufactuM, das heißt vor allem auch Craft Bier Vielfalt. Unser Portfolio umfasst aktuell fast vierzig unterschiedliche Craft Biere. Hier sind zunächst eben die 14 Eigenkreationen, zu denen aktuell drei Seasonals gehören – also Biere, die in jedem Jahr zu einem bestimmten Anlass in limitierter Edition gebraut werden. Hierzu gehören zum Beispiel unsere alljährlichen Harvest Editionen. Bereits seit drei Jahren brauen wir unser Craft Bier – das India Pale Ale „Progusta“ – als erntefrische Harvest Edition. Bei diesem besonderen Bier kommt zum Teil frisch gezupfter Hopfen direkt vom Feld in den Braukessel. So erhält das Bier eine außergewöhnliche, noch intensivere Hopfenaromatik. Seit zwei Jahren wird das Harvest Portfolio um die erntefrische Sonderedition unseres Weizen India Pale Ale „Indra“ ergänzt.

2014 haben wir außerdem das erste Craft Bier unserer Barrel Edition mit fassgelagerten Bieren präsentiert. In den USA verwenden Craft Bier Brauer gerne Bourbon-Fässer. Bei BraufactuM haben wir in diesem Jahr auf eine deutsche Kooperation gesetzt und so reifte unser Stock Ale „Barrel1“ – das erste Bier der Barrel Edition – vier Monate in Whisky-Fässern der bayerischen Slyrs Bavarian Single Malt Whisky Destillerie. Hinzu kommen dann rund 25 Craft Bier Kreationen unserer internationalen Partnerbrauereien aus den USA, Italien, Schottland und Belgien.

Bitte erläutern sie den Herstellungsprozess von BraufactuM. Was ist anders als bei anderen und macht Ihr Craft Bier dadurch außergewöhnlich?
Marc Rauschmann: Der Herstellungsprozess lässt sich nicht allgemein erläutern. Jedes Bier hat sein ganz individuelles besonderes Rezept. Da ist zum Beispiel die Kalthopfung, die unter anderem beim India Pale Ale „Progusta“ zum Einsatz kommt. Beim Barley Wine „Arrique“ und Stock Ale „Barrel1“ arbeiten wir mit der Fasslagerung. Das deutsche Porter Bier „Oscur“ entsteht durch die Vergärung mit drei unterschiedlichen Hefen und Flaschengärung. Die Rezepte machen den normalen Produktionsablauf oft komplizierter, da wir nicht überlegen, wie wir am einfachsten brauen sondern, wie wir den Brauprozess gestalten können, damit ein Bier mit einem individuellen, besonderen Geschmack entsteht.

Wir brauen neue Craft Biere mit viel Leidenschaft, Kreativität und Neugierde. Dabei nutzen wir den Spielraum, den der Brauprozess uns bietet, um ständig neue Kreationen mit überraschenden Geschmacksaromen zu entwickeln.  Es geht hier um ein Handwerk, das sich in unserem Verständnis über die Herstellung bis hin zur Logistik zieht. So macht unsere ununterbrochene Kühlkette zwar auf der einen Seite Vieles komplizierter, aber auf der anderen Seite ist sie nun mal ohne Frage unerlässlich, wenn Qualität das oberste Gebot ist. Zusammenfassend würde ich sagen, dass unser kompletter Prozess – von Ideenfindung, über Herstellung und Logistik – immer am Optimum für die Qualität ausgerichtet  ist.

Was können Sie uns über Ihre internationalen Partnerbrauereien erzählen?
Marc Rauschmann: Darüber könnte ich natürlich Seiten schreiben. Unsere Partner sind alle sehr renommierte Brauereien und haben angesehene Braumeister, die exzellente Biere brauen und auf internationalen Wettbewerben viele Preise gewonnen haben.  Wir pflegen einen engen Austausch und besuchen unsere Freunde regelmäßig oder nehmen an deren Festivals teil (zum Beispiel „Firestone Walker Invitational Beer Festival“). Umgekehrt kommen unsere Partnerbraumeister auch nach Deutschland und machen mit uns hier gemeinsam Veranstaltungen. Uns geht es nicht darum, möglichst viele Brauereien im Sortiment zu haben – ich denke, das wäre ja relativ einfach.

Unser Ziel war und ist es,  die besten Partner an unserer Seite zu haben. Ebenso wichtig ist es, mit den Menschen in einem sehr engen Austausch zu stehen, damit wir uns gegenseitig verstehen und auch ergänzen. Denn letzten Endes vertreiben wir deren Biere wie unsere eigenen Sorten. Wir müssen sie also auch genauso erklären können und verstehen, warum der Braumeister sie genauso gebraut hat.  Wir wählen die Biere unserer Partnerbrauereien aus, die uns selber am besten schmecken und die unser Gesamtsortiment ideal ergänzen. So bildet alles eine Einheit.

Zum perfekten Craft-Bier-Genuss benötigt man auch das richtige Glas. Erzählen Sie unseren Lesern etwas über Ihre neu entwickelten Gläser und was sie so besonders macht.
Marc Rauschmann: Von Beginn an haben wir den Verbrauchern für den perfekten Craft Bier Genuss das passende Glas präsentiert. Dieses wurde von unserem italienischen Partner Teo Musso entwickelt und wir haben es in Deutschland eingeführt. Da es zu unserem Anspruch gehört, unsere Produkte immer weiter zu verbessern, wollten wir auch dieses Glas weiterentwickeln und unsere vierjährige Erfahrung auf den deutschen Craft Bier Markt in ein neues Glas einfließen lassen. So sind in Zusammenarbeit mit dem Glashersteller Sahm der verbesserte BraufactuM Pokal und der neue BraufactuM Becher entstanden.

Duft, Temperatur, Frische und Aussehen spielen beim Trinken eine Rolle und all das liefert der neue Pokal noch besser als sein Vorgänger. Dank seines kleinen Konus und schmaleren Bauches bleiben Trinktemperatur, Kohlensäure und Schaumbildung im Glas länger konstant. Wer den etwas unkonventionelleren Craft Bier Genuss bevorzugt, für den ist der neue BraufactuM Becher genau das Richtige. Durch sein Fassungsvermögen lassen sich unsere Bierkompositionen aus den 0,355-Liter-Flaschen auch vollständig in den Becher eingießen. Und bis auf den nicht vorhandenen Stiel und Konus schmeckt Ihr BraufactuM identisch wie aus dem neuen Pokal.

Was erwartet unsere Leser zukünftig aus dem Hause BraufactuM? Können Sie bereits einen kleinen Ausblick geben?
Marc Rauschmann: Wir haben in diesem Jahr mit Barrel1 und The Brale zwei neue, so noch nicht in Deutschland gebraute Craft Bier Sorten auf den Markt gebracht. In dieser Richtung wird es weitergehen. Wir wollen immer wieder neue Impulse in den Markt geben. Was das genau sein wird, möchte ich heute noch nicht sagen – lassen Sie sich überraschen.

BraufactuM | braufactum.de | facebook.com/braufactum | craftbierblog.de

Wir bedanken uns bei Marc Rauschmann für das offene und sehr interessante Interview und wünschen BraufactuM weiterhin viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt!

„Bier trinken – Gutes tun!“: Quartiermeister – Bier für den Kiez

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„Bier ist der überzeugendste Beweis dafür, dass Gott den Menschen liebt und ihn glücklich sehen will“, sagte einst Benjamin Franklin. Dass aber auch der Mensch die Menschen liebt und seinesgleichen glücklich sehen will, beweist die soziale Biermarke Quartiermeister. Getreu dem Motto „Bier trinken – Gutes tun!“ hat Quartiermeister ein einzigartiges, karitatives Konzept auf die Beine gestellt, das zur Nächstenliebe 2.0 aufruft. Mit jedem verkauften Quartiermeister unterstützen Konsumenten lokale Projekte, die dem Kiez und seinen Menschen Gutes tun.

David Griedelbach, einer der beiden Geschäftsführer von Quartiermeister – Bier für den Kiez, stand about-drinks im Interview Rede und Antwort und erklärt den Grundgedanken der sozialen Biermarke und des korrekten Konsums“, die sozialen Projekte, die unterstützt werden und gibt einen Ausblick auf das Jahr 2015.

Bitte stellen Sie uns Ihr Produkt vor, Herr Griedelbach – was genau ist Quartiermeister?
Griedelbach: Quartiermeister ist das erste, dem Wohl lokaler Nachbarschaften verpflichtete Bier. In Berlin, Leipzig und Dresden ist es das Bier für den Kiez. Für den Kiez deshalb, weil wir mit unseren Gewinnen soziale und kulturelle Projekte in den Nachbarschaften vor Ort fördern. Der Konsument bzw. die Konsumentin kann Bier trinken und dabei gleichzeitig etwas Gutes für die Gemeinschaft tun. Quartalsweise schütten wir unsere Gelder aus, jede/r kann dabei online mitbestimmen, wohin das Geld fließt. Dabei ist Quartiermeister immer ein regionales Produkt. Das Pils für die Region Ost kommt aus der familiengeführten Stadtbrauerei Wittichenau in der Lausitz und für Quartiermeister München stellt das helle Export die Genossenschaftsbrauerei Gut Forsting her. Mit dem dortigen Verkauf werden Münchener Nachbarschaftsprojekte gefördert. Allen Standorten liegen unsere Quartiermeister-Prinzipien des korrekten Wirtschaftens zugrunde. Wir ermöglichen Teilhabe, sind transparent in unseren Zahlen und arbeiten möglichst sozial und ökologisch nachhaltig.

Erzählen Sie uns etwas zur Entstehungsgeschichte von Quartiermeister.
Griedelbach: Der Gründer Sebastian Jacob hatte die Idee vor vier Jahren. Er war auf der Suche nach einem Konzept, das soziales Engagement so einfach wie möglich gestaltet. Ihm kam der Gedanke, den Konsum eines Produktes mit einem gesellschaftlichen Mehrwert zu verknüpfen, einem Mehrwert der direkt vor Ort sichtbar ist. An einem Kneipenabend mit Freunden stieß er auf das Produkt Bier. Bier konsumiert man meistens mit Freunden, es ist ein soziales Produkt, man unterhält sich gern darüber, es ist mit Emotionen aufgeladen. Bier trinken, Spaß haben und damit Gutes tun – eine nahezu perfekte Kombination. Kurzerhand hat Sebastian eine Brauerei gesucht und das Bier in Berlin vertrieben. Nach zwei Jahren ging die Brauerei allerdings insolvent und wir wagten einen Neuanfang, als soziales Unternehmen und mit der neuen Brauerei in Wittichenau.

Was können Sie uns zu den Themen „Korrekter Konsum“ und „Social Business“ sagen?
Griedelbach: Wir bei Quartiermeister verfolgen einen eigenen Ansatz des korrekten Wirtschaftens, aber verstehen uns als Social Business im weiteren Sinne nach Mohammed Yunus, Gründer der Mikrokreditbank Grameen und Friedensnobelpreisträger 2006. Unser Geschäftszweck ist auf die Lösung gesellschaftlicher Probleme ausgerichtet und wir wollen aufzeigen, dass es funktionierende Alternativen zu den bestehenden Unternehmen der alten Wirtschaft gibt. Denn die Transformation zu einer nachhaltig funktionierenden Gesellschaft (im Sinne der triple bottom line) ist im vollen Gange.

Unter korrektem Konsum verstehen wir die Möglichkeit ohne Einbußen oder schlechtes Gewissen konsumieren zu können, weil man weiß, dass das Konsumgut ohne teurer oder „öko“ zu sein, durch eine korrekte Wertschöpfungskette gegangen ist und gleichzeitig positive Auswirkungen auf mein Umfeld hat.

Ist Quartiermeister denn wirklich komplett non-profit-orientiert? Wohin geht das Geld, was Sie einnehmen?
Griedelbach: Non-profit ist der gängige Terminus. Man könnte auch social- oder all-profit sagen. Vom Verkauf von Quartiermeister sollen alle in der Wertschöpfungskette profitieren: der Brauer, der Lieferant, die für Quartiermeister arbeitenden Personen, aber auch der Konsument und die Gesellschaft. Quartiermeister macht Gewinne, diese sollen allerdings möglichst nicht auf Kosten von Mensch und Natur erzielt werden. Da kann es schon mal sein, dass man die Anfrage einer großen Einzelhandelskette ausschlägt, weil diese mit Lieferanten arbeitet, die nicht unseren Vorstellungen von korrekt entsprechen. Darüber hinaus stecken wir die Gewinne nicht in unsere eigenen Taschen, sondern geben sie zurück in die Gesellschaft. Wir wollen gut von Quartiermeister leben können und müssen natürlich auch ordentlich wirtschaften, beispielsweise Rücklagen für Investitionen bilden, aber die Profitgier und der Wachstumszwang machen in unserer Gesellschaft viel kaputt. Dafür wollen wir ein gutes Beispiel sein.

Wer entscheidet, welche sozialen Projekte von Ihren Einnahmen gefördert werden?
Griedelbach: Unser Berliner Verein hat einen möglichst offenen und fairen Förderprozess entwickelt. Alle drei Monate rufen wir zu Bewerbungen und Vorschlägen von guten Nachbarschaftsprojekten auf. Zunächst wertet der Verein anhand von transparenten Förderrichtlinien die eingegangen Förderanträge aus und entscheidet, welche fünf Projekte für die Onlineabstimmung freigegeben werden. In der zweiten Runde hat dann jede/r die Möglichkeit selbst online auf unserer Webseite zu entscheiden, welche Projekte von uns gefördert werden. Die Onlineabstimmung dauert drei Wochen und jede/r Wählende hat zwei Stimmen. Auf unserer Homepage werden die Projekte einzeln mit ihrem Konzept und ihrer Mittelverwendung vorgestellt.

Ab dem nächsten Quartal möchten wir die Abstimmung noch näher mit dem Konsum verbinden und ermöglichen, dass zu jeder Zeit für Projekte abgestimmt werden kann. So kann beim Genießen in der Bar direkt entschieden werden, welcher soziale Zweck damit gefördert werden soll. Das gefällt uns!

Wie ist die Resonanz auf Ihr „soziales Bier“?
Griedelbach: Viele Menschen sind von der Idee begeistert. Die Resonanz in der Presse ist recht hoch. Trotzdem ist unsere Sichtbarkeit in der Stadt noch niedrig. Da wir im Gegensatz zu anderen Biermarken kein Geld für Werbung ausgeben, damit die Gemeinschaft mehr profitieren kann, setzen wir hauptsächlich auf Mundpropaganda und soziale Medien. Viele sind überrascht, dass Quartiermeister nicht teurer ist als andere Biere. Das liegt eben daran, dass das Geld, das große Getränkemarken für Werbezwecke ausgeben, bei uns in die Gemeinschaft fließt. Unser Ziel ist es, in Zukunft in der Stadt noch präsenter zu werden.

Können Sie unseren Lesern etwas zu den verwendeten Zutaten und dem Herstellungsverfahren von Quartiermeister erzählen?
Griedelbach: Unser Quartiermeister – Bier für den Kiez ist ein handwerklich, untergärig gebrautes Pils mit einer Stammwürze von 11,5° und einem Alkoholanteil von 5,0%. Nach dem deutschen Reinheitsgebot in einem 7.000 Liter Sudkessel gebraut, wird Quartiermeister jedoch nicht pasteurisiert, sondern membranfiltriert. Dadurch erhält es seinen milden, frischen und süffigen Geschmack. Unsere Brauerei verwendet vorwiegend regionale Zutaten. So kommen das Malz aus Heidenau bei Dresden und die Braugerste aus Sachsen und Thüringen. Der Hopfen wird derzeit noch aus dem Anbaugebiet SPALT bei Nürnberg gewonnen, es ist jedoch eine Umstellung auf das Elbe-Saale-Gebiet bei Dresden im Gespräch.

Wo gibt es Quartiermeister zu kaufen?
Griedelbach: Quartiermeister gibt es in einigen Bars, Spätis und Clubs überall in Berlin, verstärkt in Kreuzberg und Neukölln und auch in Leipzig, Dresden und München. Auf der Karte auf unserer Homepage kann man einsehen, wo es Quartiermeister gibt. Dort werden auch Märkte angezeigt, bei denen man Quartiermeister abholen kann. Bestellungen können gerne bei uns angefragt werden und sind ab 2 Kisten Abnahme möglich.

Wissen Sie bereits, welche Projekte sie als nächstes unterstützen wollen? Gibt es Projekte, die Ihnen (persönlich) besonders am Herzen liegen?
Griedelbach: Die jetzige Förderrunde ist in vollem Gange. Der Verein entscheidet gerade, welche Projekte für die Onlineabstimmung zugelassen werden. Es steht also noch nicht fest, wer unser nächstes Geld erhält. Derzeit schütten wir noch Gelder an die Gewinner der letzten Runde aus. Dazu gehört bspw. die Nachbarschaftsinitiative „Neue Nachbarschaft // Moabit“, die sich aktiv für die Begegnung von Flüchtlingen und der Nachbarschaft einsetzt. Sie organisiert Integrationsküchen, erfüllt solidarisch Wunschlisten für Flüchtlingskinder und betreut Fotoprojekte. Leider versuchte die Behörde zuletzt die Organisation vor die Tür zu setzen, weswegen uns das Projekt besonders am Herzen liegt. Wir finden die Initiative zu 100% unterstützenswert und hoffen, dass sie ihre Arbeit fortsetzen kann.

Bitte geben Sie unseren Lesern einen Ausblick auf das Jahr 2015 – was ist im Hause Quartiermeister geplant?
Griedelbach: Für das neue Jahr haben wir uns einiges vorgenommen. Unser Ziel ist es zunächst einmal, organisch weiter zu wachsen und bekannter zu werden. Wir werden in Berlin noch mehr den Spätverkaufsmarkt erschließen, sodass jede/r Quartiermeister auch auf dem Weg oder zuhause trinken kann. Außerdem werden wir nach anderen Städten Ausschau halten, in denen unser Konzept umsetzbar ist, dazu gehört beispielsweise Hamburg. Und es wird höchstwahrscheinlich die eine oder andere Sortimentserweiterung geben. Es wird auf jeden Fall spannend dieses Jahr! Wer nah dran bleiben möchte, kann uns gerne auf Facebook folgen.

Unser Verein ist offen für alle und freut sich über jedes neue Gesicht. Wir organisieren Kneipenabende, betreuen aktiv die Förderung, organisieren Events und Flashmobs. Wer mitmachen möchte, kann sich unter mitmachen@quartiermeister.org melden.

Quartiermeister - Korrekter Konsum GbR | quartiermeister.org

Wir bedanken uns bei David Griedelbach für das offene und sehr interessante Interview und wünschen Quartiermeister weiterhin viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt!

BRLO – das kreative Craft Beer aus Berlin

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An Craft Beer kommt dieses Jahr keiner vorbei. Aus aller Herren Länder gibt es neue Marken, neue Sorten und interessante Konzepte – so auch aus Berlin. Hier kommt BRLO her, eine kleine Craft-Beer-Marke, die handwerkliches, leidenschaftliches Bier für die Genießer der feinen Dinge des Lebens braut. Getreu dem Motto „Klasse statt Masse“ bietet es den Craft-Beer-Liebhabern (bisher) zwei Sorten an – ein Helles und ein Pale Ale – und zeigt damit, dass sich Bodenständigkeit und Berliner Schnauze sehr gut miteinander kombinieren lassen.

about-drinks sprach im Interview mit Katharina Kurz, Geschäftsführerin von BRLO, über das Bier, die Enstehungsgeschichte, die Zutaten und soziales Engagement.

Frau Kurz, erzählen Sie unseren Lesern, worum es sich bei BRLO genau handelt.
Katharina Kurz: BRLO ist eine kleine Berliner Craft-Beer-Marke und unsere Interpretation von handwerklichen, kreativen und zeitgenössischen Bieren. Wir sind seit Anfang November 2014 auf dem Markt.

Die Frage, die wohl alle Leser beschäftigt: wie spricht man BRLO richtig aus und wie kam es zu diesem ausgefallenen Namen?
Katharina Kurz: :-) Also eigentlich sagen wir immer, dass es uns völlig egal ist, wie man BRLO ausspricht – Hauptsache es schmeckt! Wir sprechen es „Berlo“ aus – also wie Berlin eigentlich. Denn BRLO ist der alt-slawische Ursprung des Namens Berlin. Wir wollten einen Namen, der in Berlin verwurzelt ist, aber nicht ganz so offensichtlich. Das ist uns mit BRLO glaube ich ganz gut gelungen. Uns gefällt das Spannungsfeld, in dem sich der Name befindet.

Erzählen Sie uns etwas zur Entstehungsgeschichte von BRLO.
Katharina Kurz: BRLO startete eigentlich aus einer fixen Idee heraus. Ich selbst habe Craft Beer während meiner Zeit im Ausland kennen und lieben gelernt und dachte mir immer, dass diese tolle Biervielfalt in Deutschland wirklich fehlt (was sich jetzt zum Glück mit vielen kleinen spannenden Start-Ups ändert). Mein Mitgründer Christian, den ich aus dem Studium kenne, hat das Thema Bier immer begeistert mit seinem Vater als gemeinsames Hobby verfolgt und die beiden wollten sich irgendwann selbst eine kleine Brauanlage hinstellen. Als wir dann beide feststellten, dass wir am liebsten „irgendwann mal was mit Bier machen“ wollten, haben wir das Ganze erstmal als Nebenprojekt verfolgt. Dann haben wir Michael kennengelernt, der Brauer und Mälzer gelernt hat und anschließend seinen Dipl. Braumeister an der TU Berlin absolviert hat. Menschlich hat das super gepasst und so haben wir uns zu dritt in das Abenteuer gestürzt und BRLO in’s Leben gerufen.

Welche Sorten gibt es und wie unterscheiden sie sich von einander?
Katharina Kurz: Helles, 5% Alc: Unsere Berliner Interpretation eines Hellen. Sozusagen unser Einstiegsbier in die Welt des Craft Beers. Schöner Malzkörper, ausschließlich deutsche Hopfensorten.

Pale Ale, 6% alc: Hopfenbetontes Pale Ale (kaltgehopft, unfiltriert) mit wunderbaren Fruchtnoten. Vier amerikanische Hopfensorten, deutsche Hopfensorte zum Hopfenstopfen (Saphir).

COMING SOON: Baltic Porter, 7%: mit schönen Karamell- und Röstnoten.

Was macht Ihr Craft Bier besonders, Frau Kurz? Wie heben Sie sich vom Markt ab?
Katharina Kurz: BRLO hebt sich in einigen Punkten vom Markt ab. Vom Produkt her verwenden wir ausschließlich Malz aus ökologischem Anbau. Außerdem setzen wir auf ganzheitliche Wasseraufbereitung, das heißt wir energetisieren unser Brauwasser. Insgesamt ist uns das Thema Nachhaltigkeit sehr wichtig und wir spenden von jedem verkauften Bier einen bestimmten Betrag an soziale Initiativen in Berlin. Dann haben wir auch besonderen Wert auf ein schönes Design gelegt, was uns mit unserem hochwertigen Etikett (Naturpapier, Prägung) glaube ich sehr gut gelungen ist.

Was können Sie unseren Lesern zu den Themen Zutaten und Herstellungsverfahren sagen?
Katharina Kurz: Diese drei Punkte lassen sich zu den Themen sagen:

  • Wir verwenden nur Malz aus ökologischem Anbau (vom kleinen Familienbetrieb Rhön Malz aus Franken)
  • Wenn möglich verzichten wir auf die Filtration der Biere (nur das Helle ist filtriert, Pale Ale und unsere neue Sorte Porter sind unfiltriert)
  • Unser Pale Ale ist „hopfengestopft“, d.h. der Hopfen wird nicht nur beim eigentlichen Braugang, sondern auch später beim Lagern hinzugegeben. Dadurch können sich ganz andere Hopfenaromen entfalten.

Über welche Distributionswege wird Ihr Produkt vermarktet?
Katharina Kurz: Momentan: Ausgesuchter Einzelhandel, Bars, Restaurants, Cafés. Konzentration auf Berlin.

Welche Kommunikationsmaßnahmen nutzen Sie bei der Vermarktung? Welche Rolle spielt Social Media?
Katharina Kurz: Social Media (und hierbei vor allem Facebook) spielt für uns eine sehr große Rolle (eigentlich die Größte), gerade wenn es um den Aufbau einer lokalen Marke und Bekanntheit geht. Wir merken, dass wir hierdurch wirklich gut neue Leute erreichen können, momentan auch noch ausschließlich durch organic reach. Wir machen keinerlei bezahlte Marketingmaßnahmen.

BRLO engagiert sich „Lokal & Sozial“ – erzählen Sie uns davon!
Katharina Kurz: Wir sind der Meinung, dass man gerade bei einem lokalen Produkt auch etwas an die Gemeinschaft zurückgeben und sich engagieren sollte. Das gehört für uns dazu! Deshalb spenden wir von jeder verkauften Flasche einen festen Betrag an soziale Initiativen in Berlin – vor allem im kulturellen und ökologischen Bereich. Unsere erste Aktion ging an die Kulturloge: Eine tolle Initiative, die freie Kulturplätze an Menschen mit geringem Einkommen vermittelt. Die Kulturloge haben wir mit 500€ unterstützt und sind gerade dabei, unsere nächste Aktion auszuwählen. Gerne machen wir auch Bierspenden an gemeinnützige Organisationen!

Welche Zielgruppe wird mit BRLO angesprochen?
Katharina Kurz: BRLO richtet sich schon eher an den Großstädter, der Wert auf Qualität und hervorragende Inhaltsstoffe legt, der aber auch Freude an individuellen und schön gestalteten Produkten hat. Wir versuchen natürlich auch gezielt Szene-Gastronomie zu erreichen.

Was erwartet unsere Leser zukünftig aus dem Hause BRLO? Können Sie uns einen kleinen Ausblick auf 2015  geben?
Katharina Kurz: Wir haben natürlich im Bereich der Produktentwicklung noch viele Ideen. Ende Februar wird unsere 3. Sorte, ein Baltic Porter abgefüllt. Danach werden wir sehen, vielleicht ein IPA oder auch ein paar alte deutsche Bierstile haben es uns angetan.

BRLO | brlo.de | facebook.com/BRLObeer

Wir bedanken uns bei Katharina Kurz für das offene und sehr interessante Interview und wünschen BRLO weiterhin viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt!

Die Freien Brauer: Eine starke Gemeinschaft für die Braukunst

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Deutschland ist als Biernation bekannt: Neben den zahlreichen Sorten, Spezialitäten, Rezepten mit Bier und natürlich dem Reinheitsgebot ist es für seine traditionsreiche Historie bekannt und beliebt. Aber auch in unseren Nachbarländern Luxemburg, Österreich und den Niederlanden wird großer Wert auf Qualität gelegt – deshalb haben sich 40 mittelständische Familienbrauereien aus den 4 Ländern zusammengeschlossen und eine Gemeinschaft gebildet: Die Freien Brauer. Gemeinsam kümmern sie sich um die Bewahrung von Braukunst und Lebensart und sind dabei keine reine Wirtschaftskooperation, sondern eine Wertegemeinschaft, die beispielsweise mit ihren „Sieben Werten” ein bedeutendes Netzwerk innerhalb der Bier-Branche darstellt.

about-drinks sprach mit Georg Schneider und Jürgen Keipp von den Freien Brauern über ihren Werteverbund sowie dessen Aufgaben und Ziele.

Wer oder was sind „Die Freien Brauer“?
Georg Schneider: Ganz einfach: Wir sind allesamt freie Unternehmer und orientieren uns an den Sieben Werten, die weit über das Führen einer Brauerei hinausgehen. Uns liegt vor allem der Erhalt der Bierkultur und der Biervielfalt am Herzen, aber auch ein gewissenhaftes und nachhaltiges Unternehmertum.

Jürgen Keipp: Aktuell besteht der Werteverbund aus 40 Gesellschaftern, die nicht nur in Deutschland ansässig sind, sondern auch in Österreich, Luxemburg und den Niederlanden aktiv in der Braubranche mitwirken. Jede Brauerei ist in ihrer Region die führende Marke und ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Wenn wir von Brauereien sprechen, sprechen wir immer auch von Identifikation mit der Heimat. Alle Gesellschafter sind starke Charaktere und würdige Vertreter ihrer Region.

In welcher Position sind Sie bei den „Freien Brauern“ tätig?
Jürgen Keipp: Als Geschäftsführer bin ich die Schnittstelle zu den anderen Branchenverbänden und bündele alle Interessen der Freien Brauer zentral in Dortmund. Dort organisieren wir den gemeinsamen Einkauf, planen Versammlungen, besondere Aktionen und Arbeitskreise. Wir übernehmen in vielen Fällen die Abstimmung und geben auch Impulse zurück in die Brauereien.

Georg Schneider: Als Präsident und vorher auch als Vizepräsident habe ich die Ehre, unsere Wertegemeinschaft nach außen zu repräsentieren und die inhaltliche Richtung des Verbundes mit zu gestalten. Wichtig ist mir besonders, wie Bier als Getränk und die Bierkultur draußen wahrgenommen werden und was wir kommunikativ beisteuern können. Ich engagiere mich außerdem noch in weiteren Ämtern in der Branche, beispielweise im Brauerbund oder den Brewers of Europe, und kann so genau abstecken, bei welchen Themen nur Die Freien Brauer etwas bewegen können, weil sie unabhängig von verbandspolitischen Zwängen und Aufgaben sind.

Welchen Sieben Werten haben sich „Die Freien Brauer“ verschrieben und warum?
Georg Schneider: Unser oberster Wert, der auch in unserem Namen verankert ist, ist die Freiheit. Alle Gesellschafter sind unabhängig und können freie Entscheidungen treffen. Egal, welche Strategie internationale Konzerne gerade verfolgen, egal, welcher allgemeine Trend die Stimmung bei den Konsumenten beeinflusst. Und wir sind uns unserer gesellschaftlichen Position als Unternehmer bewusst. Wir übernehmen persönliche Verantwortung – für unsere Mitarbeiter, für den Nachwuchs, für Geschäftspartner. Viele von uns blicken auf eine lange Unternehmensgeschichte mit mehreren Generationen zurück, und diese Erfahrungen bringen wir in die Gegenwart mit ein: Wir setzen auf echte Tradition aus Leidenschaft für das Handwerk und leben die tief verwurzelte Heimatverbundenheit.

Jürgen Keipp: Natürlich erstrecken sich die Werte auch auf die Produkte. Bier ist ein Getränk höchster Güte und drückt ein ganz eigenes Lebensgefühl aus. So sollte es auch bleiben. Mit den über 300 Biersorten, die Die Freien Brauer zusammenbringen, bewahren sie die Vielfalt und die Qualität von Bier auf dem Markt. Über den gemeinsamen Einkauf beziehen wir nur die besten Rohstoffe, und jede Brauerei bemüht sich bei der Herstellung im Sinne einer sauberen Umwelt um einen respektvollen Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen.

Georg Schneider: Unsere Sieben Werte sind das Fundament der Freien Brauer, und alle Aktivitäten werden daran gemessen. Es war uns damals ein Bedürfnis, in einer Zeit, in der fast alles nur auf die Wirtschaftlichkeit und den Preis reduziert wurde, ein Exempel von Werthaltigkeit zu statuieren. Freie Unternehmer mit freien Entscheidungen – das sind wir, und das braucht unsere Gesellschaft.

Was ist die Hauptaufgabe Ihres Werteverbunds?
Jürgen Keipp: Über Kommunikationsarbeit rund um die Bierkultur konzentrieren sich die Tätigkeiten der Freien Brauer insbesondere auf den gemeinsamen Einkauf und den Erfahrungsaustausch. Wir entwickeln gemeinsame Abfüll- und Logistikkonzepte und bieten den Gesellschaftern verschiedene Dienstleistungen im Versicherungsbereich an. Darüber hinaus gibt es immer wieder gemeinsame Schulungen und Seminare.

Welche weiteren Betätigungsfelder gibt es?
Jürgen Keipp: Es gibt Gesellschafter unter den Freien Brauern, die sich projektbezogen als eigener Arbeitskreis finden. So gab es beispielsweise 2010 die gemischte Box „11 Freunde“, und seit 2012 ist die Bierbox der Freien Brauer auf dem Markt. Mit diesem saisonalen Gebinde kommen Biergenießer aus ganz Deutschland mit neuen Sorten in Kontakt, die sie aufgrund der oft nur regionalen Verfügbarkeit sonst nicht verkosten könnten. Ein weiteres Beispiel ist die aktuelle Craft-Beer-Selektion der Freien Brauer, die über den Onlineshop www.biertraum.de erhältlich ist. Auch Messeauftritte werden im Verbund gemeinsam besprochen und Synergieeffekte genutzt, beispielsweise bei dem Braukunst Live! Festival in München.

In diesem Jahr feiern „Die Freien Brauer“ ihr zehnjähriges Jubiläum. Erzählen Sie uns, was sich in den letzten zehn Jahren getan hat und worauf der Verbund zurückblicken kann.
Jürgen Keipp: Um genau zu sein, blicken wir schon auf über 40 Jahre zurück. In dieser Zeit hat das Thema Bier einen wahnsinnigen Sprung gemacht – und der Verbund auch. Gestartet ist er 1969 in Form einer Brau-Kooperation als Antwort auf einen Großkonzern, der eine überregionale Marke lancieren wollte. Heute sind wir längst nicht mehr aus rein wirtschaftlichen Beweggründen zusammen, haben uns international geöffnet und eine anerkannte Position im Brauwesen. Wir sehen das große Ganze, fördern den informellen Austausch, agieren nachhaltig und tragen die Bedeutung von unternehmerischen Werten nach außen. Diesen eigenen Anspruch haben wir vor zehn Jahren offiziell gemacht und die Brau-Kooperation in Die Freien Brauer umbenannt, was wir in diesem Jahr feiern.

Georg Schneider: Allgemein kann man zu den letzten 40 Jahren, die stark von der internationalen Industrie beeinflusst wurden, sagen, dass regionale Brauereien zum Glück wieder einen festen Platz in der Gesellschaft gefunden haben. Dem jährlich sinkenden Pro-Kopf-Verbrauch und der negativen Preisspirale zum Trotz stehen sie für den Charakter ihrer Heimat und transportieren das landestypische Lebensgefühl. Das Bewusstsein um Genuss und die Identifikation über lieb gewonnene Marken und Rituale erfahren in der Bevölkerung eine Renaissance. Die zunehmende Globalisierung und Mobilität führen spürbar zu einer Sehnsucht nach zu Hause, Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit. Heute schauen die Leute wieder genauer, wer hinter den Produkten steht, und entscheiden sich immer auch für das herstellende Unternehmen. Und genau das ist es, was wir Freien Brauer geben wollen: Orientierung, Vertrauen und ein gutes Gefühl.

Wie genau wird das Jubiläum begangen?
Jürgen Keipp: Natürlich stoßen wir im Gesellschafterkreis bei unseren Versammlungen im März und September darauf an. Wir möchten das Jahr nutzen, um die Werthaltigkeit von Bier und den Brauereien als verantwortungsbewusste Unternehmer an einen größeren Kreis zu kommunizieren. Wir gehen dazu erstmalig auch den Schritt in die sozialen Medien, um mehr Biergenießer und jene, die es werden möchten, erreichen zu können.

Bitte beschreiben Sie den deutschen Biermarkt – welche Trends zeichnen sich ab, was wird bleiben und was wird kommen?
Georg Schneider: Leider wird der Preiskampf in den nächsten Jahren wohl weitergehen, aber dafür haben wir jetzt auch eine starke Gegenbewegung. Vor allem das Thema Craft Beer wird die Szene noch beschäftigen, wobei der Hype sicherlich bald abflacht und dafür wieder echte Qualität als Maßstab einzieht. Nicht alles, was sich Craft Beer nennt, ist automatisch ein gutes Bier. Daneben werden klassische Biere weiterhin ihren festen Platz im Alltag eines Bierliebhabers bestreiten und ihm gewohnte, lieb gewonnene Genusserlebnisse verschaffen.

Welchen Ausblick können Sie Bierliebhabern und Interessenten für das Jahr 2015 geben? Was haben „Die Freien Brauer“ geplant?
Jürgen Keipp: Wir haben demnächst den Start in Facebook geplant, wo wir alle Aktivitäten unserer Gesellschafter zusammenführen. Jede Brauerei wird das Jubiläum individuell ausgestalten, und es werden sicherlich tolle Veranstaltungen und emotionale Momente dabei sein.

Georg Schneider: Jeder ist gern eingeladen, die zehn Jahre Freiheit mit uns zu feiern!

Die Freien Brauer | die-freien-brauer.com

Wir bedanken uns bei Georg Schneider und Jürgen Keipp für das offene und sehr interessante Interview und wünschen den Freien Brauern weiterhin viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt!

Maisel & Friends: Inhaber Jeff Maisel zum aktuellen Craftbier-Trend in Deutschland

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Deutschland hat in den letzten Monaten einen wahrlichen Craftbier-Boom erlebt. Maisel & Friends war dabei einer der maßgeblichen Wegbereiter des deutschen Craftbier-Marktes. Seit der Gründung im Jahr 2012 versucht man, dem Bier wieder den Stellenwert zu verleihen, den es verdient. Ziel ist es nach wie vor, zu beweisen, dass mit Bier – streng nach dem Reinheitsgebot gebraut – viel mehr Genuss und Aromenvielfalt möglich ist, als den meisten Menschen bisher bekannt war. Auf der diesjährigen INTERNORGA konnte man sich bereits von verschiedensten Craftbieren überzeugen. Maisel & Friends war Mitinitiator der „Craft Beer Arena“, in der 21 Craft-Brauereien mit ihren Produkten vertreten waren.

Über die „Craft Beer Arena“, den deutschen Craftbier-Markt sowie die Produkte und die Vision von Maisel & Friends sprach about-drinks mit Jeff Maisel, Inhaber der Brauerei Gebr. Maisel in vierter Generation und einer der Köpfe von Maisel & Friends.

Herr Maisel, für alle, die Sie noch nicht kennen sollten: Wer sind Sie und was genau machen Sie?
Jeff Maisel: Ich bin leidenschaftlicher Braumeister und absoluter Genussmensch. Traditionen zu wahren und trotzdem den Zeitgeist zu leben, sehe ich als eine meiner größten Herausforderungen. Unsere Familienbrauerei führe ich heute in vierter Generation. Die Liebe für gutes und außergewöhnliches Bier wurde mir praktisch schon in die Wiege gelegt.

Wie und wann ist Maisel & Friends entstanden?
Jeff Maisel: Maisel & Friends gibt es seit 2012. Zu der Zeit war Craftbier noch nicht in aller Munde. Wir haben uns damals auch nicht von einem Begriff leiten lassen, sondern von dem Wunsch und der Sehnsucht, Bier wieder den Stellenwert zu geben, den es verdient hat. Unser Ziel war es, zu beweisen, dass mit Bier – streng nach dem Reinheitsgebot gebraut – viel mehr Genuss und Aromenvielfalt möglich ist, als den meisten Menschen bisher bekannt war. Unser Herzenswunsch war und ist es, Menschen wieder von Bier und seinem Geschmack zu begeistern.

Inspirationen haben wir uns vom belgischen Markt mit seinen vielen Starkbieren geholt. Die aus USA kommende Craftbier-Welle hat uns den notwendigen Mut gegeben, unserer Kreativität freien Lauf zu lassen. Endlich sind wieder der Braumeister und sein handwerkliches Können gefragt und es stehen nicht Preis und Marketingbudget im Vordergrund. Eine wunderbare Entwicklung für uns Brauer!

Wer genau sind die „Friends“?
Jeff Maisel: Zu unserem Freundeskreis zählen natürlich Brauer, aber auch Hopfenbauern, Winzer, Gastronomen oder Bäcker – das kann ganz unterschiedlich sein. Dadurch wird die Zusammenarbeit erst so richtig spannend, denn jeder bringt seine ganz individuelle Expertise und seinen Genusshintergrund mit. Was uns eint, ist der Feuereifer, die Leidenschaft und der Wille, die Braukultur auf ein neues Level zu heben und Bier neu zu erfinden.

Die Freunde sind für uns ein zentraler Anker, denn wir haben schon immer auf den Rat von Menschen vertraut, die unsere Passion teilen und mit denen wir unsere Ideen weiterentwickeln konnten. Mit Freunden kann man wunderbar diskutieren, Rezepturen weiterentwickeln und sich gegenseitig inspirieren. So entstehen unsere Biere von starkem Charakter!

Was ist das Ziel, das Sie mit Maisel & Friends auf lange Sicht verfolgen?
Jeff Maisel: Bei Maisel & Friends stehen vor allem die Liebe zum Produkt, die Entwicklung außergewöhnlicher Biere mit guten Freunden und das kreative Brauhandwerk im Vordergrund. Unsere Biere haben einen starken Charakter, sind ausgewogen, überraschend und haben gleichzeitig eine hohe Drinkability. Wir wollen Biere kreieren, die auch in Zukunft gerne getrunken werden. Wir glauben nämlich nicht, dass Craftbiere nur eine Trenderscheinung sind.

Maisel & Friends bedeutet Gemeinschaft und Zusammenhalt. Deshalb wollen wir auch zusammen mit anderen Craftbrauern erreichen, dass wieder positiv über Bier gesprochen wird und wir möchten gemeinsam eine Biervielfalt anbieten, die es lange nicht gab. Unser großer Wunsch ist, dass es schon bald Craftbierregale im Handel und eigene Bierkarten in der Gastronomie gibt.

Auf der diesjährigen INTERNORGA war Maisel & Friends Mitinitiator der „Craft Beer Arena“. Wie genau sah diese aus?
Jeff Maisel: Es ist klasse, dass unsere Anregungen angenommen wurden und dass es auf der größten Getränkemesse Deutschlands dieses Jahr zum ersten Mal die „Craft Beer Arena“ gab. Es war ein abgeschlossener Bereich, in dem die Leidenschaft zum Bierbrauen im Vordergrund stand und wo sich die kreativen Jungs und Mädels austauschen konnten. Auch für die Liebhaber der Craftbiere war es viel entspannter, die Vielfalt auf so kleinem Raum zu erleben und sich mit den Brauern austauschen zu können.

Wie viele Brauereien bzw. Marken waren dort vertreten?
Jeff Maisel: In der „Craft Beer Arena“ waren 21 Craftbrauereien vertreten, die an je zwei Zapfhähnen verschiedene Biere ausgeschenkt haben. Zusätzlich konnten etliche Flaschenbiere probiert werden. Mein Fazit: Es war einfach genial! Die Leute haben sich ernsthaft für die Biere interessiert und wirklich tolle Fragen gestellt. Sie haben richtig darauf gebrannt, diese außergewöhnlichen Biere kennenzulernen und sind voller Begeisterung in die neue Biervielfalt eingetaucht. Wir haben verkostet wie die Weltmeister!

Für mich war der Austausch mit den anderen Brauern aber mindestens genauso wichtig. Es war ein fantastisches Miteinander und eine durchweg positive Stimmung. Wir haben einen großartigen Kontakt zu den anderen Brauereien und wollen Craftbier gemeinsam bekannt machen und unter die Leute bringen!

Spiegelt diese rege Teilnahme auch den aktuellen Trend wider? Was erwarten Sie sich für den Craftbier-Bereich in diesem Jahr noch?
Jeff Maisel: Auf jeden Fall! Ich finde es überragend, wie viele Brauer inzwischen voller Inbrunst Craftbier brauen. Fast täglich kommen neue Mitstreiter dazu, die den Markt mit uns weiterentwickeln und ständig neue Impulse einbringen. Momentan stehen Craftbiere auf dem deutschen Biermarkt sicherlich noch am Anfang, sie sind aber bereits in aller Munde.

Damit aus diesem zarten Pflänzchen ein wirklicher Markt wird, muss noch viel Überzeugungsarbeit geleistet und auch die Rahmenbedingungen angepasst werden. Wir werden das aber mit aller Kraft angehen. Es macht einfach riesigen Spaß, ein Teil dieser Bewegung zu sein. Wir fiebern dem Jahr 2015 mit großer Spannung entgegen, denn es wird sich im Craftbier-Markt wieder einiges tun und wir sind uns sicher, dass der Trend noch weiter an Dynamik zulegen wird.

Maisel & Friends war selbst ebenfalls mit neuen Produkten auf der INTERNORGA vor Ort. Welche waren das?
Jeff Maisel: An der Theke von Maisel & Friends konnten die Besucher gleich vier neue Fassbiere versuchen und das Feedback war einfach der Hammer! Das Maisel & Friends Pale Ale war der absolute Renner: Fünf verschiedene Hopfensorten, von denen vier kaltgehopft werden, sorgen für ein echtes „Brett“ an Aroma und einen ordentlichen Kick für die Geschmacksnerven – ein richtiges Session-Bier zum „Zischen“. Daneben waren wechselweise auch die drei anderen neuen Biere am Hahn: Maisel & Friends Bavaria Ale, Maisel & Friends India Ale, Maisel & Friends Choco Porter. Seit Mitte dieses Monats sind alle vier neuen Fassbiere national dauerhaft verfügbar.

Wie viele Produkte umfasst Ihr Portfolio mittlerweile? Wie sehen die Pläne für die Zukunft aus?
Jeff Maisel: Aktuell haben wir sieben Produkte am Start, die alle national und dauerhaft verfügbar sind. Mit den vier Maisel & Friends Fassbieren wollen wir das Thema „Craft“ in die Gastronomie bringen und zeigen, wie toll die Abwechslung von Bierstilen bei den Gästen ankommt. Unser Ziel ist, dass es in möglichst vielen Gastronomieobjekten eine gut sortierte Bierkarte gibt.

Im Handel konzentrieren wir uns auf Maisel & Friends Pale Ale und die drei Signature-Biere in der 0,75l-Flasche. Wir werden die Verfügbarkeit dieser Biere Schritt für Schritt ausbauen. Ziel muss es sein, in möglichst vielen Outlets ein eigenes Craftbierregal zu haben.

Zudem werden wir noch limitierte Sondersude als Freestyle- oder Monatsbier anbieten wie aktuell unser Freestyle No. 1, das Maisel & Friends Tripel Blanc. Das ein oder andere Co-Brew-Bier mit befreundeten Brauern wird auch dabei sein. Es wird also echt spannend!

Maisel & Friends | maiselandfriends.com | facebook.com/MaiselandFriends
Brauerei Gebrüder Maisel KG | maisel.com | facebook.com/deineWeisse

Wir bedanken uns bei Jeff Maisel für das offene und sehr interessante Interview und wünschen Maisel & Friends weiterhin viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt!


Das NIXE Low-Carb-Bier: Voller Alkoholgehalt und Geschmack bei weniger Kohlenhydraten und Kalorien

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Das österreichische Traunsteinmassiv mit seinen tausenden unterirdischen Quellen und kalten Bergseen liefert das kristallklare Wasser, mit dem das NIXE Bier gebraut wird. Aktuell hat das Bier auch seinen Weg auf den deutschen Markt gefunden, immerhin das erste Bier Deutschlands mit vollem Alkoholgehalt und Geschmack, bei 75% weniger Kohlenhydraten und 30% weniger Kalorien als herkömmliche Biere. Das Low-Carb-Bier wird dabei aber natürlich nach dem Reinheitsgebot gebraut. Seinen Namen hat das Produkt übrigens von der Nixe Blonderl, die laut der Sage in einem der Bergseen im Traunsteinmassiv gelebt haben soll.

Im Interview sprach about-drinks mit Philip Dirschauer, dem Geschäftsführer Deutschland bei NIXE, über diese Sage, das Bier, dessen Besonderheiten und die Unterschiede zu anderen Bieren.

Herr Dirschauer, wer oder was ist NIXE?
Philip Dirschauer: Wir sind ursprünglich ein Start-up aus Wien und dort schon seit ca. zweieinhalb Jahren im Markt vertreten. Seit Kurzem wollen wir uns nun auch in Deutschland etablieren und starten seit diesem Jahr im Raum Hamburg. Unsere Idee ist es, ein Low-Carb-Bier in Europa zu brauen, das unserem Qualitätsniveau entspricht und auch richtig gut schmeckt. Um das zu schaffen, haben wir ein spezielles natürliches Brauverfahren entwickelt und verwenden nur ausgewählte Rohstoffe.

Erzählen Sie uns etwas zur Entstehungsgeschichte von NIXE.
Philip Dirschauer: Die Idee kam vom Gründer Constantin Simon (GF in Österreich), wir haben beide in Australien gearbeitet und wurden dort auf Low-Carb-Biere aufmerksam. Fast 10% des australischen Biermarktes sind Low-Carb-Biere, also fast jede Brauerei hat eines im Sortiment. Also dachten wir uns: Wieso nicht auch ein solches Bier für den deutschen/österreichischen Markt entwickeln?

Was macht Ihr Bier so besonders? Wie unterscheidet es sich von anderen Bieren?
Philip Dirschauer: Unser Bier hat 75% weniger Kohlenhydrate und 30% weniger Kalorien als ein herkömmliches Bier (Kohlenhydrate: 0,7 g auf 100 ml / Kalorien: 32 kcal auf 100 ml) – aber eben auch einen Alkoholgehalt von 4,9%! Wir wollen eben kein Light-Bier sein, welches nur zu 50% mit Wasser gemischt ist und somit auch nur die Hälfte der Nährstoffwerte hat. Uns ist es wichtig, den vollen Biergeschmack zu behalten.

Wie ist NIXE bisher auf dem Markt aufgestellt?
Philip Dirschauer: In Österreich sind wir schon sehr erfolgreich im Markt vertreten. Wir haben diesen Monat eine Listung in allen Merkur-Filialen in Wien bekommen – über 40 Stück. Wir sind außerdem in allen Metro-Filialen in Österreich und in über 130 Gastro, Bars, Sportclubs, Kinos etc. vertreten. In Deutschland starten wir momentan erstmal im Raum Hamburg durch und wollen uns dann nach und nach auf weitere Stadtregionen erweitern wie Berlin, München, Frankfurt … wir haben viel vor!

Welche Produkte umfasst Ihr Portfolio?
Philip Dirschauer: Wir brauen, wie bereits gesagt, bisher nur Low-Carb Biergetränke (zur Zeit jedenfalls noch). Darauf liegt unser Fokus. Zusätzlich zum NIXE Extra Dry haben wir vor Kurzem auch noch ein Radler auf den Markt gebracht. Im Gegensatz zu herkömmlichen Biermischgetränken haben wir bei der Entwicklung dieses Produktes darauf geachtet, dass nicht nur das Bier, sondern auch die Limonade ein reines Naturprodukt ist: ganz ohne künstliche Aromen, Stabilisatoren, Emulgatoren oder sonstige Zusatzstoffe. Wir haben lange daran gearbeitet, die ideale Formel für unser kalorienarmes Bier zu finden, ohne Kompromisse in Bezug auf Geschmack, Alkoholgehalt und natürliche Inhaltsstoffe einzugehen.

Welche Zielgruppe wird mit Ihren Bieren angesprochen?
Philip Dirschauer: Wir wollen Leute ansprechen, die nicht nur überragenden Geschmack, sondern auch funktionelle Vorteile und Qualität des Bieres in den Vordergrund stellen. Unsere Vorteile gegenüber großen deutschen Brauereien sind, dass wir den Fokus auf innovative Low-Carb-Biergetränke und eine zeitgemäße Markenbotschaft legen – so heben wir uns von der Masse ab.

Was hat es mit dem Markennamen NIXE auf sich?
Philip Dirschauer: Auch das hängt mit unserem Fokus auf heimische Rohstoffe zusammen. Am Traunstein gibt es den Laudachsee. Laut einer Sage lebt dort die Nixe Blonderl, nach der auch unser Bier benannt ist. Wir wollten einfach einen regionalen Bezug haben, der aber nicht so offensichtlich wie zum Beispiel der Ortsname ist. NIXE ist kurz, prägnant und steht für die Wasserqualität in Österreich.

Über welche Wege werden Ihre Produkte in Deutschland vertrieben?
Philip Dirschauer: Unser Bier kann man in Deutschland online bestellen und in Zukunft auch im Raum Hamburg in der Gastro und im Handel kaufen (ab Mai bei Edeka). Wir haben vor Kurzem erst einen Vertrag mit einem großen Getränkefachhändler unterschrieben, welcher uns bei der Expansion in Hamburg helfen wird.

Wie wichtig ist Social Media für Ihr Unternehmen? Welche Kanäle bedienen Sie?
Philip Dirschauer: Wir versuchen, viel über Social Media zu kommunizieren, dabei stehen Image, Bekanntheit, Kundengewinnung und Kundenbindung im Vordergrund. Für uns ist es wichtig, den direkten Dialog mit unseren Nixe-Supportern aufrechtzuerhalten und unsere Community über die neuesten Platzierungen oder anstehenden Events zu informieren.

Welche Pläne haben Sie für die Zukunft?
Philip Dirschauer: Wir wollen einen erfolgreichen Start in den deutschen Sommer haben und unser Bier so gut wie möglich in der Gastro und im Handel platziert bekommen. Für uns ist es wichtig,kontrolliert in Deutschland zu wachsen und unsere neuen dazu gewonnen Regionen bestmöglich zu betreuen – nur so können wir uns einen Namen im deutschen Biermarkt machen.

NIXE | nixe-bier.com | facebook.com/NixeBier

Wir bedanken uns bei Philip Dirschauer für das offene und sehr interessante Interview und wünschen NIXE weiterhin viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt!

Beck’s: Henner Höper über die neuen Biere und die Kampagne

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Beck’s ist eines der erfolgreichsten – wenn nicht sogar das erfolgreichste – deutsche Bier im Ausland. In über 120 Märkten weltweit ist die Marke vertreten. Um diese Internationalität zu unterstreichen, hat man vor Kurzem drei neue internationale Bierspezialitäten auf den Markt gebracht – das „Pale Ale“, das „1873 Pils“ sowie das „Amber Lager“. Die Produkteinführung wird dazu von der neuen Kampagne „Taste The World“ begleitet, in der drei Protagonisten aus Australien, UK und Deutschland ihre Heimat sowie das jeweilige neue Beck’s vorstellen. Ganz nach dem Motto „Die Welt ist voller neuer und inspirierender Geschmackserlebnisse, die unser Leben bereichern“.

about-drinks sprach mit Henner Höper, Marketingleiter Anheuser-Busch InBev Deutschland, über die Marke Beck’s, die neuen internationalen Biere sowie die dazugehörige Kampagne „Taste The World“.

Stellen Sie sich unseren Lesern kurz vor: Wer sind Sie und was machen Sie bei Beck’s?
Henner Höper: Erst einmal sehe ich mich als der Hüter der Marke, aber zugleich auch als Impulsgeber. Mein Ziel ist es, der Marke Beck‘s mit Innovationen und neuen kommunikativen Schwerpunkten neue Impulse zu gegeben. Diese ikonische Marke immer wieder für die junge Generation zwischen 18 und 29 Jahren relevant und attraktiv zu machen.

Wie sah Ihr bisheriger Weg in die Getränkebranche aus?
Henner Höper: Meine ersten Erfahrungen in der Bierbranche sammelte ich vor über 15 Jahren bei der Brauerei C. & A. Veltins, wo ich für die Einführung und den Aufbau der Biermixmarke V+ verantwortlich war. 2007 wechselte ich als Marketing Direktor zur Bitburger Braugruppe, wo ich für mehrere erfolgreiche WM- & EM-Kampagnen sowie Produktlaunches verantwortlich war. 2013 ging es dann wieder in meine alte Heimat Bremen zu Anheuser-Busch InBev, wo ich dann die Ehre hatte, sozusagen auf dem Beck’s-Schiff anzuheuern.

Wie würden Sie selbst die Marke Beck’s beschreiben? Was macht sie einzigartig?
Henner Höper: Beck’s ist laut „Markenmonitor Bier“ die beliebteste und imagestärkste Biermarke Deutschlands. 95 Prozent der Deutschen kennen sie. Beliebt ist die Marke nicht nur in Deutschland, sondern auch im Ausland. Dort ist jedes vierte getrunkene deutsche Bier ein Beck’s. Pro Minute werden weltweit 3.000 Flaschen des deutschen Qualitätsbieres getrunken. Beck’s war eine der ersten deutschen Biermarken, die exportiert wurde; die heute so markante grüne Bierflasche mit dem roten Label machte die Marke schon damals zu dem, was sie heute ist.

Schon sehr früh hat man in Bremen begonnen, die Marke Beck’s nicht durch das Hervorheben von Produktmerkmalen, sondern durch ein klares Markenimage von Wettbewerbern abzuheben. In dieser Hinsicht gehört Beck’s im Bierbereich zu den Vorreitern dieser Strategie. Beck’s hat eine glaubwürdige Markenwelt, erzählt relevante Geschichten, hat einen klaren „erfrischenden“ Produktnutzen und nicht zuletzt deswegen eine hervorragende Markenbekanntheit.

Im März hat Beck’s gleich drei neue Biere auf den Markt gebracht. Welche sind das?
Henner Höper: Die drei neuen Sorten „Pale Ale“, „1873 Pils“ und „Amber Lager“ sind Biere von unterschiedlicher Brauart mit sortentypischem Geschmack, allesamt gebraut nach dem Deutschen Reinheitsgebot und mit einer Beck’s-typischen Top-Qualität. Die neue Range hat eine eigenständige Verpackungslinie, einen höheren Alkoholgehalt und dementsprechend eine höhere Preisstellung.

Zwischen 1909 und 1914 war Australien der mit Abstand größte Markt für Beck’s Bier. An diese Tatsache erinnert „Amber Lager“, ein untergäriges Bier mit einem ausgewogenen malzbetonten Geschmack. Der Alkoholgehalt beträgt 5,7 Prozent, traditionell wurden Lager für weite Transporte in ferne Länder wie Australien stärker eingebraut, gelagert und ausgereift. Amber Lager zeichnet sich durch seine Bernsteinfarbe und den mild-malzigen Geschmack aus, Saphir Hopfen rundet das Geschmacksprofil ab.

„Pale Ale“ ist ein obergäriges Bier englischen Stils mit 6,3 Prozent Alkoholgehalt. Das charaktervolle, hopfenintensive Profil stammt vom verwendeten Cascade-Hopfen. Der Name Pale Ale stammt von dem für dieses Bier verwendete helle Malz. Im Gegensatz zu Lager-Bieren ist die Gärung hier kürzer und erfolgt bei höheren Temperaturen.

„1873 Pils“ erinnert an die Wiege und Gründertage der Beck’s Brauerei (damals Kaiser-Brauerei Beck & Co) in Bremen. Mit einem deutlich höheren Alkoholgehalt (6,0% vs. 4,9% bei Beck’s Pils) und einem erfrischend herben Geschmackserlebnis ergänzt dieses untergärige Bier als Spezialität die neue Range, inspiriert von der Rezeptur der Gründungszeit.

Es sind aber keine Biere aus der „Craft-Ecke“?!
Henner Höper: Wir haben nicht die Absicht, ein kleines, lokales Craft Bier zu sein. Das erwartet der Konsument nicht von einer internationalen Marke wie Beck’s und wäre auch nicht glaubwürdig. Wir zielen mit den Produkten in die Kategorie „Internationale Biere“ und weniger in die „Craft“-Ecke. Die neuen Sorten sollen im Regal oder der Getränkekarte bei den internationalen Bieren zu finden sein.

Um den Unterschied zu erklären, zu dem wir öfter gefragt werden: Wir brauen Biere, die hochwertig und besonders sind, aber den Geschmack möglichst vieler Bierliebhaber treffen. Craftbiere hingegen versuchen, mit extremen Geschmäckern und Bieren Ihre hochpreisige Nische zu finden. Das funktioniert also durchaus parallel und spricht unterschiedliche Zielgruppen an.

Warum diese internationalen Premiumspezialitäten? Soll die Internationalität der Marke (knapp 120 Märkte weltweit) so unterstrichen werden?
Henner Höper: Jede der drei neuen Sorten repräsentiert eine Region auf der Weltkarte, die für Beck’s einen wesentlichen Markt darstellt: Die internationale Ausrichtung und der Export in ferne Märkte waren die Keimzelle für den heutigen Erfolg der Bremer Biermarke. Die Welt ist voller neuer und inspirierender Geschmackserlebnisse, die unser Leben bereichern. Aber nicht jeder von uns ist ein Globetrotter. Beck’s als die einzige international wirklich erfolgreiche deutsche Biermarke bringt für Deutschland eher noch unbekannte Bierstile wie Pale Ale oder Amber Lager aus allen Ecken der Welt nach Hause. Einfach – aber nicht weniger inspirierend.

Passend dazu läuft aktuell die „Taste The World“-Kampagne. Erzählen Sie uns davon!
Henner Höper: Nach fünf deutschlandweiten Launch-Events zur Einführung startet jetzt die erste Kampagne im digitalen Umfeld auf Facebook, YouTube und becks.de sowie mittels neuem Spot im TV. Wir setzen bei der Vermarktung auf einen ausgesteuerten Mediamix zwischen TV, OOH, Digital, PR, Event und Sampling/POS Marketing. Bei der Neueinführung ist den Brauern wichtig, die richtigen Launch-Elemente in der richtigen Reihenfolge zu orchestrieren, um auf der einen Seite einen Spannungsbogen hinzubekommen, auf der anderen Seite aber auch frühzeitig viele direkte Produktkontakte zu generieren. Insgesamt werden wir mit der Kampagne 500 Millionen Bruttokontakte erreichen.

Drei Protagonisten stehen im Mittelpunkt der Kampagne. Welche sind das?
Henner Höper: Im Mittelpunkt der jetzt startenden Digital-Kampagne stehen drei Protagonisten, die jeweils ihre Heimat und deren Lebensart vorstellen: Nick Saxon (Musiker) aus Australien, Vincent Urban (Filmemacher) aus Deutschland und Gary Wells (Surfer) aus UK werden über sieben Wochen hinweg mit insgesamt zwölf kurzen Filmen via Video Ads und Photo Ads portraitiert und begleitet. Wir rechnen mit rund 71 Millionen genau auf die Zielgruppe ausgesteuerten Bruttokontakten auf den digitalen Kanälen.

Wurde dazu auch das bereits bekannte Becks-Schiff „Alexander von Humboldt“ wieder auf See gesteuert?
Henner Höper: Die Spots, in denen ein grüner Segler durch raue See gesteuert wird, vermitteln seit 30 Jahren die Kernwerte der Marke und zählen zu den bekanntesten Kampagnen Deutschlands. Die Bilder greifen das große Gefühl der Freiheit auf, welches neben Internationalität und Qualität ein Markenkernwert von Beck`s ist und daher ein fester und wichtiger Bestandteil der Spots ist. Das grüne Schiff garantiert als unveränderliches Markensymbol neben hohen Sympathiewerten auch schnelle Widererkennbarkeit. Ende März haben wir die neue Kampagne auf der „Alex 2“ vor Lissabon abgedreht. Die Spots und Motive kommen jetzt zum Einsatz, um die neue Superpremium-Linie mit Beck’s „Amber Lager“, „Pale Ale“ und einem „1873 Pils“ bekannt zu machen.

Wie geht es nach der Kampagne weiter? Welche Pläne gibt es für dieses Jahr?
Henner Höper: Die Markteinführung wird von umfangreichen Vertriebs-, Marketing- und PR-Maßnahmen begleitet. Dazu zählen TV-Spots, Out-of-home, Digital/Mobile, Sampling, Probierpacks und Events. Insgesamt rechnen wir für die Einführung mit 500 Millionen Brutto-Kontakten. Daneben startet für Beck’s natürlich in den kommenden Wochen die Festivalsaison. Wir sind mit der Marke auf fast 20 der national relevanten Festivals vertreten. Darunter das Hurricane, Wacken oder Rock im Park. Das sind jeweils fast 100.000 Besucher, die das ganze Wochenende ein intensives Markenerlebnis geboten bekommen.

Beck’s | becks.de | facebook.com/becks.de
Anheuser-Busch InBev Deutschland | ab-inbev.de

Wir bedanken uns bei Henner Höper für das offene und sehr interessante Interview und wünschen Beck’s weiterhin viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt!

Evil Jared’s Rock Drinks – Sex, Drinks & Rock ‘n’ Roll

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In den meisten Fällen sieht man ihn betrunken oder (halb-)nackt. Gerne auch mal in Kombination beider Dinge. Die Rede ist von „Evil“ Jared Hasselhoff, der sich ursprünglich als Bassist der Bloodhound Gang einen Namen gemacht hat. Aus seiner Liebe zu Deutschland hat er dabei nie einen Hehl gemacht – wahrscheinlich auch einer der Gründe, warum er seinen Online-Shop für Getränke gerade hierzulande gegründet hat. Das Motto bei Rock Drinks (rock-drinks.de) ist simpel: Je ausgefallener der Drink, desto wahrscheinlicher, dass er dort erhältlich ist. Natürlich hat Evil Jared auch Bier und Spirituosen von anderen Rockmusikern unserer Zeit im Angebot. Übrigens: Getestet hat er alle Produkte selbst … wer hätte aber auch etwas anderes von ihm erwartet?!

Im Interview mit about-drinks spricht „Evil“ Jared Hasselhoff über seinen Online-Shop, die Produkte, die es dort gibt, sowie seine ausgiebigen Erfahrungen in Sachen Alkohol.

Evil Jared, wie sind Sie vom Bassisten der Bloodhound Gang zum Betreiber eines Online-Shops für Getränke gekommen?
Evil Jared: Das Motto von Rock Drinks (Sex, Drinks and Rock ’n’ Roll) gefiel mir. Ich habe das Glück, mit Rockmusik seit ca. 20 Jahren mein Geld verdienen zu können. Und mit Rock Drinks kann ich jetzt ein bisschen Geld mit Getränken verdienen. Für Sex muss ich aber immer noch bezahlen.

Getränke – vor allem die alkoholischen – haben in Ihrer Karriere schon immer eine große Rolle gespielt?
Evil Jared: Haben sie definitiv! Glücklicherweise ist es durchaus akzeptabel, mit ein paar Drinks intus auf der Bühne zu stehen. Leider war das aber nicht der Fall, als ich betrunken zur Arbeit erschienen bin, z.B. als ich als Mechaniker, Fahrradkurier oder am Grill bei Burger King gearbeitet habe.

Und warum gerade in Deutschland? Erklären Sie unseren Lesern die besondere Beziehung zu diesem Land!
Evil Jared: Ich mag es, zu trinken und ein wenig feiern zu gehen, aber in Amerika schließen alle Bars und Clubs schon um 02:00 Uhr. Das Schöne an Deutschland ist ja, dass es hier keine solch dummen Gesetze gibt.

Wer unterstützt Sie bei Rock Drinks­?
Evil Jared: Ich habe bei Rock­ Drinks ein wunderbares Team, das mich unterstützt. Und ich bin sehr froh, die Jungs und Mädels mit an Bord zu haben.

Sie bieten sicher keine „Nullachtfünfzehn—Drinks“ an. Welche Produkte sind bei Rock Drinks­ erhältlich?
Evil Jared: Nein, bei Rock Drinks gibt es vor allem sehr seltene und qualitativ hochwertige Drinks. Wir haben zum Beispiel die offiziellen Biere von AC/DC, Motörhead und von Iron Maiden’s Frontmann Bruce Dickinson (alle sehr lecker). Außerdem haben wir Vodka von Motörhead, den „Vödka“, und meinen persönlichen Favoriten: Dan Aykroyd’s Crystal Head Vodka (Dan Aykroyd hier im Interview mit about-drinks) . Ein extrem leckerer Vodka in einem Glas-Schädel. Je ausgefallener der Drink, desto wahrscheinlicher, dass wir ihn bei Rock Drinks haben.

Welche Kriterien muss ein Drink sonst noch erfüllen, um in den Shop aufgenommen zu werden? Ein stilles Mineralwasser werden Sie ja mit Sicherheit nicht anbieten … ;-)­
Evil Jared: Vielleicht, wenn Sie ein Mineralwasser mit einem Alkoholgehalt von über 40 Prozent erfinden! Alle Produkte, die wir verkaufen, habe ich persönlich hinsichtlich ihres Geschmacks, ihrer Qualität und ihrer Fähigkeit getestet, jeden so betrunken zu machen wie David Hasselhoff in diesem Video mit dem Cheeseburger.

An welche Zielgruppe richten Sie sich mit dem Shop?
Evil Jared: Wer an höchsten Qualitäts-Spirituosen interessiert ist, zu Preisen, die sich auch ein Obdachloser leisten kann, der ist bei uns richtig.

Was steht neben dem Getränke-Business in diesem Jahr noch bei Ihnen an? Gibt es die Bloodhound Gang eigentlich noch?
Evil Jared: Es sieht nicht so aus, als ob die Bloodhound Gang noch irgendwelche Festivals in diesem Jahr spielen wird. Ich denke, ich werde nur hinter den Kulissen herumlaufen und die anderen Bands betrunken machen. Das genießen sie wahrscheinlich mehr, als unsere schreckliche Musik zu hören.

Zuletzt natürlich noch die Frage, die jeden interessieren dürfte: Welches Getränk trinkt Evil Jared privat am liebsten?
Evil Jared: Ich koche einen köstlichen hausgemachten Schnaps auf meiner Farm in Pennsylvania. Sobald ich herausfinde, wie man ihn auch (legal) in Deutschland herstellen kann, plane ich, diesen dem wunderbaren deutschen Volk zur Verfügung zustellen.

Rock-Drinks | rock-drinks.de | facebook.com/rockdrinksde

Wir bedanken uns bei „Evil“ Jared Hasselhoff für das offene und sehr interessante Interview und wünschen Rock Drinks weiterhin viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt!

St. ERHARD-Gründer Christian Klemenz über die Bierothek®

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Im Jahr 2013 brachte Christian Klemenz gemeinsam mit seinen beiden Partnern die Craftbier-Marke St. ERHARD an den Start. Als reines Exportgeschäft ins Leben gerufen, war dieses das erste deutsche Bier, das nach Indien exportiert und dort aktiv vermarktet wurde – auch heute hat man dort noch eine exponierte Stellung. Neben Indien wird St. ERHARD mittlerweile in insgesamt zwölf Länder exportiert. Aus diesem großen Erfolg heraus, hat Christian Klemenz nun das nächste Projekt ins Leben gerufen: die Bierothek®, eine Kette von Fachgeschäften für Bierspezialitäten. In Eigenregie und als Franchise-Modell wurden bereits drei Läden in Bamberg, Erlangen und Nürnberg eröffnet. Das Ziel? Perspektivisch soll in jeder größeren deutschen Stadt eine Bierothek® etabliert werden und den Deutschen der Zugang zu Bierspezialitäten vereinfacht werden.

Im Interview mit about-drinks erzählt Christian Klemenz, Gründer und Geschäftsführer der St. ERHARD GmbH sowie der Bierothek GmbH, von der Entwicklung bei St. ERHARD sowie der Bierothek®.

Herr Klemenz, Anfang 2013 haben wir bereits ein Interview mit Ihnen geführt. Damals standen Sie mit St. ERHARD noch relativ am Anfang. Bis heute hat sich eine Menge getan – was sind die Hauptaspekte, die sich seitdem verändert bzw. weiterentwickelt haben?
Christian Klemenz: Es hat sich tatsächlich sehr viel getan. Wir haben für unser St. ERHARD Bier weitere neue Exportmärkte erschlossen, es kamen neue Bierstile mit unserem St. ERHARD Saison und St. ERHARD Farmer hinzu und nicht zuletzt haben wir mit der Bierothek® einen weiteren neuen Geschäftsbereich etabliert. Wir sind neben der Produzentenrolle nun auch zum Händler für Craftbier geworden.

Damals war St. ERHARD die einzige deutsche Biermarke, die nach Indien exportiert wurde. Ist das heute noch immer so? Welche weiteren internationalen Märkte sind dazu gekommen?
Christian Klemenz: Wir waren tatsächlich ein Pionier im indischen Markt und haben auch immer noch eine sehr exponierte Stellung. Der Regierungswechsel hin zu einer hindu-konservativen Regierung hat das Geschäfte machen im Alkoholsegment jedoch nicht unbedingt einfacher gemacht und fordert einem einen langen Atem ab. Mittel- bis langfristig ist Indien weiterhin hoch interessant, aber für den Moment ist Indien für uns ein Exportmarkt unter vielen. Wir exportieren mittlerweile von Neuseeland über Japan bis nach Mexiko in zwölf Länder auf vier Kontinenten und sind damit wahrscheinlich eine der meistexportierten deutschen Craftbier-Marken überhaupt.

In Ihrem neusten Projekt geht es um die eben schon angesprochene Bierothek®. Was genau ist das?
Christian Klemenz: Die Bierothek® ist eine Kette von Fachgeschäften für Bierspezialitäten. Wir haben in Eigenregie und im Franchise-Modell bereits drei stationäre Läden in Bamberg, Erlangen und Nürnberg eröffnet und wollen perspektivisch in jeder größeren deutschen Stadt eine Bierothek® etablieren.

Warum haben Sie sich dazu entschlossen, die Bierothek® ins Leben zu rufen? Bier kann man schließlich vielerorts kaufen …
Christian Klemenz: Die Idee zur Bierothek® kam uns aus einem eigenen Bedürfnis heraus bzw. aus der Erfahrung, die wir mit dem Vertrieb von unserem St. ERHARD Bier in Deutschland gemacht haben. Wir haben damals einfach festgestellt, dass es in Deutschland kein wirkliches Fachsegment für Bierspezialitäten gibt, wie es in so vielen anderen Bereichen wie Wein, Käse oder Schokolade ganz selbstverständlich ist. Gerade die neuen Craftbiere sind jedoch erklärungsbedürftig und erfordern eine besondere Behandlung und Beratung und diese kann der normale Getränkehandel aufgrund seiner Struktur einfach nicht leisten.

Also haben Sie sich auf Craftbier fokussiert?
Christian Klemenz: Die Craftbier-Bewegung war natürlich ein ganz wichtiger Treiber und hat sowohl für Konsumenten als auch Produzenten ganz neue Perspektiven eröffnet, aber wir verstehen die Bierothek® nicht als reines Handelskonzept für Craftbier, sondern wesentlich breiter. Deutschland nimmt gerne für sich in Anspruch die führende Biernation zu sein, an der Vielfalt und Tiefe des Biersortiments im klassischen Handel kann man das aber leider nicht wirklich ablesen. Wir wollen daher die Bierothek® zum ersten Anlaufpunkt für alle Bierspezialitäten quer durch die Bank machen und besondere Biere damit einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen.

War diese Entscheidung eine Konsequenz aus dem Erfolg, den Sie mit St. ERHARD haben?
Christian Klemenz: Ja, das kann man so sagen. Wir haben im Jahr 2011 mit St. ERHARD quasi eine der ersten deutschen Craftbier-Marken gegründet, ohne genau zu wissen, was Craftbier eigentlich ist. Damals gab es den Begriff in Deutschland ja noch gar nicht. Wir wollten zu Beginn mit St. ERHARD einfach hoch qualitatives handwerkliches Bier völlig neu vermarkten und haben dann plötzlich festgestellt, hoppla, da tut sich ja neben uns auch was im Bierbereich und andere junge kreative Brauer fangen auch plötzlich an, Bier neu zu interpretieren.

Was ist das langfristige Ziel, das Sie mit diesem Konzept haben?
Christian Klemenz: Unser langfristiges Ziel mit der Bierothek® ist es, ein neues Handelssegment zu definieren, das des Bierfachgeschäftes. Die Bierothek® als Marke soll dabei zum Synonym für ein Bierfachgeschäft in Deutschland werden.

… und deswegen haben Sie auf startnext.com auch die Crowdfunding-Kampange gestartet?
Christian Klemenz: Wir haben eine Crowdfunding-Kampagne gestartet, um noch mehr Aufmerksamkeit auf unser Konzept zu lenken und Unterstützer für unser weiteres Wachstum einzuwerben. Wir werden weiterhin sowohl im Franchise-Modell als auch in Eigenregie wachsen und um dieses steile Wachstum zu bewältigen, müssen wir unsere Ressourcen entsprechend anpassen.

Wie soll es weitergehen, wenn die Kampagne erfolgreich war? Werden wir in Zukunft noch mehr von St. ERHARD oder der Bierothek® hören?
Christian Klemenz: Wir werden in den nächsten Monaten noch mindestens zwei weitere Franchise-Projekte umsetzen und haben auch schon weitere Städte für die Eröffnung von Läden in Eigenregie im Blick. Insofern wird man in naher und ferner Zukunft sicherlich noch mehr von uns hören, sowohl von der Bierothek® als auch von St. ERHARD. Wir sind nämlich immer noch durstig.

Bierothek® | bierothek.de | facebook.com/DieBierothek
Crowdfunding-Projekt | startnext.com/bierothek
St. ERHARD | st-erhard.com | facebook.com/StERHARD

Wir bedanken uns bei Christian Klemenz für das offene und sehr interessante Interview und wünschen St. ERHARD und der Bierothek® weiterhin viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt!

Finest Spirits & Beer 2015 – Veranstalter Frank-Michael Böer im Gespräch

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Die Finest Spirits & Beer fand im vergangenen Jahr zum ersten Mal statt. Nach dem Erfolg zur Premiere geht das Festival in diesem Jahr in die zweite Runde. Veranstaltungsort ist vom 9. bis 11. Oktober wieder die Jahrhunderthalle in Bochum. Ziel von Veranstalter Frank Michael-Böer ist es auch diesmal, alle Zeichen auf Genuss zu stellen – es präsentieren sich erneut feinste Spirituosen mit edlen Craft-Bieren.

Im Interview mit about-drinks spricht Frank-Michael Böer über das Event, dessen Entstehung sowie die Highlights, die auf die Besucher warten.

Stellen Sie sich unseren Lesern zunächst bitte vor!
Frank Michael-Böer: Mein Name ist Frank-Michael Böer, ich bin Gründer und Veranstalter der Braukunst Live! und der Finest Spirits, die beide seit Jahren in München zu Leitmessen geworden sind und seit letztem Jahr auch Veranstalter der Finest Spirits & Beer in Bochum.

Worum geht es bei der Finest Spirits & Beer genau?
Frank-Michael Böer: Bei der Finest Spirits & Beer stehen alle Zeichen auf Genuss. Hier präsentieren sich feinste Spirituosen zusammen mit guten Craft-Bieren. Die aktuelle Craft-Beer-Bewegung bringt Biere hervor, die qualitativ absolut auf Augenhöhe mit guten Spirituosen sind. Bier ist heute ein Genussthema und wir erleben eine Qualitäts- und Geschmacksrevolution. Gleichzeitig sehen wir jede Menge Dynamik in der Welt der Spirituosen. Auch hier gibt es heute immer mehr kleine, unabhängige Brennereien, die sich bewusst auf eine Spirituose konzentrieren und ihren Kunden neue Genusswelten auf hohem Niveau eröffnen. Es findet immer mehr eine Annäherung von beiden Welten statt – und genau das ist es, um was es bei uns geht. Wir geben dieser Entwicklung eine Plattform. Auf der Finest Spirits & Beer wird an drei Tagen live gebrannt, bekannte Größen bringen Raritäten aus ihren Lagerhäusern mit und Sondersude können verkostet werden.

Wann wurde das Event ins Leben gerufen?
Frank-Michael Böer: Die Finest Spirits & Beer feierte im letzten Jahr erstmals in Bochum Premiere. Nachdem die beiden Münchner Schwesterfestivals die Finest Spirits und die Braukunst Live! in München jedes Jahr wieder auf’s Neue Besucherrekorde aufstellen, wollte ich auch im Westen eine vergleichbare Veranstaltung auf die Beine stellen. Durch die Kombination der beiden Genussthemen Spirit & Bier konnten wir unsere Gäste gleich im ersten Jahr begeistern. Und mit der über hundert Jahre alten Jahrhunderthalle in Bochum haben wir den perfekten Veranstaltungsort gefunden.

Wie kam es dazu, die Finest Spirits & Beer zu veranstalten?
Frank-Michael Böer: Ich bediene ja mit Leib und Seele zwei großartige Branchen. Nachdem im Westen schon seit längerem eine Veranstaltung nach dem Vorbild der Finest Spirits und von Seiten der westdeutschen Bierszene ein Festival á la Braukunst Live! gewünscht wurde, habe ich Gas gegeben! Ich hatte das Ziel, den Menschen an Rhein und Ruhr zu zeigen, was alles in der Welt des Bierbrauens und hochwertiger Spirituosen möglich ist. Denn nicht umsonst sitzen in und um Nordrhein-Westfalen zahlreiche großartige Brauereien und Destillerien. Und nachdem wir bei der Premiere im letzten Jahr gesehen haben, dass wir mit unserem Festival genau den Nerv der Genussmenschen im Pott getroffen haben, stand es außer Frage, dass wir auch 2015 wieder ein erlebnisreiches, interessantes Festival für alle Fans von Whisky, Spirits, guten Bieren und dazu passende Genuss-Themen in Bochum bieten wollen.

Wie viele Aussteller werden vor Ort sein? Mit wie vielen Besuchern rechnen Sie?
Frank-Michael Böer: Knapp 60 Aussteller präsentieren sich auf der Finest Spirits & Beer 2015. Wir konnten aber auch lokale Größen aus dem Pott zusammentrommeln wie Onkel Bier, Uerige oder Canoe. Ziel für uns ist es, dass die Besucher und Aussteller auch dieses Jahr wieder zufrieden nach Hause gehen und sich auf 2016 freuen! Was die Besucherzahlen betrifft, so würden wir uns freuen, wenn wir nach dem gelungen Start im letzten Jahr die Zahl von 2.200 Premieren-Besuchern toppen können.

Wie haben sich diese Zahlen im Vergleich zum letzten Jahr entwickelt?
Frank-Michael Böer: Bei den Ausstellern bleiben wir ungefähr im gleichen Bereich, da wir hier sehr gute Erfahrungen gemacht haben und auch der Platz in der Jahrhunderthalle in Bochum so perfekt ausgenutzt wird. Die Zahl der Messe Besucher lässt sich im Voraus immer nur schwer abschätzen, aber natürlich hoffen wir hier auf einen großen Zulauf! Letztendlich ist für mich aber doch am wichtigsten, dass am Ende der drei Tage ein paar tausend begeisterte Menschen, sowohl Besucher als auch Aussteller, gemeinsam ein tolles Festival mit großartigen Bieren und tollen Spirituosen gefeiert haben.

Auf welchen Produkten oder Bereichen liegen die Hauptaugenmerke in diesem Jahr?
Frank-Michael Böer: Es geht uns wie auch schon bei der Premiere 2014 darum, die beiden Genussthemen Spirituose und Bier auf einem Festival zu vereinen und so ein möglichst großes Publikum anzusprechen. Denn bei uns finden die Besucher eine immense Bandbreite an renommierten, kreativen und frischen Ausstellern zweier Branchen, die es zu entdecken gibt. Denn Spirituose und Bier schließen sich schon lange nicht mehr aus. Heutzutage muss sich der Genießer nicht mehr zwischen dem Einen oder dem Anderen entscheiden. Wir haben es auch oft erlebt, dass ein Besucher eigentlich wegen einem guten Whisky gekommen ist, sich dann aber auch durchaus für ein Craft Bier begeistern ließ – und umgekehrt.“

Gibt es weitere Highlights, auf die sich die Gäste freuen dürfen?
Frank-Michael Böer: Vom 40 Jahre alten Whisky bis zu aufwändig eingebrautem Bier ist in Bochum für jeden Geschmack das Richtige dabei. Es wird einen absolut hochrangigen Querschnitt durch die gesamte, faszinierende Bandbreite der aktuellen Whisky-, Spirituosen- und Bier-Szene geben. Wir wollen aber auch für Abwechslung sorgen und so erwartet die Gäste wieder ein toller Mix aus Tastings, interessanten Masterclasses, hochkarätigen Ausstellern und einer perfekten Location. Zudem haben wir dieses Jahr in Bochum Käse, Schokolade, Südtiroler Schinken und sogar einen Beef Jerky-Spezialisten dabei. Denn was wir seit Jahren in München bieten, darf in Bochum natürlich nicht fehlen.

Finest Spirits & Beer 2015 im Überblick:

Öffnungszeiten

  • Freitag, 9. Oktober 2015, von 16 bis 23 Uhr
  • Samstag, 10. Oktober, von 14 bis 22 Uhr
  • Sonntag, 11. Oktober, 13 bis 19 Uhr

Tagesticket
20 Euro, im Eintrittspreis enthalten sind 4 Verkostungs-Coupons für Produkte der Premiumpartner sowie ein Nosing-Glas für Spirituosen des Partners Rastal.

Finest Spirits & Beer | bochum.finest-spirits.com | facebook.com/FinestSpiritsBeer

Wir bedanken uns bei Frank-Michael Böer für das offene und sehr interessante Interview und wünschen der Finest Spirits & Beer weiterhin viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt!

Campari, Pilsner Urquell, Diageo & Co.: Die Premium Partner der Finest Spirits & Beer 2015 im Interview

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Vom 9. bis 11. Oktober 2015 findet in der Bochumer Jahrhunderthalle die Finest Spirits & Beer statt. Zum zweiten Mal treffen sich Vertreter aus der Spirituosen- und Bier-Branche auf der Messe. Die sehenswerte Ausstellerliste beinhaltet auch in diesem Jahr wieder einige Premium Partner, darunter Campari Deutschland, Craftwerk Brewing, Caminneci, Pilsner Urquell und Diageo. Nachdem bereits Veranstalter Frank-Michael Böer im Interview über das Event, dessen Entstehung sowie die Highlights, die auf die Besucher warten, gesprochen hat, kommen nun die Premium Partner der Finest Spirits & Beer 2015 zu Wort.

Campari Deutschland GmbH
Kathleen Schuart, Senior Director Marketing & On Trade

Welche Neuvorstellungen bringen Sie zur Finest Spirits & Beer mit?
Kathleen Schuart: Für uns ist es bereits das zweite Mal hier in Bochum und wir freuen uns ganz besonders, mit den von uns vertriebenen Marken The Balvenie Single Barrel Range, Hudson, Kinninvie, Girvan und Drambuie dabei zu sein.

Was zeichnet die Finest Spirits & Beer im Vergleich zu anderen Messen besonders aus?
Kathleen Schuart: Zunächst einmal ist sicherlich das sehr weitläufige Einzugsgebiet eine Besonderheit für sich, das für ein großes Besuchsaufkommen von vielen Experten sorgt. Dann ist die Kombination von Finest Spirits und Bier eine extrem gelungene, zeigt sie doch, wieviel Kreativität und Konvergenz hinter diesen beiden sich nur scheinbar ausschließenden Genusswelten steht.

Sie sind bereits das zweite Jahr mit in Bochum dabei. Mit welchen Tastings, Masterclasses oder Sondereditionen wollen Sie in diesem Jahr überraschen?
Kathleen Schuart: Die Besucher unseres Standes dürfen unter anderem auf die Masterclass mit Brand Ambassador Markus Heinze gespannt sein, der Einblick in die neue Glenfiddich-Ära um Malt Master Brian Kinsman gibt. The Balvenie – The most handcrafted Whisky wird vorgestellt von Brand Ambassador Helmut Knöpfle, der die Besucher auch auf eine Reise zum Appleton Estate nach Jamaika entführt.

Craftwerk Brewing
Stefan Hanke, Leiter Craftwerk

Welche Neuvorstellungen bringen Sie zur Finest Spirits & Beer mit?
Stefan Hanke: Passend zur Jahreszeit haben wir eine Winteredition eingebraut, die auf den Namen Dark Season Sweet Stout hört und die wir aus dem Fass ausschenken. Durch das harmonische Zusammenspiel von Bitter- und Schoko- sowie Röstaromen ist es nicht so süß wie es klingt und lässt sich angenehm trinken. Mit Dark Season Sweet Stout im Glas freut man sich geradezu auf Minusgrade und hohe Windstärken. Und vielleicht bringen wir eine weitere Spezialität mit – sofern sie bis dahin trinkreif ist.

Was zeichnet die Finest Spirits & Beers im Vergleich zu anderen Messen aus?
Stefan Hanke: Durch die Kombination von Spirituosen und Bier zieht die Convention ein sehr genussorientiertes, offenes Publikum an. Dadurch ergeben sich viele interessante Gespräche, nicht nur mit Bierfans, sondern eben auch mit Menschen, die Bier bisher noch nicht so auf dem Schirm hatten, aber offen für Neues sind und gerne über den eigenen Tellerrand schauen. Die Jahrhunderthalle bietet hierfür eine einmalige Atmosphäre, die perfekt zum Geist der Convention passt. Ich freue mich schon sehr auf die drei Tage und erwarte viel Inspiration.

Sie sind bereits das zweite Jahr mit in Bochum dabei. Mit welchen Tastings, Masterclasses oder Sondereditionen wollen Sie in diesem Jahr überraschen?
Stefan Hanke: Neben dem Sweet Stout vom Hahn bieten wir eine Masterclass mit dem Titel „Ein kulinarisches Seminar: Degustation von Craftwerk in Begleitung von Käse“. Ich persönlich finde die Kombination von Bier zu Speisen sehr interessant. Käse zu Bier – insbesondere von hopfenbetonten, intensiven Sorten – ist ein Aspekt daraus, der in dieser Masterclass im Mittelpunkt stehen wird. Freuen Sie sich auf kulinarische Überraschungsmomente.“

Caminneci Wine & Spirit Partner
Andrea Caminneci, seit 2005 Inhaber von Caminneci – Wine & Spirit Partner und Whisky-Enthusiast aus vollem Herzen

Welche Neuvorstellungen bringen Sie zur Finest Spirits & Beer mit?
Andrea Caminneci: Ich freue mich sehr, auch in diesem Jahr wieder bei der Finest Spirits & Beer mit dabei sein zu können. Dafür haben wir aus den C&S Dram Serien für die Reihe C&S Dram Good den 18 Jahre alten Benrinnes, für die C&S Dram Collection einen 7 Jahre alten Miltonduff, einen 7 Jahre alten Tomatin und einen 17 Jahre alten Dailuaine mit dabei. Für die Reihe C&S Dram Senior wird es ein 25 Jahre alter Strathmill sein. Alle C&S Dram Whiskys von uns werden abgefüllt, so wie die Natur den Whisky hat reifen lassen: d.h. ohne Kälte Filtration und ohne Zuckerkulör! Wir verzichten hier auf alles, was den Whisky künstlich teuer macht, da wir der Meinung sind, dass sich jeder Whisky Fan diese Abfüllungen leisten können sollte.

Aus dem Hause Morrison & MacKay haben wir folgendes dabei: Carn Mor Celebration of the Cask: Mortlach 1995, Caol Ila 1988 und Highland Park 1995 “Black & Gold“. Von Stuart Nickersons The Malt Whisky Company werden wir einen 41 Jahre alten Glenglassaugh, einen 32 Jahre alten Dailuaine, einen 20 Jahre Glenburgie, einen 20 Jahre alten Miltonduff, einen 20 Jahre alten Tobermory und einen 5 Jahre alten Craigmills vor Ort dabei haben. Natürlich darf auch in diesem Jahr Säntis nicht fehlen, hier werden wir die Edition Himmelberg und Edition Alpstein einpacken. Und von der taiwanesischen Brennerei Kavalan haben wir zwei weitere Highlights eingepackt: den Sherry Cask und Kavalan Ex Bourbon Barrel.

Was zeichnet die Finest Spirits & Beer im Vergleich zu anderen Messen besonders aus?
Andrea Caminneci: Für uns ist besonders der Mix aus hochwertiger Spirituose und hochwertigem Bier spannend. Denn so wird eine völlig neue Besucherstruktur geschaffen, bei der auch wir eine neue Zielgruppe – die eingefleischten Bierliebhaber – erreichen können. Dazu noch die grandiose Atmosphäre in der Jahrhunderthalle und das Ergebnis ist ein einzigartiges Festival.

Sie sind bereits das zweite Jahr mit in Bochum dabei. Mit welchen Tastings, Masterclasses oder Sondereditionen wollen Sie in diesem Jahr überraschen?
Andrea Caminneci: Für Tastings wird sich Stuart Nickerson, der auf eine erfolgreiche 30-jährige Karriere in der schottischen Whiskyindustrie zurückblicken kann, mit seiner The Malt Whisky Company bereithalten: Hier kann ein Premium Single Cask Bottlings probiert werden. Aber auch für die Masterclass haben wir uns in diesem Jahr etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Hier geben wir tiefere Einblicke in die Welt von Kavalan: einen erstklassigen und komplexen Whisky, der sich innerhalb weniger Jahre weit über die Grenzen Taiwans einen Namen gemacht hat.

Pilsner Urquell
Frank Höhler, Prokurist

Welche Neuvorstellungen bringen Sie zur Finest Spirits & Beer mit?
Frank Höhler: Pilsner Urquell bleibt wie es ist und das schon seit seinem Ursprung 1842. Auf der Finest Spirits & Beer können Besucher unsere Bierrarität aus handgefertigten Holzfässern genießen – unfiltriertes, unpasteurisiertes Pilsner Urquell. Das ist Pilsner Urquell in seiner ursprünglichsten und besonders geschmacksintensiven Form. Die fein-herbe Bitternote und das malzige Aroma von geröstetem Getreide und Karamell führen zu einem vollmundigen und unverwechselbaren Geschmack.

Was zeichnet die Finest Spirits & Beer im Vergleich zu anderen Messen besonders aus?
Frank Höhler: Die Finest Spirits & Beer ist Treffpunkt für Bierliebhaber aus allen Bereichen. Die Veranstaltung bringt Fachpublikum und Endkonsumenten zusammen und ist deshalb für Pilsner Urquell eine wichtige Plattform, um Besuchern die traditionsreiche Braukunst und das besondere Geschmackserlebnis des unfiltrierten Pilsner Urquells näher zu bringen.

Sie sind bereits das zweite Jahr mit in Bochum dabei. Mit welchen Tastings, Masterclasses oder Sondereditionen wollen Sie in diesem Jahr überraschen?
Frank Höhler: Ja, wir sind das zweite Jahr in Folge in Bochum dabei. Beer Master Robert Lobovsky wird Einblicke in die Tätigkeiten der Böttcher und Braumeister in Pilsen vermitteln und dabei die wichtige Rolle von traditioneller Braukunst und handwerklichem Wissen, das in Pilsen seit über 170 Jahren von einer Generation an die nächste weitergegeben wird, herausstellen.“

Diageo
Thomas Plaue, Master of Whisky Germany & Austria

Welche Neuvorstellungen bringen Sie zur Finest Spirits&Beer mit?
Thomas Plaue: Auf der Messe werden wir unter der Dachmarke World Class eine Auswahl unseres Reserve Portfolios präsentieren. Darunter werden aktuelle Neuheiten wie Dalwhinnie Winters Gold und Tanqueray Bloomsbury im Fokus stehen.

Was zeichnet die Finest Spirits & Beer im Vergleich zu anderen Messen besonders aus?
Thomas Plaue: Für uns ist die Messe interessant, weil wir hier neben dem Schwerpunkt Whisky auch andere Spirituosenarten unter unserer Dachmarke World Class präsentieren können. Die professionelle Umsetzung der Messe, sowie die Zielgruppe in einer der bevölkerungsreichsten Metropolregionen waren weitere Punkte für unsere Teilnahme.

Sie sind bereits das zweite Jahr mit in Bochum dabei. Mit welchen Tastings, Masterclasses oder Sondereditionen wollen Sie in diesem Jahr überraschen?
Thomas Plaue: Der Erfolg der Messe im letzten Jahr hat uns zu unserem Debüt bewogen. Neben unserem World Class Stand mit Bulleit Coupon Ausschank bieten wir zwei Masterclasses mit den Themen Flavour Led – Made of Taste und Talisker – Made by the Sea an.

Finest Spirits & Beer 2015
Jahrhunderthalle Bochum
Freitag | 9. Oktober 2015 | 16.00 – 23.00 Uhr
Samstag | 10. Oktober 2015 | 14.00 – 22.00 Uhr
Sonntag | 11. Oktober 2015 | 13.00 – 19.00 Uhr

Finest Spirits & Beer | bochum.finest-spirits.com | facebook.com/FinestSpiritsBeer

Das polnische Premiumpils Tyskie: Marketing Manager Raúl Alarcón im Gespräch

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Tyskie hat eine lange Tradition: 1629 wurde die fürstliche Brauerei in Tychy das erste Mal urkundlich erwähnt. Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Brauerei zu einer der modernsten und größten Brauereien in Europa. Bis heute hat sich daran nicht viel geändert. Und auch in Deutschland wird das polnische Premiumpils geliebt: Aktuell ist Tyskie sogar die Nummer 4 unter den Importbieren in Deutschland – Tendenz weiter steigend. Eigentlich kein Wunder, denn die Marke bietet seinen Fans eine ganze Menge, erst kürzlich fanden wieder die Tyskie-Sommerfeste statt. Dort wurde den Gästen Unterhaltung, polnische Speisen und natürlich frisches Pils geboten.

Raúl Alarcón, Marketing Manager bei SAB Miller Brands Europe und unter anderem verantwortlich für Tyskie, stand im Interview Rede und Antwort rund um das polnische Premiumpils, dessen Besonderheiten und die Sommerfest-Events.

Erzählen Sie uns zuerst etwas zu Ihrer Person: Wer sind Sie und was machen Sie bei TYSKIE? Wie sah ihr bisheriger Werdegang in der Getränkeindustrie aus? Raúl Alarcón: Mein Name ist Raúl Alarcón und ich bin seit 2012 als Marketing Manager bei SAB Miller Brands Europe verantwortlich für die internationalen Biermarken Tyskie, Peroni, Miller und Grolsch in Deutschland. Durch ein Stipendium bin ich aus Mexico nach Deutschland gekommen, um ein MBA-Studium zu absolvieren. Nach dem Abschluss war ich bei DIAGEO Germany neun Jahre im Bereich Marketing und Customer Marketing verantwortlich für unterschiedliche Marken und Projekte, unter anderem für die Marken Captain Morgan, Tequila Jose Cuervo, Yeni Raki und Smirnoff.

Für alle, die TYSKIE noch nicht kennen. Erzählen Sie uns etwas über das Produkt!
Raúl Alarcón: Tyskie ist ein vollmundiges Premiumpils mit mildem Hopfenaroma, feiner Apfel- und Bananennote und feinbitter im Nachtrunk. Erfrischend und bodenständig – typisch polnisch eben. Und es wird immer beliebter: Tyskie ist nicht nur die größte Biermarke in Polen, sondern mit Abstand auch die beliebteste polnische Biermarke in Deutschland. Und im Vergleich zu anderen internationalen Marken holen wir weiter auf: Aktuell sind wir Nummer 4 unter den Importbieren in Deutschland, in Nordrhein-Westfalen sogar die meistverkaufte internationale Marke im Handel. Mit einem Wachstum von deutlich über 50 Prozent innerhalb der vergangenen fünf Jahre ist Tyskie außerdem eine der am stärksten wachsenden internationalen Marken im deutschen Biermarkt. Unser Bier wurde schon mehrfach auf internationalen Bierfestivals ausgezeichnet. Wir haben bereits zwei Mal die Goldmedaille für das weltbeste Bier, den „Brewing Industry International Award“, beim angesehensten Bierfestival der Welt gewonnen. Das ist die höchste Auszeichnung für ein Bier, darauf sind wir natürlich besonders stolz.

Stimmt es, dass TYSKIE mit Sirup getrunken wird?
Raúl Alarcón: Ja, das ist ein polnischer Brauch und tatsächlich trinken viele unserer Konsumenten – vor allem Frauen – Tyskie mit einem Schuss Himbeersirup. Das ist der beliebteste Biermix auf polnischen Festen.

Spielt Pils in Polen eigentlich eine genau so große Rolle wie in Deutschland?
Raúl Alarcón:
Ja, absolut. Polen und Deutsche haben mehr gemeinsam als sie denken, zumindest, wenn es um die wirklich wichtigen Dinge geht: Die Polen lieben – genau wie die Deutschen – nichts mehr als Bier, Wurst und Grillen.

TYSKIE bringt mit seinen Sommerfesten alljährlich polnisches Flair in die Bundesrepublik. Was genau sind die Sommerfeste?
Raúl Alarcón:
Die Tyskie-Sommerfeste sind 2010 aus einem kleinen von Tyskie veranstalteten Fußball-Turnier entstanden. Inzwischen ziehen die Open-Air-Veranstaltungen je nach Location bis zu 15.000 Besucher an. Fußball wird nicht mehr gespielt, aber nach wie vor sind die Feste typisch polnisch: Es gibt leckere polnische Spezialitäten wie bei Mama, polnische Live-Acts auf der Bühne für die richtige Stimmung und ein Rahmenprogramm für die ganze Familie. Wir gehen mit den Festen dorthin, wo unsere Zielgruppe ist, also dorthin, wo die polnische Community stark vertreten ist. Dieses Jahr waren wir in Dortmund, Wiesbaden und Leverkusen – und überall war die Resonanz großartig. Selbst wenn das Wetter mal nicht so mitgespielt hat, wie zuletzt in Leverkusen, haben sich die Leute nicht abhalten lassen.

Für die große polnische Community sind die Feste inzwischen ein fester Termin im Kalender. Aber natürlich sind auch alle Neugierigen willkommen, die ein bisschen polnisches Lebensgefühl schnuppern und die polnische Feierkultur kennenlernen wollen.

Was waren die Highlights der diesjährigen  Sommerfeste?
Raúl Alarcón: In diesem Jahr waren allein schon die Locations echte Highlights: die Galopprennbahn in Dortmund, die Brita Arena in Wiesbaden und die BayArena in Leverkusen. Wir haben wieder viele Stars aus Polens Musikszene nach Deutschland gebracht – ein Highlight war sicher der Auftritt des polnischen Superstars Doda in Leverkusen. Die Sängerin wird auch „Helene Fischer Polens“ genannt. Das Sahnehäubchen zum Abschluss der Sommerfest-Saison!

TYSKIE war daneben mit einigen außergewöhnlichen Events in Deutschland aktiv – man denke an die Krakauer Challenge. Was war das?
Raúl Alarcón: Wir wollten die Marke Tyskie als Premiummarke auf neutralem Territorium präsentieren. Deshalb haben wir auf einem der schönsten Plätze Kölns einen deutsch-polnischen Grillwettbewerb veranstaltet: die Krakauer-Challenge – polnische Krakauer gegen die typisch deutsche Bratwurst. Das Publikum hat die Wurstkreationen gekostet und konnte abstimmen. Eine gelungene, aufmerksamkeitsstarke Aktion: Die Gäste vor Ort waren begeistert und die Presseresonanz war großartig. Ein weiterer Baustein unserer Marketing-Aktionen in dieser Richtung ist das Krakauer-Mobil. Mit der mobilen Grill-Station waren wir diesen Sommer quer durch Deutschland unterwegs und haben bei Guerilla-Aktionen in Parks und auf öffentlichen Plätzen Wurst und Bier verschenkt. Mit diesen kleinen, sympathischen, unkonventionellen Events wollen wir die Marke auch für die übrigen Konsumenten wahrnehmbar und erlebbar machen.

Ist TYSKIE denn außergewöhnlich und anders im Gegensatz zu anderen Pilsmarken? Will man sich so von diesen unterscheiden?
Raúl Alarcón: Was die Marke Tyskie so besonders macht, ist die Verbindung zu Polen. Das Bier wurde 1629 in Tychy zum ersten Mal gebraut, ist in Polen schon lange sehr beliebt und hat sich erst im Verlauf der letzten Jahre zu einer internationalen Premiummarke entwickelt. Gerade Deutschland, wo viele Menschen mit polnischen Wurzeln leben, die traditionell eine enge Verbindung zu ihrer Heimat haben, bietet für das polnische Traditionspils, das international immer erfolgreicher wird, eine große Zielgruppe. Unsere Kommunikation ist deshalb sehr genau auf diesen ethnischen Aspekt zugeschnitten. Das betrifft nicht nur Events wie die Sommerfeste und die Krakauer-Challenge, sondern auch Facebook, aufmerksamkeitsstarke  Handelsaktionen oder zum Beispiel die Plakatkampagne, bei der wir mit in der polnischen Sprache verwendeten Lehnwörtern aus dem Deutschen gespielt haben.

Welche Aktivitäten oder Events sind für dieses Jahr noch geplant?
Raúl Alarcón: Die Sommerfest-Saison ist für dieses Jahr vorbei, aber auch in den kommenden Monaten sind Konsumentenaktionen auf Facebook geplant, zum Beispiel zum polnischen Fest Andrzejki, der letzten großen Feier vor dem Advent. Gerade beginnen außerdem schon wieder die Planungen für die großen Aktionen und Events im nächsten Jahr. Es bleibt also spannend und man wird auf jeden Fall von uns hören.

TYSKIE | tyskie-pils.de | facebook.com/TyskiePils

Wir bedanken uns bei Raúl Alarcón für das offene und sehr interessante Interview und wünschen Tyskie weiterhin viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt!


Holger Eichele (DBB) über die aktuelle DON’T DRINK AND DRIVE-Kampagne

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Seit 1993 existiert die Kampagne DON’T DRINK AND DRIVE und ist damit die älteste fortlaufende Verkehrssicherheits-Kampagne Deutschlands. Passend zu Halloween sind die neuesten Motive mit dem Claim „Alkohol am Steuer – Ungeheuer“ veröffentlicht worden. Auch Anlässe wie Weihnachten, Silvester oder Karneval wollen die deutschen Brauer, einer der vier Träger der Kampagne, zukünftig nutzen, um insbesondere junge Autofahrer über die Sozialen Medien für die Gefahren von Alkohol am Steuer zu sensibilisieren.

Holger Eichele, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes, spricht im Interview über den Deutschen Brauer-Bund, dessen Aufgaben, die Dachkampagne DON’T DRINK AND DRIVE sowie die aktuelle „Alkohol am Steuer – Ungeheuer“-Kampagne.

Herr Eichele, erzählen Sie kurz etwas über Ihre Person. Seit wann sind Sie Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes und wie sah Ihr vorheriger Werdegang in der Branche aus?
Holger Eichele: Aufgewachsen in Oberbayern, hat mich die deutsche Brau- und Bierkultur von Anfang an begleitet und fasziniert. Zum Deutschen Brauer-Bund kam ich 2013 – nach rund 20 Jahren als Journalist und Korrespondent sowie vier Jahren als Sprecher im Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz.

Welche Aufgaben hat der Deutsche Brauer-Bund?
Holger Eichele: Im Juli 1871 versammelten sich in Dresden mehr als 1000 Brauer. Sie kamen aus allen Ländern des Deutschen Kaiserreiches, aus Österreich-Ungarn, dem Russischem Kaiserreich, aus Schweden, Belgien, Frankreich, aus der Schweiz und den USA – und sie hatten ein gemeinsames Ziel: die Gründung eines starken Verbandes, der ihre Interessen vertritt. So entstand der Deutsche Brauer-Bund – heute eine der ältesten Interessenvertretungen unseres Landes.

Der Deutsche Brauer-Bund mit Sitz in Berlin vertritt die Interessen der gesamten Brauwirtschaft. Unter seinen Mitgliedern finden sich kleine, mittlere und große Familienbetriebe mit zum Teil jahrhundertealter Geschichte ebenso wie weltbekannte Braugruppen oder junge Craftbrauer, die gerade eine Brauerei aufbauen. Der DBB und seine regional aktiven Mitgliedsverbände verstehen sich als Dienstleister: Sie beraten Brauereien bei allen rechtlichen oder technischen Fragen und setzen sich gegenüber der Politik dafür ein, dass alle Brauereien optimale Rahmenbedingungen erhalten. Darüber hinaus engagieren sich der DBB und seine Mitglieder für Prävention und den Kampf gegen Alkoholmissbrauch.

„Alkohol am Steuer – Ungeheuer“ lautet der Slogan der aktuellen Kampagne der deutschen Brauer. Worum geht es darin genau?
Holger Eichele: So humorvoll die Motive sind – sie haben einen ernsten Hintergrund: Unsere Aktion soll einen Beitrag dazu leisten, die Zahl der Trunkenheitsfahrten und Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss weiter zu reduzieren. Gerade junge Menschen schätzen die Risiken oft falsch ein. Das Erreichen der Volljährigkeit und die neu erworbene Fahrerlaubnis bedeuten mehr Freiraum und Mobilität im Leben junger Leute. Geringe Erfahrungen am Steuer, verbunden mit einer Überschätzung des eigenen Könnens und Alkoholeinfluss sind immer wieder Ursache für schwere Unfälle. Deshalb wollen wir hier gezielt informieren und sensibilisieren.

Die Kampagne startete pünktlich zu Halloween – mit Absicht? Sollen junge Autofahrer gerade zu diesen besonderen Anlässen für das Thema Alkohol am Steuer sensibilisiert werden?
Holger Eichele: Wir wollten diesen Anlass in der Tat nutzen und eine klare Botschaft an alle Autofahrerinnen und Autofahrer richten: Habt Spaß beim Feiern – aber lasst bitte den Wagen stehen, wenn ihr nicht mehr nüchtern seid! Für viele junge Leute ist Halloween längst ein fester Termin im Party-Kalender, wie Silvester oder Karneval. Wer plant, gemeinsam mit Freunden auszugehen, sollte schon vorher an den sicheren Heimweg denken. Das ist unser Anliegen.

Also gibt es auch zu Weihnachten, Silvester, Karneval etc. ebenfalls „DON’T DRINK AND DRIVE“-Kampagnen?
Holger Eichele: Wir wollen als deutsche Brauer die Aktionen in der Tat fortsetzen und auch 2016 bestimmte Anlässe nutzen, um öffentlichkeitswirksam auf die Gefahren von Alkohol am Steuer hinzuweisen. Was uns besonders freut, ist die breite Unterstützung aus der Politik: Fürsprecher aus allen Parteien unterstützen DON’T DRINK AND DRIVE.

Seit wann gibt es diese „DON’T DRINK AND DRIVE“-Kampagnen? Mit welchen anderen Verbänden arbeiten Sie dabei zusammen?
Holger Eichele: Die Dachkampagne DON’T DRINK AND DRIVE besteht schon seit 1993 und ist damit die älteste fortlaufende Verkehrssicherheits-Kampagne Deutschlands. Träger der Kampagne sind seit jeher die vier Verbände der Alkoholwirtschaft – neben uns Brauern der Bundesverband der Deutschen Spirituosen-Industrie, die Deutsche Weinakademie und der Verband Deutscher Sektkellereien. Die Kampagne ist, da alle wichtigen Branchen eingebunden sind, ein einzigartiges Projekt für Missbrauchsprävention.

Gibt es Zahlen, die belegen, dass diese Kampagnen die Jugendlichen tatsächlich für das Thema Alkohol am Steuer sensibilisieren?
Holger Eichele: Kein Zweifel: Prävention und Information wirken – das zeigt sich in vielen Lebensbereichen. Unser Ansatz ist es, die Menschen auf Risiken hinzuweisen. Wir wollen nicht belehren, sondern informieren – und die Augen öffnen. Im Rahmen der gemeinsamen Verbände-Kampagne werden zum Beispiel Fahrsimulatoren eingesetzt, um für Jugendliche und junge Erwachsene die möglichen Folgen einer Trunkenheitsfahrt greifbar zu machen. Dieses Konzept der „DON’T DRINK AND DRIVE Academy“, bei der etwa Berufsschüler direkt angesprochen werden, ist sehr erfolgreich. Zur Statistik: Insgesamt hat sich der Anteil der Alkoholunfälle an allen Unfällen seit 1995 mehr als halbiert und liegt mit 1,5% nun auf dem niedrigsten Stand seit Beginn der Erhebungen. Das ist eine positive und ermutigende Entwicklung – aber darauf wollen wir uns nicht ausruhen, sondern als Brauer im Rahmen unserer Verantwortung weiter unseren Beitrag zur Prävention leisten.

Mit der aktuellen Kampagne sind Sie vor allem im Netz unterwegs. Warum setzen Sie den Fokus auf das Internet?
Holger Eichele: Wir sind mit der aktuellen Aktion im Netz unterwegs, weil wir damit die Zielgruppe der jungen Erwachsenen optimal und messbar erreichen. Zudem kommen wir über Soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter mit den Menschen in Kontakt und können bei Bedarf auch Fragen beantworten. Ich denke, in Bezug auf Dialog und Teilhabe sowie die Flexibilität der Kommunikation sind Soziale Netzwerke anderen Werbemedien weit überlegen.

Und wie sieht die Social-Media-Kommunikation dort im Detail aus?
Holger Eichele: Wir haben gemeinsam mit der Düsseldorfer Agentur „rumblefish“ einprägsame Bildmotive entwickelt, die besonders eine jüngere Zielgruppe ansprechen sollen. Die Botschaft soll klar, abwechslungsreich und überraschend sein – das ist wirksamer als der erhobene Zeigefinger. Es wird auch noch Motive geben, die etwas drastischer und zugespitzter sind – aber ich möchte nicht zu viel verraten …

Gibt es abseits dieser Kampagne weitere Aktionen oder Kampagnen, die momentan noch laufen?
Holger Eichele: Gegenwärtig liegt der Fokus auf DON’T DRINK AND DRIVE – jedes Jahr steht dabei ein anderes Bundesland im Mittelpunkt. Mehrere hunderttausend junge Erwachsene wurden seit Beginn der Dachkampagne über die Gefahren von Alkohol am Steuer aufgeklärt – diesen erfolgreichen Weg wollen wir mit den anderen Verbänden fortsetzen. Für die Brauer ist die Kampagne ein wichtiger Pfeiler unter dem Dach „Bier bewusst genießen“. Wir bekennen uns hier klar zum Schutz von Kindern und Jugendlichen, zur Durchsetzung bestehender Verkaufs- und Werbeverbote, zum Prinzip der Punktnüchternheit gerade auch in der Schwangerschaft sowie zur effektiven Selbstregulierung bei der Werbung für alkoholische Getränke.

Deutscher Brauer-Bund e.V. | brauer-bund.de
DON’T DRINK AND DRIVE | ddad.de | facebook.com/DDAD

Wir bedanken uns bei Holger Eichele für das offene und sehr interessante Interview und wünschen dem Deutschen Brauer-Bund sowie der DON’T DRINK AND DRIVE-Kampagne weiterhin viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt!

Berliner Berg: Via Crowdfunding zur Wiedergeburt der Original Berliner Weiße

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Eine Brauerei. Eine Crowdfunding-Kampagne. 39 Tage Laufzeit. Über 65.000 Euro. Die Berliner Berg Brauerei hat mit ihrem Projekt auf StartNext soviel Geld gesammelt, wie es vorher noch niemand in der Kategorie „Food“ geschafft hat. Das eigentliche Ziel von „nur“ 50.000 Euro wurde nach nicht einmal vier Wochen um weitere 15.000 Euro erhöht. Davon wollen die Gründer eine neue separate Brauanlage anschaffen. Wozu? Um die Original Berliner Weiße, die man in ihrer eigentlichen Form so in Deutschland fast nicht mehr findet, wieder aufleben zu lassen.

Robin Weber (CEO, Gründer und Geschäftsführer) und Finn Hänsel (Gründer und Geschäftsführer) erzählen hier von der Brauerei, dem Crowdfunding, der Original Berliner Weißen sowie dem weiteren Weg der Brauerei.

Stellen Sie sich selbst bitte kurz vor: Wer sind Sie, was machen Sie bei Berliner Berg?
Robin Weber: Ich bin einer der Gründer von Berliner Berg. Als Geschäftsführer leite ich das operative Geschäft.
Finn Hänsel: Ich bin ebenfalls einer der Gründer von Berliner Berg und hauptsächlich für das Marketing zuständig.

Was ist Berliner Berg?
Robin Weber: Berliner Berg ist eine neue handwerklich arbeitende Brauerei aus Neukölln. Wir kombinieren traditionelle und handwerkliche deutsche Braukunst mit der Kreativität und der Ideenvielfalt der amerikanischen Craft-Beer-Bewegung. Unser Brauer ist Amerikaner, wir sehen uns aber trotzdem und gerade auch wegen des Widerspruchs als Verfechter und Vertreter der langjährigen Berliner Brautradition. Sowohl mit alten Berliner Stilen wie der Berliner Weiße, traditionell deutschen Stilen wie dem Lager oder den typischen Craft-Beer-Stilen wie dem Pale Ale.

Nun, Craft-Beer-Brauereien gibt es viele. Was ist das Besondere an Berliner Berg?
Robin Weber: Craft Beer heißt ja in Deutschland an sich nicht viel. Der Begriff wurde in den USA geprägt als Gegenbewegung zu Industriebieren wie Budweiser und geschmacklichen Verbrechen wie Coors Light. Amerikanische Mikrobrauereien haben sich damals als revolutionäre Gegenbewegungen dazu gegründet, getrieben von Größen wie Brooklyn Brewery, Sierra Nevada und Samuel Adams. Diese haben sich deutlich gegen die Großen positioniert indem sie a) wieder handwerklich gebraut haben und b) eine deutlich größere Sorten- und Geschmacksvielfalt angeboten haben.

In Deutschland haben wir ja immer noch eine Menge handwerklicher Brauereien, gerade in Orten wie Bamberg. Was uns fehlt ist – in einem Markt, der aus 99% aus Pils, Weizen und Hellem besteht – die Geschmacksvielfalt. Und hier setzen wir an. Hier wollen wir anders sein. Wir wollen uns der Tradition verschreiben, aber auch neue Dinge ausprobieren. Das macht uns besonders. Außerdem wollen wir dieses Bier aus der oftmals sehr teuren Nische holen und demokratisieren. Wir wollen am liebsten jedem zeigen, dass Bier nicht immer gleich schmecken muss. Daher auch unser Crowdfunding-Video mit dem erschreckendem Ergebnis, dass fast niemand mehr deutsche Biere voneinander unterscheiden kann.

Welche Biere brauen Sie?
Robin Weber: Wie oben bereits erwähnt, wollen wir die Brücke zwischen Tradition und Kreativität schlagen. Und das soll unser Kernsortiment – welches auch als Flasche verfügbar ist – ausdrücken. Unsere drei Kernbiere werden a) die Hommage an Berlin – eine echte Berliner Weiße, ganz traditionell und ohne Schuss, b) eine Hommage an die Deutsche Brautradition, ein Lager nach alter Brauweise mit der fast ausgestorbenen Dekoktion als Maischeverfahren und ausschließlich mit deutschen Zutaten gebraut und dann c) unsere Verneigung an die amerikanische Vielfalt, das Pale Ale mit amerikanischen Hopfensorten und britischem Maris-Otter Malzen.

Darüber hinaus bieten wir noch jede Menge saisonale Spezialitäten. Bisher haben wir exklusiv in Fässern für die Gastronomie gebraut: Dry Stout (Schwarzfahrer), Double IPA (R-A-Zacca), Saison (Stadtaffe), Amber Ale (Hopfenfalle) und Summer Pale Ale (Summer Pale). Wir planen, immer wieder weitere saisonale Kleinsude zu brauen. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

Sie haben es sich zu Aufgabe gemacht, die Original Berliner Weiße wiederzubeleben. Warum gibt es das Originalprodukt so nicht mehr?
Robin Weber: Berline Weiße ist ein uralter Berliner Bierstil. Er wurde einst von Napoleon als „Champagner des Nordens“ bezeichnet und ist eher aus Zufall entstanden, als norddeutsche Brauer das bayrische Hefeweizen kopieren wollen. Diesem „Zufall“ ist es zu verdanken, dass durch Bakterien und Hefen, die eigentlich nicht ins Bier gehören, die Berliner Weiße ihre typische Säure erhält. Ähnlich wie guter Wein (und ganz im Gegensatz zu normalem Bier) wird eine Berliner Weiße daher mit den Jahren der Lagerung qualitativ immer besser und eignet sich hervorragend für Flaschengärung.

Dieser traditionelle Vorgang ist industriell jedoch nicht oder nur sehr schwer replizierbar. Sobald eine Anlage mit den Bakterien und Hefen „angesteckt“ ist, wird sie fast unbrauchbar, um normale Biere zu produzieren. Dadurch haben sich in der Vergangenheit fast alle Brauereien von diesem System verabschiedet und brauen lieber normales Bier, dem dann im Anschluss die Säure hinzugefügt wird. Das macht das Bier zwar auch sauer, aber vom Geschmack her so langweilig, dass es nur noch mit einem ordentlichen Schuss Sirup zu ertragen ist. Dieser Sirup war nie Bestandteil der originalen Weißen. Er wurde in der Zeit der Industrialisierung aus genannten Gründen erfunden.

Es gibt aber viele andere Berliner Weiße … sind diese dann nicht original?
Robin Weber: Viele Berliner Biere nennen sich Weiße. Das kann manchmal irreführend sein. Es gibt einige Biere in Berlin, die mit diesem Namen spielen. Bei genauerer Betrachtung fällt aber auf, dass keiner dieser Brauereien wirklich den reinen Namen „Berliner Weiße“ führt. Das liegt an oben genannter Besonderheit, dass eben die Original Berliner Weiße ein ganz anderes Getränk ist als die heutige industriell gefertigte Weiße. „Berliner Weiße“ als Name ist geschützt: sie muss traditionell gebraut werden und in Berlin hergestellt sein. Diese Anforderung erfüllt heute nur noch die Brauerei Brewbaker, die im Übrigen eine hervorragende Weiße produziert. Hier wollen wir ansetzen und darauf aufbauend das Angebot wieder vergrößern und unseren Teil zur Wiederbelebung dieses so herrlich gut schmeckenden Biers beitragen.

Um die Original Berliner Weiße herstellen zu können, benötigen Sie eine separate Abfüllanlage. Um diese finanzieren zu können, haben Sie eine Crowdfunding-Kampagne auf Startnext ins Leben gerufen. Warum der Weg über Crowdfunding?
Finn Hänsel: Wir haben auch einiges Geld von Freunden und Familie eingesammelt. Rein theoretisch wären wir auch damit über die Runden gekommen – allerdings langsamer und weniger publikumswirksam. Wir wollten die Berliner einfach mit ins Boot holen. Wir wollten unsere Story erzählen und zeigen, was wir machen möchten. Die ideelle und auch finanzielle Unterstützung unserer Fans hat vieles einfacher gemacht: Wir haben plötzlich Aufmerksamkeit, wir haben Vorbestellungen und mehr Geld für eine tolle Anlage und wir bekommen soviel Zuspruch, dass wir noch mehr spüren, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Das ist wirklich unglaublich.

Nach nur 26 Tagen haben Sie das Ziel von 50.000 Euro erreicht – wurde für Bier jemals so viel Geld in Deutschland „gecrowdfunded“?
Finn Hänsel: Soweit wir wissen: nein! StartNext ist die größte deutsche Plattform mit Fokus aus Crowdfunding und hier sind wir nicht nur das größte Bier-Crowdfunding, nicht einmal nur das größte Getränke-Crowdfunding, sondern sogar das größte Crowdfunding, welches jemals in der Kategorie „Food“ stattgefunden hat. Das macht uns sehr stolz und glücklich und zeigt, dass sich mehr und mehr Deutsche – und speziell Berliner – für das Thema traditionelles, kreatives und handwerklich gemachtes Bier interessieren.

Die Crowdfunding-Kampagne ist vorbei. Sie haben das Ziel zuletzt sogar auf 65.000 Euro erneuert und erreicht. Wie geht es nun weiter?
Finn Hänsel: Die Crowdfunding-Kampagne lief wirklich super. An dieser Stelle noch einmal ein großes Dankeschön an all unsere Unterstützer! Wir werden mit dem zusätzlichen Geld etwas Extra-Equipment realisieren. Eine Abfüllanlage für 0,75 l Flaschen, eine Abfüllanlage für Growler, so dass man unsere saisonalen Spezialitäten auch zuhause genießen kann und noch 1-2 weitere tolle Ideen.

Wie sieht der weitere Weg in Sachen Original Berliner Weiße aus? Wann können wir mit dem Produkt rechnen?
Robin Weber: Wir haben die Anlage jetzt finanziert und bestellt. Das ist für uns ein Riesenschritt. Wir erwarten die Lieferung und den Einbau im November/Dezember und hoffen, noch dieses Jahr brauen zu können. Mit allem drum herum wie Gärung, Abfüllung etc. rechnen wir mit einer Berliner Weiße aus unserer Anlage zum Februar 2016.

Was steht daneben noch an? Gibt es bereits Pläne für das kommende Jahr?
Robin Weber: Klar. Es gibt immer Pläne. Wir wollen unseren Schankraum etablieren, wir wollen mit Food Trucks zusammen arbeiten, wir wollen Köche überzeugen, mit unseren Bieren Food Pairings anzubieten. Wir möchten neben der Berliner Gastro-Szene auch in anderen Märkten Fuß fassen. Wer weiß, vielleicht können wir durch das Crowdfunding auch noch einige Spezialitäten außerhalb unseres Kernsortiments in Flaschen abfüllen.

An Fantasie und Enthusiasmus mangelt es bei uns zumindest nicht. Wir sind voller Tatendrang und müssen uns gerade eher bremsen als noch mehr Gas zu geben.

Berliner Berg Brauerei | berlinerberg.com | facebook.com/berlinerberg

Wir bedanken uns bei Robin Weber und Finn Hänsel für das offene und sehr interessante Interview und wünschen Berliner Berg weiterhin viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt!

Greg Koch über Stone Brewing und das „Berlin-brewed“ Craft Beer

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Stone Brewing Co. ist die zehntgrößte Craft-Bier-Brauerei in den Vereinigten Staaten. Bereits 2009 gab Co-founder und CEO Greg Koch bekannt, auch in Europa eine Brauerei eröffnen zu wollen. Nach der Besichtigung von mehr als 130 verschiedenen Locations in neun Ländern fiel die Wahl im vergangenen Jahr auf Berlin. Damit ist Stone Brewing die erste US-Brauerei, die in Europa eine unabhängige, eigene Brauerei hat. Natürlich darf da auch ein echtes, in Berlin gebrautes Stone Brew nicht fehlen: Am 7. Dezember wird das Stone Craft Beer zum allerersten Mal in Bars und Restaurants in verschiedenen Städten Europas ausgeschenkt. Cheers!

Mehr über Stone Bewing, die Brauerei in Berlin sowie das erste „Berlin-brewed“ Stone Craft Beer erzählt Greg Koch, Co-founder und CEO.

Erzählen Sie uns zuerst von Ihnen: Wie sind Sie in die Bierbranche und speziell zum Craft Beer gekommen?
Greg Koch: Mein erstes „richtiges“ Bier war das Anchor Steam von Anchor Brewing. Das war im Jahr 1987 in Los Angeles in einem Pub namens Al’s Bar. Dieses erste Anchor Steam war eine Offenbarung für mich und je mehr ich über die amerikanische Craft-Beer-Community erfahren habe, desto inspirierter war ich von der Kreativität, dem Gemeinschaftsgeist und dem Wesen dieser Industrie. Damals wuchs der Markt sehr stark, wenn auch anderes als heute. Trotzdem wurde ich zum Craft-Beer-Enthusiast und wollte unbedingt mitmachen. Ich wusste zwar noch nicht, welche Art von Business daraus entstehen würde, aber ich wusste ganz genau, dass ich ein Teil davon sein wollte!

Die Idee zu Stone Brewing entstand, als ich meinen späteren Partner Steve Wagner kennenlernte. Das war im Kurs „A Sensory Evaluation of Beer“, einem Programm der University of California, Davis, in Nordkalifornien.

Stone hat eine eigene Craft-Beer-Brauerei in Berlin eröffnet. Woher kam dieser Entschluss?
Greg Koch: Nun, die Idee nach einer geeigneten Location in Europa zu suchen, haben wir im Jahr 2009 erstmals bekannt gegeben. Seitdem haben wir uns mehr als 130 verschiedene Optionen in neun Ländern angeschaut. Ich liebe Berlin und ich liebe Deutschland. Im Juli 2014 konnten wir dann verkünden, dass wir uns für ein Gelände entschieden haben und uns aufmachen, der erste amerikanische Craft-Beer-Brauer zu sein, der in Europa eine unabhängige, eigene Brauerei baut und führt. Ich liebe den industriellen und historischen Charme der Berliner Gebäude. Besonders freue ich mich darauf, mit den Berliner Craft Beer Brauern zusammen zu kommen; sie haben uns hier sehr freundlich aufgenommen.

Sie sind also der Meinung, dass das Craft-Beer-Potenzial in Deutschland noch nicht ausgeschöpft ist. Wie ist der Markt in den USA aktuell im Vergleich dazu aufgestellt?
Greg Koch: Genau wie in Deutschland nutzen auch die meisten amerikanischen Brauer sehr traditionelle Zutaten für ihre Biere – Hopfen, Gerste, Wasser und Hefe im Rahmen des Reinheitsgebots. Was sich aber sehr unterscheidet, ist die Philosophie der amerikanischen Craft-Beer-Brauer im Vergleich zur deutschen Brauindustrie. Traditionelle deutsche Biersorten sind völlig anders als neue amerikanische Craft Biere. Es ist schwer, das jemandem zu erklären, der gerade kein Bier vor sich hat, um den Unterschied im Aroma und Geschmack selbst zu erleben. Stone ist kräftiger, stärker und herber als die traditionellen deutschen Biersorten. Viele Deutsche mögen diese starken, geschmacksintensiveren Biere nicht – das geht vielen Amerikanern aber genauso. Auch heute trinken viele Amerikaner industrielles Lager, genau wie die Deutschen ihr Pils.

Ist eine weitere Expansion in Europa oder auf einem anderen Kontinent geplant?
Greg Koch: In Bezug auf den Vertrieb, ja. Berlin soll zu unserem internationalen Drehkreuz werden; ein zentraler Ort, von dem aus Stone wächst und die Versorgung aller Himmelsrichtungen mit gutem Craft Beer koordiniert. Das gibt uns am Ende die Möglichkeit, unsere Fans in ganz Europa mit frischestem Qualitätsbier zu versorgen.

Am 7. Dezember wird das in Berlin gebraute Stone Brew zum ersten Mal frisch aus dem Zapfhahn ausgeschenkt. Erzählen Sie uns davon!
Greg Koch: Der 7. Dezember ist ein historischer Tag für Stone Brewing. Wir sind die ersten amerikanischen Craft-Beer-Brauer, die eine eigene und unabhängige Brauerei in Europa aufbauen und betreiben. In Berlin gebrautes, frisches Stone Craft Beer wird an diesem Tag zum allerersten Mal in Bars und Restaurants in verschiedenen Städten Europas ausgeschenkt. Der 7. Dezember ist nicht nur ein besonderer Tag für Craft-Beer-Fans, es ist auch ein bedeutender Moment für die internationale Craft-Beer-Szene: ein Zeichen für die geteilte Vision, die Zusammenarbeit und vereinte Leidenschaft für das Handwerk.

Auch in anderen europäischen Städten wird an dem Tag Bier ausgeschenkt. Woher kam die Idee dazu? Was soll damit erreicht werden?
Greg Koch: Als wir festgelegt haben, wie wir unsere ersten Fässer aufteilen, wollten wir diese nicht nur auf Berlin beschränken. Wir haben auch unseren anderen europäischen Freunden Fässer angeboten und die Resonanz war überwältigend. Wir möchten Stone Beer am 7. Dezember weit und breit bekanntmachen.

Welches Bier wird denn ausgeschenkt? Oder werden es verschieden Sorten sein?
Greg Koch: Die Biersorten werden von Bar zu Bar variieren. Dazu zählt das in Berlin gebraute Stone IPA, das kultige West-Coast-style IPA, das verwegene Arrogant Bastard Ale und das beliebte Stone Xocoveza for the Holiday & the New Year. Das Stone IPA wird am selben Tag in Fässer gefüllt und an die Berliner Bars geliefert. Wenn es um 18:00 Uhr gezapft wird, erleben Berliner Craft-Beer-Fans einen ultimativ frischen Hopfengeschmack. Stone IPA ist eines der meistverkauften Craft Biere in den USA und hat schon Generationen von Hopfenliebhabern begeistert.

Arrogant Bastard Ale ist ein eher aggressives Ale mit Qualität und Tiefe, das nur für würdige Seelen bestimmt ist und nicht an Industriebier-Trinker verschwendet wird. Stone Xocoveza for the Holiday & the New Year steht für Stones Leidenschaft für innovative Braukunst. Dieses Mocha Stout ist von mexikanischer Heißerschokolade inspiriert und vereint unkonventionelle Brauzutaten wie Chili, Vanille, Zimt, Muskat, Kaffee und Kakao.

Warum sollte jeder mal ein Bier von Stone Brewing probiert haben? Was macht die Produkte so einzigartig?
Greg Koch: Stone Brewing ist bekannt für seine kräftigen, geschmacksintensiven und hopfenreichen Craft Biere. Wir legen viel Wert auf Beständigkeit was unsere Geschäftsmoral betrifft – mit unseren innovativen Rezepturen gehen wir aber gern an neue Grenzen. Für viele Europäer wird unser Craft Beer ganz neue Geschmackswelten eröffnen.

Wie sehen die Pläne nach dem 7. Dezember aus? Worauf können die Fans sich freuen?
Greg Koch: Unsere 10 Hektoliter Pilotbrauerei ist heute schon in Betrieb und wird im kommenden Frühjahr von dem großen 100 Hektoliter Brauhaus ergänzt, in dem wir ganzjährige Biersorten und besondere Special Releases brauen. Die Bauarbeiten laufen auf Hochtouren und die Eröffnung der Hauptbrauerei, der Verpackungshalle und des Stone Brewing World Bistro & Gardens – ist im März 2016 geplant. Insgesamt renovieren wir das Gelände des historischen Gaskraftwerks im Berliner Marienpark mit einer ersten Investition von mehr als 25 Millionen US-Dollar. Wir verwandeln fast 2 Hektar Innen- und Außenfläche in einen Weltklassebetrieb für Craft-Beer-Liebhaber aus aller Welt mit dem vielseitigen farm-to-table Restaurant, den weitläufigen Gärten, dem speziell angefertigten Brauhaus aus Edelstahl und vielem mehr.

Stone Brewing Berlin | | berlin.stonebrewing.com | facebook.com/StoneBrewingBerlin
Stone Brewing Co. | stonebrewing.com | facebook.com/StoneBrewingCo

Wir bedanken uns bei Greg Koch für das offene und sehr interessante Interview und wünschen Stone Brrewing weiterhin viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt!

HOPFMEISTER: Über Craft-Biere und Bier-Cocktails

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Ein Designer, der in seinem eigenen Büro in München urpsrünglich Etiketten für Bier-Marken entwerfen wollte, entwickelt kurzerhand selbst ein eigenes Craft-Bier namens HOPFMEISTER. Klar, dass da auf das Design viel Wert gelegt wird. Aber auch das, was Marc Gallo in die Flaschen gebracht hat, kann sich sehen und schmecken lassen. Doch das alles reicht ihm noch nicht, seine neueste Passion sind Bier-Cocktails. Auch wenn es ihm selbst zum Tüfteln oftmals an Zeit fehlt, gibt es bereits ein paar Kreationen. Darin gesellt sich zum Bier dann Pinot Noir Sekt und Bitterlikör.

Im Interview erzählt Marc Gallo, Gründer und kreativer Kopf hinter HOPFMEISTER, von diesen Bier-Cocktails sowie von den Produkten als solche und der Entstehung der Marke.

Herr Gallo, wie sah Ihr persönlicher „Bier zum Weg“ aus?
Marc Gallo: Ich bin Designer (Schwerpunkt CI) mit eigenem Büro in München und wollte ursprünglich mal Etiketten für Bier-Marken entwerfen. Auf Messen kam ich dann mit der Craft-Bier-Bewegung in Kontakt und da war’s um mich geschehen. Nach meiner Ausbildung zum Biersommelier und dem Austausch mit Braukollegen wurden die Ideen dann konkreter und landeten schließlich in und auf der Flasche.

Seit wann gibt es HOPFMEISTER? Wie haben Sie die Marke entwickelt?
Marc Gallo: Um mit den Brauereien ins Gespräch zu kommen, habe ich mir die Frage gestellt, welche Biere ich trinken würde und wie ich diese vermarkten (verpacken) würde. Die Ideen habe ich zu Papier gebracht und daraus ein Konzept gebastelt. Die Rezepturen habe ich vor und nach meiner Biersommelier-Ausbildung mit verschiedenen Braumeistern entwickelt. Das schöne daran war, dass ich ein Jahr in Ruhe an beiden kreativen Prozessen arbeiten und diese aufeinander abstimmen konnte. Auf der Braukunst Live 2015 (März) wurden die Biere dann erstmalig vorgestellt. Mitte Juni wurden alle Biere erstmalig abgefüllt.

Welche Sorten von HOPFMEISTER gibt es?
Marc Gallo: Es gibt momentan drei verschiedene Sorten:

  • GIPFEL GLÜCK: Die exotische Weiße ist unser beliebtestes Bier und ziemlich untypisch für den Bierstil, weil der Körper deutlich schlanker ist, nicht so viel Kohlensäure enthält und die Hefe die fruchtigen Aromen der Kalthopfung unterstützt. Der Duft erinnert an Mango & Maracuja und das Bier ist süffig wie ein frisch gezapftes Kellerbier.
  • SURFERS ALE: Das goldfarbene Pale Ale repräsentiert kein typisches amerikanisches Westcoast Pale Ale, ist eher englisch-deutsch auf Grund der milden Bittere (35IBU) und dezenten Hopfung mit Aromen von Mandarine und ein wenig Gras.
  • Irish ROAD TRIP: Ein vollmundiges All-Day-IPA. Unkompliziert zu trinken mit fruchtigen Aromen von Citrus, Mango & Gras. Das Cuvée erinnert ein wenig an Fassreifung.

Wer ist für die Herstellung zuständig? Welche Rohstoffe werden verwendet?
Marc Gallo: Gebraut wird in der Schlossbrauerei Hohenthann. Wir verwenden Malze aus der Region, Bitterhopfen aus der Hallertau und Aromahopfen aus den USA.

Über welche Distributionswege wird das Bier vermarktet?
Marc Gallo: Über Großhändler für Gastronomie- und Einzelhandel, aber auch direkt über den Handel.

Sie selbst sind großer Fan von Bier-Cocktails. Bier und Cocktails, wie passt das denn überhaupt zusammen?
Marc Gallo: Da schlägt auch mein Herz höher und ich glaube, dass es hier noch wahnsinnig viel zu entdecken gibt – gerade in Kombination mit fassgereiften Bieren und Sauerbieren. Leider fehlt mir die Zeit für Versuche. Dennoch haben wir dieses Jahr zwei Rezepte mit unserem GIPFEL GLÜCK heraus gebracht. Der GIPFEL SPRITZ Rouge hat am meisten überzeugt und kam in der Gastronomie sehr gut an. Kombiniert man 2/3 HOPFMEISTER Gipfel Glück mit 1/3 Pinot Noir Sekt (z.B. Weingut Krieger) und einem Schuss Picon À L’Orange Bitterlikör (Färbung: orange-orange-rot), erhält man einen erfrischenden Sommer-Cocktail mit Charakter. Normaler Sekt funktioniert leider nicht, weil zu sauer und trocken. Das Geheimnis liegt in der Verwendung der weiß gekelterten Burgunder-Trauben, die dem Sekt mehr Süße und Aroma verleihen.

Das ist Ihrer Meinung nach also einer der großen Trends, die uns in den nächsten Monaten begleiten werden?
Marc Gallo: Ich würde es mir wünschen, dass mehr Cocktail-Bars und Craft-Beer-Bars mit Bier-Cocktails arbeiten. Die Craft-Biere sind auf Grund Ihrer ausgeprägten Aromen dafür natürlich prädestiniert. Allerdings schmeckt jedes Pale Ale, Stout oder Sauerbier anders und die individuellen Zutaten müssen perfekt im Cocktail harmonieren. Da ist Tüfteln angesagt. Es gibt aber auch ein paar Tricks, die immer gehen.

Die Kunst und der Ethos der Brauer ist es ja auch, sämtliche Aspekte wie Frucht, Säure, Reifung usw. in das Bier zu packen – eben das, was einen interessanten Cocktail ausmacht. Der Impuls kann also nur vom Mixologen kommen. Den Brauer beschäftigt das weniger. Da die klassischen Craft-Bier-Themen mit Ihrer Sortenvielfalt momentan die Medien beherrschen und das Thema Craft-Bier ohnehin sehr erklärungsbedürftig ist, glaube ich nicht, dass sich Cocktails daneben behaupten können. Craft-Bier muss erst mal in Deutschland ankommen. In den USA ist es längst gelebte Bierkultur.

Gibt es denn neben den Bier-Cocktails bei Ihnen schon weitere Ideen oder Pläne, die Sie im Kopf haben?
Marc Gallo: Leider fehlen mir die Möglichkeiten, alle meine Ideen umzusetzen. Deshalb muss ich erst mal kleine Schritte machen. Nächstes Jahr plane ich zunächst mit einer neuen Sorte und einem Collaboration Brew. Mehr dann auf der Braukunst Live 2016.

HOPFMEISTER | hopfmeister.com | facebook.com/hopfmeister

Wir bedanken uns bei Marc Gallo für das offene und sehr interessante Interview und wünschen HOPFMEISTER weiterhin viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt!

IBEER – für alle, die etwas Neues „probeeren“ wollen

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Am Anfang der IBEER GmbH stand die Idee, ein eigenes Lifestyle-Getränk zu etablieren. Nun bietet man ein Tequila Flavored Beer, das mit einer ganz eigenen und neuartigen Flavor-Note ausgestattet ist. Ein Geschmack, der der Masse vertraut ist, sich aber von der Konkurrenz unterscheiden soll. Mit einem Alkoholgehalt von 3% eignet sich der Biermix für verschiedenste Anlässe – sei es als After-Work-Drink, mit Freunden am See, in der Bar, im Club oder auf Festivals. IBEER soll der perfekte Partner sein für alle, die auf der Suche nach etwas Neuem sind. Und die vor allem etwas Neues „probeeren“ wollen.

about-drinks sprach mit Timu Einemann, Prokurist der IBEER GmbH, über die Marke, das Produkt und die Unterschiede zu anderem Tequila Flavored Beer.

„Probeer was Neues“ heißt es auf Ihrer Website. Was gibt es denn zu probieren?
Timu Einemann: IBEER ist zwar ähnlich wie die bekannte Konkurrenz auf Basis eines Tequila Flavor aufgebaut, jedoch ist der neu kreierte Flavor, der den Geschmack von IBEER definiert, etwas komplett Neues, was es im Bereich Biermisch-Getränke noch nicht auf dem Markt gibt.

Woher kam die Idee? Erzählen Sie uns die IBEER-Story!
Timu Einemann: Jürgen Dollinger (Geschäftsführer der IBEER GmbH) betreibt seit knapp 15 Jahren eine Bar in Ingolstadt. In diesem Rahmen ist über die letzen Jahre hinweg die Urmischung von IBEER entstanden. Ich und mein Bruder (Sebastian Einemann; ebenfalls Prokurist der IBEER GmbH) sind die Inhaber der Marketing-/Werbeagentur Ehoch2. Vor knapp 2 Jahren hat sich der Kontakt zwischen Jürgen und uns aufgebaut und wir haben uns entschieden, unsere Kompetenzen zusammenzulegen und ein Produkt zu kreieren, welches professionell vermarktet und produziert unter einer gemeinsamen Firma auf den Markt gebracht werden soll. Ab hier folgte der Aufbau einer Kooperation mit der Brauerei Herrnbräu aus Ingolstadt, um eine professionelle Produktion, sowie Vertriebs- und Logistikstruktur liefern zu können. Daraufhin folgte die Kreation des Labels IBEER und die gesamte Markenkreation, die finale Entwicklung des Getränks IBEER nach allen relevanten lebensmittelrechtlichen Aspekten und das endgültige Geschmacksdesign. Der gesamte Prozess von Idee bis Marktreife hat knapp ein Jahr gedauert.

Tequila Flavored Beer ist in Deutschland bereits bekannt. Worin unterscheidet sich Ihr Produkt von anderen Marken, die es bereits gibt?
Timu Einemann: Erstens: IBEER schmeckt nicht wie die bekannten Tequila Flavored Biere. IBEER ist daher auch als „flavored beer“ deklariert (siehe Label). Zweitens: Labeling und Markenkommunikation unterscheiden sich von der der bekannten Größen wie Desperados oder SALITOS. Wir gehen bewusst den Weg des cleanen, straighten Designs und treten nicht als Tex-Mex Tequila Beer auf.

Was ist alles drin in dem Produkt?
Timu Einemann: Die Basis ist ein Tequila Flavor und Limettensaftkonzentrat und Waldmeister gemischt mit einem Bier und Erfrischungsgetränk der Brauerei Herrnbräu. Der Flavor, der IBEER zum IBEER-Geschmack führt, ist jedoch geheim.

Über welche Distributionswege ist IBEER erhältlich?
Timu Einemann: Online auf ibeer.eu. Edeka C&C Großmarkt. Im Raum Ingolstadt in den Getränke Hörl Märkten und Edeka Wendler. Im Raum München über Getränke Kratzer und Getränke K&F. Im Raum Berlin über Gastronomieberatungs- und Lieferservice Meyer GmbH. Zudem kann deutschlandweit über alle GES eG Mitglieder IBEER angefordert werden. Der weitere Ausbau der Distributionswege ist natürlich immer noch Priorität 1.

Welche Kommunikationsmaßnahmen nutzen Sie bei der Vermarktung? Was machen Sie speziell im Social-Media-Bereich?
Timu Einemann: Partnerschaften auf Events, um den direkten Kontakt zum Produkt zu schaffen und im passenden Kontext wahrgenommen zu werden (Outdoor mit eigenem Ausschankwagen), POS-Kommunikation (Gastronomie und Getränkehandel). Kooperation mit Bloggern, B2C Aktionen, z.B. über brandnooz.de. Über Social Media (Facebook, Instagram, Twitter) wird vor allem mit Bewegtbild und Fotografie gearbeitet, um guten Content zu liefern. Generell ist die Kommunikation nicht werblich, sondern imagebildend.

Kleiner Ausblick: Wo sehen Sie IBEER in ein paar Monaten/Jahren?
Timu Einemann: In sehr vielen Frauenhänden.

IBEER | ibeer.eu | facebook.com/ibeereu

Wir bedanken uns bei Timu Einemann für das offene und sehr interessante Interview und wünschen IBEER weiterhin viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt!

Warsteiner-Kampagne „Ein Wir geht immer“: Nur Kesgin-Sasse und Jürgen Klopp im Interview

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Am 18. April startete Warsteiner seine neue Kampagne mit dem Motto „Ein Wir geht immer“. Darin bewirbt die familiengeführte Privatbrauerei ihre alkoholfreien Premiumbiere: Warsteiner Pilsener Alkoholfrei, Warsteiner Herb Alkoholfrei und Warsteiner Radler Alkoholfrei. Im Mittelpunkt der drei Kampagnen-Spots steht – neben den Bieren selbst – der neue Markenbotschafter Jürgen Klopp. Der Trainer des FC Liverpool vermittelt auf seine gewohnt unterhaltsame Art die Kernbotschaft: Ein Warsteiner Alkoholfrei passt immer, zu jeder Gelegenheit und zu jeder Zeit.

about-drinks sprach mit Nur Kesgin-Sasse, Brand Direktorin der Marke Warsteiner, und dem Markenbotschafter Jürgen Klopp über die neue Kampagne, Warsteiners Alkoholfrei-Range sowie den Alkoholfrei-Markt im Allgemeinen.

Jürgen Klopp ist seit Anfang dieses Jahres Markenbotschafter für Warsteiner Alkoholfrei. Warum fiel die Wahl gerade auf ihn?
Nur Kesgin-Sasse: Jürgen Klopp ist einfach ein großartiger Sympathieträger. Er ist geradlinig, nahbar und authentisch. Bei seinem Handeln strebt er immer nach Spitzenqualität – genau wie wir. Er beim Fußball und wir beim Bierbrauen. Daher ist er der perfekte Markenbotschafter für unsere alkoholfreien Premiumbiere und wir sind stolz, mit ihm zusammen arbeiten zu dürfen.

Am 18. April startete die neue Kampagne „Ein Wir geht immer“ mit „Kloppo“. Welche Kernbotschaft vermittelt die Kampagne und welche Maßnahmen umfasst sie?
Nur Kesgin-Sasse: Die Kernbotschaft der Kampagne beruht auf dem Insight, dass ein Warsteiner Alkoholfrei immer, zu jeder Gelegenheit und zu jeder Zeit passt – am besten in Gemeinschaft. Denn ein WIR geht eben immer. Mit der Kampagne setzen wir einen klaren Fokus auf die Alltagstauglichkeit alkoholfreier Biere und grenzen uns bewusst von sportbezogener Kommunikation des Wettbewerbs ab. Hiermit sind wir Pionier und Vorreiter im wachsenden Segment alkoholfreier Biere.

Die Kampagne wird über TV, OOH und am POS sowie über konsumentenaktivierende Social Media- und On-Groundevents in Großstädten und PR gespielt.

Worum geht es in den drei TV-Spots?
Nur Kesgin-Sasse: Die Spots spielen mit dem Gemeinschaftsgedanken und werden auf intelligent-humorvolle und selbstironische Weise von Jürgen Klopp gekonnt in Szene gesetzt. So wie im 25-sekündigen Hauptspot, in dem er von einem Bekannten mittags im Bistro beim Biertrinken ertappt wird: „Jürgen, was ist nur aus Dir geworden? Ihr trinkt ein Bier nach dem anderen und dann geht’s zum Training?“. Darauf antwortet Jürgen schmunzelnd: „Ja, wir haben da so unsere Prinzipien und die ziehen wir auch ganz nüchtern durch – Prost“. Auch die 20- und 15-Sekünder sind passgenau auf ihn zugeschnitten, unterhaltsam und mit einer Prise Selbstironie inszeniert.

Aber Spots sollte man nicht erzählen, sondern sehen unter https://www.youtube.com/user/WarsteinerVideos – viel Spaß!

Die drei Spots sind also intelligent-humorvoll und selbstironisch – wieso passt das gerade so gut zu alkoholfreiem Bier?
Nur Kesgin-Sasse: Weil man eben auch mit Warsteiner Alkoholfrei Spaß haben kann. Und das immer und überall. Auch beim Dreh zu den Spots – hier das Video des Making-ofs: https://www.youtube.com/watch?v=ZxA_7QvPNNg


Nur Kesgin-Sasse im Porträt
Vor Warsteiner war Nur Kesgin-Sasse sechs Jahre lang für die Marke Capri-Sonne tätig. Zunächst im internationalen Marketing – zeitweise auch mit Sitz in Dubai – und dann im nationalen Marketing mit globaler Verantwortung als Senior Marketing Manager Global. Ihre Karriere begann bei der Nestlé Deutschland AG. Nach einem Praktikum mit anschließender Diplomarbeit absolvierte sie ein Marketing & Sales Traineeprogramm im In- und Ausland. Im September 2015 kam Nur Kesgin-Sasse zur Warsteiner Brauerei und ist seither als Brand Direktorin für die Marke Warsteiner verantwortlich.

Nur-Kesgin-Sasse


Sprechen wir über die Alkoholfrei-Produkte selbst: Um welche Biere geht es da? Was ist das Besondere und wie unterscheiden sie sich von anderen alkoholfreien Bieren?
Nur Kesgin-Sasse: Unsere Alkoholfrei-Sorten wurden speziell für Bierfans entwickelt, die den erfrischenden und vollen Pils-Geschmack immer und überall genießen wollen: Warsteiner Pilsener Alkoholfrei ist der Klassiker, der durch seinen milden und gleichzeitig vollen Geschmack überzeugt. Warsteiner Herb  Alkoholfrei ist doppelt gehopft und steht für einen herben, kräftigen Geschmack. Und wer es lieber fruchtiger mag, für den gibt es Warsteiner Radler Alkoholfrei – 100% natürlich und ohne künstliche Zusatzstoffe.

Sehen Sie im Segment der alkoholfreien Biere noch größeres Potenzial? Wird die Wichtigkeit des Segments Ihrer Meinung nach oftmals „unterbewertet“?
Nur Kesgin-Sasse: Der Biermarkt in Deutschland ist seit Jahren rückläufig. Innerhalb dieser schrumpfenden Kategorie zählt das Segment der alkoholfreien Biere – neben hellem Bier und Bierspezialitäten – zu den Wachstumstreibern im Markt. In den letzten zehn Jahren verzeichnete alkoholfreies Bier ein rasantes Wachstum von über 100%, der Markt hat sich in dieser Zeit mehr als verdoppelt. Auch der Marktanteil hat sich positiv entwickelt. Lag er im Jahr 2006  noch bei 2,5 %, so steht alkoholfreies Bier heute für 5,5 % des gesamten Bierabsatzes (Quelle: ACNielsen LEH+GAM; Basis: AF Bier Total).

Diese positive Entwicklung ist insbesondere durch das veränderte Fitness- und Gesundheitsbewusstsein der Konsumenten zu erklären. Zudem spricht alkoholfreies Bier ein breites Publikum an und ist auch für Frauen eine leckere Alternative. Mit unserer Warsteiner Alkoholfrei-Range setzen wir bewusst auf diesen Trend und wollen mit unserer Kommunikationsplattform „Ein Wir geht immer“ unser Alkoholfrei-Sortiment emotional aufladen und stärken. Besonders erfreulich ist, dass sich unsere Alkoholfrei-Pilsrange im letzten Jahr  sogar mit +6% vs. VJ überproportional zum Markt entwickeln konnte. Das Marktwachstum lag nur bei +3,0 % vs. VJ (ACNielsen LEH+GAM 2015 vs. 2014; Basis: AF Pils).

Herr Klopp, Sie sind nun also neuer Markenbotschafter für die Alkoholfreien von Warsteiner. Für Sie als Sportler sind alkoholfreie Biere ja sicher genau das Richtige. Was macht die Warsteiner-Produkte für Sie besonders?
Jürgen Klopp: Grundsätzlich trinke ich einfach gerne Bier. Früher hätte man mich damit jagen können, irgendwann hat es dann angefangen zu schmecken. Und da ist alkoholfreies Bier bei mir absolut eine Variante, ob nach dem Sport oder auch mal mittags. Für Warsteiner bin ich angetreten, weil ich die Alkoholfreien einfach lecker finde. Da ist für jeden das Passende dabei.

Wie lange hat Ihre Zusage für Warsteiner gedauert nachdem Sie das Angebot als Markenbotschafter erhalten haben?  
Jürgen Klopp: Wenn man mich gefragt hätte, für was ich gerne einmal Werbung machen würde hätte ich gesagt: eine Brauerei! Denn ich komme selbst aus einer Brauerfamilie. Mein Opa und meine beiden Onkel haben Bier gebraut – ich bin quasi mit Bier großgezogen worden. Daher hatte ich schon immer einen Bezug dazu. Aber ich muss auch hinter dem Produkt stehen und die Alkoholfreien von Warsteiner schmecken mir. Passt also! Ich freue mich sehr über die Zusammenarbeit!

Warsteiner | warsteiner.de | facebook.com/Warsteiner | youtube.com/user/WarsteinerVideos

Wir bedanken uns bei Nur Kesgin-Sasse und Jürgen Klopp für das offene und sehr interessante Interview und wünschen Warsteiner weiterhin viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt!

Im Gespräch: Veltins-Marketingdirektor Herbert Sollich über das neue V+Remix

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VELTINS V+ war bisher bunt im Auftritt und erfrischend-süß im Geschmack. Das ändert sich jetzt mit den beiden neuen Produkten V+Remix Citrus und V+Remix Malt. Mit ihnen führt die Dachmarke V+ zwei Sorten ein, die den aktuellen Trend hin zu mehr Natürlichkeit aufgreifen und die bewährte Range zeitgemäß weiterentwickeln. Mit 90% Bier und nur 10% Flavour wird es für Freunde der innovativen Biermixmarke ab sofort bierig wie nie.

about-drinks sprach mit Herbert Sollich, Marketingdirektor der Brauerei C. & A. Veltins, über die beiden neuen Produkte, den Unterschied zur bisherigen V+ Range sowie über den momentanen Trend hin zu mehr Natürlichkeit.

Herbert Sollich (Jahrgang 1962) studierte Betriebswirtschaftlehre an der Universität Trier und absolvierte sein Studium 1990 als Diplom-Kaufmann. Von 1991 bis 1993 machte er seine Trainee-Ausbildung bei der Holsten Brauerei Hamburg im Bereich Marketing. Anschließend war er drei Jahre Leiter Sponsoring, Messen, Veranstaltungen der Brauerei C. & A. VELTINS. Seit Mai 1996 ist er bei VELTINS Marketing-Direktor und in der Funktion Prokurist Mitglied der Geschäftsleitung.

Veltins führt unter der Dachmarke V+ mit V+Remix Citrus und V+Remix Malt zwei neue Geschmackssorten ein. Diese unterscheiden sich jedoch von den bisherigen V+Sorten – inwiefern?
Herbert Sollich: Mit den neuen V+Remix Sorten haben wir zwei Biermischgetränke kreiert, die sich bewusst deutlich von der bestehenden V+Range unterscheiden. Sie sind bieriger, haben im Gegensatz zu den anderen V+Sorten auch einen 90%igen Bieranteil.

Wieso diesmal der Schwenk hin zu diesen betont bierigeren Biermischgetränken?
Herbert Sollich: Mit der Entwicklung der V+Range hat sich auch die Zielgruppe weiterentwickelt. In unserer Marktforschung haben wir den Wunsch nach deutlich bierigeren Produkten erkannt. V+Remix spricht somit eine etwas ältere Zielgruppe an, damit ist auch V+ mit den neuen Varianten erwachsener geworden und erreicht ein erweitertes Zielgruppenspektrum.

Wie genau ist die Zielgruppe einzuordnen – auch im Vergleich zu der bisherigen V+ Zielgruppe?
Herbert Sollich: Die Zielgruppen für diese unterschiedlichen V+Sorten unterscheiden sich klar. Die recht bunte Markenwelt und der erfrischend-süße Geschmack der bestehenden V+Sorten erfreuen mit der gewünschten Alkoholreduzierung die jüngeren Erwachsenen ab 18 Jahren. V+Remix ist dagegen erwachsener geworden – und spricht mit Produkt und Design eine Zielgruppe zwischen 25 und 35 Jahren an. Damit gelingt V+ künftig ein nahtloser Übergang in der erweiterten Altergruppe.

Es wird also auch dem Trend nach mehr Natürlichkeit Rechnung getragen. Daher auch die Etiketten im neuen Look?
Herbert Sollich: Ja, das ist so. In Deutschland sind aktuell Produkte gefragt, die sowohl als Produkt als auch im Design dem Attribut nach mehr Natürlichkeit entsprechen. Mit V+Remix gehen wir diesen Weg, indem wir die Etiketten in diese Farbwelt überführt haben. Aber auch der Geschmack trifft, denn er besitzt weniger Süße. Und die Markenwelt erscheint nicht mehr so bunt wie bei den übrigen V+Sorten, die selbstverständlich in ihrer Zielgruppe weiterhin präsent und nachgefragt sind.

Woher kommt Ihrer Meinung nach dieser aktuelle Trend dieser natürlichen Biere bzw. Bierspezialitäten – vergleichbar zum Grevensteiner Landbier, das auch sehr erfolgreich ist?
Herbert Sollich: Man möchte sich doch wohlfühlen mit den Produkten, die man für sich gewählt hat. Dabei spielt die Optik eine Rolle, aber natürlich auch die Ingredienzien und der Geschmack. In der Vielfalt des Angebots überzeugen jene Produkte mit Erfolg, mit denen sich der Verwender gut und auch gern abgrenzen kann. Wenn es dann noch gut schmeckt, stimmt das Produktkonzept.

Ab wann und in welchen Gebinden sind die neuen Produkte erhältlich? Über welche Distributionswege werden diese dann vermarktet?
Herbert Sollich: Die Markteinführung von V+Remix Citrus und V+Remix Malt ist im Mai gestartet. Die beiden Produkte sind im 24er-Mehrwegkasten und im Sixpack im Handel erhältlich. Auch auf angesagten Veranstaltungen und Events, gerade im urbanen Umfeld, werden wir mit V+Remix präsent sein.

Durch welche verschiedenen Mediaaktivitäten wird die Markteinführung flankiert?
Herbert Sollich: Wir begleiten die Markteinführung durch umfassende Mediaaktivitäten. Bis zum Jahresende laufen Markenspots im Kino. Außerdem stärken wir unsere Internet-Präsenz und schalten ganzjährig Online-Spots in zielgruppenaffinen Umfeldern. Gerade zum Produktstart helfen Produktsamplings und Promotionaktivitäten, V+Remix bekannt zu machen und erste Probierkontakte zu schaffen.

Gibt es sonst noch Dinge seitens der Brauerei, auf die sich die Fans in diesem Jahr noch freuen dürfen?
Herbert Sollich: Neben dem Start in 2016 von V+Remix Citrus und V+Remix Malt haben wir bereits im März der Sortenspezialität Grevensteiner Original mit Grevensteiner Ur-Radler eine Biermix-Ergänzung zur Seite gestellt.

VELTINS V+ | vplus.de | facebook.com/vplus

Wir bedanken uns bei Herbert Sollich für das offene und sehr interessante Interview und wünschen VELTINS V+Remix viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt!


Im Gespräch: Geschäftsführer Dirk Schönzart über die Neue Bierkultur GmbH

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Inspirierendes Miteinander gegenüber dem üblichen Konkurrenzdenken – dafür steht die Neue Bierkultur GmbH. Der Zusammenschluss von befreundeten Brauern und Enthusiasten setzt sich für die Entwicklung einer neuen Craftbier-Kultur ein und fungiert gleichzeitig als Service- und Vertriebsgesellschaft. Mit an Bord sind namhafte Brauereien und Marken wie And Union, BRLO, CREW Republic, Maisel & Friends und Stiegl. Momentan hat die Neue Bierkultur GmbH 60 Biere im Vertrieb, die sich allesamt deutlich voneinander unterscheiden – und genau das macht das Ganze so spannend.

about-drinks sprach mit Dirk Schönzart, dem Geschäftsführer der Neuen Bierkultur GmbH, über den Zusammenschluss, die verschiedenen Biere im Sortiment sowie die aktuelle Lage des Craftbiers im Allgemeinen.

Wer oder was ist die Neue Bierkultur GmbH?
Dirk Schönzart: Zum Einen ist die Neue Bierkultur GmbH ein Zusammenschluss von befreundeten Brauern und Enthusiasten, die sich für die Entwicklung einer neuen Bierkultur einsetzen. Und zum Anderen ist sie vom Zwecke her eine Service- und Vertriebsgesellschaft.

Woher kam die Idee dazu?
Dirk Schönzart: Die Idee stammt von den Brauereien selbst – dabei kam der erste Impuls von Maisel & Friends. Die Entwicklung vom Ansatz bis zum Ergebnis der Neuen Bierkultur GmbH ist ein Gemeinschaftsprojekt aller beteiligten Brauereien, welches ich mit viel Freude von Anfang an mit entwickeln durfte.

Welche Brauereien bzw. Marken sind beteiligt?
Dirk Schönzart: And Union, BRLO, CREW Republic, Maisel & Friends, Stiegl – ferner ist Jeroen Bosch als Agentur für drei belgische Brauereien beteiligt.

Wie viele Craft Biere haben Sie im Angebot?
Dirk Schönzart: Zum jetzigen Zeitpunkt haben wir um die 60 Biere im Vertrieb durch die Neue Bierkultur GmbH.

Was ist an Ihren Craftbieren anders als an anderen?
Dirk Schönzart: Unsere Craftbiere unterscheiden sich deutlich voneinander. Das macht das Sortiment auch so spannend. Die Gemeinsamkeit besteht darin, dass alle unsere Brauer die gleiche Qualitätsphilosophie verfolgen und mit dem gleichen Enthusiasmus  die Entwicklung des Segments partnerschaftlich vorantreiben. Daher freuen wir uns auch über die vielen begeisternden Kreationen anderer Brauereien.

Sind auch eigene Craftbiere unter der Marke Neue Bierkultur geplant?
Dirk Schönzart: Nein – die Neue Bierkultur will auch keine eigenständige Marke sein, sondern sieht sich als B2B-Service- und Vertriebsgesellschaft. Die  Marken der einzelnen Brauereien stehen jede für sich im Vordergrund. Unabhängig davon kann es natürlich auch zu Co-Brews innerhalb der beteiligten Brauereien kommen, wie z.B. bereits zwischen Maisel und Stiegl geschehen.

„Die Neue Bierkultur steht für ein inspirierendes Miteinander gegenüber dem üblichen Konkurrenzdenken.“ Ist das Konkurrenzdenken in dieser doch recht kleinen Branche Ihrer Meinung nach zu groß?
Dirk Schönzart: Wir beziehen das „übliche Konkurrenzdenken“ nicht auf die recht kleine Branche der Craft-Brauer, sondern auf die Konkurrenz innerhalb der „alten“ Bierwelt, also beispielsweise den Verdrängungswetttbewerb zwischen den sogenannten „Fernsehbieren“. Das inspirierende Miteinander steht nicht nur für die „Neue Bierkultur“ als Gesellschaft, sondern vielmehr für die Craft-Szene in Gänze. Die Neue Bierkultur GmbH mit ihren beteiligten Brauereien ist der Überzeugung, dass sich die Craftbier-Bewegung nur durch Vielfalt und das „inspirierende“ Miteinander aller nachhaltig entwickeln kann. Wir verstehen uns also als ein treibendes Element innerhalb des inspirierenden Miteinanders.

Könnten nicht noch viel mehr solcher Synergien wie bei der Neuen Bierkultur entstehen, wenn man mehr miteinander statt gegeneinander arbeiten würde?
Dirk Schönzart: Gerne möchte ich in diesem Zusammenhang z.B. auf den Erfolg des VDP (Verband der deutschen Prädikatsweingüter) hinweisen. Damit meine ich zunächst nicht die Positionierung als (selbsternannte) „Elite“, sondern vielmehr den grundsätzlich hohen Qualitätsanspruch der beteiligten Winzer, dem Streben nach Klarheit im Lagengedanken (enge Herkunftsbezeichnung) und der gemeinsamen Kommunikation, auch in Richtung der Verbraucher. Auf der ProWein stehen – klassisch betrachtet – Wettbewerber dicht an dicht nebeneinander und sind gemeinsam erfolgreich. Das Emblem des VDP steht heute für den Endkonsumenten für qualitativ hochwertige Weine und bietet entsprechende Sicherheit. Grundsätzlich bin ich aber davon überzeugt, dass die Craft-Brauer dieses längst verinnerlicht haben, wie man das beispielsweise auf verschiedenen Messen mit den sogenannten Craft Beer Areas erkennen kann.

Gibt es weitere potenzielle Marken, die sich an der Neuen Bierkultur beteiligen könnten?
Dirk Schönzart: Die Neue Bierkultur GmbH ist ja faktisch erst im März gegründet worden und wir wollen jetzt erstmal mit der strukturellen Arbeit beginnen. Unsere Aussage hinsichtlich des inspirierenden Miteinanders wäre aber nur eine „Hohlphrase“, wenn wir dies grundsätzlich ausschließen würden.

Wie sehen die weiteren Pläne aus? Was ist das kurz- und langfristige Ziel?
Dirk Schönzart: Wir werden zunächst dafür sorgen, dass ein spannendes Craftbier-Sortiment weitflächiger und zuverlässig verfügbar ist. Zudem werden wir voraussichtlich bis Ende des Jahres u.a. vier Außendienstmitarbeiter mit dem Schwerpunkt Gastronomie/Hotellerie als Unterstützung für den GFGH einsetzen, da wir gemeinsam der Überzeugung sind, dass gerade die Gastronomie ein Kommunikationsmittelpunkt zum Thema Craft ist. Wir werden natürlich auch eine Vielzahl an Veranstaltungen und Messen begleiten und vor allem – wir werden sehr fleißig sein.

Neue Bierkultur GmbH | neuebierkultur.de

Wir bedanken uns bei Dirk Schönzart für das offene und sehr interessante Interview und wünschen der Neuen Bierkultur GmbH weiterhin viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt!

Bildquelle: Neue Bierkultur GmbH | Credit Julia Schwendner

Warsteiner: Thorsten Terlohr und Nadja Gärtner über Sponsoring & Festivals

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Anfang Juni wird langsam aber sicher die Festivalsaison in Deutschland eingeläutet. Die Warsteiner Brauerei nutzt – wie in den vergangenen Jahren auch –  zahlreiche dieser Musikevents für aufwendige Sponsorings. Auf insgesamt 25 Festivals engagiert sich die Privatbrauereien in diesem Jahr – darunter u.a. Parookaville, Lollapalooza und Melt!. Neben dem Musik-Bereich ist man auch wieder in Sachen Sport-Sponsoring aktiv, u.a. beim Fußball und in der Formula E. Als deutsche Privatbrauerei mit dem höchsten Bierexport gehört es dabei schon fast zum guten Ton, mit Sponsorings auch auf Events im Ausland aktiv zu sein.

about-drinks unterhielt sich mit Thorsten Terlohr, Head of Sponsoring & Events, und Nadja Gärtner, Senior Managerin Sponsoring, Music & Lifestyle, über die Aktivitäten in den Bereichen Sport und Musik sowie über die Tätigkeiten im Ausland.

Herr Terlohr, welche Bedeutung hat Sponsoring für die Warsteiner Brauerei?
Thorsten Terlohr: Die Warsteiner Brauerei ist seit Jahren ein starker Partner im Sponsoring. Sponsoring bietet uns die Möglichkeit, Menschen in hochemotionalen Momenten zu erreichen und Aktualität zu schaffen, beim Fußball oder auf Festivals. Wir schaffen ein positives Markenerlebnis und machen die Marke erlebbar. Unsere Aktivitäten im Sport – ob Formula E oder Fußball – sowie im Musiksponsoring mit beispielsweise dem Parookaville oder Lollapalooza Festival sind elementare Bestandteile unserer Markenstrategie. Für Warsteiner ist Sponsoring das richtige Instrument einer authentischen, nahbaren und aktuellen Markenkommunikation auf Augenhöhe.

Inwieweit engagiert sich Warsteiner im Fußball?
Thorsten Terlohr: Neben Musik ist Sport und Fußball die zweite tragende Sponsoringsäule. Wir sponsern unter anderem Hertha BSC. Dieses Engagement wird entsprechend ganzheitlich über alle Kommunikationskanäle vermarktet oder auch durch die Entwicklung eigener Fandosen für den Fan erlebbar gemacht. Zudem unterstützen wir weitere Mannschaften in der 2. und 3. Liga. Mit den Warsteiner Masters haben wir in unserer Kernregion ein eigenes Fußball-Format entwickelt, um unserer Leidenschaft für diesen Sport Ausdruck zu verleihen. Fußball ist einfach die ideale Plattform, um unsere Zielgruppe zu erreichen und die Marke emotional aufzuladen.

Welche Rolle spielt dabei der neue Markenbotschafter Jürgen Klopp?
Thorsten Terlohr: Jürgen passt einfach perfekt zu unserer Marke. Als Markenbotschafter ist er für unsere alkoholfreien Premiumbiere Pilsener, Herb und Radler das Gesicht. Für unsere Alkoholfrei-Kampagne haben wir jedoch bewusst auf den Fußballfokus verzichtet und uns bewusst von den sportbezogenen Vignettenspots abgegrenzt – denn ein Warsteiner Alkoholfrei passt immer, zu jeder Gelegenheit und zu jeder Zeit. Wie wir Jürgen in Zukunft weiter für die Marke nutzen, verraten wir zu gegebener Zeit.

Die Warsteiner Brauerei weist die höchste Exportmenge unter den deutschen Privatbrauereien auf. Inwieweit spielen internationale Sponsorings und Events eine Rolle?
Thorsten Terlohr: Wir zählen national zu den bekanntesten Biermarken. Und international gibt es keine andere inhabergeführte Brauerei, die mehr Pilsener als Warsteiner exportiert. Wir sind mit unseren Premiumbieren gebraut nach deutschen Reinheitsgebot in über 60 Ländern weltweit vertreten. Demzufolge nutzen wir auch Sponsorships und Events, um in relevanten Kernmärkten den Konsumenten zu erreichen. Ein Beispiel für unser internationales Engagement war zuletzt im Golf die Partnerschaft mit der European PGA, aktuell sind wir Partner des ABT Schaeffler Sport Team, dem einzigen deutschen Rennteam in der Formel-E-Serie.

Dafür haben wir komplett neue Formate entwickelt, wie den Warsteiner Electric Thuresday, den Place-to-be für alle Rennbegeisterten an dem jeweiligen Rennwochenende. Oder auch eine neue Art der Liveberichterstattung ins Leben gerufen: den Warsteiner Race Reporter. Er berichtet über Twitter in Echtzeit von der Rennstrecke und zieht die Fans des Motorsports in seinen Bann. Startschuss für dieses außergewöhnliche Format war der ePrix am 6.2.2016 in Buenos Aires, Argentinien. Aktuell hat das Team mit Lucas di Grassi guten Chancen auf den Gewinn der WM. Die letzten beiden Rennen sind Anfang Juli in London. Unter @WRaceReporter kann man live dabei sein – es lohnt sich.

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Thorsten Terlohr (Jahrgang 1965) studierte an der DSHS Köln Sportwissenschaft und Sportökonomie. Nach einigen Jahren auf Agenturseite wechselte er in leitender Funktion 1998 zur Holsten Brauerei, 2003
zu BACARDI. Dort erwarb er sein umfang- reiches Marketing-Kommunikations- und Getränke-Know-how. 2006 setzte er seine Karriere in Warstein fort. Hier war er u.a. für den erfolgreichen Einstieg der Marke in den Musikbereich zuständig (u.a. Rock am Ring) und entwickelte mit BLOOOM Award by Warsteiner einen internationalen Design-Award. Aktuell verantwortet er u.a. den Bereich Sportsponsoring sowie Event Management.

Nadja Gärtner (Jahrgang 1979) studierte u.a. an der Universität Duisburg-Essen Wirt- schaftswissenschaften & Soziologie mit Schwerpunkt Kommunikation & Medien. Sie sammelte ebenfalls zuerst Erfahrung auf Agenturseite und wechselte dann in die Konzernwelt der Telekommunikation. Sie verantwortete bei Vodafone Werbe- kampagnen für den Consumer-Bereich wie zum Beispiel die Voice of Germany-Kampagne oder das Thema Musiksponsoring mit der Vodafone Nightowls Clubtour. 2014 wechselte sie zur Warsteiner Brauerei und ist seit 2016 für den Bereich Music & Lifestyle Sponsoring verantwortlich.

Frau Gärtner, Warsteiner ist im Bereich Musiksponsoring sehr aktiv und engagiert. Warum ist Musik so wertvoll für Warsteiner?
Nadja Gärtner: Musik zählt neben Sport zu einem der emotionalsten Erlebnisse. Musikveranstaltungen bieten uns eine ideale Möglichkeit, mit der jüngeren und urbanen Zielgruppe in Kontakt zu treten, Markenerlebnisse zu schaffen, sie für die Marke zu begeistern und von unseren Premiumbieren und Biermischgetränken zu überzeugen.

Welche Veranstaltungen unterstützen Sie in 2016?
Nadja Gärtner: Warsteiner wird in diesem Jahr 25 Top-Musikfestivals unterstützen. Dazu zählen unter anderem Parookaville, Lollapalooza, Melt!, Time Warp oder das SWR3 New Pop Festival. Wir verstehen uns dabei als langfristiger Partner. Parookaville, Lollapalooza und Melt! unterstützten wir seit dem Start in Deutschland. Wichtig ist uns darüber hinaus, dass wir die Veranstaltungen in ihrem Eventformat unterstützen und zum Erfolg beitragen. Stichwort Warsteiner Parooka Church: Die Kleinstadt Parookaville mit Postamt, Bürgerbüro und Supermarkt hat Warsteiner im letzten Jahr um eine Kirche bereichert. Darin konnte man für die Dauer des Festivals heiraten.

In diesem Jahr toppen wir das Ganze noch durch eine echte Hochzeit, die über die Mauern der künstlichen Stadt Bestand haben wird. Durch diese enorm PR-trächtige Idee tragen wir langfristig zum Erfolg von Parookaville bei, das in diesem Jahr die Auszeichnung „Festival des Jahres“ erhielt. Mit den insgesamt 25 Musikfestivals schaffen wir unvergessliche Markenmomente, schreiben die Geschichte einer jüngeren Zielgruppe mit und binden sie durch ein unvergessliches Markenerlebnis dauerhaft an uns. Dabei ist uns aber vor allem wichtig, nicht nur auf der Veranstaltung sichtbar zu sein, sondern die Awareness für die Events und die Kooperation auch medial zu begleiten.

Wie sieht Ihr Engagement bei Musikveranstaltungen im Einzelnen aus?
Nadja Gärtner: Als Partner unterstützen wir zum einen die Bewerbung der Veranstaltungen durch klassische Anzeigen, Außenwerbung, PR sowie Social Media. Dadurch steigern wir die Bekanntheit der Veranstaltungen sowie deren Besucherzahlen und erhöhen den Erfolg der Events. Zusätzlich statten wir als Brauerei die Veranstaltungen mit modernster Schanktechnik vor Ort aus und tragen neben Musik- zu höchstem Biergenuss bei mit allem, was das Festivalherz begehrt. Für das Parookaville Festival haben wir eine Dose im Festival-Style für den Handel entwickelt. Diese Sonderedition ist in zwei Geschmacksrichtungen verfügbar: Premium Pilsener und Lemon. Sie ist ein echtes Sammlerstück für garantiert unvergessliche Festivalmomente und wird national vertrieben.

Sie haben gerade musikdurstig.de neu gelauncht. Was verbirgt sich dahinter?
Nadja Gärtner: musikdurstig.de ist die zentrale Plattform für die musikbegeisterte und kunstinteressierte Zielgruppe. Auf der Plattform werden alle von Warsteiner gesponserten Musikveranstaltungen vorgestellt, Partyfotos und -videos integriert sowie How-to-Videos für Festivalnewcomer auf unterhaltsame Weise präsentiert. Zusätzlich ist der BLOOOM Award eingebunden, ein internationaler Nachwuchspreis für junge Künstler.

musikdurstig.de bündelt sämtliche Informationen, die für die junge Zielgruppe relevant sind, und präsentiert sie auf unterhaltsame Weise. Wir wissen natürlich, dass unsere junge Zielgruppe social-media- und mobile-affin ist. Daher ist der Content shareable, mobile-optimiert und sorgt für Buzz. Wir haben es beispielsweise im letzten Jahr unter die Top 10 FMCG-Brands auf Instagram geschafft. Durch die Optimierung der Seite in Design und Inhalt haben wir eine strategische Content-Marketing-Plattform eingeführt, auf der die Marke Warsteiner in den Hintergrund rückt. Damit ist musikdurstig.de und #musikdurstig die strategische Speerspitze der Musiksponsoring-Strategie für Deutschland.

Auf musikdurstig.de ist also auch der BLOOOM Award eingebunden. Warum engagiert sich die Brauerei auch für junge Künstler?
Nadja Gärtner: Kunst ist seit Jahrzehnten eng mit der Brauerei verbunden. Bereits der Vater und Großvater von unserer Brauereichefin Catharina Cramer haben sich sehr für Kunst interessiert. Albert Cramer hat beispielsweise leidenschaftlich gerne Kunst gesammelt. Darüber hinaus hat er zusammen mit Hermann Hoffmann, einem der bedeutendsten Designer für Trinkgläser, die Warsteiner-Tulpe entwickelt. Die elegante Form der „Tulpe“ öffnete 1969 die Türen zur gehobenen Gastronomie und definierte den Biergenuss neu. 1984 als die Tulpe bereits ein Designklassiker war verewigte kein anderer als Andy Warhol in künstlerischer Verfremdung eine Trilogie der Warsteiner-Tulpe als Pop-Art-Gemälde.

Aufgrund dieser engen Verbindung zur Kunst hat Catharina Cramer, geschäftsführende Gesellschafterin der Warsteiner Gruppe, 2010 den international renommierten Nachwuchskunstpreis ins Leben gerufen. Der Preis stellt ein wichtiges Sprungbrett für junge Künstler dar und wird sehr gut angenommen. Allein in diesem Jahr haben wir einen Bewerber-Zuwachs von über 95% im Vergleich zum Vorjahr – ein Riesen-Erfolg und Anerkennung. Kunst ist daher ein strategischer Sponsoring-Bereich der Warsteiner Brauerei und deshalb verlängern wir den Award auch erstmalig auf musikdurstig.de.

Warsteiner | warsteiner.de | facebook.com/Warsteiner
Musikdurstig | musikdurstig.de | facebook.com/musikdurstig
BLOOOM Award | blooom.de | facebook.com/BLOOOMartshow

Wir bedanken uns bei Thorsten Terlohr und Nadja Gärtner für das offene und sehr interessante Interview und wünschen Warsteiner weiterhin viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt!

Im Gespräch: Finne – Bio Craft Beer aus Münster

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Craft-Beer-Brauereien gibt es viele. Warum also noch eine? Die Antwort ist ganz einfach: Finne produziert Bio Craft Beer in Münster. Für Münster. Und aus regionalen Rohstoffen. Nach einem Besuch einer kleinen Brauerei in den USA entschieden sich Frank Sibbing, Florian Böckermann und Jörn Mertins im vergangenen Jahr dazu, die in Münster – bis auf wenige Ausnahmen – nur spärlich vertretene Craft-Beer-Landschaft mit ihrer eigenen Bio-Brauerei und handwerklich gebrauten Bieren zu bereichern. Und damit das Baby auch den passenden Namen bekommt, wurde ein Begriff aus der Münsteraner Geheimsprache Masematte gewählt: Finne.

Im Interview sprach about-drinks mit Frank Sibbing, Florian Böckermann und Jörn Mertins über die Brauerei, die verschiedenen Biere und die regionale Verbundenheit zu Münster.

Zuerst zu Ihnen: Wer sind Sie?
Finne: Wir sind Frank Sibbing, 29 Jahre, Florian Böckermann, 34 Jahre, Geschäftsführer, und Jörn Mertins, 33 Jahre, Head Brewer der Münsteraner Finne GmbH. Wir wohnen alle seit über einem Jahrzehnt in Münster und haben unsere Jobs in der freien Wirtschaft aufgegeben, um unseren Traum der eigenen Brauerei wahr werden zu lassen.

Seit Kurzem gibt es also in Münster Ihre Finne Brauerei. Woher kam die Idee dazu?
Finne: Wir haben als kleine Hobbybrauer begonnen und Gefallen gefunden an der Rezeptentwicklung. Wir waren überrascht von der Geschmacksvielfalt, die uns begegnete. Wir sind dann im Sommer 2015 durch Nordamerika gereist und haben u.a. die wunderschöne, kleine Brauerei in Tofino auf Vancouver Island kennen gelernt. Da hat uns das Thema Craft Beer final gepackt! Aufgrund der Tatsache, dass bis auf wenige Ausnahmen Craft Beer in Münster nur spärlich vertreten war und ist, haben wir uns im Herbst des vergangenen Jahres dazu entschlossen, eine eigene kleine Brauerei in Münster zu eröffnen. Wir wollen die Biervielfalt und Kreativität mit den Biertrinkern teilen und heben uns mit den handwerklich gebrauten Bieren vom industriellen Standard ab.

Hatten Sie vorher irgendwelche Erfahrungen in Sachen Brauerei, Bier oder Sonstigem?
Finne: Biertrinker sind wir schon lange. :-) Seitdem wir Craft Beer kennen, langweilen uns allerdings die deutschen Standard-Fernsehbiere. Mit dem Hobbybrauen hat alles begonnen. Mit der Zeit und intensiver Beschäftigung ist unser Wissensschatz natürlich gewachsen. Wir haben alle schon in der freien Wirtschaft gearbeitet und bringen dadurch einiges an Know-how mit. Frank hat seine Ausbildung zum Industriekaufmann in der Bio-Branche abgeschlossen und weiß somit viel über die Zielgruppe und Ansprüche in dieser Branche. Jörn ist der absolute Bierexperte in unserem Team. Er braut seit sechs Jahren intensiv die verschiedensten Biersorten und wird sein insbesondere in Neuseeland angeeignetes Wissen für die Entwicklung zahlreicher neuer Biere nutzen.

Der Name „Finne“ stammt aus der Münsteraner Masematte. Was ist das, was bedeutet er und warum haben Sie sich für diesen Namen entschieden?
Finne: Masematte ist eine alte Münsteraner Geheimsprache. „Eine Finne Bier“, also eine Flasche oder Glas Bier bestellt der Münsteraner, das kennen oft nur die alten Herren an der Theke, aber auch inzwischen immer mehr Studenten. Wir sind im Münsterland groß geworden und möchten besonders für Münster und das Münsterland Biere brauen. Das Besondere an dem Lokalitätsbezug ist, dass unsere Brauerei dem Verbraucher über Transparenz bietet. Das Sudhaus sowie die Gär- und Lagertanks sind direkt hinter der Theke platziert und somit vollständig sichtbar. Jeder kann vorbei kommen, bei der Bierherstellung zuschauen, uns Fragen stellen oder auch „nur“ ein leckeres Craft Beer schlürfen.

Was ist das langfristige Ziel, das Sie mit der Brauerei erreichen wollen?
Finne: Langfristig wollen wir für qualitativ hochwertiges, individuelles und kreatives Bier aus Münster stehen.

Welche Produkte bieten Sie an? Beschreiben Sie uns diese kurz.
Finne: Unsere aktuellen Biere sind ein kaltgehopftes, würziges Helles, ein spritziges Weizenbier mit besonders hohem Weizenmalzanteil und ein Pale Ale, das sich durch tropisch fruchtige Aromen und einen vollmundigen Malzkörper auszeichnet. Wir planen für die nahe Zukunft eine Single Hop IPA-Reihe, die zunächst nur im Ausschank in der Brauerei erhältlich ist. Außerdem werden wir je nach Saison und Anlass unterschiedlichste Bierstile brauen.

Woher beziehen Sie die Rohstoffe? Gibt es Besonderheiten bei der Herstellung?
Finne: Das Thema Bio ist für uns sehr wichtig. Daher werden unsere Biere ausschließlich aus Zutaten kontrolliert biologischen Anbaus hergestellt. Wir glauben fest daran, dass dies die qualitativ hochwertigsten Zutaten für unsere Biere sind. Zudem spielt für uns persönlich das Thema Nachhaltigkeit, d.h. Verantwortung gegenüber unserer Umwelt, eine große Rolle. Die Förderung von ökologischer Landwirtschaft ist ein schöner Effekt unserer Aktivitäten. Den Hauptteil unserer Rohstoffe beziehen wir von Biohöfen aus Deutschland. Besondere Hopfensorten sind jedoch teilweise nur auf dem internationalen Markt zu bekommen. Wir nutzen keine Farbstoffe oder Extrakte. Außerdem bleibt unser Bier ungefiltert, das macht es besonders natürlich.

Über welche Distributionswege werden die Produkte vermarktet?
Finne: Unsere eigene Brauerei im Kreuzviertel ist ein wichtiger Teil unseres Konzepts. Wir wollen direkt an die Konsumenten verkaufen und mit Ihnen sprechen. Natürlich ist es auch wichtig, in Getränkemärkten und dem Lebensmitteleinzelhandel gelistet zu werden. Hier spielt der Großhandel eine wichtige Rolle.

Welche Kommunikationsmaßnahmen setzen Sie bei der Vermarktung ein? Was machen Sie in den Bereichen Social Media und Events?
Finne: Auf unserer Facebook-Seite und Homepage können alle wichtigen News zu aktuellen Aktionen, neuen Bieren und Events, bei denen wir vertreten sind, gefunden werden. Ein paar schöne Bilder gibt es immer mal wieder auf Instagram. Um unsere Produkte den Münsteranern vorzustellen, sind wir natürlich auch bei lokalen Events dabei, so z.B. beim Food Filmfestival Münster am 15. und 16. Oktober.

Auf was dürfen sich alle Finne-Fans und die, die es noch werden sollen, künftig freuen? Gibt es besondere Pläne?
Finne: Wir haben aktuell drei neue Biere in unseren Tanks, die sehr bald im Ausschank bei uns erhältlich sind. Kommt vorbei und stoßt mit uns an! Wir freuen uns auf euch!

Finne Brauerei | finne-brauerei.de | facebook.com/FinneBrauerei

Wir bedanken uns bei Frank Sibbing, Florian Böckermann und Jörn Mertins für das offene und sehr interessante Interview und wünschen der Finne Brauerei weiterhin viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt!

Biersommelierverband nun vierstellig: 1.000. Mitglied an Bord

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Präsident Christoph Kämpf begrüßt auf der diesjährigen Mitgliederversammlung mit Philipp Ketterer offiziell das 1.000. Mitglied im Verband und betrachtet dies als einen Meilenstein mit Symbolcharakter. „Als vor über zehn Jahren der Verband gegründet und die ersten Biersommeliers ausgebildet wurden, hat niemand gedacht, dass daraus eine derartige Bewegung werden und das Thema Bier wieder so positiv von der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Wir sind auf dem richtigen Weg hin zu einem Berufsverband, den wir zusammen mit einer begeisterten, engagierten und großen Basis schaffen, die hinter den Zielen des Verbands steht und diese in die breite Öffentlichkeit trägt“, blickt er in die Zukunft.

Im nachfolgenden, exklusiven Interview berichtet Neumitglied Ketterer über seine zukünftigen Projekte und welchen Stellenwert die Mitgliedschaft im Verband für ihn hat.

Was bedeutet es Ihnen persönlich, dass Sie nun als 1.000. Mitglied dem Verband der Diplom Biersommeliers beigetreten sind?
Philipp Ketterer (schmunzelt): Na ja, ich kann ja eigentlich nicht wirklich etwas dafür, dass ich das 1.000. Mitglied im Verband der Diplom Biersommeliers geworden bin. Aber ich freue mich schon sehr – auch für alle 999 Biersommeliers, ohne die es keinen 1.000. gäbe, und für alle, die noch neu hinzukommen werden. Die stolze Zahl zeigt, wie erfolgreich und auch nachhaltig die Biersommelier-Bewegung ist.

Welchen Stellenwert hat der Verband für Sie?
Philipp Ketterer: Ich bin ja noch ganz neu dabei, und es ist meine erste Teilnahme am Verbandstreffen. Aber wer die Ausbildung zum Biersommelier absolvieren durfte, spürt sofort den besonderen „Spirit“ zwischen den Mitgliedern. Das kann ja auch gar nicht anders sein: Denn, wie wir besonders gut wissen, steht Biergenuss auch für Lebensqualität und hat was herrlich Verbindendes. Der Verband ist dabei eine tolle Institution, um mit Gleichgesinnten in Kontakt zu treten und zu bleiben, um zu fachsimpeln, sich gegenseitig zu inspirieren und dabei Freude zu haben. Er liefert sozusagen immer wieder zusätzlichen Brennstoff, um die Flamme der Bierbegeisterung am Lodern zu halten.

Was hat sich durch die Ausbildung zum Biersommelier für Sie verändert?
Philipp Ketterer: Sie hat meiner ohnehin schon gegebenen Bierbegeisterung noch ordentlich eins draufgesetzt. Besonders der Schwerpunkt Sensorik hat bei mir eine differenziertere und professionellere Herangehensweise ans Bierverkosten gefördert. Dann ist man als Geschäftsführer einer kleinen, mittelständischen Familienbrauerei oft als Problemlöser in vielerlei Belangen unterwegs. Da war die Ausbildung zum Biersommelier eine wunderbare Zeit, um sich den Kern seines Schaffens wieder einmal tief ins Bewusstsein zu rufen: „Hey, schlussendlich dreht sich in deinem Geschäft alles um Bier!“ – das für mich faszinierendste Getränk der Welt. Das weiß ich seither noch viel mehr zu schätzen und empfinde das fast schon als Privileg.

Wie setzen Sie Ihr Bierwissen ein?
Philipp Ketterer: In der Brauerei habe ich besonders viel Spaß am Marketing. Da fließt der aufgefrischte und neu erworbene Background immer wieder mit ein. Auch im Vertrieb und in Kundengesprächen kann ich das bestens nutzen. Aber auch privat – wobei die Grenzen hier ja fließend sind. Früher oder später – meistens früher – kommt man halt aufs Bier zu sprechen. Dann liebe ich die Aha-Erlebnisse beim Gegenüber, wenn es von der Heilpflanze des Jahres 2007 (Hopfen) erfährt, wenn es lernt, dass es den Bierbauch so gar nicht gibt, oder von der hohen Komplexität des Bieres im Vergleich zu anderen Getränken erfährt.

Auf welche bierigen Projekte von Ihnen können wir uns in Zukunft freuen?
Philipp Ketterer: Durch meine Arbeit ist sozusagen mein ganzes Leben ein ziemlich bieriges Projekt. Mal sehen, was uns noch alles einfällt, um die Bierbegeisterung in möglichst vielen Facetten weiter nach außen zu tragen.

Über Philipp Ketterer
Geboren 1974 in Hornberg im Schwarzwald hat Philipp Ketterer nach dem Abitur am Gymnasium Triberg (1993) ein Studium der Technischen Betriebswirtschaft an der FH Offenburg/Gengenbach, Schwerpunkt Marketing mit Abschluss Dipl.-Betriebswirt (FH), begonnen und 1999 erfolgreich abgeschlossen. Anschließend ging es zum Studium nach Bayern, wo er den Abschluss zum Dipl.-Braumeister 2001 in Freising-Weihenstephan machte. Nach Stationen im Außendienst und der Betriebskontrolle in der Familienbrauerei M. Ketterer in Hornberg im Schwarzwald fungiert er seit 2008 zusammen mit Ehefrau Anke Ketterer und Schwiegervater Michael Ketterer als GeschКftsführer und lenkt so die Geschicke des Familienbetriebs.

Über den Verband der Diplom Biersommeliers
Der in Еsterreich ansässige Verband der Diplom Biersommeliers wurde 2005 ins Leben gerufen. Mit derzeit 1.000 Mitgliedern stellt sich der noch junge Verband bereits sehr schlagkräftig dar. Mehr als 2.000 Biersommeliers weltweit wurden bisher bei Doemens in Gräfelfing sowie in Kiesbye’s BIERkulturHAUS in der Nähe von Salzburg oder in weiteren lizenzierten Ausbildungsorten geschult. Die Mitglieder eint das gemeinsame Ziel, das Image der Bierkultur zu fördern und das Berufsbild des Biersommeliers in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Der Verband wird von einem siebenköpfigen Vorstand gelenkt, der in regelmmäigem Turnus von der Mitgliederversammlung gewählt wird. Neben der Website als zentralem Informationsinstrument mit einer Biersommeliers-Suche für Verbraucher, Unternehmen, Medien und Partner bietet der Verband auf jährlich stattfindenden Jahreshauptversammlungen sowie in regionalen Sektionstreffen die Struktur zum kollegialen Erfahrungsaustausch und mit Weiterbildungsmaßnahmen den Mitgliedern die Möglichkeit, ihr Wissen stets auf aktuellstem Stand zu halten.

Für weitere Details klicken Sie bitte auf www.biersommelier.de.

Quelle/Bildquelle: Quelle: Verband der Diplom Biersommeliers

Im Gespräch: Schädelbräu – schmeckt auch ohne Durst

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„Mann, was hab’ ich ‘nen Schädel!“ – welcher Biertrinker kennt diese Aussage oder besser gesagt das beschriebene Gefühl am Morgen nach der Party nicht?! Würde da also jemand auf die wahnwitzige Idee kommen, sein eigenes Bier „Schädelbräu“ zu taufen? JA! Adrian Draschoff und Matthias Piegsa haben es gemacht und ihrem Lagerbier diesen Namen verpasst. Warum? Um wieder etwas mehr Humor in die Getränkebranche zu bringen. Dabei hat das Bier den Namen eigentlich gar nicht verdient, wie es nicht nur die eigene Meinung, sondern auch das beeindruckende Feedback der Kunden zeigt. Den Leuten schmeckt das kühle Blonde – sogar ohne Durst.

about-drinks sprach mit Adrian Draschoff und Matthias Piegsa über die Entstehung des Bieres und des Namens, die Besonderheiten des Produkts sowie ihre weiteren Pläne.

Herr Draschoff, Herr Piegsa, stellen Sie sich bitte kurz vor!
Adrian Draschoff: Mein Name ist Adrian Draschoff, ich bin Gründer und Geschäftsführer von Schädelbräu.
Matthias Piegsa: Ich bin Matthias Piegsa, ebenfalls Gründer und Geschäftsführer von Schädelbräu. Obwohl das in einem 2-Mann-Betrieb wie bei uns nicht so klar definiert ist. Eigentlich besetzen wir von der Putzfrau über den Lageristen bis hin zur Buchhaltungs- und Marketingabteilung jede Position.

Schädelbräu – ist der Name eine Androhung der Kopfschmerzen nach dem Konsum oder woher kommt er?
Adrian Draschoff: Der Begriff Schädelbräu steht ja eigentlich für „Plörre“ oder „Kopfschmerzbier“ und entspringt unter anderem unserem Antrieb, wieder etwas mehr Humor in die Getränkebranche zu bringen. Wir dachten uns, dass wir uns diese Ironie erlauben dürfen, wenn wir es schaffen, ein exzellentes Bier zu kreieren, das über jeden Zweifel erhaben ist. Ob uns das gelungen ist, kann man unschwer am Namen erkennen. Und unzählige aufopferungsvolle Selbstversuche bestätigen uns diese Qualität heute täglich im Büro.

Schädelbräu kommt aus Köln. Ist es ein Kölsch? Oder doch ein Pils? Oder ein Craft Beer?
Matthias Piegsa: Keins von alledem. Es ist ein Lagerbier. Die Kölsch-Vermutung ist natürlich auf der geographischen Lage der Schädelbräu-Zentrale begründet. Allerdings war der Ursprungsgedanke von Schädelbräu viel grenzüberschreitender. Unser Ziel war es, ein  Bier ohne Kompromisse herauszubringen – weder im Geschmack noch in der Verpackung oder beim Design. Quasi unser eigenes Lieblingsbier. Wir haben daher viele Entscheidungen mit dem Herzen getroffen. Unter anderem auch die des Geschmacks. Wir landeten bei Blindtests immer wieder bei den Lagerbieren, da diese am meisten unseren eigenen Geschmack trafen – mild, süffig und frisch.

Adrian Draschoff: Wir wollten ein Bier, das immer schmeckt. Ob im Winter oder im Sommer … ob morgens, mittags, oder abends. Dass uns das gelungen ist und anscheinend noch mehr Leute unseren Geschmack teilen, merkten wir 2014 bei unserem allerersten Messeauftritt, als wir direkt zum „Trendprodukt des Jahres“ erkoren wurden. Damals allerdings tatsächlich in der Kategorie „Craft Beer“. Schädelbräu war zwar noch nie ein Craftbier und wird auch nie eins sein – aber der Messestand im Craftbier-Camp war einfach der billigste. Aber mit unserem Lagerbier in einer ganz anderen Kategorie so hervorzustechen, machte uns natürlich trotzdem sehr glücklich.

Seit wann gibt es Schädelbräu und wie hat alles begonnen?
Adrian Draschoff: Der erste Gedanke an ein eigenes Bier kam uns Ende 2010, als wir beim Einkaufen mal wieder keine eindeutige und instinktive Entscheidung treffen konnten, was die Wahl des Bieres anging. Wir mussten – schon leicht angetrunken – feststellen, dass selbst in einer Biernation wie Deutschland kein rundum perfektes Bier existiert. Jedenfalls was unsere Auffassung von perfekt angeht. Also war die Idee zum bereits erwähnten eigenen Lieblingsbier geboren.

Bis die erste Flasche dann verköstigt werden konnte, verging allerdings noch sehr viel Zeit, da wir uns in viele Themen von Grund auf einarbeiten mussten. Wir arbeiteten tagsüber parallel in unseren regulären Jobs, um das Projekt Schädelbräu finanzieren zu können. Wir wollten ja komplett unabhängig bleiben, um keinerlei Kompromisse eingehen zu müssen. Und so schlugen wir uns die Nächte die ersten Jahre in einer etwas größeren gemieteten Garage um die Ohren, in der wir mit einer selbstgebauten halbautomatischen Abfüllanlage unser Bier in die Flaschen brachten. Zu sogenannten „Etikettierpartys“ wurden dann Freunde mit Freibier gelockt, um diese Flaschen dann noch mit Etiketten zu bekleben. Damals fuhren wir die Lieferungen unserer kleinen Manufaktur noch standesgemäß mit einem 30 Jahre alten VW-Bulli aus.

Matthias Piegsa: Damals konnte von einer richtigen Firma noch keine Rede sein. Wir bewegten uns mit Schädelbräu quasi nur in unserer Nachbarschaft in Köln-Ehrenfeld, da wir trotz stetig steigender Nachfrage einfach nicht mehr produzieren konnten. Erst durch unseren Messeauftritt 2014 und die ersten Pressestimmen, die darauf folgten, stieg die Nachfrage so schnell und heftig, dass wir kurz darauf eine GmbH gründeten und uns einen Dienstleister für die industrielle Abfüllung suchten. Seitdem können wir jede Anfrage bearbeiten und jede gewünschte Menge Schädelbräu liefern.

Beim Brauen setzten Sie von Beginn an auf einen kompetenten Braumeister und bspw. nicht auf den „Ebay-fühl-Dich-wie-ein-richtiger-Kerl-und-brau-Bier-in-Deiner-Garage-Eimer“. Wer ist denn dieser Braumeister und mit wem arbeiten Sie bei der Produktion noch zusammen?
Adrian Draschoff: Normalerweise beantworten wir diese Frage immer so: Wir haben sehr lange nach einer Braustätte gesucht, wo wir unser Produkt genau nach unseren Vorgaben brauen lassen können. Als wir letztendlich fündig wurden, sind wir sehr vorsichtig mit solchen Informationen umgegangen, da wir ja quasi die Grünschnäbel in der Branche waren und nicht so recht wussten, was wir nach außen kommunizieren sollen und was wir lieber für uns behalten. Irgendwie sind wir mit dieser Taktik bisher gut gefahren und haben sie daher bis heute beibehalten. Daher wissen diese Dinge sogar nicht einmal unsere Mütter.

Matthias Piegsa: Unser Produkt ist natürlich nach wie vor nach deutschem Reinheitsgebot gebraut und wird in einem deutschen Traditionsunternehmen hergestellt. Der einzige Unterschied zu früher ist, dass wir heute unser Bier im Tankwagen zu einem französischen Abfüller transportieren, da in Deutschland leider niemand imstande ist, unsere 25-cl-Flaschen mit einer Höhe von 14,6 cm zu befüllen.
Und falls das hier aber ein Abfüller aus Deutschland liest, der es doch kann: bitte melden!

Was ist alles drin im Schädelbräu?
Matthias Piegsa: Wie bereits erwähnt, wollten wir von vornherein ein hervorragendes Produkt ohne Kompromisse. Da steht der Inhalt, also das Bier, natürlich an erster Stelle. Und ein gutes Bier braucht nicht mehr Zutaten als Wasser, Hopfen und Malz – Reinheitsgebot hin oder her. All diese Zutaten befinden sich dementsprechend auch in Schädelbräu … plus einer gehörigen Portion Liebe natürlich.

Und wie genau unterscheidet sich Ihr Schädelbräu nun von anderen Bieren?
Matthias Piegsa: Wir müssen uns des öfteren rechtfertigen, warum wir auf einem derart übersättigten Markt wie dem deutschen Biermarkt ein weiteres Produkt herausgebracht haben. Wir haben zur Veranschaulichung folgende Analogie: Ein Sternekoch erfindet weder das Kalb noch die Kartoffel neu. Alle Zutaten sind schon seit Langem vorhanden. Aber der Sternekoch kreiert aus den vorhandenen Komponenten ein neues, besseres Gericht. So kann man aus Kalb und Kartoffeln ein trockenes Schnitzel mit labbrigen Pommes machen oder eben Saltimbocca mit Rosmarinkartoffeln. Und genau das haben wir auch bei Schädelbräu gemacht. Es gibt in Deutschland viele gute Biere. Und es gibt alle erdenklichen Arten von Flaschen, Etiketten, Sixpacks, Kästen und was sonst noch dazugehört. Das besondere bei ist die perfekte Gesamtkomposition all dieser Dinge.

Adrian Draschoff: Uns ist es wichtig, dass man unser Bier in seiner Gesamtheit betrachtet. Alle Faktoren sind ganz bewusst und aus unserer Überzeugung so gewählt: Geschmack, Design, Größe und Markenimage. Wir wollen den Leuten ein zeitgemäßes Produkt anbieten, mit welchem sie sich identifizieren können. Wir wollen zeigen, dass es auch eine Alternative zu Segelschiffen in Bier-Werbungen gibt.

Gibt es eine bestimmte Zielgruppe, die Sie mit Ihrem Produkt ins Auge gefasst haben?
Matthias Piegsa: Das hatten wir tatsächlich mal im Zuge unseres ersten Businessplans aufgeschrieben. Allerdings gab es seitdem fast keinen Tag, an dem wir nicht überrascht oder eines Besseren belehrt wurden. Standardisiert wäre die Antwort wahrscheinlich: 20- bis 40-jähriger Großstädter, der in der Werbebranche arbeitet und affin für Kunst und urbane Aktivitäten ist. Die Realität ist allerdings viel spannender und schöner als das. Wenn man beispielsweise mit einer Sackkarre voll mit Bier um die Ecke kommt, zwei alte Damen dort um die Mittagszeit ein Schädelbräu genießen und einen mit den folgenden Worten begrüßen: „Ach guck mal, Ilse. Da is ja der Schädelbräu-Mann!“

Adrian Draschoff: Jeder findet etwas an unserem Bier, das ihm gefällt. Es ist wirklich immer wieder ein schönes Erlebnis das zu beobachten und zu merken, dass anscheinend nicht nur uns etwas wie Schädelbräu auf dem Markt gefehlt hat.

Über welche Distributionswege wird Schädelbräu vermarktet?
Matthias Piegsa: Wir haben in den letzten zwölf Monaten viele Kontakte auf Messen knüpfen können und sind seitdem auf folgenden Wegen erhältlich:

  • GFGHs: Essmann, Ahlers, Weidlich, Mehring und zurzeit noch in Gesprächen mit einigen Anderen
  • GAMs: Getränke Hoffmann, Hol! Ab Märkte, einige freie EDEKAs und REWE

Ansonsten natürlich noch in der Gastro, in diversen Kiosken, im Direktvertrieb und in unserem Onlineshop für Endkunden. Eine komplette Liste der Verkaufsstellen findet man auf unserer Internetseite www.schaedelbraeu.com.

Welche Kommunikationsmaßnahmen, Aktionen und Events nutzen Sie bei der Vermarktung?
Adrian Draschoff: Durch unser aktuell noch kleines Budget müssen wir manchmal erfinderisch werden und setzen daher viel auf außergewöhnliche Aktionen im Social-Media-Bereich sowie auf Guerilla-Marketing-Aktionen in diversen Großstädten. Da beschenken wir dann manchmal unverhofft glückliche Bürger mit Schädelbräu.

Matthias Piegsa: Des Weiteren machen wir in letzter Zeit viele ausgewählte Sponsorings auf diversen Veranstaltungen und unterstützen ebenfalls kleinere und größere Charity-Events. Außerdem bauen wir aktuell noch eine Armada an schönen Holz-Displays in leuchtendem Rot, welche für eine optimale Zweitplatzierung am POS gedacht sind – die Funktion der Handwerker übernehmen wir bei Schädelbräu also auch noch. Unser wichtigster Faktor in diesem Bereich bleibt allerdings nach wie vor das orale Marketing, da wir geschmacklich immer überzeugen können. Ein Schluck sagt eben mehr als tausend Worte!

„Stoppt Bierversuche!“ heißt es bei Ihnen. Die werden also nicht stattfinden. Was wird denn stattfinden bzw. worauf können wir uns in den nächsten Monaten noch freuen?
Adrian Draschoff: Zu viele Biere wurden Opfer von fast schon kriminellem Gepansche. Das wird bei uns nicht passieren. Obwohl natürlich nichts gegen ein spritziges Radler im Portfolio spricht, wollen wir zunächst einmal, dass unser erstes Kind komplett auf eigenen Beinen steht, bevor es weitergeht. Also worauf kann man sich in den nächsten Monaten freuen? Definitiv auf Schädelbräu!

Matthias Piegsa: Wie Adrian schon sagt, sind da definitiv noch ein bis zwei Sachen in der Pipeline, aber unsere volle und uneingeschränkte Aufmerksamkeit gilt gerade unserem Bier. Alles andere hat Zeit. Was wir allerdings verraten können, ist, dass wir auch zukünftig nur Getränke herausbringen werden, auf die wir selber gewartet haben und mit denen wir uns selbst gerne betrinken würden. Bis es soweit ist, kann man sich die Zeit wunderbar mit dem besten Bier der Welt vertreiben – Schädelbräu.

Und bevor wir es vergessen: Schädelbräu schmeckt übrigens auch ohne Durst! ;-)

Schädelbräu | schaedelbraeu.com | facebook.com/schaedelbraeu | instagram.com/schaedelbraeu

Wir bedanken uns bei Adrian Draschoff und Matthias Piegsa für das offene und sehr interessante Interview und wünschen Schädelbräu weiterhin viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt!

Benjamin Wallenborn (Brand Manager Heineken) über die „Shape Your City“-Kampagne

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Ein altes Gebäude, das Geschichte hat, aber leider brach liegt, wird plötzlich zu neuem Leben erweckt. Das ist die Idee von Heineken, die in der aktuellen Kampagne „Shape Your City“ aufgegriffen wird. Es geht darum, dass die Marke einen Beitrag leisten möchte, die Städte lebenswerter zu machen – nicht nur allein in Deutschland, sondern weltweit. Dem Aufruf, ein Bar-Konzept einzureichen, sind viele „City Shaper“ gefolgt, so dass aktuell in Köln das Konzept der beiden Gewinnerinnen zum Leben erweckt wird. In der Zwischenzeit kann man da ruhig mal zu den Limited Edition „Cities“ Flaschen greifen. Die sind nämlich eine Hommage an die großen Städte der Welt und bilden auch sieben deutsche Städte ab.

Mit Benjamin Wallenborn, Brand Manager Heineken, hat about-drinks über die Limited Editions, die gesamte Kampagne sowie das Projekt, das momentan in Köln umgesetzt wird, gesprochen.

Herr Wallenborn, zuerst zu Ihnen: Wie sah Ihr Weg zu Heineken aus?
Benjamin Wallenborn: Bevor ich Brand Manager für die Marke Heineken wurde, konnte ich bei Unilever Erfahrungen im globalen Brand Team für AXE sammeln. Weiterhin hatte ich im selben Konzern die Gelegenheit meine Marktforschungs-Kompetenzen als Market Insight Analyst für den Bereich Personal Care Europe auszubauen. Als ich die Gelegenheit hatte, der Markenverantwortliche für Heineken in Deutschland zu werden, war dies allerdings eine Chance, die ich mir nicht entgehen lassen wollte.

Wie sieht Ihr Aufgabengebiet genau aus?
Benjamin Wallenborn: Als Brand Manager für die Marke Heineken bin ich für alle markenstrategischen Entscheidungen im deutschen Markt verantwortlich. Dies bedeutet konkret, dass ich zum einen den Markt analysiere, Preisempfehlungen an den Vertrieb ausspreche und neue Produktinnovationen entwickle, zum anderen aber auch, dass ich, basierend auf den lokalen Consumer Insights, die globalen Markenkampagnen auswähle und für Deutschland umsetze.

Die Kampagne „Shape Your City“ läuft aktuell in Deutschland. Worum geht es dabei?
Benjamin Wallenborn: Zusammengefasst geht es darum, dass Heineken weltweit einen Beitrag leisten möchte, die Städte der Welt lebenswerter zu machen. Jeder kennt ein Viertel oder Gebäude in seiner Stadt, das Geschichte hat, aber brach liegt. Diese Orte sollen, mit Hilfe Heinekens gefunden und wiederbelebt werden. In Deutschland ist dies kein ganz fremdes Konzept. Ein schönes Beispiel hierfür ist die Nachtresidenz in Düsseldorf, wo ein stillgelegtes Kino in einen Premium-Club verwandelt wurde.

Gab es diese Kampagne in Deutschland schon einmal? Global wurden ja bereits einige Beiträge zu innovative Stadtprojekten geleistet. Welche wären da zu nennen?
Benjamin Wallenborn: Heineken hat 2014 die Cities-Projekte angestoßen. Damals hieß es noch „Open Your City“. Stadtbewohner wurden animiert, über den Tellerrand ihres Wohnviertels zu schauen und ihre Stadt mit neuen Augen zu erleben. Die aktuelle „Shape Your City“ Kampagne geht noch einen Schritt weiter und ruft zum aktiven Verändern auf. Weltweit interpretiert Heineken dieses Konzept von Land zu Land anders. In Hongkong zum Beispiel wurde eine Straßenbahn, die das Stadtbild prägt, zu einer Heineken Bar umgebaut, die den Feierabend in die Büro-Viertel bringt. In den USA arbeitete man unter anderem mit dem Musiker James Murphy zusammen und entwarf die Subway Symphony in New York, die mit melodischen Klängen das bekannte schrille U-Bahn-Drehkreuz-Geräusch ersetzen soll.

In Deutschland werden nun Menschen dazu aufgerufen, sogenannte „City Shaper“ zu werden. Was bedeutet das?
Benjamin Wallenborn: In Deutschland haben wir konkret einen „City Shaper“ gesucht, mit dem wir gemeinsam ein solches Gebäude neu beleben. Da neben dem Handel eine unserer Expertisen natürlich in der Gastronomie liegt, riefen wir dazu auf, das perfekte Bar-Konzept einzureichen. Mittlerweile ist die Bewerbungsphase schon gelaufen und wir haben zwei ambitionierte Gewinnerinnen aus Köln gefunden. Momentan helfen wir den Damen, ihr Konzept zum Leben zu erwecken. Unter www.heineken.de/the-cities-project können Sie mitverfolgen, wie der Stand der Dinge ist.

An welche Zielgruppe richtet Heineken sich mit dieser Kampagne?
Benjamin Wallenborn: Die Heineken-Zielgruppe ist urban, jung, zwischen 21 und 35 und offen für Neues. Daher wollten wir auch nicht einfach einen normalen Gewinn verlosen, sondern unseren Gewinnern eine Herausforderung bieten, von der sie aber auch langfristig etwas haben können.

Zu der Kampagne gehört auch der Film „The Canvas“. Worum geht es darin?
Benjamin Wallenborn: „The Canvas“ stellt genau das Konzept „Shape Your City“ auf unterhaltsame Weise dar. Drei Männer kommen aus einer Bar und bemerken eine interessante, stillgelegte Werkstatt auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Nach genauerer Inspektion merken sie: Das ist die perfekte Location für eine Bar. Zusammen lassen sie die ehemalige Werkstatt als Szene-Bar wiederauferstehen und schaffen ein neues Highlight im Nachtleben ihrer Stadt.

Welche sonstigen Aktivitäten umfasst die Kampagne?
Benjamin Wallenborn: Um die Kampagne in den Handel und die Gastronomie zu verlängern, gibt es die Limited Edition „Cities“ Flaschen. Die Flaschen sind eine Hommage an die großen Städte der Welt. Insgesamt werden 18 Städte auf diesen Sonderflaschen aufgeführt. Von Toronto bis Johannesburg sind alle Kontinente vertreten. Deutschland kommt hier natürlich auch nicht zu kurz und ist mit den sieben größten Städten vertreten (Berlin, Hamburg, Köln, München, Frankfurt, Düsseldorf, Stuttgart). Über eine Kronkorken-Aktion werden hier Preise wie Fahrräder, Scooter-Koffer und weitere Heineken-Goodies verlost.

Sind im Rahmen von „Shape Your City“ noch weitere Aktivitäten in Deutschland geplant?
Benjamin Wallenborn: Sobald wir unsere neue Bar gebaut haben, wird die Eröffnung natürlich gebührend gefeiert. Im Nachgang werden wir die Bar für einige Events nutzen, wie zum Beispiel ein Thanksgiving Dinner, kleine private Konzerte und ein Event mit den Berliner Mode-Bloggern Dandy Diary.

Übrigens: Nach der „Shape Your City“-Kampagne haben wir auch noch zum Ende des Jahres und für nächstes Jahr großartige Aktivitäten geplant und auch eine Innovation in der Pipeline, die helfen werden, die Erfolgsgeschichte von Heineken in Deutschland fortzuschreiben.

Heineken | heineken.de | facebook.com/heineken

Wir bedanken uns bei Benjamin Wallenborn für das offene und sehr interessante Interview und wünschen Heineken und der „Shape Your City“-Kampagne weiterhin viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt!

Kampagne gegen Alkohol in der Schwangerschaft – Drei Fragen an Holger Eichele (Deutscher Brauer-Bund)

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In dieser Woche startet der Deutsche Brauer-Bund am Brandenburger Tor in Berlin offiziell seine neue Plakatkampagne gegen Alkohol in der Schwangerschaft. Bereits seit Jahren sind die deutschen Brauereien aktiv, um vor den gesundheitlichen Risiken von Alkoholmissbrauch in der Schwangerschaft zu warnen. Nach einer aktuellen Studie trinkt weltweit fast jede zehnte Frau in der Schwangerschaft Alkohol, in Deutschland sogar mehr als jede vierte. Sind die Risiken noch zu wenig bekannt? Über die Präventionskampagne der Brauer sprach about-drinks mit Holger Eichele, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes.

Herr Eichele, warum engagieren sich die deutschen Brauer gegen Alkohol in der Schwangerschaft?
Holger Eichele: Der Brauer-Bund und seine Mitglieder stehen für bewussten Genuss und für einen verantwortungsvollen Umgang mit Bier. Bewusster Genuss und Eigenverantwortung setzen jedoch Wissen voraus – über die richtigen Lebensphasen und über mögliche Risiken. Mit zielgerichteten Kampagnen wie „Schwanger. Natürlich ohne Alkohol!“ oder „DONT DRINK AND DRIVE“ leisten wir unseren Beitrag zu Prävention und Information.

Ist das wirklich nötig? Jede Frau weiß doch, dass Alkohol in der Schwangerschaft tabu ist – sollte man zumindest meinen.
Holger Eichele: Untersuchungen zeigen, dass viele Frauen nicht wissen, wie schädlich schon kleinste Mengen Alkohol während Schwangerschaft und Stillzeit sein können. Deshalb unterstützen wir das Ziel, hier gezielt die Aufklärung zu verstärken. Wir setzen bei unserer Präventionskampagne auf eine klare Botschaft und auf mehrere Kanäle: 2016 konnten über Soziale Medien und die Internetseite der Kampagne bereits rund eine halbe Million Menschen erreicht werden. Nun wird die Kampagne erstmals auch auf Plakaten in einer deutschen Großstadt zu sehen sein. Ein zentraler Baustein der Kampagne bleibt das Portal www.schwanger-ohne-alkohol.de. Dort erhalten Schwangere und ihr soziales Umfeld wichtige Informationen über die Folgen von Alkoholkonsum in der Schwangerschaft.

Welche Gefahren gehen konkret von Alkoholmissbrauch in der Schwangerschaft aus?
Holger Eichele: Der Alkohol, den eine werdende Mutter trinkt, gelangt direkt in den Blutkreislauf des Kindes und kann die Zellen und die Organentwicklung schädigen. Mediziner gehen davon aus, dass Alkohol selbst in kleinen Mengen das gesunde Wachstum eines Ungeborenen stark beeinträchtigen kann. Denn das Gehirn, die Organe, Arme und Beine entstehen in kürzester Zeit, bis sich nach etwa 40 Wochen ein kleiner Mensch auf den Weg macht. Deshalb unsere klare Botschaft: Ihrem Kind zuliebe sollten schwangere und stillende Frauen konsequent auf Alkohol verzichten!

Weitere Informationen dazu finden Sie im Internet unter www.schwanger-ohne-alkohol.de.

Deutscher Brauer-Bund e.V. | brauer-bund.de

Wir bedanken uns bei Holger Eichele für das offene und sehr interessante Interview zur neuen Kampagne! Wenn auch Sie ein interessantes Thema haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt!


Innovation von Carlsberg: CEO Sebastian Holtz und Gastro-Chef Marc Kemper über den neuen DraughtMaster

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Wer heutzutage ein Gastronomieobjekt betreibt, muss seinen Gästen Abwechslung bieten. Vor allem im Bereich des Bieres wird der Wunsch der Gäste nach mehr Vielfalt und Individualität immer lauter. Um in dem Zusammenhang nur eines der Probleme für den Gastronomen zu nennen: Ein Bierfass ist nach Anstich nur fünf bis sieben Tage haltbar – der Gastronom muss das Bier also zeitnah ausschenken, um eine gute Qualität zu gewährleisten. Das wird natürlich schwieriger, je breiter sein Angebot und die Sortenvielfalt ist. Carlsberg bietet dafür nun eine innovative und auf dem deutschen Markt gänzlich neue Lösung: den DraughtMaster. Diese Technologie ermöglicht eine höhere Haltbarkeit ab Anstich, verwendet kleinere Fässer (20 l) aus PET und zapft mit Druckluft statt Fördergas.

about-drinks sprach mit Sebastian Holtz (CEO Carlsberg Deutschland) und Marc Kemper (Geschäftsführer Gastronomie) im Interview über den Carlsberg DraughtMaster.

Craft-Bier, internationale Spezialitäten und neue Biersorten – es gibt derzeit viel Bewegung im deutschen Biermarkt. Wie spiegelt sich das in der Gastronomie wider?
Sebastian Holtz: Besonders in urbanen Ballungszentren sehen wir vermehrt den Wunsch nach mehr Vielfalt und Individualität. Eine immer größere Anzahl von Gastronomieobjekten greift dieses Lebensgefühl auf, indem sie vollumfänglich das breite Angebot an Bierspezialitäten abbilden oder sich komplett als Craft Beer Outlets positionieren. Insgesamt ist ein Aufschwung der Bierkategorie zu sehen.

Vor welche Probleme stellt diese Vielfalt die Gastronomen?
Sebastian Holtz: Zum einen ist ein Bierfass nach Anstich nur fünf bis sieben Tage haltbar. Sprich der Gastronom muss das Bier zeitnah ausschenken, um eine gute Qualität zu gewährleisten, was schwieriger wird, je größer bzw. breiter sein Angebot und die Sortenvielfalt ist. Zum anderen sind viele Gastronomen durch Brauereiverträge gebunden und haben dadurch teils nicht die Möglichkeit, Vielfalt anzubieten. Außerdem bedarf es auch besonders geschultem Personal im Craft-Bier-Segment, denn der Gast will nicht nur ein Bier, sondern auch einen Fachmann, der es ihm serviert und seine Fragen dazu beantworten kann.

Mit dem DraughtMaster hat Carlsberg dafür nun ein innovatives Zapfsystem erfunden. Was ist das Besondere daran?
Marc Kemper: Ein klarer Vorteil ist die höhere Haltbarkeit ab Anstich, nämlich circa 31 Tage sowie die kleinere Größe, nämlich 20-Liter-Kegs anstatt von 30 oder 50 Litern. Dadurch sind sechs bis zehn Zapfhähne in einem normalen Gastronomieobjekt kein Problem mehr. Die DraughtMaster-Technologie arbeitet nicht mit Fördergasen (z.B. CO2), sondern mit Druckluft. Auf diesem Wege wird der Ausschank vereinfacht und jedes Glas gezapftes Bier schmeckt, als käme es frisch aus dem Sudhaus. Darüber hinaus sind die pfandfreien PET-Fässer einfacher in der Handhabung und können leichter gewechselt werden.

Beschreiben Sie die Funktionsweise des DraughtMasters!
Marc Kemper: Das PET-Fass liegt in einer Druckluftkammer und wird zusammengepresst, sodass Bier zum Hahn fließen kann. Durch ein Hochleistungskühlgerät wird sichergestellt, dass kein Schankverlust entsteht und das Bier bis zum letzten Tropfen im Glas landet. Zusätzlich beinhaltet der DraughtMaster eine integrierte, halbautomatische Reinigung, mit der die Leitungen vom Gastronomen selbst sauber gehalten werden können und müssen, denn wenn das Gerät nicht einmal in der Woche gereinigt wird, schaltet es sich ab. Somit stellt das System automatisch sicher, dass wir unserem Qualitätsanspruch nachkommen und stets höchste Qualität gewährleisten.

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Sebastian Holtz (l.) und Marc Kemper mit den PET-Fässern des neuen Carlsberg DraughtMasters.

Wurde das System schon in anderen Ländern getestet? Wie war dort das Feedback?
Sebastian Holtz: Ja, Vorreiter der DraughtMaster-Technologie ist Italien. Dort wurde die Entwicklung des Systems, in Zusammenarbeit mit dem Research und Development-Center der Carlsberg Gruppe in Kopenhagen, vorangetrieben und mittlerweile sind 100 Prozent des italienischen Carlsberg-Gastronomievolumens von Stahlkegs auf den DraughtMaster umgestellt. Selbiges geschieht derzeit auf unserem Heimatmarkt in Dänemark. Deutschland und andere Länder wie Norwegen, England und die Schweiz folgen und werden sukzessive den Anteil an DraughtMaster-Installationen ausbauen.

Wie sieht es bei dem DraughtMaster in Puncto Ökobilanz aus?
Marc Kemper: Auch die Ökobilanz der DraughtMaster-Technologie ist sehr positiv und in Italien bereits zertifiziert. Auch wir werden uns diesen positiven Effekt zertifizieren lassen, denn die zu 100 Prozent recyclebare Fasspatrone sorgt für geringere Transporte, da sie zwei LKW-Fahrten einspart, und die aufwendige Laugen-Reinigung, die bei Stahlkegs Standard ist, entfällt.

Welche Vorteile haben Gastronomen und Gäste vom DraughtMaster?
Marc Kemper: Gastronomen profitieren von der leichteren Handhabung und von geringeren laufenden Kosten, Stichwort Schankreinigung. Außerdem muss keine Investition in Gaswarnanlagen fließen und es gibt keine Schankverluste. Darüber hinaus kann der Gastronom Vielfalt anbieten und flexibler Sortimentswechsel vornehmen. Seine Wertschöpfung auf der Kategorie Bier ist höher! Für den Gast sind die verschiedenen Geschmackserlebnisse von Vorteil. Außerdem erhält er ein Bier, so wie es vom Braumeister gebraut wurde, bei zu 100 Prozent gleichbleibender Qualität – vom ersten bis zum letzten Tropfen.

Wer sich persönlich von den Vorteilen des DraughtMaster überzeugen will, kann sich jederzeit gerne unter dem Kontakt draughtmaster@carlsberg.de melden.

Welche Biere hat Carlsberg für den DraughtMaster Modular 20 im Angebot?
Marc Kemper: Insgesamt stehen aus dem Carlsberg-Portfolio acht Bierspezialitäten für den DraughtMaster Modular 20 zur Verfügung: Carlsberg, Duckstein Opal Pilsener Grand Cru, die Grimbergen-Sorten Double, Blanche und Blonde, Brooklyn Lager, Angelo Poretti Originale sowie Angelo Pale Ale. Aufgrund des bereits großen Erfolges des DraughtMasters in Deutschland, werden wir ab der zweiten Jahreshälfte 2017 auch unsere Marken Holsten, Astra Lübzer und Duckstein Original über dieses System anbieten!

Neben dem DraughtMaster Modular 20 gibt es auch eine mobile Kühleinheit, richtig?
Marc Kemper: Ja, genau. Zusätzlich zum Modular 20-System hat Carlsberg Deutschland auch eine mobile Kühleinheit im Angebot, den DraughtMaster Flex 20. Diese Anlage mit 2×20 Liter vorgekühltem Bier kann schnell und unkompliziert im Biergarten oder bei größeren Veranstaltungen zum Einsatz kommen. Gewissermaßen nach dem Plug and Play-Prinzip.

Viele Gastronomen haben sicher „Angst“ vor der neuen Technik. Wie steht Carlsberg Deutschland ihnen zur Seite?
Sebastian Holtz: Das Handling ist wirklich so einfach, dass die meisten Gastronomen nach der ersten Präsentation keine Scheu mehr haben. Zu diesem Zweck haben wir Showrooms eingerichtet, in denen die Gastronomen den DraughtMaster testen und erleben können. Aber wir unterstützen natürlich auch durch unseren Außendienst und bieten 24/7 einen technischen Service an.

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Die Technik des neuen DraughtMasters von Carlsberg.

Mit welchen weiteren Aktionen unterstützen Sie den Abverkauf?
Marc Kemper: Wir bieten kundenindividuelle Bierkarten, denen Gäste nähere Informationen zu den Bieren wie bspw. die Herkunft entnehmen können. Durch Probiertrays schaffen wir Genusserlebnisse bei neuer Biervielfalt. Außerdem werden unsere Außendienstler nach und nach zu Biersommeliers ausgebildet, die in Bierseminaren oder an Bierabenden in der Gastronomie, den Gästen das Thema Bier näher bringen.

Was ist Ihre Prognose bzw. was sind Ihre Wünsche für die nächsten fünf Jahre in Sachen DraughtMaster-Technologie?
Sebastian Holtz: Wir werden 50 Prozent unseres Gastronomievolumens auf diese neue Technologie umstellen und damit neue Standards setzen. Die Kategorie Bier wird durch Qualität im Glas und die Vielfalt gestärkt. Ein Fassbier sollte für den Kunden immer ein Erlebnis sein und dazu wollen wir mit der DraughtMaster-Technologie beitragen. 125 Objekte in Deutschland befinden sich derzeit bereits in der Testphase und wir konnten bereits das Vertrauen vieler Gastronomen gewinnen.

Carlsberg DraughtMaster | draughtmaster.com
Carlsberg Deutschland | carlsbergdeutschland.de

Wir bedanken uns bei Sebastian Holtz und Marc Kemper für das offene und sehr interessante Interview und wünschen Carlsberg mit dem neuen DraughtMaster viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt!

Gourmetbier mit Tradition: Olaf Rauschenbach über die Marke Duckstein

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Die Marke Duckstein blickt auf eine geschichtsträchtige Vergangenheit zurück und war bei der ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1640 bereits über seine Herkunftsregion hinaus bekannt. 1987 wurde das 400 Jahre alte Brauverfahren durch die Braumeister der damaligen Holsten-Brauerei schließlich wiederentdeckt. Der obergärige Bierstil, gepaart mit Reifung auf Buchenholz und der Verwendung spezieller Malze sorgt seitdem für den unverwechselbaren Geschmack der Gourmetbiere.

about-drinks sprach mit Olaf Rauschenbach, Senior Quality Manager Germany/Baltics bei Carlsberg Deutschland, über die Marke Duckstein, deren Historie sowie die verschiedenen Biere.

Bitte stellen Sie sich kurz vor: Wer sind Sie und in welcher Position sind Sie tätig?
Olaf Rauschenbach: Ich bin bereits seit 27 Jahren bei Holsten/Carlsberg als QS-Leiter beziehungsweise Produktionsleiter in verschiedenen Braustätten beschäftigt. Seit 2006 bin ich als Leiter Qualitätssicherung für alle Qualitätsabteilungen der Carlsberg Deutschland Brauereien zuständig.

Wie sah Ihr Weg zu Carlsberg Deutschland aus?
Olaf Rauschenbach: Ich habe bereits meine Lehre als Brauer und Mälzer in der Holsten Brauerei Kiel absolviert. Nach meinem Studium als Dipl.-Ing. für Brauereiwesen an der TU Berlin bin ich seit 1992 als Leiter der Qualitätssicherung in der Feldschlößchen Brauerei für die Herstellung und Qualitätssicherung von Duckstein zuständig.

Im Laufe meiner Tätigkeit habe ich die Rezepturen von Duckstein Original an gesetzliche Rahmenbedingungen angepasst und habe in der Produktentwicklung die beiden Duckstein-Sorten Duckstein Cuvée und Duckstein Opal entwickelt. Zusätzlich bin ich an jeder neuen Duckstein Edition maßgeblich beteiligt.

Die Marke Duckstein blickt auf eine über 400-jährige Brautradition zurück. Wie begann damals alles?
Olaf Rauschenbach: Die Geschichte von Duckstein reicht weit zurück: Schon zur Zeit seiner ersten urkundlichen Erwähnung 1640 war das Bier aus der Domstadt Königslutter am Elm, nahe Braunschweig, weit über seine Herkunftsregion hinaus bekannt. Die Braumeister lieferten ihren Gerstensaft in viele Teile Preußens und sogar bis in die Niederlande. Seinen Namen verdankt es dem sogenannten Tuffstein am Fuße der Lutterquelle. Deren reines Wasser hatte den Ruf, von besonders hoher Qualität zu sein. Anfang des 18. Jahrhunderts zählte sogar Friedrich Wilhelm I., König von Preußen, zu den größten Anhängern des rotblonden Bieres: Seine Leidenschaft ging so weit, dass auf sein Geheiß hin drei Braumeister stets vier Wagenladungen Duckstein exklusiv für den Monarchen bereithielten.

In dieser Zeit etablierte sich das Bier als außergewöhnliche Brauspezialität und Duckstein wurde über die Jahrhunderte zum Synonym für hochwertigen Genuss. 1987 wurde das 400 Jahre alte Brauverfahren durch die Braumeister der damaligen Holsten-Brauerei schließlich wiederentdeckt: Ein obergäriger Bierstil mit Reifung auf Buchenholz und Verwendung spezieller Malze, die für die rotblonde Farbe und den unverwechselbaren Geschmack sorgen. Anschließend wurde das Bier in der Top-Gastronomie mit Schwerpunkt in Norddeutschland eingeführt und aufgrund der guten Resonanz schließlich auch im Einzelhandel vertrieben.

Welche nennenswerten Meilensteine hat die Brauerei bis heute erreicht?
Olaf Rauschenbach: Die Geschichte von Duckstein ist lang und voller Tradition. Seit der Wiederentdeckung 1987 und der Einführung in der Top-Gastronomie hat das Bier sich etappenweise etabliert und seine Marke weiter ausbauen können. 1999 kam es zur Handelseinführung in einer besonderen Duckstein-Einweg-Flasche, 2003 wurde das Gebinde von Einwegflaschen auf die heutigen formschönen Mehrwegflaschen mit Embossing im einzigartigen 8er Kasten mit komfortablem Griff gerelauncht. 2006 kam Duckstein Weizen als ganzjährig verfügbare Sorte auf den Markt. Bereits im folgenden Jahr entwickelten wir das Duckstein Sommelierglas, das durch seine besondere Form die volle Entfaltung der Aromen für einen optimalen Biergenuss fördert.

In den Jahren von 2011-2013 erweiterten wir unser Sortiment jährlich um eine limitierte, saisonale Braukunst Edition, handabgefüllt in 0,75l Flaschen mit Champagnerkorken. Die Biere mit sechsmonatiger Fassreifung in Whiskey-, Sherry- oder Portweinfässern wurden per Hand individuell nummeriert und in einer Auflage bis 3000 Flaschen angeboten. Seit 2011 gibt es zudem jährlich bis heute eine saisonale Spezialität, die in 0,5l Flaschen im Handel vermarktet wird. 2015 waren es in der Edelstein-Kollektion gleich drei limitierte Sorten, aktuell sind es zwei – dabei handelt es sich immer um traditionelle deutsche Bierstile, gebraut in besonderen Verfahren mit hochwertigen Zutaten und begleitet durch verschiedene Braumeister.

Was ist – neben der Tradition – das Besondere an der Marke? Was hat sie, das andere Biermarken nicht haben?
Olaf Rauschenbach: Duckstein unterscheidet sind von allen anderen Bieren auf dem deutschen Markt vor allem durch eine spezielle obergärige Hefe, die ein ganz charakteristisches Aroma hervorruft. Zudem verwenden wir eine außergewöhnliche Rohstoffmischung mit einem Spezialmalz, das für den kernigen-röstaromatischen Geruch und Geschmack sowie gleichzeitig die strahlende-kupferrote Farbe verantwortlich ist und lagern das Bier nach alter Brautradition auf Buchenholzspänen. Entscheidend für das besondere Aroma und die Vollmundigkeit unserer Biere ist außerdem die Zugabe von speziellen Aromahopfen. Das Ergebnis unseres traditionellen Brauverfahrens ist ein schlankes, dunkles Bier mit einzigartigem Geschmack und Geruch, das mit keinem anderen dunklen Bier vergleichbar ist und in keine deutsche Bierkategorie passt.

Wie viele Produkte umfasst das Portfolio? Welche sind das?
Olaf Rauschenbach: Ganzjährig führen wir das Duckstein Original. Dabei handelt es sich um eine obergärige Spezialität, angelehnt an den Bierstil „Red Ale“. Zudem das Duckstein Weizen Cuvée, ein obergäriges Weizenbier bestehend aus den Aromahopfen „Perle“ und „Saphir“ und das Duckstein Opal, das sich durch vier Malze und Hopfen sowie die Kalthopfung mit Mandarina Bavaria auszeichnet. Unser Sortiment wird außerdem durch saisonale Spezialitäten ergänzt – hier bieten wir das Duckstein Saphir, ein Kellerbier dem am Ende der Kochung Saphir-Hopfen hinzugefügt wird und das Duckstein Rubin, gebraut mit einem spezielle Rauchmalz, an.

Die Zielgruppe unterscheidet sich bestimmt etwas von der „normaler“ Biertrinker. Wen wollen Sie mit den Duckstein-Bieren ansprechen?
Olaf Rauschenbach: Duckstein bietet Biergenuss jenseits des Gewöhnlichen – unser Produkt richtet sich daher an Genießer, die hohe Qualitätsansprüche an Speisen und Getränke stellen und sich und andere gern mit einem ausgezeichneten Bier verwöhnen.

Jedes Jahr finden die Duckstein Festivals statt. Erzählen Sie uns davon!
Olaf Rauschenbach: Seit über 15 Jahren feiern wir unsere Duckstein-Festivals in Hamburg, Lübeck und Binz auf Rügen mit rund 500.000 Besuchern jährlich. Von Juni bis September bietet die norddeutsche Festival-Reihe unter dem Motto „Kunst, Kultur und Kulinarik“ internationales Straßentheater und Music-Acts sowie ein anspruchsvolles kulinarisches Angebot an ausgewählten, atmosphärischen Plätzen – Festivals für Genießer.

Gibt es sonstige Events, Kooperation etc., die nennenswert sind?
Olaf Rauschenbach: Natürlich kann man auch außerhalb der Festivals Duckstein erleben: Wir sind auch auf vielen weiteren Events präsent. Seit vielen Jahren unterstützen wir zum Beispiel das Meerkaberett auf Sylt oder sind im Rahmen des Hamburger Hafengeburtstags anzutreffen. Außerdem findet man uns jährlich auf dem Ducksteinfest – dem Stadtfest der Domstadt Königslutter. Dort wird gemeinsam gefeiert und der 400-jährigen Biergeschichte gedacht. Traditionell gibt es einen Fassbieranstrich durch den Bürgermeister, der das zweitägige Fest eröffnet. Im November findet man Duckstein außerdem auf der eat & style Genussmesse in Hamburg, die sehr atmosphärisch im Schuppen 52 stattfindet. Neben diesen Events bieten wir auch Brauseminare an: Hier geben wir Einblick in die verschiedenen Prozesse während des Brauverfahrens und ermöglichen den Teilnehmern, ihr eigenes Bier zu kreieren.

Eine lange Tradition liegt bereits hinter der Marke. Wie sehen die Pläne für die Zukunft aus? Wo soll der Weg von Duckstein hinführen?
Olaf Rauschenbach: Seit einigen Jahren zeigt sich der Biermarkt sehr dynamisch. Endlich genießt Bier wieder eine höhere Wertschätzung und viele Kunden und Konsumenten interessieren sich zunehmend für verschiedene Bierstile, besondere Zutaten und Brauprozesse. Diese Entwicklung freut mich persönlich sehr und wir sehen hier gute Chancen für das weitere Wachstum einer etablierten Spezialitätenmarke wie Duckstein. Wir werden auch weiterhin mit großer Leidenschaft daran arbeiten, hochwertige Biere zu brauen und die Premiumisierung der Kategorie zu unterstützen.

Duckstein | duckstein.de

Wir bedanken uns bei Olaf Rauschenbach für das offene und sehr interessante Interview und wünschen Duckstein weiterhin viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt!

Heineken Blade: Innovation Development Manager Carlo Rivaroli über das neue Zapf-System

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Auf dem Bar Convent Berlin hat Heineken sein neues Theken-Zapfsystem namens Blade in Deutschland präsentiert. Das System trägt dazu bei, dass frischgezapftes Bier nun ohne großen Aufwand an einfach jeder Theke angeboten werden kann – und das zu immer gleichbleibend hoher Qualität und konstanter Temperatur. Dank der 8-Liter-Fässer aus mehrschichtigem PET und einem Luftkompressor bleibt das Bier von äußeren Einflüssen gänzlich unberührt. Zum Start bietet Heineken drei Marken für das System an – weitere sollen im nächsten Jahr folgen.

about-drinks sprach mit Carlo Rivaroli, Innovation Development Manager Europe bei Heineken International und verantwortlich für die Markteinführung von Heineken Blade in Europa.

Heineken hat das neue Zapfsystem Blade eingeführt. Was ist das genau und was ist das Besondere daran?
Carlo Rivaroli: Blade ist ein 8-Liter-Theken-Zapfsystem, das dazu beiträgt, dass frischgezapftes Brauereibier an einfach jeder Theke angeboten werden kann.

Es gibt vier Hauptgründe, warum dieses Zapfsystem etwas ganz Besonderes ist:

  1. Die Technik des Systems sorgt dafür, dass selbst in Verkaufsstellen mit sehr geringem Volumen ein perfektes Bier gezapft werden kann. Die 8-Liter-PET-Fässer sind die ideale Größe für Betriebe mit geringem Volumen. Das Bier bleibt bis zu 30 Tage nach der Öffnung frisch.
  2. Das innovative Design, das Blade zu einem echten Hingucker macht, führt zu einer Verbesserung der Umsätze: Die Daten zeigen, dass die Bierumsätze pro Ausschank um zwischen 23% bis 67% steigen.
  3. Da Blade sehr klein ist und lediglich einen Netzanschluss benötigt, kann das System praktisch überall aufgestellt werden, nicht nur auf einer Theke, sondern auch auf VIP-Tischen oder auf Tischen von privaten Gesellschaften und Gruppen in einem Gastronomiebetrieb.
  4. Außerdem ist Blade auch von der Bedienung her sehr einfach und benötigt keine Wartung, wie das sonst bei Zapfsystemen der Fall ist.

Welches sind die sonstigen Vorteile von Heineken Blade gegenüber anderen, „normalen“ Zapfsystemen?
Carlo Rivaroli: Die wichtigsten Vorteile von Blade gegenüber anderen Zapfsystemen unserer Wettbewerber sind die folgenden:

  1. Bei Blade ist die Marke rundum ständig sichtbar, was bei den Systemen unserer Wettbewerber nicht der Fall ist.
  2. Blade ist einfach zu bedienen und die Fässer sind in Nullkommanichts ausgetauscht.
  3. Bei diesem Zapfsystem wird sichergestellt, dass das Bier nicht mit Gas in Berührung kommt, so erhält man ein perfekt gezapftes Bier mit einer Temperatur von 2 Grad Celsius.

Wie genau funktioniert das Systems?
Carlo Rivaroli: Die 8-Liter-Fässer bestehen aus mehrschichtigem PET. Das Bier befindet sich in der inneren PET-Schicht. Blade besitzt einen Luftkompressor, der die Luft zwischen die Schichten bläst und somit Druck auf die Innenwand ausübt, wodurch das Bier aus dem PET-Fass gedrückt wird. Das Bier bleibt von äußeren Einflüssen unberührt. Des Weiteren kühlt Blade die Fässer im System und stellt somit sicher, dass das gezapfte Bier die perfekte Temperatur von 2 Grad Celsius aufweist. Außerdem zeichnet sich Blade auch durch einen sehr geringen Energieverbrauch von nur 70 Watt aus.

Warum hat Heineken dieses System erfunden? Wie lange dauerte die Entwicklungsphase?
Carlo Rivaroli: Heineken hat Blade aus zwei Gründen erfunden:

  1. Um alle Besitzer von Verkaufsstellen, die bislang aufgrund von Platzmangel oder einem zu geringen Rotationsvolumen kein Bier zapfen konnten, in die Lage zu versetzen, qualitativ hochwertiges Bier servieren zu können.
  2. Um alle Verkaufsstellen in die Lage zu versetzen, unterschiedliche Biere zapfen zu können, um so die Verbraucher zu begeistern, ohne weitere Probleme bei der Umsetzung bewältigen zu müssen.

Insgesamt hat Heineken 14 Monate an der Entwicklung von Blade gearbeitet. Das System, wie es hier zum Einsatz kommt, ist von uns patentiert.

An welche Zielgruppe richten Sie sich mit Heineken Blade genau?
Carlo Rivaroli: Blade ist ein Gerät zur professionellen Nutzung. Für alle Besitzer von Verkaufsstellen, die Bier – auch in kleinen Mengen – problemlos zapfen möchten, ist Blade die ideale Lösung. Blade bietet sich insbesondere für Cafés, Restaurants, Mehrzweckgaststätten, Lounges, Herrenfriseure und allgemeine Gastronomiebetriebe an – einfach für jeden Ort mit einer Theke!

Welche Marken sind für Heineken Blade verfügbar?
Carlo Rivaroli: Derzeit stellen wir in Deutschland drei Marken für Blade zur Verfügung: Heineken, Birra Moretti und Gösser.

Werden weitere Marken folgen?
Carlo Rivaroli: Unser Ziel ist es, das Portfolio in Deutschland nächstes Jahr weiter auszubauen, wobei ein ganz besonderes Augenmerk den Bierspezialitäten gelten wird.

Wie wird die Markteinführung begleitet?
Carlo Rivaroli: Das Blade-System und die Fässer werden über eine E-Commerce-Website www.blade.shop zum Verkauf angeboten. Sowohl Blade als auch die Fässer können nur auf dieser Website bezogen werden und werden innerhalb von drei Tagen geliefert.

Zur Markteinführung gibt es auf der Website ein Sonderangebot. Ein Starter-Paket kann derzeit – noch bis Weihnachten – für nur € 499 Euro bezogen werden. Dieses Paket umfasst 1 Blade-Zapfsystem, 3 Fässer, 24 Gläser, 100 Untersetzer und 40 Tischaufsteller, um sicherzustellen, dass Sie wirklich alles haben, was Sie brauchen, um von Anfang an das perfekte Bier zapfen zu können. Weitere Informationen zum Starter-Paket finden Sie auf der Website: https://de.blade.shop/en/heineken-starterpack.html.

Sind weitere Neuigkeiten im Zusammenhang mit Heineken Blade zu erwarten?
Carlo Rivaroli: Innovation steht bei uns immer ganz oben, denn unser Ziel ist es, die Kunden mit unseren Bieren zu begeistern. Halten Sie Ausschau nach weiteren aufregenden Bieren, die wir nächstes Jahr in Deutschland für das Blade-Zapfsystem einführen werden!

Heineken Blade | de.blade.shop
Heineken | heinekendeutschland.de | facebook.com/heineken

Wir bedanken uns bei Carlo Rivaroli für das offene und sehr interessante Interview und wünschen Heineken weiterhin viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt!

Auf ein Gespräch mit Johannes Grüning von ABOUT BEER – Craftbeer und Events

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Craft Beer – ein nach wie vor ungebrochener Trend in Deutschland. Es geht um traditionelles Handwerk, Kreativität und Innovation. Diesem Trend hat sich auch ABOUT BEER verschrieben: Gemeinsam mit seinem Geschäftspartner André Voigt will Biersommelier und Bierbotschafter Johannes Grüning den Menschen die Vielfalt der Craft-Beer-Szene näher bringen. Bei individuellen Tastings führt er durch die Welt von Pale Ale, Stout, Porter und Co. und lässt interessierte Bier-Liebhaber den Charakter ausgesuchter Biere erleben.

about-drinks sprach mit Johannes Grüning, einem der Geschäftsführer der Grüning, Voigt GbR und Initiator von ABOUT BEER,  über die Idee dahinter, den aktuellen Craft-Beer-Markt sowie die Zukunftspläne für ABOUT BEER.

Was ist ABOUT BEER und worum geht es dabei?
Johannes Grüning: ABOUT BEER ist pure Passion für Bier in seiner vollen Vielfalt. Es geht darum, Menschen das Thema „Bier“ näher zu bringen, sie zu begeistern und dazu zu bewegen, Bier auf das Level anzuheben, das auch schon Wein lange hat: als Genuss und nicht nur zum Durstlöschen.

Woher kam die Idee zur Gründung?
Johannes Grüning: André Voigt und ich kennen uns schon viele Jahre und wir hatten immer ein sehr enges und vertrauensvolles Verhältnis zueinander. Wir trinken beide sehr gerne Bier und haben ein Faible für qualitativ hochwertige Lebensmittel. So entstand die Idee, den Menschen nach dem eigenen Kaffee von André namen lilou (hier im Interview mit about-drinks) auch tolle Biere näher zu bringen. Wir haben beruflich eine perfekte Symbiose für uns gefunden, da ich von André super unterstützt werde und er im Zuge dessen sein Portfolio erweitert.

Was für Events finden im Rahmen von ABOUT BEER statt? Wo finden sie statt?
Johannes Grüning: Zur Zeit bieten wir öffentliche Craft-Bier-Tastings an, die im lilou conceptstore in Paderborn stattfinden. Firmen und Privatkunden können uns natürlich genauso für eine private Verkostung buchen und wir haben auch schon Kontakt zur Gastronomie für spannende Erlebnisabende und mit verschiedenen lokalen Brauereien, mit denen wir zusammenarbeiten wollen.

Wie sehen Sie persönlich aktuell den internationalen und den deutschen Craft-Beer-Markt?
Johannes Grüning: Der Markt explodiert förmlich vor lauter neuen Brauereien. Manchmal fällt es einem schwer, die Menge an tollen, neuen Bieren überhaupt verkosten zu können. Während in den USA der Boom an neuen Mikrobrauereien jedoch langsam abebbt, wagen sich hier in Deutschland immer mehr Brauer, ihre eigene Brauerei zu eröffnen. Zeitgleich haben aber auch traditionellere Brauereien die Zeichen der Zeit erkannt und bringen neue Biere auf den Markt bzw. vermarkten ihre Produkte unter dem hippen Schlagwort „Craft Beer“.

Welches Potenzial sehen Sie gerade in Deutschland? Welche Anforderungen an Brauer ergeben sich daraus?
Johannes Grüning: Durch die Masse an Bieren, die dem Verbraucher mittlerweile zur Verfügung stehen, wird es für die Brauer augenscheinlich schwerer, ihren persönlichen Stil zu definieren. Das führt dazu, dass viele Biere experimenteller und extremer werden, um die Handschrift des Brauers zu erkennen. Es reicht einfach für eine Craft-Beer-Brauerei nicht aus, ein Standard-Pils im Sortiment zu haben. Hier werden spezielle Sude angesetzt, saisonale Biere gebraut, mit verschiedenen Hopfensorten gespielt und insgesamt viel ausprobiert, was alles machbar ist. Neuester Trend ist übrigens die Hefe.

Sie kennen sich aus: Sie sind nicht nur einer der jüngsten Biersommeliers Deutschlands, sondern auch Bierbotschafter. Wie kamen Sie zur Wahl dieser Weiterbildungen?
Johannes Grüning: Ich hatte das Bedürfnis, mein Wissen zu vertiefen, und wollte mir selber beweisen, dass ich das auch wirklich durchziehe. In Deutschland zählt ein Titel auch einfach mehr als bloß die Liebe zum Produkt. Der Bierbotschafter IHK ist im Grunde der erste Schritt in die richtige Richtung gewesen, der meine Bier-Begeisterung nochmal so richtig entfacht hat. Der Biersommelier greift die Inhalte auf, vertieft sie und hat auch durch den Klang eine höhere Wertigkeit. Gleichwohl lernt man tolle Menschen aus Gastronomie, Handel und Brauwesen kennen, mit denen man stundenlang über Bier philosophieren und ein nutzvolles Netzwerk aufbauen kann. Der Verband der deutschen Biersommeliers ist die Plattform, weiterhin in Kontakt zu bleiben und sich weiterzuentwickeln.

Streben Sie noch andere Aus-/Weiterbildungen in dieser Branche an?
Johannes Grüning: Auf jeden Fall. Ich stehe erst am Anfang und habe noch sehr viel zu lernen. Als Biersommelier habe ich die Möglichkeit, mich als Kandidat für das „Insitute of Masters of Beer“ anzumelden, um durch Eigenstudium und Präsenzschulungen noch tiefer in die Welt der Biere einzutauchen und einen noch höheren Abschluss zu erlangen.

Wie geht es mit ABOUT BEER weiter? Gibt es Pläne für die nächsten Monate?
Johannes Grüning: Wir wollen unser Angebot erweitern auf Braukurse, themenbezogene Verkostungen und  Schulungen in der Gastronomie. Gerne würden wir uns auch auf Messen und Events präsentieren. In jedem Fall freuen wir uns auf die Zukunft und viele, viele Biere, die wir noch trinken werden. :-)

ABOUT BEER | facebook.com/aboutbeerpb

Wir bedanken uns bei Johannes Grüning für das offene und sehr interessante Interview und wünschen ABOUT BEER weiterhin viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt!

„A beer well travelled“ – Frederik Kampman von Lowlander Beer im Gespräch

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„A beer well travelled“. So wie früher die holländischen Seefahrer und Entdecker die Welt bereisten, so bereisen die Lowlander Biere jetzt die Welt. Als Seefahrervolk haben die Niederländer die Welt erobert und dabei kostbares Gut wie Gewürze und Kräuter aus aller Welt mit nach Hause gebracht. Daran will Lowlander Beer erinnern und nutzt zum Brauen der Biere solche Früchte, Kräuter und Gewürze wie z.B. Süßholzwurzel, Blutorange und Sumach, Holunderblüte, Curacao, weißen Tee oder Lakritz. Die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Botanicals machen es den Brauern möglich, Biere mit einem besonderen Charakter zu brauen und sich so von anderen Brauereien abzuheben. 

about-drinks sprach mit Frederik Kampman, dem Chief Botanical Officer bei Lowlander Beer, über die Neueinführung am deutschen Markt sowie die Pläne für 2018.

Herr Kampman, was hat es mit dem Namen Lowlander Beer auf sich?
Frederik Kampman:
Der Name kommt aus dem Niederländischen und steht für „nieder“ und „Land“, also das Land am Meer bzw. das Land unter dem Meeresspiegel. Aufgrund unserer – auch geschichtlich gesehen – fortwährenden Beschäftigung mit Wasser gab es für uns nur eine Möglichkeit: das Wasser und die Meere zu beherrschen. Als Seefahrervolk haben die Niederländer die Welt erobert und dabei kostbares Gut wie Gewürze und Kräuter aus aller Welt mit nach Hause gebracht. Es dauerte nicht lange, bis diese Botanicals den Weg in das Lieblingsgetränk der Deutschen fanden: Bier. Wir verwenden in unserem Bier Botanicals, um den Geschmack und Charakter zu verfeinern, und lassen so die Geschichten unserer mutigen Entdecker und Vorfahren sowie die Vielfalt an exotischen Gewürzen und Kräutern in unserem Bier aufleben.

Der Name Lowlander Beer passte daher schon von Anfang an. Wir werden oft gefragt, was es mit dem Buchstaben „O“ in Lowlander auf sich hat, da er oft mit dem skandinavischen Buchstaben „Ø“ verwechselt wird. Es handelt sich dabei aber ein Symbol aus der Schifffahrt, welches das Gewicht und die Beladungsgrenze eines Schiffes beziffert.

Sie haben vorher in einer Gin-Destillerie gearbeitet. Wie kam es dazu, dass Sie nun Bier brauen?
Frederik Kampman: Ich war vor meiner Gin-Zeit schon lange in der Bierbranche unterwegs und habe in vielen Brauereien in ganz Europa gearbeitet. Durch meine Arbeit in der Destillerie wurde meine Liebe zu Botanicals und zur faszinierenden Welt der Cocktails entfacht. Es war nur eine Frage der Zeit, bis ich begann, mir darüber Gedanken zu machen, wie es wohl wäre, wenn man Botanicals brauen statt destillieren würde. Ich wurde neugierig, welchen Einfluss die Verwendung von Gewürzen, Kräutern und Früchten auf den Charakter eines Bieres haben könnte. Zu meinem Erstaunen habe ich festgestellt, dass die Niederländer beim Brauen von Botanicals bereits interessante Erfahrungen gemacht haben. Und so wurde Lowlander Beer geboren.

Woher holen Sie sich die Inspirationen?
Frederik Kampman: Wir wollen den Bier-Horizont erweitern, indem wir mit pflanzlichen Stoffen brauen. Als Team holen wir uns von überall Inspiration: von unseren Reisen, Reise- und Unternehmensgeschichten, einzigartigen Botanicals oder typisch niederländischen Geschmacksrichtungen wie Lakritz, Gartenbesuchen im Hortus Botanicus in Amsterdam, tollen Cocktails oder Gerichten, der Kunst des Destillierens selbst, …

Wir haben Lust auf Abenteuer und wollen ständig über den Tellerrand des traditionellen Bierbrauens hinausschauen. Wir entdecken und probieren neue Zutaten und verschiedene Arten des Genießens – so wie beispielweise die Biertails, also die Cocktails mit Bier.

Was ist sonst noch besonders an Lowlander Beer?
Frederik Kampman: Wir legen den Fokus wieder auf die Zutaten, die Zubereitung und den Geschmack, indem wir mit Botanicals brauen. Unsere Marktposition ist einzigartig: Wir unterstützen unsere Botschaft mit Reise- und Unternehmensgeschichten und reagieren gleichzeitig auf die aktuell stark wachsenden Spirituosentrends am Markt. Lowlander Beer kann man in jeder Situation genießen: Jedes Bier passt zu einem besonderen Gericht oder kann als Biertail genossen werden. Hierfür kreieren wir unsere eigenen Rezepte.

Sie sind schon in Großbritannien und in Skandinavien am Markt. Was erhoffen Sie sich vom deutschen Markt?
Frederik Kampman: Unser Traum ist es, dass Lowlander Beer weltweit als Bier mit unverwechselbarem Geschmack und Charakter anerkannt wird. Das ist ohne Frage anspruchsvoll, aber wir werden versuchen, die Welt – Bar für Bar, Stadt für Stadt und Land für Land – zu erobern. Wir sind sehr froh darüber, Jimmy als Markenbotschafter für Deutschland an Board zu haben. Seine Begeisterung, sein Netzwerk und sein Wissen sind sehr wertvoll. Zusammen mit unserem Vertriebspartner Bierlinie arbeiten wir in Berlin bereits mit einigen der angesagtesten Locations zusammen, wie zum Beispiel Immertreu, Hopfenreich, Zum Starken August, Green Door, Badfish und Katz Orange.

Was sind Ihre Pläne für das Jahr 2018?
Frederik Kampman: Nach der erfolgreichen Produkteinführung letztes Jahr werden wir in 2018 eine neue Reihe der wandernden Botanical Brew Kitchen – ein Pop-up-Konzept – ins Leben rufen. Dies wird in den Niederlanden und über die Grenzen hinaus zu finden sein. Das Konzept lädt ein, unsere Welt zu entdecken, und öffnet Herzen und Gaumen mit einer Reihe von einzigartigen Botanical Dinners. Wir fordern lokale Köche heraus, mit den Botanicals unserer Biere zu kochen. Für diese Kreationen muss dann das passende Bier aus unserem Sortiment vorgeschlagen werden – und zwar à la minute!

Die gemeinsamen Dinner sind vertraut und finden in ungewöhnlichen Umgebungen statt, was jedes Event zu einem besonderem Highlight macht. Biertails sind ein weiterer Weg der Horizonterweiterung. Es ist ein alter Trend, der auf das Jahr 1861 zurückgeht, aber auch – ähnlich wie bei der Craft-Beer-Bewegung zu sehen – seit einigen Jahren wieder für Freude sorgt. Unsere Botanical-Biere sind die Brücke zwischen Craft Beer, Spirituosen und Biertails – sie vereinen das Beste aus den Welten.

Was mich zudem dieses Jahr am sehr freut, ist die Einführung unserer neuen Lowlander Botanical Blends: natürliche, toll schmeckende Blends aus Botanicals, Tee und Bier. Das Resultat: ein geschmackvolles Getränk mit einem Alkoholgehalt von nur 2,5 %. Der erste Blend ist ein Mix aus Ingwer, Kardamom, Kaffernlimette und grünem Tee. Wir experimentieren schon seit über einem Jahr, um diese alkoholhaltige Version des Ginger Beers zu kreieren – und sind daher sehr stolz, dieses einzigartige Lowlander Beer nun endlich vorstellen zu können. Der zweite Blend ist ein Mix aus Zitrus, Yuzu, Pampelmuse und Earl Grey mit Bergamot. Mit den Lowlander Botanical Blends bieten wir bewussten Konsumenten ein charaktervolles Geschmackserlebnis ohne Kompromisse.

Lowlander Beer | lowlander-beer.com | facebook.com/pg/Lowlanderbeer | instagram.com/lowlanderbeer

Wir bedanken uns bei Frederik Kampman für das offene und sehr interessante Interview und wünschen Lowlander Beer weiterhin viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt!

Ratsherrn: Niklas Nordmann über die neue Pilsener-Windrose

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Ehrliches und gutes Brauhandwerk – das liegt der Ratsherrn Brauerei in den Hamburger Schanzenhöfen am Herzen. Dahinter steckt leidenschaftliches Handwerk sowie die Liebe zum Brauen und Entdecken. Man schaut dabei auch über den Tellerrand der deutschen Bier-Welt hinaus, um sich von der internationalen Craft-Beer-Bewegung aus den USA, Dänemark, Italien und auch Österreich inspirieren zu lassen. Seit 2012 kreiert das Team frische Bierspezialitäten, aktuell rückt man mit der neuen Pilsener-Windrose die beliebteste Biersorte der Deutschen in den Fokus.

about-drinks spracht mit Niklas Nordmann, verantwortlich für das strategische Marketing bei Ratsherrn, über die Entstehung der Marke, die neue Pilsener-Windrose sowie die weiteren Pläne des Unternehmens.

Seit wann gibt es die Ratsherrn Brauerei? Wie fing alles an?
Niklas Nordmann: Die Marke „Ratsherrn“ wurde schon in den fünfziger Jahren von der Hamburger Elbschloss Brauerei eingeführt und als Premium Pilsener für den Export eingesetzt. Nach einigen Umwegen hat meine Familie 2008 die Marke erworben. 2012 wurde die Ratsherrn Brauerei in den denkmalgeschützten Schanzenhöfen, ehemalige Viehmarkthallen, eröffnet. Ratsherrn war von Anfang an ein Pionier der Craft Beer Bewegung.

Was ist die Ratsherrn Pilsener-Windrose?
Niklas Nordmann: Windrosen dienen zur Orientierung. Die Pilsener Windrose hilft bei der Verortung der neuen Pilsener Stile, die alle von Ratsherrn aus dem Pilsener entwickelt werden. Im Zentrum finden wir den Klassiker: Unser Ratsherrn Pilsener. Die Pilsener Windrose wird auch als Tasting Tool eingesetzt werden.

Mit der Pilsener-Windrose werden vier neue Biere präsentiert. Erzählen Sie davon!
Niklas Nordmann: Ratsherrn wird die Biere Anfang Juli vorstellen. Aber wir können wir jetzt schon sagen, dass wir im Norden ein Starkbier mit Pilsener Tugenden (straff, hopfig). Im Süden ein etwas leichteres Bier Pilsener sehen werden; ein „Session“, für heiße Sommertage, die in Hamburg tatsächlich schon einmal vorgekommen sind. Im Westen ist ein Bier angesiedelt, das die Craft-Beer-Interpretationen der Neuen Welt mit deutscher Brautradition verknüpft. Im Osten wird Ratsherrn etwas Exotisches bringen. Einzigartig und außergewöhnlich. Wir wollen hiermit eine neue Ära, der uns bekannten Pilsener Biere einläuten indem wir zeigen, wie viel aus diesem Bierstil herauszuholen ist.

Man sagt Pilsener ist die anspruchsvollste Brauart, wieso ist das so?
Niklas Nordmann: Bei „lauten“ Bieren (zum Beispiel „Hopfenbomben“) können sich Braufehler leicht hinter der Aromen-Überfülle verstecken. Untergärige Biere werden hingegen mit feiner Klinge eingebraut – sie verzeihen nicht den geringsten Fehler.

Ratsherrn hat beim Craft Beer Award zuletzt ziemlich abgeräumt. Was bedeutet das für Sie und Ihre weitere Arbeit?
Niklas Nordmann: Es ist eine eindrucksvolle Bestätigung, dass wir mit unserem Fokus auf Bierqualität, deutsche Brautradition und Kreativität genau richtig liegen.

Was sind Ihre weiteren Pläne für 2018?
Niklas Nordmann: Wir werden uns vor allem auf die Tugenden der deutschen Brauart konzentrieren. Traditionen respektvoll herausfordern und dafür die Kreativität unseres großartigen Teams einsetzen. Die Pilsener Windrose setzt dazu einen markanten Anfang.

Ratsherrn | ratsherrn.de | facebook.com/Ratsherrn

Wir bedanken uns bei Niklas Nordmann für das offene und sehr interessante Interview und wünschen der Ratsherrn Brauerei weiterhin viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt!

Hoepfner: Hohe Auszeichnung beim Meininger Craft Beer Award

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Die Privatbrauerei Hoepfner ist beim Meininger Craft Beer Award 2018 in der Kategorie „Märzen/Festbier“ mit „Platin“ für das „Hoepfner Jubelbier“ ausgezeichnet worden. Bei der fünften Auflage des Meininger‘s International Craft Beer Award wurden 1.090 Biere eingereicht – ein neuer Rekord. Bewertet wurden die Award-Teilnehmer von einer 84-köpfigen internationalen Expertenjury.

Braumeister Michael Huschens nahm im Neustadter Saalbau den Preis entgegen. „Das ist eine hohe Wertschätzung für das gesamte Hoepfner-Brauerteam und motiviert uns auch weiterhin innovative Biere auf den Markt zu bringen.“ Christian Wolf, Verkostungsleiter und Vorstandsmitglied des Wettbewerbs, betonte die hohe Wertigkeit des Award. Eine strenge Limitierung der Auszeichnungen stelle sicher, dass jedes prämierte Bier tatsächlich zu den Besten gehöre. Auch die Qualität der Jury sei erstklassig: „Wir haben über die Jahre ein hochkarätiges, internationales Verkostungspanel aufgebaut und sind stolz darauf, dass zu unserem Award inzwischen die besten Bierverkoster kommen.“ Insgesamt wurden 90 Brauereien aus dem In- und Ausland für die hohe Qualität ihrer Biere ausgezeichnet.

Der Meininger-Award ist eine weitere Bestätigung für die erstklassige Arbeit der Brauer aus der Hoepfner Bierburg in Karlsruhe. Ebenfalls in der Kategorie Craft-Bier gab es 2018 bei der DLG-Prüfung, dem „härtesten Biertest der Welt“ für die Hoepfner-Bierspezialität Porter eine Goldmedaille. Hoepfner Hefeweizen und Hoepfner Goldköpfle holten in anderen Kategorien ebenfalls diese begehrte Medaille. Beim Wettbewerb der Deutschen-Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) bewertet die Zertifizierungsstelle jedes Jahr die Qualität von mehreren hundert Bieren aus dem In- und Ausland, die „nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut werden“.

Den hochkarätigen Medaillenreigen rundete schließlich eine weitere DLG-Auszeichnung ab:
Die Privatbrauerei Hoepfner erhielt in diesem Jahr auch den begehrten „Preis für langjährige Produktqualität“ – und das zum 29. Mal. Willy Schmidt, Geschäftsführer der Hoepfner- Brauerei, freut sich vor allem auch über die Medaillen im Craft-Bier-Bereich: „In den vergangenen Jahren hat sich weltweit eine innovative Brau-Szene rund um das Thema Craft-Biere entwickelt. Durch kreativen Einsatz und Verarbeitung von Rohstoffen wie Hopfen oder Hefe Bierspezialitäten sollen individuelle Geschmacksprofile und eine abwechslungsreiche Stilistik entwickelt werden. Dafür stand Hoepfner schon lange vor dem Trend. Schön, dass dies jetzt auch bei verschiedenen Wettbewerben gebührend gewürdigt wurde.“

Quelle/Bildquelle: Privatbrauerei Hoepfner GmbH | hoepfner.de


Arthur Riedel spricht über die erweiterung des Spezialitätensortiments „Krombacher Brautradition“

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Nach der erfolgreichen Markteinführung der Sorten Krombacher Brautradition Naturtrübes Kellerbier und Naturtrübes Dunkel wurde mit dem Naturtrüben Landbier eine weitere Bierspezialität kreiert, die besondere Genussmomente verspricht.

Den Entstehungsprozess dieser neuen Spezialität hat Arthur Riedel, langjähriger Braumeister der Krombacher Brauerei, maßgeblich begleitet. Aus diesem Grund ziert auch seine Unterschrift jede Flasche des Naturtrüben Landbiers. Im Interview erklärt er, was dieses Produkt so besonders macht:

Was ist das Besondere am Krombacher Brautradition Landbier? / Was macht es zu einer Spezialität/zu einem besonderen Bier für Liebhaber?
Arthur Riedel: Die drei ausgewählten Malzsorten Pilsener Malz, Münchner Malz und Caramünch Malz sorgen für einen vollmundigen Malzgehalt und verleihen dem Landbier eine leuchtend intensive, orangene Farbe, die an einen Sonnenuntergang erinnert. Für die feine Hopfennote verwenden wir ausschließlich Aromahopfen aus der Hallertau. Das Landbier wird nach klassischem Brauverfahren hergestellt und nicht filtriert, wodurch die natürliche Trübung erhalten bleibt.

Wie würden Sie den Geschmack beschreiben?
Arthur Riedel: Das Brautradition Landbier hat eine harmonische malzig-süßliche Note mit einem vollmundigen Körper. Hinzu kommen eine dezente Bittere und eine feine Hopfennote.

Welche Zutaten sind besonders wichtig für den Geschmack?
Arthur Riedel: Besonders wichtig sind die drei Malze, die wir verwenden: Pilsener Malz, Münchner Malz und Caramünch Malz. Sie sorgen für das unvergleichliche Aroma und die Farbe. Besonders das Caramünch Malz ist für die Vollmundigkeit und die leuchtende Farbe verantwortlich.

Wer oder was hat Sie zum Brauen dieses Bieres inspiriert?
Arthur Riedel: Die Leidenschaft. (lacht) Etwas Neues zu kreieren ist immer mein Anreiz. Wir haben geschaut, in welche Richtung es gehen soll und uns dann entschieden, passend zu Krombacher, unserer klassischen und traditionellen Linie treu zu bleiben. Farblich haben wir uns von der leuchtenden Farbe des Krombacher Weizens inspirieren lassen und dazu noch einen malzigen Körper, also ein malziges Aroma entwickelt.

Sie stehen bzw. Ihr Name steht für das neue Landbier und Ihre Unterschrift wird auf jeder Flasche stehen. Was bedeutet das Bier für Sie persönlich?
Arthur Riedel: Bei der Nummer 1 in Deutschland mit einem Bier vertreten zu sein, das seinen Namen trägt, erfüllt einen mit Stolz. Ich habe 1992 als Brauer und Mälzer angefangen, bin jetzt also seit 26 Jahren im Beruf und das ist schon toll und eine große Ehre für mich.

Quelle/Bildquelle: Krombacher Brauerei Bernhard Schadeberg GmbH & Co. KG | krombacher.de

Gaffel: Geschäftsleiter Thomas Deloy über das Gastro-Marketing der Privatbrauerei

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In Köln gibt es viele kleine Veedelskneipen, die es in letzter Zeit immer schwerer haben, sich am Leben zu halten. Die Gründe dafür sind verschieden – von veränderten Ausgehritualen über breitere Freizeitangebote bis hin zum Fitness- und Wellnesstrend. Gaffel als Marktführer in der rheinischen Gastronomie versucht mit verschiedenen Events und Aktionen diesem Rückgang entgegenzusteuern. Daon profitieren sowohl die kleine Veedelskneipen als auch die größeren Gastronomien in der Rheinstadt.

Thomas Deloy, Geschäftsleitung Marketing und PR der Privatbrauerei Gaffel, spricht im Interview mit about-drinks über die verschiedenen Maßnahmen in Sachen Gastro-Marketing.

Gaffel Kölsch ist Marktführer in der rheinischen Gastronomie. Welche Entwicklung gibt es in diesem Segment?
Thomas Deloy: Während es noch bis in die 1990er völlig üblich war, täglich in seine Stamm- oder Veedelskneipe zu gehen und am Wochenende die Hotspots in Köln zu besuchen, hat sich das Ausgehverhalten mittlerweile völlig verändert. Die Anforderungen an die Studenten sind aufgrund der kürzeren Studienzeiten gestiegen. Die mittleren und älteren Generationen profitieren vom größeren Freizeitangebot, und die Fitness- und Wellnesswelle führt an der Gastro vorbei. Die Folge ist, dass immer mehr traditionelle Gaststätten aufgeben und der Umsatz allgemein zurückgeht. Punktuell geben Großereignisse wie die Fußball-WM Impulse, die aber natürlich nicht nachhaltig sind.

Köln ist bekannt als Stadt, in der man gut feiern kann. Kann die Gastro davon nicht partizipieren?
Thomas Deloy: Teilweise. Das funktioniert meist am Wochenende in bestimmten Szenevierteln, die von Menschen aus dem Umkreis oder Städtetouristen besucht werden. Zu beobachten ist, dass man immer mehr anlassbezogen ausgeht. Das gilt individuellen wie zum Beispiel bei Ausflügen mit dem Sportverein. Oder es gehen die Leute zu besonderen Ereignissen vor die Tür: vom Straßenfest bis zu Karneval. Ausgenommen sind hier nur die Brauhäuser in Köln. Die sind tagtäglich sehr gut besucht.

Wie kann man als Brauerei da gegensteuern?
Thomas Deloy: Da wir als Marktführer in der rheinischen Gastronomie diese Trends natürlich deutlicher spüren, haben wir uns früh mit Gastro-Marketing beschäftigt. Ziel ist es, die Stärkung der Gastronomie durch Events, die von uns inszeniert werden. Der Gastronom wird aber auch von uns bei bestimmten Anlässen unterstützt.

Wie sehen die Maßnahmen im Einzelnen aus?
Thomas Deloy: Beispielsweise haben wir gerade ein Halloween-Paket geschnürt, das in die Kneipen mit entsprechendem Publikum geht. Auch initiieren wir Ereignis wie zum Beispiel den hier völlig unbekannt, aber in den angloamerikanischen Ländern groß gefeierten Ugly Sweater Day. Man zieht seinen hässlichsten Weihnachtspulli an und präsentiert ihn stolz beim Kneipen-Event. Von der Mitsinginitiative „Loss mer singe“, die wir seit Beginn an unterstützen, profitieren unserer Wirte, denen ein garantiert volles Haus beschert wird. Auch können wir auf einen Pool an DJs, Sängern und Künstlern zurückgreifen, die wir stets in der Gastro einsetzen können. Ganz besonders kommt das bei „Jeck im Sunnesching“ zum Tragen.

Was genau ist „Jeck im Sunnesching“?
Thomas Deloy: Wir haben vor vier Jahren ein jeckes Kneipen- und Open-Air-Event ins Leben gerufen, von dem die Gastro profitieren sollte. Über 100 Objekte haben sofort mitgemacht. An einem Tag wurde in Köln überall typisch kölsche Musik live oder per DJ gespielt. Auf Anhieb konnten wir 50.000 Menschen aktivieren, die fast alle verkleidet waren. Der Erfolg hat uns dazu bewogen, im darauffolgenden Jahr noch ein Open-Air-Festival kölscher Musik anzubieten. In diesem Jahr gab es bereits zum zweiten Mal neben Köln ein Parallelfestival in Bonn. Über 100.000 Menschen haben bis spät in die Nacht in den Kölner Kneipen jeck gefeiert.

Was ist Ihrer Meinung denn der Grund, warum das kölsche Brauhaus so reibungslos läuft?
Thomas Deloy: Das kölsche Brauhaus ist kein Selbstläufer. Auch hier müssen Qualität und Service im Einklang mit den Erwartungen der kölschen Gäste und den vielen Touristen stehen. Unser Konzept im Gaffel am Dom lautet, Köln kompakt erleben: also Kölsch, Karneval und den 1. FC Köln. Unser Brauhaus bietet das typisch rheinisch-herzliche Ambiente. Hier tritt jeden Freitag Björn Heuser auf. In diesem Jahr feiert er Zehnjähriges. Das kölsche Mitsingkonzert hat er zum Kult entwickelt. Einzigartig ist auch das Zappes-Diplom. Die Teilnehmer lernen von einem echten Zappes, wie man ein perfektes Kölsch zapft und serviert. Und das ist nicht nur für Touristen lehrreich. Daneben finden immer wieder Events und Konzerte statt. Die Karnevalsveranstaltung sind jedes Jahr weit im Vorfeld ausverkauft. Und Südkurven-Stimmung ist beim Gastro-Viewing angesagt, wenn wir den 1. FC Köln live zeigen.

Gaffel | gaffel.de | facebook.com/Gaffel | instagram.com/gaffel_koelsch

Copyright Bilder: Ugly Sweater Party: Nicci
Björn Heuser: M. Künster Monsterpics
Jeck im Sunnesching: Juergens

Spaten Brauerei feiert 125 Jahre Münchner Hell

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Am 21. März 1894 braute Spaten zum ersten Mal das Bier, das wie kein anderes für Münchner Lebensart steht. Anlässlich dieses 125-jährigen Jubiläums bringt die Spaten-Brauerei ihr Original „Münchner Hell“ in Traditionsausstattung in der Euro-Flasche samt Kasten auf den Markt. Als Dank für ihre Treue spendiert die Traditionsbrauerei allen Münchnern und Münchnerinnen am 22. und 23. März außerdem reichlich Freibier.

Der 21. März ist ein ganz besonderer Tag für München: An diesem Tag vor 125 Jahren lieferte die Spaten Brauerei die ersten Fässer ihres gerade gebrauten untergärigen hellen Bieres aus – jenes typische Münchner Hell, das die Stadt in aller Welt berühmt gemacht hat. Dieses Bier ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für München und weit darüber hinaus bekannt geworden.

Die Spaten Brauerei wird dieses Jubiläum mit allen Münchnerinnen und Münchnern sowie allen Freunden des Münchner Bieres gebührend feiern und sich bei ihnen für ihre Treue bedanken. Und sie will ihre Tradition als eine der ältesten Brauereien Münchens, die urkundlich erstmals 1397 erwähnt wird, unterstreichen – und das nicht nur zum Jubiläumstag, sondern dauerhaft: Inspiriert von der Historie und der Beständigkeit erhält Spaten anlässlich des 125. Jubiläums wieder den echten und eigenständigen Charakter, der der Ikone Spaten würdig ist. Das Spaten Münchner Hell ist deshalb wieder in der ursprünglichen markanten Euro-Flasche mit Traditions-Etikett erhältlich. Es hebt sich durch eine nostalgisch anmutende Farbgebung und seine verspielten Schriftzüge hervor.

Tradition mit neuem Leben füllen
„Wir wollen unsere Tradition zwar bewahren und betonen, aber wir wollen nicht in ihr verharren“, erklärt dazu Spaten Geschäftsführer Bernhard Klier. „Wir sehen die Rückkehr zur Euro-Flasche und dem dazu gehörigen Kasten vielmehr als Chance, Tradition mit neuem Leben zu füllen und Spaten weit über die Stadtgrenzen Münchens hinaus bekannt zu machen.“ Der Betriebsleiter der Brauerei, Harald Stückle, ergänzt: „Unterstrichen werden soll auch, dass das ursprüngliche Münchner Hell aus dem Hause Spaten stammt und von hier aus als Lagerbier seinen Siegeszug rund um die Welt angetreten hat.“ Spaten stehe für die ursprüngliche, unverfälschte Brauart des Münchner Hell.

Darüber hinaus kehrt die Brauerei zu einer weiteren Tradition zurück: dem Holzfass. Sie liefert das Helle im Jubiläumsjahr in traditionellen Holzfässern an ausgewählte Spaten Gaststätten, wo es direkt aus dem Fass ausgeschenkt wird.

Spaten gibt einen aus – Freibier für alle
Die Wiederbelebung beliebter Traditionen ist aber beileibe nicht das Einzige, was zum 125. Jahrestag stattfindet. Denn natürlich gehört zu einem solchen Datum auch Freibier – gerade bei einer Brauerei. Zum Feste gibt es daher nur das Beste und das auch noch zu wahrhaft festlichen Konditionen: Am 22. und 23. März fahren mehrere Pferdekutschen mit Holzfässern durch die Münchner Innenstadt. Von ihr aus werden alle Münchner pünktlich zum Frühlingsbeginn mit Freibier beschenkt. Auch unsere Wirte Werner und Dieter Hochreiter am Viktualienmarkt haben sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen um mit uns gemeinsam das Jubiläum zu feiern. Dort ist das Bier von Donnerstag bis Samstag dann zwar nicht ganz gratis, aber wird zu einem Sensationspreis ausgeschenkt, nämlich umgerechnet dem von 1894: Das 0,5 Liter
Münchner Hell kostet dann ganze 80 Cent.

Am Samstag, den 23. März, dürfen sich alle Münchner über ein weiteres Highlight freuen: Die Spaten Brauerei öffnet ihre Pforten für die Öffentlichkeit. In der Zeit von 11:00 bis 18:00 Uhr finden stündlich kostenlose Führungen statt. Die Besucher erwartet eine spannende Tour durch die Brauerei, exklusive Einblicke in den hauseigenen Fasskeller, freien Zutritt in das Spaten Museum und am Ende die Verkostung von Spaten Münchner Hell.

All dies soll dazu beitragen, dass auch weiterhin der berühmte Spruch mit Leben erfüllt wird: „Lass dir raten, trinke Spaten.“ Der stammt übrigens von 1924.

Quelle/Bildquelle: Spaten Brauerei München

 

Uwe – das alkoholfreie Craft Bier: „Man kann auch alkoholfreies Bier trinken, ohne sich zum Affen zu machen.“

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Uwe ist die deutsche Craft Bier-Marke, die nur alkoholfreie Biere auf den Markt bringt. Wer Uwe trinkt, macht sich nicht zum Affen. Uwe trinkt man, weil man fahren will. Unter dem Motto „Komm mal klar“ haben die 3 Gründer es sich zur Aufgabe gemacht alkoholfreies Bier Gesellschaftsfähiger zu machen.

Im Interview sprach about-drinks mit Laia Gonzalez, Sönke Schmidt und Philip Wienberg, den Gründern von Uwe über die Gründung, den Namen und die verschiedenen Sorten von Uwe.

Wer ist Uwe und was steckt dahinter?
Laia Gonzalez: Uwe ist die erste deutsche Craft Bier Marke, die ausschließlich alkoholfreies Bier rausbringt. Wir machen alkoholfreies Bier mit der gleichen Leidenschaft, die andere Biermarken den alkoholischen Getränken vorbehalten. Wir haben Uwe letztes Frühjahr zu dritt in Hamburg gegründet: Philp, Sönke und Laia. Inzwischen sind wir mehr, haben die ersten festen Mitarbeiter eingestellt und eine feste Partnerschaft mit unserem Brauer Ludwig Hörnlein.

Was war die Inspiration für den Namen?
Philip Wienberg: Wir wollen ein alkoholfreies Bier machen, mit dem man sich nicht zum Horst macht. Uwe ist ein norddeutscher, bodenständiger, ehrlicher Name. Man kann Uwe leicht bestellen und muss alkoholfrei nicht dazu sagen. “Ein Uwe bitte”. Das war uns besonders wichtig. Uwe ist immer alkoholfrei, das ist selbstverständlich beim Bestellen.

Ihr stellt ausschließlich alkoholfreies Craft Bier her, wie kam das?
Sönke Schmidt: Wir haben alle Ende 2016 aus unterschiedlichen Gründen aufgehört Alkohol zu trinken und trinken alle drei immer noch keinen oder kaum noch Alkohol. So kam uns die Idee für eine alkoholfreie Biermarke, mit der man sich nicht verstecken muss. Wenn man auf Parties ein alkoholfreies Bier trinkt, dann wird man die ganze Zeit gefragt, was denn los ist. Bist du krank? Musst du morgen früh raus? Warum trinkst du sowas ekliges? Bei Uwe ist das anders. Da überwiegt die Neugier. Uwe kann man selbstbewusst trinken, das ist eigentlich der größte Unterschied.

Es gibt bereits 3 Sorten (IPA, Summer Ale und Alster Ale), worin unterscheiden sich diese und wonach schmecken sie?
Philip Wienberg: Alle Craft Biere unterscheiden sich von regulären Bieren durch ihre intensiven Aromen. So enthält ein Uwe mehr Geschmacksstoffe als ein guter Rotwein. Das Uwe IPA, also Indian Pale Ale, ist herb und malzig. Trotzdem bleibt es ein süffiges Bier, das man immer leicht trinken kann. Genauso wie das Summer Ale, bei dem die an Zitrusfrüchte erinnernde Hopfennote überwiegt. Das Alster Ale ist ein alkoholfreies Ale gemischt mit 60% naturtrüber Zitronenlimonade – und damit das erste Craft Bier Radler der Welt.

Über welche Distributionswege wird Uwe vertrieben?
Laia Gonzalez: Uwe wird bereits viel über den Getränkefachgroßhandel vertrieben. In Hamburg stehen wir bei über 100 Rewe und Edeka Filialen im Regal und im Kühlschrank. Dazu kommen Craft Bier Spezialgeschäfte in ganz Deutschland und die Gastronomie. Wir haben aktuell eine nationale Listung in der Metro in Deutschland und Österreich. Einzelne Real Fillialen in ganz Deutschland haben uns aufgenommen. Außerdem exportieren wir bereits nach Dänemark und Schweden.

Euer Werbeslogan ist Komm mal klar, was wollen Sie damit ausdrücken?
Sönke Schmidt: Wenn in einer Gesellschaft die dominante Meinung ist, dass man Bier mit Alkohol trinken sollte, hilft es nicht weiter, wenn man sich in eine Verteidigungshaltung begibt. Man muss selbst eine dominante Position einnehmen. Nur so kommuniziert man auf Augenhöhe. Wir sagen: “Ich trinke alkoholfreies Bier und du musst damit klar kommen. Es ist höchstwahrscheinlich leckerer als dein Bier mit Alkohol und danach kann ich alles machen. Bungeejumpen gehen zum Beispiel. Du kannst gerne weiter Bier mit Alkohol trinken, deine Sache. Cooler bist du jedenfalls nicht. Komm mal klar.”

Wie sehen die weiteren Pläne mit Uwe aus?
Laia Gonzalez: Wir sind ja erst ein Jahr alt. Das heißt, unser aktueller Plan ist es, Uwe bekannter zu machen. In ganz Deutschland. Aber auch in anderen Ländern. Außerdem arbeiten wir bereits an neuen Uwe Sorten. Wir wollen, dass es auch beim alkoholfreien Bier mehr Auswahl gibt. In den meisten Restaurants stehen drei, vier, fünf Sorten Bier mit Alkohol auf der Karte. Aber nur ein alkoholfreies. Das wollen wir ändern.

Uwe | trinkuwe.de | facebook.com/trinkuwe/ | Instagram.com/trinkuwe

+++ Wir bedanken uns bei Laia Gonzalez, Sönke Schmidt und Philip Wienberg, für das offene und sehr interessante Interview und wünschen Uwe weiterhin viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt! +++

Boris Konradi, Gründer der Braumanufaktur Dossenheimer Padres Bräu, über Fruchtbiere.

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Padres Bräu ist eine kleine exklusive Edelbiermanufaktur, die sich seit Jahren mit dem Thema „Fruchtbiere“ beschäftigt. Deutsche Fruchtbiere sind aufgrund des Reinheitsgebots sehr selten. Padres Bräu legt großen Wert auf höchste Produktqualität und bietet hochfeine Spezialbiere.

Im Interview sprach about-drinks mit Boris Konradi, Gründer und Brauer von der Braumanufaktur Dossenheimer Padres Bräu, über die Gründung der Marke, die Herstellung und die weiteren Pläne.

Wann wurde Dossenheimer Padres Bräu gegründet und was ist die Geschichte dahinter?
Boris Konradi: 2016 haben der ‚Bier Padre‘ alias Christian Köhler und ich uns zusammengetan. Christian bot damals bereits Bierwanderungen und Degustationen an. Die Grundidee war, dass ich dazu die entsprechenden Biere einbraue. Passend zum Bier Padre lautete mein Name fortan: Brau Padre. Unser Schwerpunkt war von Anfang an klar und regional definiert. Unsere Herkunft Dossenheim ist ein altes Weindorf. Mit feinen Fruchtbieren wollten wir den Spagat zwischen Bier und Wein schaffen. 2017 wurde unser Fruchtbier „Fabienne“ beim MEININGERS Craft Beer Award auf Anhieb mit Platin ausgezeichnet. Spätestens ab diesem Zeitpunkt war mir bewusst: Das war der erst der Anfang von der Braumanufaktur Dossenheimer Padres Bräu.

Sie stellen „Fruchtbiere“ her, was darf man sich darunter vorstellen?
Boris Konradi: Fruchtbier ist ein Bierstil wie das Pilsener oder Pale Ale. Es ist ein Bier vergoren mit Früchten, Fruchtsäften oder Fruchtpürees im Zuge des Herstellungs- bzw. Gärungsprozesses. Wichtig dabei ist, dass ein Bier immer die Basis bildet. Bekannteste Vertreter der Fruchtbiere sind sicher die unserer belgischen Nachbarn wie das der Lambic oder Kriek (mit Sauerkirschen vergoren).

Wie wird Fruchtbier hergestellt?
Boris Konradi: Die Früchte werden dem Bier zugeführt – entweder im Kochprozess oder während der Hauptgärung bzw. Nachgärung. Spannend bei den sogenannten „Hybrid Bieren“ ist, dass die Gärung sowohl auf Malzzucker als auch auf Fruchtzucker basiert.

Wonach schmeckt Fruchtbier?
Boris Konradi: Fruchtbier sollte immer nach den Früchten schmecken, die zugesetzt wurden. Fruchtbiere sind meist spritzig, belebend, sensorisch komplex und hochinteressant – durchaus vergleichbar mit einem guten Wein. Die Fruchtbiere aus unserer Braumanufaktur sind sehr unterschiedlich: die Rezepturen der drei aktuellen Fruchtbiere wurden korrespondierend zu einem 3-Gang-Menü entwickelt.

Wheatpagner Fabienne ist unser Aperitifbier. Das Grundbier ist ein Weizenbier, das mit weißem Traubensaft gemeinsam mit einer Champagnerhefe vergoren wurde. Der Kohlensäuregehalt liegt bei 11g/ Liter – das erzeugt ein Mundgefühl genau wie bei einem Sekt oder Champagner.

Maltwine Sauvage empfehlen wir als Bier zum Hauptgang. Das Grundbier ist ein Barleywein, der mit roten Trauben und mit Sauerkirschen vergoren wurde. Hierfür haben wir eine fruchtige Rotweinhefe und eine Wildhefe verwendet. Anschließend hatte das Bier Holzkontakt mit verschiedenen Holzchips, u.a. chinesicher Zimtbaum und Kirschholz.

Maltdessert Olivier wurde mit Sauerkirschen, schwarzen Johannisbeeren und Brombeeren eingebraut und anschließend mit einer Sherryhefe vergoren. Das Dessertbier hat eine sehr geringe Bitternis und harmonischer Restsüße, aber auch eine ausbalancierte Säure durch das feine Fruchtspiel.

Was ist der Unterschied zu „normalem Bier“?
Boris Konradi: Die Grundzutaten eines Bieres sind Malz, Hopfen, Hefe und Wasser. Bei dem Fruchtbier kommt im Herstellungsprozess noch eine fünfte Komponente hinzu: die Frucht bzw. verschiedene Früchte, die auf natürliche Weise ihren Eigengeschmack mit einbringen. Geschmacklich halten sich Hopfen- und Malznoten meist dezent im Hintergrund zugunsten der saftig-fruchtigen Anklänge des Bierstils.

Ist der Name Bier nicht irreführend für die Verbraucher?
Boris Konradi: Fruchtbier hat eine lange Tradition. Schon als 4.000 Jahre v.Chr. die ersten Biere gebraut wurden, sind natürliche Zutaten wie Beeren und andere Früchte im Bier gelandet. Heute herrscht bei vielen Biertrinkern der Irrglaube, dass Bier gleich Pils ist. Darüber hinaus gibt es eine mannigfaltige Biervielfalt – zu der eben auch das Fruchtbier zählt! Fruchtbiere werden leider häufig mit Biermischgetränken (z.B. Bier mit Sirup, Limonade oder Cola) verwechselt. Deutsche Fruchtbiere sind eher selten. Laut deutschem Reinheitsgebot dürfen im Brauprozess nur Malz, Wasser, Hopfen und Hefe verwendet werden. Glücklicherweise haben wir in Kooperation mit dem Bierprojekt Landau im Sommer 2018 eine Sondergenehmigung erhalten und dürfen unsere Produkte „Fruchtbier“ nennen. Interessant ist übrigens, dass im Ausland Fruchtbiere von Natur aus als ganz normale Biere gekennzeichnet werden.

Wo kann man in den Genuss des Fruchtbieres kommen?
Boris Konradi: Unsere Premium-Fruchtbiere finden in ausgewählten Spitzengastronomien, Spezialitäten Onlineshops und im Fachhandel für Craftbier, Wein und Food-Spezialitäten statt. Für weitere Informationen können Interessenten uns gerne eine E-Mail senden an padresbraeu@sandraheyne.com.

Was sind die Pläne für die Zukunft?
Boris Konradi: Wir möchten über das Thema Fruchtbiere aufklären sowie Bier- und insbesondere Weintrinker von unseren Produkten überzeugen. Wenn unsere Fruchtbiere in der Spitzengastronomie als Menübegleitung anstatt von Wein angeboten werden – und das weltweit -, dann haben wir unser Ziel erreicht.

Aktuell kann man die Fruchtibiere in einer Geschenkverpackung kaufen, was ist darin enthalten?
Boris Konradi:
Unsere aktuellen Fruchtbiere – Wheatpagner Fabienne, Maltvine Sauvage, Maltdessert Oliver – sind streng limitiert auf weniger als 500 Flaschen. Als besonderes Geschenk sind die drei Fruchtbiere in einer ästhetischen, geprägten Holzbox erhältlich – passend dazu mit Flaschenöffner und dem Extra-Booklet, das Rezepte zu den Bieren beinhaltet, die gemeinsam mit dem Koch Marcus Schleicher vom Strahlenberger Hof Schriesheim entwickelt wurden.

Padres Bräu | dossenheimer-padresbräu.com

+++ Wir bedanken uns bei Boris Konradi für das offene und sehr interessante Interview und wünschen Padres Bräu weiterhin viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt! +++

Nadja Gärtner von Warsteiner spricht über die Aufgaben als Sponsor, Toleranz und Emotionalisierung

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Die Festival Saison ist in vollem Gange, auch dieses Jahr nutzt Warsteiner Musikevents für aufmerksamkeitsstarke Sponsorings. Auf dem Parookaville hat sich about-drinks mit Nadja Gärtner, Leitung Music- & Lifestyle Sponsoring bei Warsteiner, getroffen, um über die Aufgaben als Sponsor, Toleranz und Emotionalisierung zu sprechen.

Wie wichtig sind für Warsteiner Sponsorings auf Festivals und wieso?
Nadja Gärtner: „Musikveranstaltungen bieten uns eine ideale Möglichkeit mit der jüngeren und urbanen Zielgruppe in Kontakt zu treten, nachhaltige Markenerlebnisse zu schaffen, sie für die Marke zu begeistern und von unseren Premiumbieren und Biermischgetränken zu überzeugen. Wir sind seit Jahren ein starker Partner im Sponsoring. Musik zählt neben Sport zu einem der emotionalsten Erlebnisse. Bei Parookaville sind wir seit der ersten Stunde dabei. Und seit 2016 feiern wir in der Warsteiner Parooka Church standesamtliche Hochzeiten, gefolgt von im Schnitt rund 2.000 Freundschafts-Hochzeiten an einem Festival-Wochenende. In diesem Jahr gab es darüber hinaus zehn echte Heiratsanträge mit Ring. Diese Zahlen belegen, dass unsere Markenaktivierung funktioniert und wir nachhaltige Markenerlebnisse schaffen. Darauf sind wir stolz.“

Was ist Ihre Aufgabe als Sponsor, in welchen Bereichen dürfen Sie aktiv werden?
Nadja Gärtner: „Das ist mit jedem Sponsoring unterschiedlich. Sponsorings sind für uns Kommunikationsanlässe, die wir mit Kommunikationskampagnen aktivieren. Auf dem Parookaville Festival gibt es zum Beispiel eine Sonderedition unserer 0,5-Liter-Dose, die wir jedes Jahr neugestalten. Seit Mai gibt es die Parookaville-Dosen in allen PENNY-Märkten und auch hier auf dem Festival zu kaufen.

Mit der Warsteiner Parooka Church sind wir seit 2015 in der fiktiven Stadt Parookaville präsent. Wir setzen die Kirche in jedem Jahr in einem anderen Look and Feel um und generieren dadurch sehr viel Aufmerksamkeit für unsere Marke. Für eine Freundschafts-Hochzeit stehen die Festivalbesucher teilweise bis zu zwei Stunden in einer 50 bis 100 Meter langen Schlange. Im ersten Jahr hätten wir das niemals erwartet. Ich hätte auch niemals gedacht, dass wir so viele Bewerbungen für die echte Hochzeit bekommen.“

Sie sind schon länger Sponsor von verschiedenen Musikevents, inwiefern hat sich das Sponsoring in den letzten Jahren verändert?
Nadja Gärtner: „Das ist richtig – den Bereich gibt es bei uns in der Brauerei seit vielen Jahren. Heute geht es um weit mehr als „nur“ um den reinen Bierausschank und die Sichtbarkeit der Marke. Früher hat man primär dafür gesorgt, dass die Marke mit einem Logo sichtbar vertreten war. Heute geht es um eine authentische Markeninszenierung und ein positives Markenerlebnis.“

Dieses Jahr wurde zum ersten Mal ein homosexuelles Paar getraut, wolltet Ihr damit ein Zeichen setzen?
Nadja Gärtner: „Parookaville ist ein buntes Festival. Nach drei heterosexuellen Hochzeiten haben wir in diesem Jahr mit der ersten gleichgeschlechtlichen Ehe ein deutliches Zeichen für die
Ehe für alle gesetzt. Warsteiner steht für Toleranz und Freiheit. Wir zeigen damit Flagge für Weltoffenheit und ein friedliches Miteinander.“

Fight for your right: Mit diesem Motto präsentiert sich Warsteiner beim diesjährigen Christopher Street Day (CSD), weshalb ist es für Warsteiner so wichtig sich für die LGBT Community zu engagieren?
Nadja Gärtner: „Es ist heute wichtiger denn je als Privatperson, aber auch als Unternehmen, Haltung zu zeigen. Haltung hat mit Verantwortung zu tun, die wir alle als Teil einer Gesellschaft übernehmen müssen. Marken haben die Kraft, Werte zu reflektieren. Deshalb engagieren wir uns, feiern zum ersten Mal, nach drei Hetero-Hochzeiten, eine gleichgeschlechtliche Hochzeit. Darüber hinaus engagieren wir uns beim CSD mit einer eigenen Out-of-Home-Kampagne und einer CSD- Sonderedition mit dem Aufdruck ‚Fight for your right‘.“

Erzählen Sie uns kurz von #Musikdurstig?
Nadja Gärtner: „#Musikdurstig ist eine Plattform der Warsteiner Brauerei für Musik, Events und zeitgemäße Lifestyle-Themen von Fashion bis Art. Hier bieten wir 24/7 relevanten Content von News über Line Ups bis hin zum Livestream direkt von den Festivalbühnen oder unserer echten Hochzeit. Mit unserem „Music Monday“ stellen wir beispielsweise regelmäßig Playlists für Spotify vor. Zudem unterstützen wir Newcomer. Wir bieten ihnen zum Beispiel die Möglichkeit, sich über unsere Plattform zu bewerben, um mit ihrem Mix-Set beim New Horizons Festival die Main Stage zu eröffnen.“

Ist Esports für Warsteiner auch ein großes Thema?
Nadja Gärtner: „Ja, denn die Spiele-Industrie ist inzwischen größer als die Musik-Industrie. Aber wir unterstützen nicht nur professionellen E-Sports. Heute kommt jeder zweite Deutsche mit dem Thema Gaming in Berührung. Die junge Zielgruppe bewegt sich mittlerweile überwiegend in der digitalen Welt. Auf unserem Twitter-Account widmen wir uns ausschließlich den Themen E-Sports und Gaming. Deshalb heißt unser Twitter-Kanal seit kurzem auch Warsteiner GG. Das GG steht für Good Game, einen bekannten Gruß in der Spielersprache.“

Welche Veranstaltungen unterstützen Sie in 2019 noch?
Nadja Gärtner: „Auf rund 30 Festivals und Musikveranstaltungen stoßen Besucher in diesem Jahr mit erfrischendem Warsteiner an. Dazu zählen neben Parookaville zum Beispiel die Festivals New Horizons, Big Day Out, Connect und Hyte. Ende des Jahres finden in der Warsteiner Music Hall zudem die großen Offline-Finals der Saison 13 der 99Damage Liga statt.“

Warsteiner | warsteiner.de | facebook.com/Warsteiner
Musikdurstig | musikdurstig.de | facebook.com/musikdurstig

+++ Wir bedanken uns bei Nadja Gärtner für das offene und sehr interessante Interview und wünschen ihr weiterhin viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt! +++

Der Beitrag Nadja Gärtner von Warsteiner spricht über die Aufgaben als Sponsor, Toleranz und Emotionalisierung erschien zuerst auf about-drinks.com.

„Werde ich davon high?“ Stefan Adick von IN-SPIRIT über die CHILLMA Hanf-Cola

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Cola meets Hanf! Die CHILLMA Hanf-Cola vereint das beliebte Erfrischungsgetränk mit Hanfsamenextrakt – und sorgt mit dem aufregenden Mix für Koffeinkick und Entspannung in einem. Aber nicht nur die neu kombinierten Inhaltsstoffe erregen Aufsehen: Hanfblatt und knallige Rastafari-Farben machen die Dose zum absoluten Hingucker. 

Wie die CHILLMA Hanf-Cola mit frechem Design, coolen Hashtags und dem Aufruf zu mehr Gelassenheit den Getränkemarkt erobern will? IN-SPIRIT Geschäftsführer Stefan Adick hat es about-drinks im Interview verraten.

Hanf ist im Getränkemarkt ein absoluter Trend – und dennoch umstritten. Hatten Sie vor der Einführung von CHILLMA Bedenken?
Stefan Adick: Dass eine Sache umstritten ist, heißt im Umkehrschluss ja auch, dass es Befürworter gibt. Mancher mag das naiv finden, aber bei IN-SPIRIT tendieren wir seit jeher dazu, positiv und optimistisch an neue Themen heranzugehen. Begeisterungsfähigkeit ist sicher einer unserer hervorstechendsten Kennzeichen. Dass wir mit CHILLMA den Nagel allerdings dermaßen auf den Kopf treffen, hat selbst uns überrascht.

Und ganz konkret zum Thema Hanf: Wir glauben nicht, dass es mittelfristig noch nachvollziehbare Argumente geben wird, den Konsum von Cannabis weiter zu verbieten. Die Realität ist doch auch schon längst eine ganz andere. 

An welche Zielgruppe richtet sich die CHILLMA Hanf-Cola?
Stefan Adick: Wir richten uns insbesondere an die Zielgruppe „18 bis 29 Jahre“. Eine Generation, die durch soziale Medien, Abstiegsängste und viele, viele andere Faktoren jeden Tag aufs Neue total unter Druck steht. Und damit Menschen, die quasi darauf vorprogrammiert sind, regelmäßig Auszeiten zu fordern – und sich zu nehmen.

Während Cola durch ihr Koffein als Wachmacher gilt, wird Hanfsamen eine beruhigende Wirkung zugeschrieben. Warum passen Cola und Hanf Ihrer Meinung nach dennoch so gut zusammen?
Stefan Adick: Wir möchten das Thema „funktionaler Nutzen“ ehrlich gesagt gar nicht so sehr in den Vordergrund stellen. Na klar: Die erste Frage, die man sich vielleicht stellt ist: Werde ich davon high? Aber abgesehen davon, dass wir das schon aus rechtlichen Gründen nicht sagen können, verkörpert CHILLMA für uns vielmehr eine Markenwelt, in der der emotionale Nutzen viel, viel mehr Relevanz hat. Und zwar für eine – haha – breite Masse. Diesem Mainstream-Anspruch wollten wir mit einem absoluten Mainstream-Produkt gerecht werden. Darum fiel die Wahl auf eine Cola.

Wie entstand der Name CHILLMA?
Stefan Adick: Ganz einfach, weil wir auf Augenhöhe mit unserer Zielgruppe kommunizieren wollten. „Chillma“ hat sich zu einem allgegenwärtigen Ausdruck etabliert. Es ist für viele das Wort gewordene Stopp-Schild in viel zu schnellen Zeiten. Darum ist es perfekt, hiermit den Auszeit-Charakter unserer Hanf-Cola zu unterstreichen. 

Auch das Design der Hanf-Cola Dose fällt ins Auge. Wie entstand die Idee?
Stefan Adick: In der Reggae-Welt haben wir eine Menge Überschneidungen zu dem gefunden, was wir mit CHILLMA transportieren wollen: Gelassenheit, Optimismus, Lebensfreude und, ja, auch eine sagen wir mal liberale Grundhaltung rund um das Thema Hanfprodukte. Die Verwendung der Rastafari-Farben macht das Design der Dose dann wirklich besonders. Wir haben uns lange gefragt: Ist unsere Cola (auch) rot? Oder schwarz? Oder gelb? Doch erst die Kombination von Grün, Gelb und Rot macht uns zum Gesicht in der Menge. Mit einem großen Hanfblatt, das die Menschen erst einmal vor dem Regal stoppen lässt.

Was war Ihnen bei der dazugehörigen Social Media Kampagne Stichwort – #NoHate #LifeISGreat – wichtig?
Stefan Adick: Wir glauben, dass am Ende des Tages nicht das Hanfblatt, sondern diese beiden Hahstags die Marke tragen werden. Wir haben mit CHILLMA noch eine Menge vor – und das wird nur möglich sein, wenn das Produkt mehr bietet, als einen einmaligen Spaßkauf. Wie schaffen wir das? Indem wir mit der Marke eine Haltung an den Tag legen, mit dem sich der Großteil unserer Zielgruppe zu 100 Prozent identifizieren kann. „Man kann sich über alles aufregen, aber man ist nicht dazu verpflichtet“ lautet eines unserer aktuellen Instagram Postings. Und genau darum geht es der Marke: Der Gegenentwurf zum Hass in sozialen Medien zu sein, in denen der Regler immer auf 10 ist. Und dabei auch immer wieder in Erinnerung zu rufen, wie unfassbar großartig das Leben ist, dass man heute führen darf.

Wie wird CHILLMA am POS präsentiert und inwiefern unterstützen Sie den Abverkauf?
Stefan Adick: „CHILLMA. Die Hanf-Cola“ Dazu ein aufmerksamkeitsstarkes Hanfblatt auf aufmerksamkeitsstarken Farben. Wir brauchen zum Glück nicht besonders tief in die Trickkiste greifen, um im Handel binnen Sekundenbruchteilen aufzufallen. Die Unterstützung dort verläuft darum klassisch über Displays im oben genannten Stil. Und die ersten Erfahrungen zeigen uns, dass diese klare Kommunikation ihre Wirkung nicht verfehlt. Wir sind super happy mit dem Abverkauf.

Auf Messen und Events präsentieren wir CHILLMA 2020 u.a. über diverse Möbel, wie Ölfass-Stehtische- und Hocker („Pflanz Dich!“) oder Kühltonnen in verschiedenen Größen.

CHILLMA | chillma-drinks.de | instagram.com/chillma_diehanfcola 

+++ Wir bedanken uns bei Stefan Adick für das offene und sehr interessante Interview und wünschen ihm weiterhin viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt! +++

Der Beitrag „Werde ich davon high?“ Stefan Adick von IN-SPIRIT über die CHILLMA Hanf-Cola erschien zuerst auf about-drinks.com.